Christine Dössel Klaus Maria Brandauer

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Klaus Maria Brandauer“ von Christine Dössel

Er hat Magier, Spione und Bösewicht gespielt, mächtige Verführer und von der Macht Verführte. Er war Mephisto im Film und Hamlet auf der Bühne, jugendlicher Held am Wiener Burgtheater und gefeierter Salzburger Jedermann. Klaus Maria Brandauer ist ein Ausnahme-Schauspieler, der auch als Lehrer und Regisseur erfolgreich reüssierte. Das Spektrum seines Schaffens ist zwar breit gefächert, doch sein schillerndstes Rollenfach ist immer noch er selbst: der Schauspieler als Gesamtkunstwerk. Die Autorin Christine Dössel gibt einen detaillierten Abriss seiner Theater- und Filmarbeit und versucht, dem Phänomen Brandauer auf die Spur zu kommen. So ist ein Buch entstanden, das weit über eine Werkbiografie hinausgeht. In den aufgezeichneten Gespräche und Begegnungen zeigen sich sehr persönlich Facetten des Künstlers: seine Einstellung zum Theater, Film und sein privater Lebensweg. Auch Kollegen, Weggefährten und Schüler Wort kommen zu Wort und runden das Bild um die Person Klaus Maria Brandauer ab. „Klaus Maria Brandauer – Die Kunst der Verführung“ erschien erstmals 2003 im Rahmen der Reihe „edition burgtheater“ und ist nun in einer aktualisierten Fassung neu aufbereitet.

Stöbern in Sachbuch

Das geflügelte Nilpferd

...ein Ratgeber, der locker ist und einem wirklich mal weiterhilft!

romi89

Heilkraft von Obst und Gemüse

Essen Sie sich gesund! Ein wunderbares Buch für alle, die sich bewusst ernähren wollen.

BookHook

Leben lernen - ein Leben lang

Lebenslanges Lernen, um das Leben zu leben - eine philosophische Betrachtung

Bellis-Perennis

Das verborgene Leben der Meisen

Ein gelungener, toll gestalteter, Meisen-Führer.

Flamingo

Atlas Obscura

Ein abenteuerlicher Atlas voller Wunder!

Elizzy

Adele Spitzeder

Die Geschichte der Adele Spitzeder

tardy

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Klaus Maria Brandauer" von Christine Dössel

    Klaus Maria Brandauer

    HeikeG

    14. August 2008 um 16:43

    Der Tiefseelenfischer Christine Dössel hat ein glaubhaftes Bild des charismatischen Österreichers in "Klaus Maria Brandauer. Die Kunst der Verführung" gezeichnet. Ein ehrliches Buch wollte Christine Dössel schreiben und zwar über einen Mann, der allgemein als "Österreichs Schwieriger", als "Diva", als egomanisch, eitel, arrogant und selbstverliebt gilt. Und vor allem am Anfang war es wohl "nicht immer vergnüglich" und eher schwierig mit ihm: dem Klaus Stengl, wie er mit gebürtigem Namen heißt. Natürlich trägt auch er seinen Teil zu diesem (Vor)Urteil bei, wenn er seinen Gegenüber manchmal rüde herablassend oder fast beleidigend behandelt. Doch nach dem ersten sollte man auf jeden Fall noch einen "zweiten Blick werfen", meint die Autorin. Denn hat man Klaus Maria Brandauer (KMB) erst einmal näher kennengelernt, "weiß man ihn als Gesamtkunstwerk zu schätzen: als Künstler wie als Mensch …. mit all seinen Anfällen, seiner Streitlust, seiner Besessenheit und Liebessucht. Mit seiner Intelligenz, mit der er sofort Witterung aufnimmt, wenn ihm etwas gegen den Strich zu laufen droht." Herausgekommen ist ein flüssiges, sehr gut recherchiertes und leicht lesbares Lebenswerk, über die - das gesamte Jahr 2006 täglich zu hörende und so "herrrrlich" klingende - "Stimme Wolferls". Doch nicht nur sein Beitrag zum Mozartjahr - die in den Kulturradios der ARD und des Schweizer Radios DRS 2 täglich ausgestrahlte Lesung aus Mozarts Briefen - sondern vor allem seine Filme, allen voran der Megaerfolg des Oscargekrönten MEPHISTO, aber auch JENSEITS VON AFRIKA oder sein James-Bond-Bösewicht Largo in SAG NIEMALS NIE, haben ihn einem breiten Publikum bekannt gemacht. Sein oder Nichtsein Seine wahre Liebe galt und gilt jedoch immer noch der Theaterschauspielerei, die auch den Grundstein seiner Karriere ist. Christine Dössel beginnt ihre Biografie mit einem ausführlichen Kapitel über "Brandauers Lebensweg mit Hamlet" - der Traumrolle jedes Schauspielers. Den dänischen Königssohn aus Shakespeares Feder verkörperte KMB 1985 am Wiener Burgtheater und führte am selben Ort im Jahr 2002 Regie. Die Autorin befasst sich detailliert mit all seinen Bühnenrollen (u. a. EMILIA GALOTTI, BACCHUS, JEDERMANN, WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF?, CYRANO VON BERGERAC). Aber auch seine "Seitensprünge" mit dem Fernsehen und die 2006er Inszenierungen des LOHENGRIN in Köln und der DREIGROSCHENOPER in Berlin finden ausführliche Besprechung. Dazwischen kommen immer wieder Schauspielerkollegen und auch KBM selbst in Interviews zu Wort. Zahlreiche Pressekritiken runden das Ganze ab. Neben einigen z. T. farbigen Abbildungen findet der Leser am Ende des Buches eine kurze Zusammenfassung aller Lebensdaten und ein komplexes Verzeichnis der Inszenierungen, in bzw. an denen er mitgewirkt hat Der österreichische James Dean Klaus Maria Brandauer, geboren am 22. Juni 1943 im österreichischen Altaussee und aus einfachen Verhältnissen stammend - die Mutter Österreicherin, der Vater ein deutscher Zollbeamter - ist stolz darauf, dass er nie "das Geschöpf von jemand anderem, nie der Ziehsohn oder Nachfahre eines künstlerischen Übervaters" war. Auf Grund seines Charismas, seiner Strahlkraft und seiner außerordentlichen Begabung hat er es so weit gebracht. Und "womöglich ist es dieses Schwindel erregende Ich-Bewusstsein eines absoluten Autodidakten, das Brandauer mitunter zu Kopf steigt und sicherlich auch manchmal berauscht." Die Zahl der Rollen, die er ablehnt, überschreitet die, die er annimmt, um ein vielfaches. Schon zu Beginn seiner Kariere steigt er in Tübingen mitten in der Spielzeit aus einem Zweijahresvertrag aus, als man ihn mit einer "Nicht-der-Rede-Wert-Rolle" versieht: "Ich bin nicht Schauspieler geworden um unauffällig zu sein, sondern um auffällig zu sein", lautet seine Maxime. "Brandauers Charisma und der Kult, den er damit treibt, ist das Geheimnis seines Erfolges wie seines Misserfolges. Seine Begabung - nämlich sein Talent, zu wirken - ist zugleich seine Gefährdung - nämlich die Verführung, wirken zu wollen." schrieb "Die Zeit". In "Klaus Maria Brandauer. Die Kunst der Verführung" zeichnet Christine Dössel ein schlüssiges Bild eines humorvollen, freien Geistes, der nicht nur das Talent hat, andere zu unterhalten, sondern auch zuhört, "der sich nicht, wie ihm gerne unterstellt wird, nur für sich selbst interessiert, sondern sehr wohl auch für andere. Ein Mensch der nachfragt, sich kümmert, ein offenes Ohr hat für Schüler, Kollegen und Freunde." Brandauer ist in seiner Natur- und Selbstbelassenheit ein ungeschminkter Künstler par excellence und Christine Dössel hat es wohl auf den Punkt gebracht: Er "ist eine schillernde Persönlichkeit. Und das Beste an ihm: Er ist authentisch."

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks