Sonntags fehlst du am meisten

von Christine Drews 
4,2 Sterne bei50 Bewertungen
Sonntags fehlst du am meisten
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

KatrinsBuchshops avatar

Schön geschriebene Geschichte, die einen mitnimmt. In manchen Nebensträngen leider zu ausufernd

eulenmatzs avatar

In einem Rutsch durchgelesen! Tolle geschrieben, tolle Geschichte!

Alle 50 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Sonntags fehlst du am meisten"

Familie ist Liebe mit Ecken und Kanten

Schon immer war Caro das Lieblingskind ihres Vaters, doch seit einem großen Streit haben sie keinen Kontakt mehr. Nun steht die Goldene Hochzeit von Caros Eltern vor der Tür, aber wie soll Caro ihrem Vater gegenübertreten? Als arbeitslose, alleinerziehende Mutter fühlt sie sich von dem Mann, der nach dem Krieg seine Firma aus dem Nichts aufgebaut hat, nicht ernstgenommen. Erst durch ihre neugewonnene Freundschaft mit der alten Frau Schneiders kann sie Verständnis für die Generation der Kriegskinder entwickeln. Und plötzlich scheint eine Versöhnung doch möglich … Ein kluger und bewegender, generationenumspannender Vater-Tochter-Roman.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548290201
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:08.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne15
  • 4 Sterne29
  • 3 Sterne6
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 10 Monaten
    Konflikte zwischen den Generationen

    Caro war das Lieblingskind ihres Vaters, doch durch einen schlimmen Streit ist ein Bruch entstanden und sie haben keinen Kontakt mehr. Nun steht die Goldhochzeit ihrer Eltern bevor. Wird es einen Weg  zu einer Versöhnung geben?

    Ich habe schon einige Bücher der Autorin Christine Drews gelesen, die mich immer überzeugt haben. Daher habe ich auch dieses Buch lesen wollen.

    Caros Vater Karl gehört der Kriegsgeneration an. Diese Generation hat Schreckliches erlebt und musste früh Verantwortung übernehmen. Auch Karl hat für Mutter und Geschwister gesorgt und sich aus dem Nichts etwas aufgebaut. Aber eines hat diese Generation meist nicht, nämlich über das geredet, was sie erlebt haben und dieses „Probleme-nicht-ansprechen“ setzt sich in der nächsten Generation fort.

    Caros Leben verläuft nicht so gradlinig wie sich das der Vater gewünscht hätte. Es hat ihr an nichts gefehlt, der Vater wollte immer nur das Beste für seine Tochter, doch leider war er fast nie da. Caro wollte es allen recht machen und hat sich dabei verloren. Ihr kleiner Sohn hat es auch nicht einfach, denn Caro ertränkt ihre Probleme im Alkohol. Ihre Sucht hat sie inzwischen im Griff und sie scheint wieder Boden unter den Füßen zu haben, wozu ihr Freund Jakob beiträgt. Der Streit mit ihrem Vater belastet sie allerdings.

    Dann begegnet Caro Frau Schneiders und durch ihre Erzählungen versteht Caro plötzlich, wie all das Unausgesprochene zwischen ihrem Vater und ihr steht. Eine Versöhnung erscheint ihr nun möglich.

    Diese Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen und durch die Rückblenden in die Vergangenheit konnten wir Caro und ihren Vater gut kennenlernen und ihr Verhalten nachvollziehen.

    Es ist ein Buch, das berührt und zum Nachdenken anregt.

    Kommentare: 1
    5
    Teilen
    eulenmatzs avatar
    eulenmatzvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: In einem Rutsch durchgelesen! Tolle geschrieben, tolle Geschichte!
    Einfühlsame Familiengeschichte



    INHALT:



    Schon immer war Caro das
    Lieblingskind ihres Vaters, doch seit einem großen Streit haben sie keinen
    Kontakt mehr. Nun steht die Goldene Hochzeit von Caros Eltern vor der Tür, aber
    wie soll Caro ihrem Vater gegenübertreten? Als arbeitslose, alleinerziehende
    Mutter fühlt sie sich von dem Mann, der nach dem Krieg seine Firma aus dem
    Nichts aufgebaut hat, nicht ernstgenommen. Erst durch ihre neugewonnene
    Freundschaft mit der alten Frau Schneiders kann sie Verständnis für die
    Generation der Kriegskinder entwickeln. Und plötzlich scheint eine Versöhnung
    doch möglich …



    MEINUNG:



    Meine Motivation den Roman zu
    lesen lag darin, dass ich diese Nachkriegsgeneration, zu der auch meine Oma
    gehörte, einfach mal besser verstehen wollte. Nun lebt meine Oma zwar nicht
    mehr, aber mir schwirren trotzdem so viele ungute Gefühle in Gedanken an sie
    durch den Kopf. Eben auch weil das Verhältnis zwischen meiner Mutter und ihr
    immer schwierig war.



    Der Prolog war wirklich ziemlich
    heftig. Man wird direkt mitten ins Geschehen geworfen. Es gefiel mir, dass die
    Autorin mit Caro hier so eine schwierige Person gewählt hat und dass sie auch
    ganz offen mit deren Alkoholsucht umgegangen ist. Ich fand das nicht immer leicht
    zu lesen, weil ich auch da einen persönlichen Bezug zu habe, aber es ist
    wichtig, dass auch mal ein solches Thema in Büchern angesprochen wird und auch
    deren Konsequenzen. Neben diesem großen Problem schultert Caro auch noch den
    Streit mit ihrem Vater. Ich mochte Caro einerseits, aber andererseits fiel es
    mir auch schwer mich mit ihr zu identifizieren. Schließlich war sie wirklich
    arbeiten und ist für ihren Lebensunterhalt aufgekommen. Dafür gab es immer
    Vater bzw. später ihren Ex-Mann.



    Der Roman spielt auf zwei
    Zeitebenen und gewährt dem Leser Einblick in das Leben von Caros Vater nach dem
    Krieg. Caros Vater tritt in der Gegenwart nicht direkt auf, sondern nur
    indirekt durch Erzählungen. Insgesamt fand ich das in Ordnung, dennoch hätte
    ich mir gewünscht, dass das klärenden Gespräch am Ende auch noch Thema gewesen
    wäre. Leider wurde dies nur durch einen Satz verdeutlicht.



    Einblick in die Kriegsgeneration
    gibt es in Form von Frau Schneiders, die ein WG mit Altersgenossen machen
    möchte bei der Caro sie als Architektin unterstützt. Frau Schneiders erklärt
    viele Dinge, die sowohl Caro als auch ich so noch nicht betrachtet haben. Gut
    gefiel mir auch der Aufbau der Kapitel. Die waren jedes Mal mit einem
    Oberbegriff aus dem Lexikon, wie Liebe, Schuld etc. betitelt und genau darum
    ging es dann auch in dem jeweiligen Kapitel. Caro hat auch einen Sohn, der sehr
    unter ihrem Alkoholproblem leiden musste. Leider blieb aber für mich ungeklärt,
    wie Caro damit in der Schwangerschaft umgegangen ist. Es hört sich danach an,
    dass sie wohl nie eine trockene Zeit hatte. Hierzu hätte ich mir noch eine
    kleine Info gewünscht, denn Alkohol in der Schwangerschaft schädigt das Kind.



    FAZIT:



    Innerhalb einer Zugfahrt habe ich
    das Buch durchgehabt. Diese Familiengeschichte gefiel mir, bis ein paar winzige
    Kleinigkeiten ausgesprochen gut. Die Autorin hat schwierige Themen sehr
    gefühlvoll und dennoch ehrlich hier drin verarbeitet.



    Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.



    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Tiefgründig und zum Nachdenken

    Kennt ihr das auch, dass man zwischendurch auch einen tiefgründigeren Familienroman lesen muss?
    Das Cover hatte mich angesprochen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss.

    Der Schreibstil von Christine Drews hat mich von Anfang gefesselt und in den Bann gezogen, denn er ist zwar leicht, locker und mit Spannung zu lesen, aber die Themen, wie Alkoholismus, Rückblenden in die Kriegszeit, Familiengeheimnis, Beziehung zwischen Tochter und Vater und vieles mehr, wurden mir sehr tiefgründig näher gebracht.

    Die Charaktere sind fantastisch in Szene gesetzt geworden. Caro, Mutter eines Sohnes, geschieden, trockene Alkoholikerin, hat seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Ihrem Vater, für dem sie immer "seine Prinzessin" war. Der Grund dafür ergibt sich durch vieles aus der Vergangenheit und Caro lernt ihren Vater erst so richtig verstehen, nachdem sie von Erzählungen aus dem Krieg erfährt.
    Karl, Caros Vater, ist ein Kind des Krieges, der bereits mit 14 Jahren für seine Mutter und Geschwister aufkommen musste, damit sie überleben konnten.
    Natürlich gibt es auch weitere sympathische Charaktere, die diesen tiefgründigen Roman abrunden.

    Die Perspektivenwechsel die in verschiedenen Zeitepochen spielen, da es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit gibt, mögen zwar für manche verwirrend sein, aber persönlich konnte ich allem sehr gut folgen und machte es für mich noch interessanter weiter zu lesen. Als Leser erfährt man von Caros Vergangenheit und Gegenwart, aber auch von Karl und Frau Schneiders Vergangenheit.
    Die Gegenwart spielt im Jahre 2016 und in Deutschland.

    Die Themen von Alkoholismus, Kriegsgeschichte, Familienzusammenhalt, Liebe, Freundschaft werden hier sehr gut aufgegriffen und tiefgründig dem Leser erzählt. Persönlich musste ich an manchen Stellen echt schlucken, da mir der Kloß im Hals war, aber manchmal durfte ich auch schmunzeln und vieles hat mich auch zum Nachdenken angeregt.



    "Ein sehr tiefgründiger Familienroman, mit sehr interessanten Themen, einem leichten, angenehmen Schreibstil, sympathische Charaktere. Emotionen vom schmunzeln bis zum Weinen werden dem Leser übermittelt. Themen von Alkohol, Eltern, die im Krieg aufgewachsen sind, wurden hier aufgegriffen. Eine nicht ganz leichter Lektüre, die aber absolut lesenswert ist." 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    LadyIceTeas avatar
    LadyIceTeavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine schöne Geschichte, die ans Herz geht!
    Ein toller Familienroman

    Familie ist Liebe mit Ecken und Kanten
    Schon immer war Caro das Lieblingskind ihres Vaters, doch seit einem großen Streit haben sie keinen Kontakt mehr. Nun steht die Goldene Hochzeit von Caros Eltern vor der Tür, aber wie soll Caro ihrem Vater gegenübertreten? Als arbeitslose, alleinerziehende Mutter fühlt sie sich von dem Mann, der nach dem Krieg seine Firma aus dem Nichts aufgebaut hat, nicht ernstgenommen. Erst durch ihre neugewonnene Freundschaft mit der alten Frau Schneiders kann sie Verständnis für die Generation der Kriegskinder entwickeln. Und plötzlich scheint eine Versöhnung doch möglich.

    Direkt auf den ersten Seiten ist mir der sehr angenehme Schreibstil aufgefallen. Die Seiten flogen quasi dahin und es gab wirklich keinen Moment in dem ich ins Stocken geraten wäre oder mich gelangweilt hätte. So habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden beendet.
    Die Geschichte beginnt mit dem Unglückstag, an dem die Beziehung zwischen Caro und ihrem Vater zerbricht. Doch das Buch spielt nicht nur in der Gegenwart und nicht nur aus ihrer Sichtweise, wir erleben auch die verschiedensten Jahre aus ihrer Kindheit und Jugend und ebenfalls die Erlebnisse ihres Vaters als Kind, als Heranwachsendem und als jungen Mann. Mir haben diese Zeitsprünge sehr gut gefallen. Sie machen dieses Buch zu einer wunderbaren Geschichte.
    Ich konnte mich dadurch sehr gut in ihren Vater hineinversetzen aber auch gut in Cora selbst. Für mich wurde der Konflikt spürbar. Was mir sehr gefallen hat.
    Auch die anderen Figuren sind mir sehr ans Herz gegangen. Ihr Freund Jakob und auch die Rentner-WG die ihr so zu Seite steht.
    Nebenbei betreibt Cora noch ein wenig Ahnenforschung, was diesen Familienroman einfach abrundet.
    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen! Eine klare Empfehlung.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    EvelynMs avatar
    EvelynMvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch mit viel Herz geschrieben - eine nicht ganz einfache Vater-Tochter-Beziehung, die es in sich hat
    Bewegende Vater-Tochter-Beziehung

    Wie der Schein doch trügen kann! Das Cover zeigt einen lachenden und strahlenden Vater, der seine kleine Tochter auf den Schultern trägt. Diese Idylle bekommt Risse und droht zu zerbrechen.

    Die Autorin erzählt ganz eindrücklich die Geschichte von Caro und ihrem Vater Karl. Die Silberhochzeit ihrer Eltern steht an und Caro weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Seit einem Jahr herrscht zwischen ihrem geliebten Vater und ihr Funkstille. Ihre Alkoholsucht hat sie in den Griff bekommen und lebt nun mit dem ebenfalls trockenen Alkoholiker, Jakob, zusammen. Doch eine Aussöhnung mit ihrem Vater scheint in weiter Ferne zu sein. Allmählich findet Caro ins „normale“ Leben zurück – dank der Hilfe von Jakob bekommt sie Arbeit, die ihr Spaß macht und ganz nebenbei findet sie eine Freundin in Frau Schneiders. Dieser hilft sie bei der Umgestaltung ihrer Wohnung und veranstaltet mit ihr ein WG-Casting.

    Das gemeinsame Mittagessen am Sonntag und der Kaffee mit Kuchen am Nachmittag  machen noch keine Familie aus. Unausgesprochene und verdrängte Gefühle dringen an die Oberfläche und lassen sich nicht mehr so leicht unter den Teppich kehren. „Familie ist Liebe mit Ecken und Kanten …“ beschreibt das Thema dieses gefühlvollen Vater-Tochter-Romans gelungen. Die Autorin erzählt in Rückblenden sowohl die Kindheit des Vaters als auch die von Caro – so unterschiedlich die beiden doch aufgewachsen sind, so schwer fällt es beiden, die Dinge beim Namen zu nennen und miteinander zu reden.

    Mir hat Caros Geschichte und die ihres Vaters sehr gut gefallen. Die Zeitsprünge haben mich manchmal etwas irritiert. Dieses Buch wird mich bestimmt noch länger beschäftigen, denn ich gehöre zur Generation der Kriegsenkel und vieles in dem Buch erinnert mich an die Geschichte meiner eigenen Eltern.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Faltines avatar
    Faltinevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Man sollte seinen Eltern viel öfter sagen, dass man sie lieb hat!
    Ein toller Vater Tochter Roman

    Inhalt:

    Caro fährt, trotz der Bitte ihres Vaters es nicht zu tun, alkoholisiert mit ihrem Auto. Es kommt wie es kommen muss und sie baut einen Unfall. Für ihren Vater war Caro immer die Lieblingstochter, doch dieser Vorfall entzweit die beiden – denn er lässt sie daraufhin in eine Entzugsklinik einweisen. Der Streit der beiden daraufhin ist so heftig, dass der Kontakt abbricht.


    Jetzt steht die Goldene Hochzeit ihrer Eltern an und sie weiß nicht, wie sie ihrem Vater gegenübertreten soll. Bei all der dicken Luft kann nur noch ein Wunder helfen, wenn überhaupt...und dann freundet sich Caro mit der alten Frau Schneiders an...


    Meine Meinung:


    Das Cover finde ich sehr schön, es passt sehr gut zum Titel. Der wiederum beschreibt den Titel perfekt. Es wird immer zwischen verschiedenen Jahren und Vater und Tochter hin und her gesprungen, so hat man die Chance, beide Seiten besser zu verstehen.



    Erst dachte ich, die Geschichte wäre nichts für mich, habe mich dann aber doch (zum Glück) dazu entschieden, dem Buch eine Chance zu geben.


    Die Autorin beschreibt ihre Figuren wirklich sehr toll und authentisch, dass sie einem nur ans Herz wachsen können. Dadurch, dass man aus beiden Sichten die Geschichte liest, kann man Vater und Tochter besser kennen lernen und das haucht ihnen noch mehr Leben ein.


    Ich kann beide verstehen...warum er meinte, er müsste sie einweisen lassen und warum sie sich so klein neben ihm fühlt. Sie hatten ein solch inniges Verhältnis, dass es einem wirklich das Herz bricht, als es zum Streit kommt.


    Ein wirklich toller Vater – Tochter Roman, der das Herz erwärmt. Man sollte seinen Eltern viel öfter sagen, dass man sie lieb hat!


    Vielen Dank an den Verlag für das tolle Buch ♥


    Kommentieren0
    14
    Teilen
    Wortteufels avatar
    Wortteufelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Familie ist eben doch mehr als Kaffeekränzchen an Sonntagen! Gelungene Geschichte mit Blick in und über familiäre Abgründe.
    Familiendrama ohne viel Chichi

    Worum geht es?


    Ein Jahr liegt der große Streit zwischen Caro und ihrem Vater nun zurück, ein Jahr, in dem Vater und Tochter nicht ein Wort miteinander gewechselt haben. Doch Caro, die immer die kleine Prinzessin selfmade Bauunternehmers war, vermisst ihren Vater schmerzlich. Dennoch fühlt sie sich von dem starken Mann nicht wirklich ernst genommen und wagt es nicht, über ihren Schatten zu springen. Doch dann steht die goldene Hochzeit ihrer Eltern an und nicht nur Caros Mutter drängt auf eine Versöhnung.


    Der Leser bekommt, was er erwartet!


    "Sonntags fehlst du am meisten" ist genau das, was der Klappentext erwarten lässt: Ein kleines Familiendrama. Familie ist eben nicht immer eitel Sonnenschein und auch zwischen Menschen, die sich eigentlich bedingungslos lieben, geschehen bisweilen Dinge, die sich nicht ohne weiteres verzeihen lassen. 
    Es ist ein Konflikt zwischen Generationen. Auf der einen Seite der Vater, der den Krieg als Kind erlebte und sich in der Nachkriegszeit nicht nur durchgeschlagen sondern sich quasi aus dem Nichts nach ganz oben gearbeitet hat und auf der anderen Seite die wohlbehütete Tochter, der niemand wirklich etwas zutraut und die vielleicht auch gerade deshalb das Gefühl nicht abschütteln kann, gescheitert zu sein. 
    Erst ein Mittler von außen vermag zwischen die Fronten zu dringen und zumindest auf Caros Seite für ein wenig Verständnis zu sorgen. 
    Dabei geht es in dem Roman selbst nicht um die vielleicht nahende Versöhnung an sich, sondern um Caro und ihre Entwicklung, die ihr schließlich erst erlaubt, eine Versöhnung überhaupt ernsthaft in Erwägung zu ziehen.


    "Sonntags fehlst du am meisten" wird Freunde des Genres ganz sicher nicht enttäuschen. Wer eine Familiengeschichte mit einer gewissen Tragik und ein bisschen Herz erwartet, ist hier genau richtig. 
    Für mich persönlich kam das Ende etwas überraschend früh und auch mit der Hauptfigur Caro war ich hier und da nur bedingt einer Meinung, so dass der Roman auf den letzten Metern doch noch einen Stern in meiner Wertung eingebüßt hat. Dennoch ist "Sonntags fehlst du am meisten" eine schöne Geschichte, die ich gerne weiterempfehle. 

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    vronika22s avatar
    vronika22vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöner Familienroman mit Tiefe!
    Schöner Familienroman mit Tiefe!

    Inhalt:

    Caro Winter war immer der Liebling ihres Vaters. Er hat seine Prinzessin seinen beiden Söhnen vorgezogen. Allerdings hat er seine Firma dann doch seinen beiden Söhnen vermacht. Caro hat psychische Probleme und verfällt dem Alkohol. Trotz des gemeinsamen Kindes trennt sich ihr Mann dann von ihr. Es kommt zu einem folgenschweren Zwischenfall, der zur Folge hat, dass Caro und ihr Vater sich entzweien und ein Jahr lang keinerlei Kontakt zueinander haben. Nun wird Caro zur goldenen Hochzeit eingeladen….soll sie hingehen und sich mit ihm versöhnen?


    Meine Meinung:

    Es handelt sich hier um eine schöne Familiengeschichte mit Herz, die aber sehr viel Tiefe hat und an keiner Stelle seicht ist.

    Der Schreibstil ist sehr schön und unterhaltsam, so dass sich das Buch ganz prima lesen lässt. Das Buch berichtet aus verschiedenen Zeitperspektiven. Eine Zeitebene ist die Kindheit des Vaters als er in Kriegswirren leben muss. Eine weitere Ebene ist die Kindheit von Caro, aus der wir etliches erfahren. Und dann gibt es natürlich auch die Gegenwart und eine Rückblende, was vor einem Jahr geschah. Trotz des häufigen Wechsels zwischen diesen unterschiedlichen Zeiten kann man sehr gut allem folgen und ich habe an keiner Stelle den Überblick verloren.


    Die Autorin Christine Drews baut in diesen Roman viele ernste Themen mit ein, so geht es beispielsweise viel um Alkoholismus. Auch aus den Kriegszeiten erfährt man einiges und auch über die damalige Rollenverteilung der Geschlechter wird einiges klar.


    Die Protagonisten sind wunderbar dargestellt und werden wirklich mit ihren Stärken und Schwächen aufgezeigt. Es gibt hier keine heile Welt, sondern viele Probleme und Schwächen. Das macht das Buch sehr realistisch.


    Das Ende war mir dann aber etwas zu schnell und es war einfach ein wenig zu offen. Da hätte ich mir zur Abrundung noch etwas mehr gewünscht.


    Es gibt in diesem Buch wirklich sehr viele wunderschöne Zitate, die mich zum Nachdenken angeregt haben.

    Alles in allem ein Familienroman, der sich sehr gut lesen lässt und der viele Emotionen, viel Gefühl aber auch etwas Humor beinhaltet! Ich vergebe 4 Sterne mit Tendenz nach oben!

    Kommentare: 1
    117
    Teilen
    L
    LeseratteAnna1986vor einem Jahr
    Caro und Papa

    Im Vordergrund steht hier Caro, die mit Alkoholproblemen zu kämpfen hat. Dann hat sie einen Autounfall, weil sie betrunken gefahren ist und ihr Vater weist sie in eine Klinik ein. Danach haben die beiden keinen Kontakt mehr, denn Caro fühlt sich neben ihrem erfolgreichen Vater wie eine Versagerin. Caros Kindheit wird in der Geschichte mit der ihres Vaters verglichen, wodurch sehr gut deutlich wird, was ihr Vater durchmachen musste und warum er und sie so handeln, wie sie handeln.
    Ich habe das Buch richtig verschlungen und man kann die Sorgen der trockenen Alkoholikerin um ihren Sohn und die Angst vor einem Rückfall total gut nachvollziehen. Auch das Cover spricht mich total an.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Suse33s avatar
    Suse33vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbares Buch, dass aber nicht alle Fragen beantwortet.
    Rührende Familiengeschichte


    Die Geschichte handelt von Caro, einer jungen Frau, die langsam wieder ins Leben zurückfindet. Viele Jahre war sie nicht sonderlich gut in der Lage ihr Leben als Partnerin, Tochter und Mutter zu meistern. Besonders der große Streit, der sie vom Vater getrennt hat, macht ihr zu schaffen. Doch schon bald lernt sie ein paar ganz wunderbare Menschen kennen, die sie wieder auf den richtigen Weg führen und plötzlich ist alles möglich...


    Das Cover des Buches gefiel mir vom allerersten Sehen. Es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick. Ich mag die Unbeschwertheit und das Glück, welches Vater und Tochter vermitteln. Ich liebe diesen Cover so, weil ich diese Momente, auch wenn ich es mir gewünscht hätte, nicht erleben durfte.


    Der Schreibstil ist sehr gut und ich mag die Kapitelabgrenzungen, da sie so gut zum Buch passen.


    Die Story um Caro hat mich sehr bewegt. Ich habe mit ihr gelitten, sie manchmal aber auch verflucht für ihren Lebenswandel und ihre Verantwortungslosigkeit. Im Verlauf des Buches habe ich Caro mehr und mehr verstanden und begriffen, dass sie nicht die alleinige Schuld an ihrer Misere getragen hat. Wäre sie allerdings etwas stärker gewesen, wäre vielleicht Einiges anders gekommen.


    Besonders gut haben mir auch die verschiedenen Erzählstränge gefallen. Gerade die , die ihren Vater betrafen, haben mich sehr fasziniert. Erstaunlich was auch er bewältigen musste.


    Insgesamt waren die Charaktere unglaublich gut gezeichnet und haben sich im Verlauf des Buches stark weiterentwickelt. Es gab zudem ausgesprochen gute Gespräche, die mir selbst auch viel gebracht haben. Ich bin wahnsinnig froh, dass Christine Drews dieses Buch geschrieben hat und ich es lesen durfte. Ich hoffe auf viele weitere Bücher von ihr.







           

    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    C
    Hallo, Ihr Lieben!


    Ich möchte euch zur einer Leserunde meines neuen Romans "Sonntags fehlst du am meisten" einladen! 15 Exemplare stellt der Verlag dafür zur Verfügung und natürlich werde ich die Leserunde als Autorin auch begleiten und für Fragen zu Verfügung stehen. 


    Bis nächste Woche Freitag (6.10.) habt Ihr Zeit, euch zu bewerben, am Wochenende lose ich dann aus und am Montag den 9.10. gehen die Bücher schon in die Post und sind hoffentlich schnell bei euch.


    Ich freue mich auf den Austausch mit euch und bin sehr gespannt, wie euch der Roman gefällt!


    Liebe Grüße, Christine
    Zur Leserunde

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Vater ist man ein Leben lang. Tochter aber auch!

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks