Das Mädchen, das in der Metro las

von Christine Féret-Fleury 
3,7 Sterne bei144 Bewertungen
Das Mädchen, das in der Metro las
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Positiv (84):
Antigone8s avatar

Wunderschön erzählte Geschichte über die Liebe zu Büchern, der Literatur und dem Leben.

Kritisch (17):
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Sehr viele Beschreibungen, kaum Handlung

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen, das in der Metro las"

Jeden Morgen sitzt Juliette in der Metro auf dem Weg zu ihrer eintönigen Arbeit in einem Maklerbüro und taucht ein in die Welten ihrer Romane. Mal begibt sie sich mit Marcel Proust auf die Suche nach der verlorenen Zeit, mal begleitet sie Hercule Poirot im Orientexpress Richtung Istanbul - manchmal beobachtet sie auch einfach die Menschen um sich herum, die in ihre Lektüre vertieft sind. Es sind die Bücher, die Juliettes Leben Farbe verleihen. Als sie eines Tages beschließt, zwei Stationen früher auszusteigen, begegnet sie dem schrulligen Soliman, der mit seiner Tochter Zaïde inmitten seiner Bücherstapel lebt. Soliman glaubt, dass jedes Buch, wenn es an die richtige Person übermittelt wird, die Macht hat, ein Leben zu verändern. Auserwählte Boten liefern für ihn diese kostbare Fracht aus, an die, die sie nötig haben. Bald wird Juliette zu einer Botin, und zum ersten Mal haben die Bücher einen wirklichen Einfluss, auch auf ihr Schicksal.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832198862
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:30.08.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    Belladonnas avatar
    Belladonnavor 13 Stunden
    Kurzmeinung: Trotz romantisch-verträumten französischen Charme und einem gelungenen Ansatz lies diese Geschichte mein Herz nicht schneller schlagen.
    Meine Rezension zu "Das Mädchen, das in der Metro las"

    Meine Meinung

    Der Klappentext des Romans “Das Mädchen, das in der Metro las” der französischen Schriftstellerin Christine Féret-Fleury klingt aller Wahrscheinlichkeit nach im Ohr eines jeden Buchliebhabers sehr wohltönend und verführerisch. Denn gibt es etwas besseres als ein Buch über die Lese-Leidenschaft (eines anderen Menschen) und die Macht der Bücher und wie sie dadurch Leben verändern können?

    Doch meine Freude auf die Geschichte über die junge Frau Juliette wurde von Seite zu Seite immer mehr getrübt. Ich nahm an, dass Juliette die meiste Zeit lesend verbringt, doch weit gefehlt! Juliette hat zwar auf der täglichen Metrofahrt zu ihrer Arbeit als Immobilienmaklerin ein Buch dabei, doch sie beobachtet viel lieber andere Menschen beim Lesen ihrer Lektüren als ihre Nase selbst in ein Buch zu stecken. Da gibt es die Dame mit dem immer gleichen italienischen Kochbuch, der Herr mit Hut und seiner Insekten-Lektüre oder die junge Frau die immer auf Seite 247 in Tränen ausbricht. Zudem irritierte mich die regelrechte Hortung von Büchern in Juliettes kleiner Wohnung – denn sie gibt einfach jedem Buch, ob sie es einmal lesen wird oder nicht, ein Zuhause. Da spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob sie der Inhalt des Buchs eigentlich gar nicht interessiert. Es macht eher den Anschein, als wolle Juliette allen verlorenen Büchern ein Heim bieten um ihrem Leben wenigstens etwas Farbe zu verleihen.

    Der für sie immer enger werdenden Lebensraum entzieht Juliette jedoch die Luft zum atmen. Auch der Leser wird etwas durch die Trostlosigkeit von Juliettes tristen Leben angesteckt.

    Ende am Licht des Tunnels zieht erst auf als Juliette eines Tages beschließt zwei Stationen früher aus der Metro auszusteigen und den restlichen Weg zur Arbeit zu Fuß zu gehen. Das Schicksal führt sie an diesem Tag direkt zu dem kuriosen Buchvermittler Soliman und seiner Tochter Zaïde.

    Die lang ersehnte Kehrtwende ist somit eingetreten und das wirklich Interessante an dem dünnen Büchlein beginnt sich sacht zu entfalten. Auch ein Hauch französischer Charme schwingt nun zwischen den Zeilen mit. Es wird romantisch verträumt – allerdings nicht in dem Sinne der Verliebtheit in einen anderen Menschen, sondern im Sinne eines aufblühenden Lebenslaufs. Juliette beginnt endlich zu lesen und findet zu sich selbst. Leider ist auch hier nicht alles ganz rund für mich, aber der Ansatz hat mir richtig gut gefallen und es hat mir Freude bereitet mitzuerleben wie Juliette endlich aufblüht und sich in das Abenteuer ihres Lebens stürzt.

    Ich bin wirklich ein bisschen traurig darüber, dass diese Geschichte und ich nicht ganz zueinander gefunden haben. Der Ansatz über die Buchkuriere, wie sie Menschen beobachten um ihnen ein Buch auf den Weg mitzugeben das ihr Leben verändern kann hat jede Menge Potential. Vielleicht hätte die Story auch nur etwas mehr Raum benötigt um sich mit mehr Details und Tiefe einen Weg in mein Leserherz zu bahnen. Aus den Charakteren hätte schließlich so viel werden können, doch vor allem die interessanten Nebendarsteller verkommen zu blassen Statisten. Schlussendlich bleibt bei mir nur der hübsche blaue Schal von Juliette und ein gelb gestrichener Bus in Erinnerung.

    Fazit

    Trotz romantisch-verträumten französischen Charme und einem gelungenen Ansatz lies diese Geschichte mein Herz nicht schneller schlagen.

    ---------------------------------------------------------

    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 21.09.2018

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 11 Tagen
    Eine märchenhafte Idee

    Gebundene Ausgabe: 175 Seiten

    Verlag: DuMont (30. August 2018)

    ISBN-13: 978-3832198862

    Originaltitel: La fille qui lisait dans le metro

    Übersetzung: Sylvia Spatz

    Preis: 18,00 €

    auch als E-Book erhältlich


    Eine märchenhafte Idee


    Inhalt:

    Juliette arbeitet als Immobilienmaklerin, aber die Arbeit erfüllt sie nicht. Ihre Leidenschaft gilt dem geschriebenen Wort - Büchern. Und so liest sie Tag für der Tag in der Metro auf dem Weg zur Arbeit oder beobachtet, was die Menschen um sie herum lesen. Als ein glücklicher Zufall sie in das Büro von Soliman führt, der mit seiner kleinen Tochter Zaïde inmitten von Bücherstapeln lebt, ändert sich Juliettes Leben von heute auf morgen. 


    Meine Meinung:

    Die Idee, dass ein Buch einen Menschen verändern kann, wenn es das richtige ist, finde ich sehr schön. Ausgehend von dieser Idee erzählt Christine Féret-Fleury eine märchenhafte Geschichte. Die Atmosphäre hat mir dabei sehr gut gefallen, auch der Schreibstil ist sehr ansprechend. Doch während ich die kleine Zaïde und auch ihren Vater Soliman schnell ins Herz schloss, wurde ich mit Juliette einfach nicht warm. 


    Obwohl aus Juliettes Sicht in der 3. Person erzählt wird, konnte ich viele ihrer Handlungen nicht gut nachvollziehen. Einiges geschieht einfach zu sprunghaft, anderes ohne überhaupt eine Erklärung. 


    Auch die Handlung, die zunächst sehr interessant ist und mich begeistern konnte, tritt schon bald auf der Stelle. Es passiert nicht viel, es fehlt an Tiefe. In einem Buch über Bücher hatte ich damit gerechnet, dass etliche Buchtitel erwähnt werden, was auch tatsächlich der Fall ist. Aber dabei bleibt es auch schon: Sie werden einfach nur erwähnt, ohne einen Bezug zur Geschichte zu haben. 


    Fazit:

    Leicht poetischer Schreibstil, märchenhafte Grundidee, aber leider zu oberflächlich und wenig überraschend.


    ★★★☆☆


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    Mone80s avatar
    Mone80vor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Leider verliert sich die Geschichte.
    [Rezension] Das Mädchen, das in der Metro las

    Ich habe mich sehr gefreut, als ich es bei vorablesen.de gewonnen habe, denn schon in der Vorschau bin ich über dieses Buch gestolpert und von der Thematik ist es genau mein Buch. Eine Geschichte über Bücher, eine Geschichte die das Herz bibliophiler Menschen höher schlagen lässt.

    Das Cover ist so einfach und doch wunderschön gestaltet. Es zeigt die wichtigen Elemente und Symbole der Geschichte.

    Voller Vorfreude und mit großer Neugierde habe ich das Buch angefangen zu lesen. Es hatte mich auchdirekt in den Bann gezogen, allerdings konnte dieser Zauber nicht lange aufrecht gehalten werden. was so schön angefangen hatte verlor sich immer mehr und das dünne Büchlein, 172 Seiten, zog sich sehr und wurde öfters auf Seite gelegt.

    Juliette, die mir von der Inhaltsbeschreibung her, so sympathisch war, bekam im Laufe der Geschichte nie richtig Farbe und ihre Handlungen waren für mich manchmal nicht nachvollziehbar.
    Soliman, war und blieb sonderbar und so schnell er auftauchte war er auch verschwunden, allerdings ohne vorerst große Worte zu schwingen.

    Große Worte, viele Sätze mit mehr oder weniger Sinn, dass kann das Buch. Die Geschichte verliert sich mit der Zeit ganz und es gibt auch kein Weg zurück. Ich habe den roten Faden verloren und mich leider nicht in der Geschichte verloren, wie ich es so gerne bei Büchern mache.




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    Antigone8s avatar
    Antigone8vor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Wunderschön erzählte Geschichte über die Liebe zu Büchern, der Literatur und dem Leben.
    Ein Buch für Buchliebhaber

    Der Roman nimmt den Leser mit nach Paris und lässt ihn Juliette kennen lernen, die ständig versucht es allen anderen recht zu machen ohne auf die eigenen Wünsche zu achten und einem Beruf nachgeht, den sie nicht sonderlich schätzt. Einzig das Lesen vermag es,  Juliette Trost zu spenden. Das Leben der jungen Frau verändert sich grundlegend durch das Zusammentreffen mit Soliman und dessen Tochter Zaide, die ebenfals eine besondere Beziehung zu Büchern pflegen.


    Dieser zauberhafte Roman, lebt nicht von einer überschwänglichen Handlung sondern viel mehr von der ruhigen Erzählweise, der melancholischen Grundstimmung und einer Sprache voller Poesie. In einigen Passagen des Buches werden nahezu phantastisch anmutende Ereignisse eingewoben, was den Roman auch in die Nähe eines modernen Märchens bringt. Leider haben sich in dieser Ausgabe sowohl in der Gramatik als auch in der Rechtschreibung Fehler eingeschlichen und trüben den Lesegenuß ein wenig.

    Die zart gezeichneten Charaktere, die wundervolle Sprache und die gezeigte Liebe zur Literatur machen dieses Buch aber auf jeden Fall zu einer Leseempfehlung.

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    -Tine-s avatar
    -Tine-vor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch über die Bedeutung von Büchern, auch wenn sich mir der Sinn eines großen Handlungsstrangs nicht ergeben hat.
    Ruhige Geschichte über Monotonie im Leben und die Bedeutung der Bücher

    Juliette führt jeden Tag ihr eintöniges und tristes Leben. Jeden Tag die gleiche Morgenroutine, dieselbe Metrolinie, dieselbe unbefriedigende Arbeit im Maklerbüro, die gleiche Abendbeschäftigung und nach dem Schlafen wieder den gleichen Tag wie gestern. Nur die Geschichten in Büchern reißen sie aus der Monotonie und Langweiligkeit des Lebens. Während der täglichen Metrofahrt beobachtet Juliette ihre Mitmenschen. Sie interessiert sich für deren aktuelle Lektüre und spinnt dazu ein Leben der Leser, warum sie gerade dieses Buch lesen. Juliette versucht in ihrem tristen Alltag Träume zu finden, wurde aber aufgrund ihres stumpfen Lebens desillusioniert.

    Eines Tages bricht sie aus dem Einheitsbrei aus und steigt zwei Stationen zu früh aus der Metro. Auf ihrem Fußweg zur Arbeit entdeckt sie ein altes Buch, das in ein Tor geklemmt ist. Als sie hineingeht, findet sie Soliman in einem Raum voller Bücher vor. Er lebt völlig abgeschieden in seiner eigenen kleinen Welt voller Bücher. Er ist exzentrisch, etwas verschroben und sehr zurückhaltend, was ihn geheimnisvoll macht. Juliette ist fasziniert von Solimans Laden mit Büchern bis unter die Decke, für die er mittels Boten den passenden Leser sucht.

    》Immer denkt man gleich das Schlimmste. Es geht darum, anderen Menschen Bücher zu geben, damit es ihnen im Leben besser geht.《 Juliette, S.54

    Christine Féret-Fleury führt den Leser in eine Welt voller Bücher und vermittelt durch Soliman nicht nur die Liebe zu Büchern, sondern misst ihnen auch große Bedeutung bei. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr außergewöhnlich und teilweise distanziert. Auch wenn ich immer in die Geschichte eintauche und fast nichts mehr von meiner Umgebung wahrnehme, fühlt man sich beim Lesen dieses Buches, als wäre man fernab unserer Welt. Die Geschichte ist auch sehr leise und ruhig, sodass man sehr aufmerksam lesen muss, und kommt ohne Spannung aus.

    Im Mittelteil treten Geschehnisse auf, die nicht unmittelbar Sinn auf die Geschichte werfen. Ich hab mich gefragt, worauf die Autorin hinaus möchte. Im Verlauf des Buches verbringt Juliette immer mehr Zeit in Solimans Refugium und erfährt somit am Ende eine wichtige Botschaft.

    Fazit:
    Das Mädchen, das in der Metro las ist eine ruhige Geschichte mit wenig Spannung und unterschiedlichsten Geschehnissen, die nicht immer zum Sinn der Geschichte beitragen. Sehr angenehm und ruhig erzählt Christine Féret-Fleury von der Liebe und Bedeutung der Bücher.

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    northseaislandss avatar
    northseaislandsvor einem Monat
    „Das Mädchen, das in der Metro las“ von Christine Feret-Fleury

    Inhalt: 


    „Sobald Juliette in der Metro sitzt, flüchtet sie sich in die Welten ihrer Romane, oder sie beobachtet die Menschen um sich herum: 

    die Dame mit dem Kochbuch, den Insekten-Experten, das Mädchen mit dem Schmöker. Als sie eines Tages beschließt, zwei Stationen früher auszusteigen, begegnet Juliette dem kauzigen Soliman, der glaubt, dass jedes Buch die Macht hat, ein Leben zu verändern… 


    Meinung: 


    Dieses Buch versprüht so eine tolle Atmosphäre für Buchliebhaber. 

    Man kann die Szenen förmlich sehen und es macht einem gleich Lust auf das Lesen. 

    Vor allem, dass es in Paris spielt und sich auch hauptsächlich um ältere Bücher dreht, fand ich wunderbar. 

    Ich habe mich quasi schon in meinem eigenen alten Bücherladen mit vollen Bücherregalen gesehen und einem alten Sessel, paar Katzen und einem Hund. Und ich hatte WIRKLICH die Überlegung so etwas mit gebrauchten Büchern zu machen, da ich sowieso schon zu so etwas altmodischem tendiere. 

    Die Atmosphäre hat einfach gepasst und zudem hat es mit meinem Charakter und meinen Vorlieben übereingestimmt. 

    Nun muss ich aber sagen, dass ich oft auch einfach raus war und nicht mehr wusste, was gerade passiert ist, das hat natürlich zur Verwirrung geführt.

    Man kann also nicht einfach in diese Geschichte abtauchen, sondern muss wirklich das Gehirn einschalten. 

    Dennoch gab es wundervolle Zitate und Worte, die man sich einrahmen könnte. 



    Würde ich es weiter empfehlen? 

    Auf jeden Fall! Für Bücherliebhaber, auch die mitunter auf alte Flohmärkte gehen und damit verbundene alte Buchschätze kaufen, umso mehr! 

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    BuecherwurmNZs avatar
    BuecherwurmNZvor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr viele Beschreibungen, kaum Handlung
    Enttäuschend

    Zunächst hat mir das Buch gefallen, da man in Juliettes Leben und ihre Gedanken darüber eintaucht. Doch durch die vielen Gedankenbeschreibungen ist kaum Handlung vorhanden und es geht nicht voran. 


    Später wird dann eine Situation zwischen Soliman und Juliette begonnen zu beschreiben, aber nicht zu Ende erzählt. Da fragt man sich, wie, was, warum jetzt eigentlich passiert ist. Die Protagonistin kann ich dann nicht mehr verstehen, da sie wie aus dem nichts etwas tut, dies aber mal nicht durch lange Gedankenbeschreibungen erklärt wird. Insgesamt werden also unnötige Dinge erklärt, aber die, die wichtig sind, um die Geschichte und die Beweggründe der Charaktere zu verstehen, leider nicht. 

    Zudem wird auf die Idee, Bücher an fremde Menschen zu verschenken um deren Leben zu verändern, nicht weiter eingegangen.

    Juliette ist jemand, der viel liest. So werden öfters Bücher erwähnt, teilweise französische, teilweise Klassiker, die ich nicht kenne, nur ein paar dem Titel nach. Wenn man diese Bücher gelesen hätte, würde einem dieses Buch vielleicht besser gefallen.

    Aufgrund der kurzen Kapitel kommt man trotz der vielen Beschreibungen und wenig Handlung schnell durch das Buch, auch wenn das Lesen durch die vielen langen Sätze erschwert wird.

    Fazit:  
    Leider bei weitem nicht so gut, wie erhofft und nicht das, was ich erwartet habe. Sehr viele Beschreibungen an der falschen Stelle und kaum Handlung. Ich kann das Buch nicht weiter empfehlen.

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    Bookiliciouss avatar
    Bookiliciousvor einem Monat
    Ein enttäuschendes Werk...

    *Inhalt*
    "Jeden Morgen sitzt Juliette in der Metro auf dem Weg zu ihrer eintönigen Arbeit in einem Maklerbüro und taucht ein in die Welten ihrer Romane. Mal begibt sie sich mit Marcel Proust auf die Suche nach der verlorenen Zeit, mal begleitet sie Hercule Poirot im Orientexpress Richtung Istanbul - manchmal beobachtet sie auch einfach die Menschen um sich herum, die in ihre Lektüre vertieft sind. Es sind die Bücher, die Juliettes Leben Farbe verleihen. Als sie eines Tages beschließt, zwei Stationen früher auszusteigen, begegnet sie dem schrulligen Soliman, der mit seiner Tochter Zaïde inmitten seiner Bücherstapel lebt. Soliman glaubt, dass jedes Buch, wenn es an die richtige Person übermittelt wird, die Macht hat, ein Leben zu verändern. Auserwählte Boten liefern für ihn diese kostbare Fracht aus, an die, die sie nötig haben. Bald wird Juliette zu einer Botin, und zum ersten Mal haben die Bücher einen wirklichen Einfluss, auch auf ihr Schicksal."  (Quelle: Verlagshomepage)

    *Erster Satz des Buches*
    "Der Mann mit dem grünen Hut stieg immer in Bercy zu, immer an der vorderen Tür des Metrowagens, und genau siebzehn Minuten später stieg er durch dieselbe Tür in La Motte-Picquet-Grenelle wieder aus - und zwar an Tagen, an denen alles einer festen Ordnung folgte."

    *Infos zum Buch*
    Seitenzahl: 176 Seiten
    Verlag: DuMont Buchverlag
    ISBN:  978-3832198862
    Preis: 12,99 € (Broschiert) / 4,99 € (Ebook)

    *Infos zur Autorin*
    "Christine Féret-Fleury arbeitete viele Jahre als Lektorin in einem französischen Verlagshaus, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Sie hat mehrere Jugendbücher und Erwachsenenromane geschrieben, die prämiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden." (Quelle: Verlagshomepage)

    *Fazit*
    -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen?
    Durch die Buchflüsterer bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Der Klappentext liest sich richtig toll und weckt Leselust.

    -> Cover:
    Ich finde dieses Cover einfach wunderschön - die vielen Bücher in den Regalen, passen einfach perfekt zur Geschichte und lassen wohl bei jedem Bücherliebhaber das Herz ein wenig höher schlagen.

    -> Story + Charaktere:
    "Das Mädchen, das in der Metro las" weckte mein Interesse und ich stellte mir vor, ein Buch zu lesen, das mich völlig begeistern würde. Bei dem ich in neue (Bücher)-Welten eintauchen könnte und herauszufinden, wie Bücher leben verändern könnten... leider wurde ich bitter enttäuscht, denn nicht nur auf Grund des gruseligen Schreibstils (genaueres weiter unten), sondern auch der merkwürdigen Protagonistin konnte ich keine Freude an dem Buch finden.

    Nicht nur, dass Juliette völlig schrullig und langweilig ist, sie kündigt auch noch ihren Job, um sich voll und ganz der Aufgabe widmen zu können, das richtige Buch der richtigen Person zu überbringen. Die Theorie, dass jedes Buch bei einer Person richtig ist, ist an sich ja eigentlich ganz niedlich, bedenkt man jedoch, dass unsere gute Juliette jedes erdenkliche Buch auf dem Flohmarkt erwirbt um es zu horten, versteht man den Sinn dann doch nicht mehr so ganz. Immerhin handelt sie mit ihrer Horterei völlig entgegen dem, was eigentlich ihre "Aufgabe" war! Was, wenn just an diesem Tag genau der richtige Mensch für dieses Buch auf dem Flohmarkt unterwegs gewesen wäre?

    Juliette führt, passend zu ihrem Charakter, ein völlig langweiliges Leben und folgt immer demselben Trott, einzig die Begegnung mit Soliman bringt ein wenig Schwung hinein - doch leider nicht genug, um den Leser bei der Stange zu halten. Weder die Charakter sind besonders faszinierend oder tiefgreifend gestaltet, noch die Story und so plätschert das Ganze eher dumpf vor sich hin - und ich als Leser war einfach nur noch froh, als das Ende kam.

    -> Schreibstil:
    Mit dem Schreibstil kam ich überhaupt nicht zurecht - lange, verschachtelte und komplizierte Sätze, bei denen man am Ende nicht mehr wusste, was die Autorin am Anfang eigentlich sagen wollte. Das lesen war mühsam und ein Lesefluss kam nicht wirklich auf.

    -> Gesamt: Nachdem ich weder mit der Protagonistin, noch mit der Handlung wirklich "warm" wurde, kann ich für dieses Buch leider keine Empfehlung aussprechen.

    Wertung: 1 von 5 Sterne!

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    Xirxes avatar
    Xirxevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein zauberhaftes Buch in einer poetischen Sprache, das zeigt, wie Bücher Leben verändern können. Wenn man es will ;-)
    Bücher können Leben verändern

    Die junge Juliette lebt in Paris ein eintöniges Leben: neben ihrer ungeliebten Arbeit geht sie einmal in der Woche ins Kino, ins Schwimmbad und isst Sonntags mit ihrem Vater zu Mittag. Sie fühlt, dass ihr Leben an ihr vorüber gleitet, nur Bücher reißen sie aus ihrer Lethargie; doch ihr fehlt der Mut, daran etwas zu ändern. Als sie eines Morgens spontan einen anderen Weg zur Arbeit nimmt, lernt sie den merkwürdigen Soliman und seine zehnjährige Tochter Zaide kennen, was ihr Leben verändern wird. Er lebt ausschließlich inmitten unvorstellbarer Bücherberge und ist davon überzeugt, dass das richtige Buch zur richtigen Zeit das Leben eines Menschen zum Guten verändert. Zaide hingegen liebt Bücher, weil sie ihr Lust auf Abenteuer machen, auch wenn sie noch zu klein ist, um eigenständig welche zu erleben.
    Es ist ein Büchlein, das Mut machen will zu leben - und dazu können Bücher eine Anregung bieten. 'Das richtige Buch zur richtigen Zeit und schwupps krempelt man sein Leben um' mag als Botschaft ganz klar zu überschwänglich sein, aber dem Grunde nach stimmt die Aussage. Wer liest, hat mehr vom Leben - zumindest im eigenen Kopf. Und wem es gelingt, das Gelesene als Inspiration für das eigene Leben zu sehen, wird sich über Änderungen kaum zu wundern brauchen. Doch es sind nicht nur Bücher, die inspirieren können; auch andere Menschen, Gegenstände, Farben, Formen. Die Welt ist voll von Wundern, Geschichten und Abenteuern, für die man lediglich die bekannten und ausgetretenen Pfade verlassen und etwas Mut aufbringen muss.
    Auch wenn es sich jetzt vielleicht so liest: Dies ist keine Gute-Laune-Lektüre, dafür sind manche der Geschehnisse schlicht zu traurig. Dennoch ist die Botschaft klar: Das Leben ist schön, traue Dich es zu leben. All dies erzählt die Autorin Christine Féret-Fleury in einer wunderbar poetischen Sprache, sodass es dem Ganzen eine fast schon märchenhafte Atmosphäre verleiht.

    Kommentare: 2
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    Schuggas avatar
    Schuggavor 2 Monaten
    Pariser Märchen über den Zauber der Bücher

    Die Immobilienmaklerin Juliette vertreibt sich die Fahrzeiten in der Pariser Metro mit Büchern oder dem Beobachten anderer Fahrgäste. Eines Tage bricht sie aus ihrer Eintönigkeit aus und steigt zwei Stationen früher aus der Metro. Bei ihrem Spaziergang trifft sie auf Soliman und seine Tochter Zaïde. Soliman ist davon überzeugt, dass das Leben eines Menschen durch das richtige Buch positiv verändert werden kann und lässt Boten diese ausgewählten Bücher überbringen.

    Als ich das wunderschöne Cover sah und die Buchbeschreibung las, war ich erstmal wie verzaubert, erhoffte mir ein französisches Büchlein voller schöner Details rund ums Bücherlesen und das Verzaubertwerden durch schöne Literatur. Der Beginn ist auch angenehm leicht und poetisch zu lesen, Juliettes verträumte Sicht der Welt gefiel mir. Leider enttäuschte mich jedoch der Rest des kleinen Büchleins. Die Charaktere sind nur wenig ausgearbeitet, dem Buch fehlt es an Spannung und Juliettes Handeln konnte ich im Lauf der Geschichte einfach nicht mehr nachvollziehen. Natürlich geht es auch um den Mut, Entscheidungen fürs Leben zu treffen, um den Sinn des Lebens, jedoch entfernte sich das Buch vom Zauber, welchen Bücher hervorrufen können, immer mehr in eine für mich unrealistische Geschichte, fast in ein Märchen, welches mich immer weniger bewegte. Am Schluss ließ mich das Buch enttäuscht, aber mit einer feinen Literaturliste zurück.

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