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Jisbon

vor 5 Monaten

(44)

"Gefangene der Flammen" war für mich in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnlicher Band aus der Reihe um die Karpatianer. Zum einen spielt die Geschichte in Südamerika, wodurch nur wenige bereits bekannte Charaktere vorkommen, zum anderen ist der Gegner nicht nur ein 'normaler' Vampir, sondern einer, der seine Seelengefährtin gefunden, aber trotzdem seine Seele aufgegeben hat. Erfrischend war auch, dass Riley zwar bereits mit dem Übernatürlichen in Berührung gekommen war, aber noch nie von Karpatianern gehört hatte und alles erklärt bekommen musste.

Die Geschichte ist von Anfang an fesselnd. Der Leser ist gemeinsam mit Riley und ihrer Mutter unterwegs zu einem Vulkan, um dort ein Ritual zu wirken, dass das Böse weiter dort festhalten soll, wobei sich sämtliche Kräfte gegen die beiden verschworen zu haben scheinen. Ihr Weg ist alles andere als leicht. Tatsächlich gibt es hier einige ziemlich grausame Szenen, die nicht allzu graphisch beschrieben sind, aber doch so detailliert, dass furchtbare Bilder im Kopf entstehen. Diese Gewalt, die auch in späteren Kämpfen gegen Mitro zu finden ist, hat mir nicht wirklich zugesagt, doch sie war stimmig, da Mitro wirklich böse und grausam und es somit logisch ist, dass er alle Register zieht, um seinen Willen durchzusetzen, ganz gleich, wie viele Opfer das fordert. Dadurch wurde die Geschichte schnell tragisch und ich konnte nur bewundern, dass Riley trotz allem nicht aufgegeben hat und weiterhin alles getan hat, um ihr Ziel zu erreichen. Mit ihrer Entschlossenheit und ihrem Mut war sie mir sehr sympathisch und ich fand ihre magischen Fähigkeiten faszinierend.

Man bekommt auch schon früh Einblicke in Dax' Situation und seine Versuche, den Vampir zu bezwingen; worauf der Leser dagegen lange warten muss, ist die erste Begegnung der Protagonisten, die erst nach knapp einem Drittel des Buches stattfindet. Die Handlung ist zwar spannend und fesselnd, aber ich habe trotzdem auf das Treffen der beiden gewartet und als es immer weiter nicht passierte wurde ich ein wenig ungeduldig. Aus den Büchern der Reihe, die ich bisher kenne, bin ich gewohnt, dass die Romanze zwischenzeitlich im Hintergrund steht und die Probleme der Karpatianer an sich und ihre Kämpfe eine große Rolle spielen, allerdings war mir hier der Anteil der Liebesgeschichte zunächst zu gering. Sobald Riley und Dax sich kennen- und lieben lernen, ist ihre Beziehung sehr schön dargestellt und mir hat die Entwicklung gut gefallen, nur war das Warten darauf etwas zu lang.

Es gab im Mittelteil ein paar Längen und dafür endete der Konflikt recht plötzlich. Wirklich gestört hat mich das nicht - "Gefangene der Flammen" ist trotz allem eine fesselnde Lektüre, die mich gut unterhalten hat. Die Protagonisten sind stark und beide sympathisch, die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet und das World Building hat mir ebenso wie die Liebesgeschichte gefallen. Deshalb bekommt auch dieser Band 4 Sterne.

Autor: Christine Feehan
Buch: Gefangene der Flammen
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