Christine Fehér

 3,8 Sterne bei 737 Bewertungen
Autorin von Dann bin ich eben weg, Elfte Woche und weiteren Büchern.
Autorenbild von Christine Fehér (© Foto Giebel Berlin Schul- und Kindergartenfotografie)

Lebenslauf von Christine Fehér

Christine Fehér ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Sie studierte evangelische Theologie am Pädagogisch-Theologischen Institut in Berlin und arbeitet seit 1984 in verschiedenen Berliner Schulen, um evangelische Religion zu unterrichten. 2001 erschien ihr erstes Kinder-/Jugendbuch aus der Luisa-Reihe. Seitdem hat sich Sabine Fehér einen Namen als Autorin besonders authentischer Themenbücher für Kinder und Jugendliche gemacht.

Alle Bücher von Christine Fehér

Cover des Buches Dann bin ich eben weg (ISBN: 9783641211370)

Dann bin ich eben weg

 (332)
Erschienen am 11.10.2016
Cover des Buches Elfte Woche (ISBN: 9783641197087)

Elfte Woche

 (121)
Erschienen am 11.10.2016
Cover des Buches Schwarze Stunde (ISBN: 9783570160817)

Schwarze Stunde

 (52)
Erschienen am 19.09.2011
Cover des Buches Dann mach ich eben Schluss (ISBN: 9783570161159)

Dann mach ich eben Schluss

 (38)
Erschienen am 23.09.2013
Cover des Buches Dornenliebe (ISBN: 9783570160381)

Dornenliebe

 (33)
Erschienen am 20.09.2010
Cover des Buches Straßenblues (ISBN: 9783570304013)

Straßenblues

 (19)
Erschienen am 02.04.2007
Cover des Buches Weil ich so bin (ISBN: 9783551314574)

Weil ich so bin

 (20)
Erschienen am 26.02.2016
Cover des Buches Anders frei als du (ISBN: 9783570309001)

Anders frei als du

 (17)
Erschienen am 14.12.2015

Neue Rezensionen zu Christine Fehér

Cover des Buches Bis ich ihn finde (ISBN: 9783570313008)Korikos avatar

Rezension zu "Bis ich ihn finde" von Christine Fehér

Sehr authentischer Jugendroman zu wichtigem Thema
Korikovor einem Monat

Story:
Elena ist bei einem lesbischen Pärchen aufgewachsen, das an ihrem 16. Geburtstag heiratet und liebt sowohl ihre Mutter, als auch die toughe Manu. Dennoch trägt sie schon immer den Wunsch mit sich, herauszufinden, wer ihr Vater ist und mit 16 hat sie auch das recht in Erfahrung zu bringen woher sie kommt. So begibt sie sich auf die Suche nach ihrem anonymen Samenspender – was nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Mütter auf den Kopf stellt. Zudem lernt sie Rouven kennen, einen wütenden, jungen Mann, zu dem sie widerstreitende Gefühle entwickelt und der für zusätzliche Probleme sorgt …

Eigene Meinung:
Mit „Bis ich ihn finde – die Geschichte einer Vatersuche“ legt Christine Fehér ihr neues Jugendbuch im cbt Verlag vor. Die Autorin ist für authentische und realistische Jugendbücher bekannt und widmet sich in ihren Romanen zumeist sehr ernsten Themen. Auch queere Themen hat sie bereits in einigen Büchern aufgegriffen, gerade im Transgender Bereich findet man die Bücher „Body – Leben im falschen Körper“ und „Weil ich so bin“.

Die Geschichte ist in sich sehr ruhig und unaufgeregt geschrieben und widmet sich neben der Suche nach dem biologischen Vater auch Elenas ersten Erfahrungen mit Jungs. Dabei legt die Autorin großen Wert auf Authentizität und gibt den Figuren einen angemessen großen Spielraum um sich weiterzuentwickeln und an den jeweiligen Situationen zu wachsen. Man kann sich sehr gut in Elena hineinversetzen und versteht ihren Wunsch, ihren Vater zu finden, denn er ist wie ein blinder Fleck in ihrem Leben. Auch ihre beiden Mütter, die zwar ein wenig klischeehaft, aber dennoch gut dargestellt sind, wirken lebendig und nachvollziehbar. Das Thema Vatersuche und Samenspende wird sehr gut und eindringlich umschrieben und gibt Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt von Jugendlichen, die sich irgendwann mit der Frage, wer ihr biologischer Vater ist, auseinandersetzen müssen. Das müssen nicht zwangsläufig Kinder aus Regenbogenfamilien sein, denn die Autorin führt auch Figuren ein, die bei Mutter und Vater aufwachsen und die dennoch mittels Samenspende gezeugt worden.
Ein wenig störend kommt dem Leser Rouven vor, der mit seiner unterdrückten, ungerichteten Wut nicht wirklich zu Elena passt und man sich immer wieder fragt, was die beiden zusammenhält, doch auch hierfür hat die Autorin am Ende des Buches eine Antwort, mit der man nicht gerechnet hätte, die jedoch zur Figur passt.

Die Figuren sind sehr realistisch in Szene gesetzt und handeln logisch und nachvollziehbar – Elena ist eine starke, junge Frau, die ihren eigenen Weg geht und sich nicht aus dem Konzept bringen lässt. Sie hat ihre Ziele und setzt alles daran, diese auch zu erreichen. Ihre beiden Mütter bestärken sie darin und haben immer ein offenes Ohr für sie, selbst als sie sic entschließt ihren Vater zu suchen und sogar aufzusuchen, als sie ihn endlich findet. Sie sind als Regenbogenfamilie sehr stark und können einander vertrauen. Im Gegensatz dazu ist Rouven nicht so leicht zu erfassen, da seine wahren Gedanken und Gefühle bis zum Ende im Dunkeln bleiben. Aus diesem Grund ist er wie ein Störfeuer, das Elenas Leben durcheinanderbringt.
Die übrigen Nebencharaktere – Elenas Freunde und Klassenkameraden – sind sehr authentisch und realistisch dargestellt. Sie spiegeln die heutige Jugend sehr gut wieder und gerade junge Leser*innen dürften sich in den Beschreibungen wiederfinden.

Stilistisch gibt es nichts zu bemängeln – Christine Fehér legt ein sehr ruhiges, solide geschriebenes Jugendbuch vor. Ihr Stil hat nichts hektisches und dramatisches an sich, sondern besticht durch Authentizität und Realismus. Sie konzentriert sich auf die Figuren, ihre Probleme und das Kernthema Samenspende und Vatersuche und erläutert diese sehr sensibel und gut nachvollziehbar und obwohl auch sie sich einige Klischees bedient, wirken diese nicht störend oder aufgesetzt, sondern stimmig. Der/Die Leser*in kann sich sehr gut mit der Geschichte identifizieren und geht gerne mit Elena auf die Suche. Das einzige Manko ist der recht ruhige, unaufgeregte Schreibstil – gerade wenn man eher actionhaltige Romane liest. „Bis ich ihn finde – die Geschichte einer Vatersuche“ ist kein direkter Pageturner und fesselt den/die Leser*in auch nicht von der ersten Seite an. Man muss am Ball bleiben, auch wenn er streckenweise etwas langatmig daherkommt.

Fazit:
„Bis ich ihn finde – die Geschichte einer Vatersuche“ ist ein gelungener, sehr authentischer Jugendroman, der sich dem Thema Samenspende und Vatersuche widmet. Christine Fehér legt ein sehr realistisches, gut nachvollziehbares Buch mit einer starken Hauptfigur vor, die ihren Weg geht und weiß, was sie will. Dank des ruhigen, unaufgeregten Stils kann man sich gut in die Gedanken und Gefühle von Elena hineinversetzen und begleitete sie gerne auf ihrem Weg. Wer realistische, ernste Jugendbücher sucht, die Themen wie Regenbogenfamilien, Spenderkindern und erste Liebe behandeln, dem wird „Bis ich ihn finde“ gefallen. Unbedingt reinschauen!

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Cover des Buches Dann bin ich eben weg (ISBN: 9783641211370)Buecherbaronins avatar

Rezension zu "Dann bin ich eben weg" von Christine Fehér

Etwas zu oberflächlich
Buecherbaroninvor 4 Monaten

Jedes Kapitel beginnt mit einer Auflistung der Lebensmittel, die Sina an diesem Tag zu sich nimmt. Die Idee ist klasse, zeigt sie doch erschreckend deutlich, wie die jugendliche Protagonistin immer mehr dem Sog des Hungerns erliegt, wie sie Stück für Stück die Kontrolle über sich verliert, obwohl sie glaubt, ihr Leben im Griff zu haben, nur indem sie Kalorien zählt.

In anderen Rezensionen zu „Dann bin ich eben weg“ wird kritisiert, dass dieses Stilmittel der Lebensmittel-Aufzählung gefährlich sei, könnte sie doch junge Leser beeinflussen. Sprich, gefährdete Leser könnten sich Sinas Essgewohnheiten zum Vorbild nehmen. Ich kann nicht beurteilen, ob daran etwas Wahres ist oder nicht, aber ich weiß nicht, ob Menschen mit Essstörungen dieses Buch brauchen, um sich Anregungen zu suchen.

Allerdings bleibt die Geschichte zu sehr an der Oberfläche. Die Charaktere rund um Sina sind blass und eher Mittel zum Zweck. Die gerade bei diesem Thema so wichtigen psychologischen Elemente bleiben auf der Strecke. Gerade für jugendliche Leserinnen und Leser ist es wichtig, die Gefahren der Magersucht umso eindringlicher und warnender darzustellen. Und da hätte es durchaus etwas mehr sein dürfen, um die Mechanismen hinter diesem zerstörerischen Krankheitsbild zu erkennen.

Insofern bleibt der Roman mit seinen gerade mal 186 Seiten nur eine nette Lektüre für zwischendurch, die kaum im Gedächtnis hängen bleibt.

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Cover des Buches Ella im Abseits (ISBN: 9783570313695)SteffiVSs avatar

Rezension zu "Ella im Abseits" von Christine Fehér

Mobbinggeschichte für Lesefaule ab 10 Jahre
SteffiVSvor 4 Monaten

Ella kleidet sich anders als ihre Mitschüler und auch ihr Aussehen ist ihr egal. Das und einige andere Dinge, z.B. wie sie spricht, grenzt sie von der Klassengemeinschaft aus. Die anderen, vor allem Hauke, sind sehr gemein zu ihr. Ärgern sie, sticheln, machen Streiche auf ihre Kosten, stellen peinliche Videos online. Zu Hause erzählt Ella nichts von all dem.

Auch Hauke lernt man mit seiner Familiengeschichte und seine ewigen Wut kennen. Das Buch ist aus der Sicht dieser beiden Kinder geschrieben. 

Unverständlich war für mich das ignorante Verhalten der Lehrerin. Ich schätze Ellas Eltern wären recht bald dahinter gekommen, dass etwas nicht stimmt. Die Geschichte steuert am Ende auf ein sehr schnelles Ende zu, was hier noch etwas ausgebaut hätte werden können. So ist zumindest einiges, aus der Sicht eines Kindes, nicht ganz nachvollziehbar.

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Gespräche aus der Community

Das ist ein Ding! Da kommt ihre Tante Tilda aus dem Urlaub zurück und erklärt den zwölfjährigen Zwillingen Finja und Franzi, dass sie nach Mallorca auswandern wird. Und wer kümmert sich jetzt um die beiden, wenn ihre Eltern arbeiten? Gut, dass es das Internat Hummelmühle gibt, gelegen auf einer Insel mit Badestrand, Reitstall, einer Segelschule und einem Bauerngarten mit Tieren. Und was das Beste ist (oder das Blödeste?): In der Hummelmühle leben auch Jungs! Besonders Franzi beginnt gerade, diese nicht mehr ganz so doof zu finden wie noch vor ein paar Monaten. Finja hingegen hält sich lieber an die Tiere und an ihren Blog, den sie regelmäßig aktualisiert ...

Neugierig geworden? Dann wünsche ich dir viel Glück bei meiner Verlosungsaktion. Zehn Teilnehmer/innen können bis zum 25. 04. 2015 je ein persönlich signiertes Exemplar dieses ersten Bandes meiner Kinderbuchreihe gewinnen. Ihr braucht nur folgende Frage zu beantworten: Findest du ein reines Mädchen- oder Jungeninternat besser oder glaubst du, es ist schöner, ein gemischtes Internat zu besuchen und warum?

Viel Glück wünscht euch
eure Christine Fehér
94 BeiträgeVerlosung beendet
Er fasziniert dich auf den ersten Blick, obwohl du dich gerade jetzt absolut nicht verlieben wolltest nach allem, was in diesem Sommer passiert ist. Du sitzt im Flieger neben ihm und ihr versteht euch auf Anhieb. Er ist schon etwas älter als du und die Leute, mit denen du sonst abhängst, aber das tut dem Herzklopfen keinen Abbruch. Ihr verabredet euch nicht und seht euch trotzdem wieder. Und von dem Augenblick an ist klar, dass aus euch beiden kein Paar werden darf. Aber ihr fühlt euch so sehr zueinander hingezogen, dass ihr euch heimlich trefft. Einmal, zweimal und immer wieder. Und nach jedem Date wächst das Gefühl, dass andere davon wissen, und nicht nur das. Sie hassen dich dafür, sie gönnen dir diesen tollen Typen nicht. Und schon bist du Ziel einer fiesen Mobbingkampagne, die immer unheimlicher wird ... Am 19. September erscheint mein neuer Jugendthriller "Schwarze Stunde", zu dem ich eine Leserunde starte und auch persönlich begleite. Wer mitmachen möchte, kann sich hier bis zum 25.09. um eines von 15 Freiexemplaren bewerben, die vom cbt-Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt werden. Ich freue mich schon jetzt auf Eure Beiträge und drücke Euch für die Verlosung die Daumen! Eure Christine Fehér
191 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Christine Fehér wurde am 30. Dezember 1964 in Berlin (Deutschland) geboren.

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