Christine Finke

 3.5 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Christine Finke

Allein, alleiner, alleinerziehend

Allein, alleiner, alleinerziehend

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Erschienen am 11.03.2016
Finanzplaner Alleinerziehende

Finanzplaner Alleinerziehende

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Erschienen am 16.04.2019
Sandmännchen. Gute-Nacht Geschichten

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Erschienen am 23.07.2015
Glücksbärchis. Gute-Nacht-Geschichten

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Erschienen am 05.10.2016

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Rezension zu "Allein, alleiner, alleinerziehend" von Christine Finke

Hilfreich für ???
Briggsvor 2 Jahren

Ein interessantes Buch.

Ein interessanter Mix aus "Ich muss was sagen, weil erlebt","Ich hab was zu sagen, weil recherchiert" und "Ich will was sagen, weil sauer" - interessant ist gerade kein Kompliment.


Egal, von welcher Seite sie sich dem Thema nähert, sie kommt immer wieder zurück zur Überbelastung. 
Das tut mir als Betroffener weh, weil es so wahr ist; weil die Überbelastung noch größer ist als bei vielen Frauen, die mit-erwerbstätig sind. 
Es tut noch mehr weh, wenn der dazugehörige gegangene Vater findet, dann müsse die Mami halt mehr arbeiten, wenn sie schon weniger verdient als er und gleichzeitig auf das Kind aufpassen soll.

Aber das ist mein persönlicher Film, der gen Mitte des Buchs allmählich endet, denn
irgendwann muss ich mich doch beherrschen, um die Schilderungen aller Probleme nicht als Gejammer wahrzunehmen.

Und so sehr sie recht hat, dass Überbelastung das größte Problem Alleinerziehender ist und „die Gesellschaft Alleinerziehende verrät und unsere Kinder im Stich lässt“:

Ein Horrorszenario jagt das nächste. Wer will so viele lesen? Alle sind nachvollziehbar, allein bist du allein.
Mein Problem mit dem Buch: In maximal 5% der Sätze gibt es Lösungsvorschläge - der Rest grenzt immer mehr an Mimimi.

Das Buch ist sicher nicht schlecht geschrieben.
Ich befürchte nur, dass es keinen richtigen Adressaten hat.
Um „Ja, kenn ich!“ zu denken, brauche ich kein ganzes Buch voller „Es ist so schlimm!“
Und wenn ich auf der anderen Seite stehe, brauche ich nicht so viel „So ist das nämlich!“, sondern mehr „Solche Hilfe könnte ich brauchen“.

Frau Finke ist relativ gut situiert in ihre Alleinerziehung gestartet (Hat Arbeit, ein Au-pair-Mädchen, ein Haus) und beschreibt sehr eingehend, wie die Lebensumstände immer schlechter werden.
Dabei gibt sie vor, sich bewusst zu sein, dass jeder (auch Strohwitwen beispielsweise, deren Partner selten da sind) sein Päckchen zu tragen hat, 
aber für meinen Geschmack kreisen ihre Beispiele immer zu sehr um ihr eigenes problemorientiertes Kreisen um die Verzweiflung. Schon dem Bullshit-Bingo zu Beginn des Buchs merkt man deutlich an, dass sie und nicht er gegangen ist.


Für so ein persönliches Buch, in dem insgesamt die Allgemeingültigkeit dermaßen zu kurz kommt und dem komplett die Lösungsorientierung abgeht, hätte sich ein persönlicherer Titel empfohlen.
So, wie es vorliegt, weiß ich niemanden, dem ich das Buch wirklich empfehlen kann – außer vielleicht einer Alleinerziehenden, die sich so im Elend suhlt, dass sie dringend eine Alleinerziehende lesen muss, die sich im Elend suhlt.

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