'Dies ist eine rasante bebilderte Reise durch die 'Klassiker' der Psychologie: Begegnen Sie berühmten Psychologen und Philosophen, erleben Sie bahnbrechende Experimente und Theorien der Psychologiegeschichte und entdecken Sie verblüffende Eigenarten des menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns.' (Klappentext)
Christine Goerigk und Franziska Schmithüsen erzählen in ihrem Comic von der Geschichte der Psychologie, von Experimenten der Sozialpsychologie, zum Beispiel Milgram-Experiment, Rosenthal-Experimente und Stanford Prison Experiment. Sie berichten zudem von Inhalten der Allgemeinen Psychologie wie Konditionierung, Lernen, Gedächtnis und Emotionen, und gehen schließlich auch auf Entwicklungspsychologie, zum Beispiel Piaget und Bindungsverhalten, sowie Persönlichkeitspsychologie ein. Das letzte Kapitel befasst sich schließlich mit Psychotherapie.
Ich bin selbst Psychologische Psychotherapeutin, so dass mir viele Inhalte des Buches bereits bekannt waren. Zudem habe ich auch den zweiten Comic der Autorin, ‚Der Psychiatrie-Comic‘, den sie gemeinsam mit dem Psychiater Ulrich Seidl geschrieben hat, gelesen, der mir gut gefallen hat.
‚Der Psycho-Comic‘ wird packend erzählt, ist detailreich, fundiert und zeigt auch eher düstere Zeiten der Psychologie und Psychiatrie bzw. der allgemeinen Menschheitsgeschichte.
Das Ganze ist sehr ansprechend und realitätsnah gezeichnet und ich habe viele Personen sofort wiedererkannt, zum Beispiel Sigmund Freud, Philipp Zimbardo und Künstler wie Edgar Allan Poe, Franz Kafka und Pablo Picasso.
Es gibt im Buch auch einige Informationen, die ich bisher noch nicht kannte, die meiner Meinung nach aber eher weniger relevant sind - zumindest empfinde ich das als Psychologische Psychotherapeutin so.
‚Der Psycho-Comic‘ bringt Laien letztendlich Psychologie durchaus nah. Allerdings fand ich nicht alles ganz korrekt, und im Buch finden sich zudem einige Rechtschreibfehler, was ich persönlich als störend empfunden habe.
Christine Goerigk
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Christine Goerigk
Der Psycho-Comic
Der Psychiatrie-Comic
Yoga Bär
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‚Genau darum geht es: mit der individuellen Geschichte möglichst verständlich allgemeine Informationen zu transportieren. [...] Die Krankheiten treten uns entgegen, zum Teil mit der ihnen eigenen Wucht, dem Leid und Schmerz, aber auch der Hoffnung auf Besserung und den Möglichkeiten der Therapie.‘ (Seite IX)
Im Comic finden sich Kapitel zu folgenden psychischen Störungen, die anhand von Fallgeschichten vorgestellt werden: Depression, Borderline-Störung, Zwangsstörung, bipolare Störung, Sucht, Schizophrenie, Delir, posttraumatische Belastungsstörung, Autismus, Demenz, Angst- und Panikstörung sowie Persönlichkeitsstörungen.
Ich mag schöne Comics/Graphic Novels sehr, und ich suche stets nach fundierten Büchern zum Thema Psychiatrie und Psychotherapie, die ich Betroffenen, Angehörigen und interessierten Laien empfehlen kann. Dieser Comic ist die perfekte Mischung daraus. Er ist sehr ansprechend gezeichnet, die Geschichten machen psychische Störungen auch für Laien greifbar und verstehbar, und das Buch ist fachlich fundiert. Gefallen hat mir auch das ausgewogene Verhältnis aus Psychotherapie und Psychopharmakotherapie.
Die einzelnen psychischen Störungen werden sehr realistisch dargestellt, dabei liest sich der Comic ebenso unterhaltsam wie packend, ist abwechslungsreich und klärt gut über Psychiatrie-Themen auf.
Der Comic entpathologisiert und ist hoffnungsvoll, obwohl (oder gerade weil) hier dramatische Szenen gezeigt werden und nichts beschönigt wird. So entsteht ein komplexes Bild von psychischen Störungen, ihrer Symptomatik und ihrer Behandlung.
Negativ aufgefallen sind mir zahlreiche Rechtschreib-, Komma- und Tippfehler, auch ist eine Kopfzeile falsch (Seite 124 und 125), Sie/sie bzw. Ihnen/ihnen wird sehr oft falsch geschrieben, und zudem sind die Seiten 109 und 110 in meinem Exemplar identisch. Fehler können natürlich passieren, aber hier ist es so gehäuft, dass ich mich frage, ob das Buch überhaupt redigiert wurde. Das trübt das Lesevergnügen leider ein wenig, obwohl ich das Buch trotzdem toll fand und empfehle, weil es inhaltlich und optisch einfach wunderbar ist.
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