Christine Grän Villa Freud

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Inhaltsangabe zu „Villa Freud“ von Christine Grän

Margaret wächst in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf und versucht schon früh, ihrer engen Umgebung zu entfliehen. Sie nimmt Gesangsstunden und zieht nach Berlin, wo sie in einem Jazzclub singt und Oscar begegnet. Sie folgt ihm nach Argentinien in eine großbürgerliche Existenz. Doch auch in Buenos Aires findet die junge Frau keine Erfüllung, und so zieht sie weiter ? bis sie erkennt, dass sie nicht vor ihrem Leben davonlaufen kann.§

Je weiter ich in diesem Buch vordrang, desto mehr faszinierte es mich. Obwohl es meiner Meinung nach kein Krimi oder Thriller ist.

— gst
gst

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  • Wie viele Leben hat ein Mensch?

    Villa Freud
    gst

    gst

    „Du kannst ein altes Leben abstreifen, doch du gehst in das neue mit dem alten Ich“ (Seite 60) Kein Leben kommt ohne Abschiede aus, Abschiede von Menschen, von Illusionen, von Orten. Dieses Buch thematisiert diese Abschiede.  Die Protagonistin versucht, diese Abschiede nicht an sich heranzulassen. Entsprechend hat die Autorin einen sehr distanzierten Schreibstil gewählt, der mir anfangs etwas Probleme bereitete. Doch die vielen Neuanfänge der Protagonisten hielten mich bei der Stange und ließen mich nicht mehr los. Jeder dieser Anfänge beginnt mit einem anderen Namen: „Sie nennt sich Greta. Ein Name wie jeder andere. Ein Leben wie jedes andere. Man muss nur aussteigen an einem fremden Ort, mit leichtem Gepäck und Erinnerungen, die nicht zu schwer wiegen. Sich wieder finden oder neu erfinden und das System unterwandern, das nur ein Leben zulässt.“ (Seite 55) Als Rita wollte sie Opernsängerin werden, als Greta singt sie in einem Nachtclub, als Margarita hat sie sich dem Tango hingegeben und als Meg dem Kochen. Immer wieder entdeckt sie neue Talente in sich. Und zum Schluss sogar die Liebe. „Greta ist wie ein Baum ohne Wurzeln, der einfach so in der Landschaft steht und auf den Regen wartet um zu wachsen. Und alles gleitet an ihr ab, während sie ihn aufsaugt.“ (Seite 80) Margarita denkt in Buenos Aires: „Man müsste die Fähigkeit besitzen, Erinnerungen zu löschen wie Seiten im Computer. Dann wäre alles weiß, und man könnte sich neu finden – oder erfinden, was viel spannender wäre, als alles mit sich herzumzutragen: Erfahrungen, Entscheidungen, Verletzungen, Ängste, begrabene Hoffnungen ...“ (Seite 110) Kein Wunder also, dass ihr schließlich vorgeworfen wird: „Du spielst dein Leben nur. Kein Anfang, kein Ende. Nur eine Art dazwischen, darüber, daneben. Nie stehst du in der Mitte dessen, was geschieht.“ (Seite 167). Je mehr Seiten dieses Buch ich gelesen hatte, desto stärker wurde ich hineingezogen – dabei lese ich ebooks nur im „Notfall“. Doch dieses kann ich voller Überzeugung Lesern empfehlen, die auch bereit sind, sind durch schwerer lesbare Literatur zu arbeiten. Es lohnt sich! Die Österreicherin Christine Grän arbeitete nach ihrem Anglistik- und Germanistikstudium als Journalistin und kam viel in der Welt herum. Bekannt wurde sie vor allem mit ihren Anna-Marx-Krimis.

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  • Eindrucksvoll …

    Villa Freud
    Herbstrose

    Herbstrose

    Ihre Familie nennt sie Margareta, im Gesangsunterricht nennt sie sich Rita, als sie später in Berlin in einem Jazzlokal singt ist sie die Greta. Sie begegnet dem wohlhabenden Argentinier Oscar, der sie nach Buenos Aires mitnimmt. Nun ist sie Margarita, eine verheiratete Frau, eine Fremde in der neuen Heimat. Einziger Trost ist ihr der Tango, den sie mit Leidenschaft tanzt. Nach einer Fehlgeburt geht die Ehe in die Brüche, sie zieht weiter nach Feuerland, arbeitet dort als Köchin, nennt sich jetzt Meg und verliebt sich in Mungo, die Besitzerin der schäbigen Kneipe. Auch dieses Glück ist nicht von Dauer, sie kehrt zurück nach Deutschland und ist jetzt wieder Margareta. Doch die Sehnsucht nach ihrer Freundin, die jetzt in LA lebt, ist stärker. Sie nimmt einen Flug mit Zwischenlandung in Boston. Es ist der 10. September. Am nächsten Morgen steigt sie in die Boeing 767 der American Airlines mit Zielort Los Angeles. Es ist Flug Nr. 11 … Der österreichischen Schriftstellerin Christine Grän gelingt es in diesem Roman wunderbar, das Leben einer unsteten und ruhelosen Frau zu schildern, die ständig auf der Suche ist. Ein leidenschaftliches, aufregendes Leben, bestimmt von Musik, gezeichnet von spontanen Entschlüssen und begleitet von der stets wiederkehrenden Chance, frei wählen und bestimmen zu können. Doch kann man dem Leben und dem Schicksal wirklich davon laufen? Der Schreibstil ist beeindruckend. Stilsichere Formulierungen, prägnante Sätze, logischer Aufbau und nur wenige Dialoge zeichnen den Roman aus. Ein kleiner Leckerbissen der deutschsprachigen Literatur, anspruchsvoll und von bemerkenswerter Intensität. Für dieses Kabinettstück der Erzählkunst sollte sich der Leser die ihm gebührende Zeit nehmen.

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  • Rezension zu "Villa Freud" von Christine Grän

    Villa Freud
    sabine

    sabine

    17. October 2011 um 19:13

    Ich habe es schon einmal angefangen zu lesen, stieg in der Mitte wieder aus. Bei meinem zweiten Anlauf las ich es in einem durch. ES ist sehr speziell und nicht immer leicht zu lesen, doch mir hat es sehr gut gefallen.