Christine Heppermann

 4.1 Sterne bei 24 Bewertungen

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Frag mich, wie es für mich war

Frag mich, wie es für mich war

 (24)
Erschienen am 07.02.2018

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Rezension zu "Frag mich, wie es für mich war" von Christine Heppermann

Außergewöhnlicher Schreibstil
Lalevor 4 Monaten

Inhalt:

Die 15-jährige Addie führte bis vor kurzem noch ein gewöhnliches Leben. Sie ist eine gute Schülerin ihrer katholischen Schule und die beste Läuferin des Cross-Laufteams, hat eine beste Freundin und seit kurzem auch einen festen Freund. 

Doch dann wird sie ungeplant schwanger und entscheidet sich für eine Abtreibung. Nach dem Eingriff wird Addie immer bewusster, dass sie sich mit dieser Erfahrung verändert hat und sich und ihr Leben infrage stellt. 


Meine Meinung:

Eine bewegende und zum Nachdenken anregende Geschichte, in einem außergewöhnlichen Schreibstil erzählt. 

Die 15-jährige Addie ist nicht nur für ihre guten Schulleistungen bekannt, sondern vor allem dafür, dass sie die beste Läuferin des Cross-Laufteams der katholischen Schule ist. Besonders gut versteht sie sich mit ihrer besten Freundin Claire. 
Doch dann trifft sie auf Nick und plötzlich ist nichts mehr wie zuvor. Sie wird schwanger und entscheidet sich schließlich für eine Abtreibung. Aber das Thema will Addie nach dem Eingriff einfach nicht mehr loslassen und so beginnt sie schließlich sich näher mit den Veränderungen auseinander zu setzen und ihr Leben neu zu bewerten.

Allein der Titel hat mich als Leser so direkt angesprochen, sodass ich mich sofort näher über dieses Buch und dessen Geschichte informieren musste. Meiner Meinung nach, trifft der Klappentext den Kern der Geschichte gut, auch wenn er vielleicht schon etwas zu viel verrät.

Die Geschichte wird durchgängig aus der Perspektive von Addie erzählt, allerdings liegt hier ein sehr besonderer Schreibstil vor. Die Geschichte wird nicht wie typisch sonst, in einem Fortlauf erzählt, sondern Addie berichtet in einer bunten Mischung aus Dialogen, Notizen und Berichten von ihren Erfahrungen, Gesprächen und Hoffnungen. Einerseits muss man sich erstmal an diese Schreibweise gewöhnen, allerdings gewinnt man so als Leser auch eine neue Perspektive und Eindruck. 

Aus der scheinbar wilden Mischung an Erzählweisen, wird nicht immer sofort ersichtlich, was der Erzähler versucht zu vermitteln oder ob er das überhaupt versucht. Stattdessen wird dem Leser vielmehr deutlich, wie es in Addie aussieht und womit sie zu kämpfen hat. Dadurch dass nicht klipp und klar gesagt wird, was Addie vielleicht denkt, wird dem Leser viel Raum gelassen, sich selbst in die Situation hineinzufühlen und sich selbst seine Gedanken dazu zu machen. 

Mich hat dieser einzigartige Schreibstil fasziniert, auch wenn ich mir an manchen Stellen doch etwas mehr Tiefe und klarere Aussagen gewünscht hätte - jedoch ist das der Charakter des Buches, der sich durch das gesamte Buch hinweg zieht. 

Das große Thema Schwangerschaft im Jugendalter, ist recht aktuell und doch wird es eher totgeschwiegen. Ich denke es ist wichtig, dass man mit jüngeren Lesern sich mit dieser Geschichte gemeinsam beschäftigt, sodass es nicht zu falschen Erkenntnissen kommt. 


Fazit:
Das Buch behandelt eine wichtige Thematik, mit dessen lektüre man jüngere Leser nicht alleine lassen sollte. Aufgrund des speziellen Schreibstils, wird dem Leser viel Raum für eigene Gedan ken eingeräumt,manchmal aber auch etwas alleine gelassen.

Alles in allem ein berührendes und außergewöhnliches Buch, dass zum Mitdenken auffordert.

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G

Rezension zu "Frag mich, wie es für mich war" von Christine Heppermann

...und was bleibt, wenn ich gefragt habe?
Gisevor 7 Monaten

Addies Schülerleben ist in mancherlei Hinsicht von Erfolg gekrönt, in der Schule, im Sport, in der Liebe, überhaupt in ihrem Leben. Als sie ungewollt schwanger wird, lässt sie in Absprache mit ihren Eltern abtreiben. Obwohl alles unkompliziert verläuft, hinterlässt diese Erfahrung sie verändert.

Das Buch ist als Tagebuch geschrieben und gibt so einen guten Einblick in Addies Gedanken, während man ihre Geschichte selbst eher zwischen den Zeilen liest. So wird der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, andererseits richtet er sich so eher an Jugendliche. Zusätzlich spannend wird es dadurch, dass Addie Schülerin an einer katholischen Mädchenschule ist und sie sich mit den religiösen Vorgaben auseinandersetzen muss. Dennoch wird das Thema Schwangerschaftsabbruch nicht gewertet, sondern sehr sachlich damit umgegangen. Abbie selbst aber blieb mir unbekannt, so richtig in sie hineinfühlen konnte ich mich nicht.

Ich habe mich mit diesem Buch eher schwer getan und merke dies auch beim Schreiben der Rezension. Die Idee an sich finde ich sehr gut, die Umsetzung liegt mir allerdings nicht so sehr. Liegt es daran, dass ich der Jugendzeit schon länger entwachsen bin? Doch auch das trifft es nicht so ganz. Das Buch hinterlässt mich trotz dem wichtigen Thema eher zwiespältig, eine echte Leseempfehlung mag ich nicht aussprechen. 

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A

Rezension zu "Frag mich, wie es für mich war" von Christine Heppermann

Innovativer Roman zu einem wichtigem Thema
Allisuvor 8 Monaten

"Frag mich, wie es für mich war" von Christine Heppermann ist in für einen zeitgenössischen Jugendroman ganz untypischen Schreibstil verfasst: Heppermann schreibt in Gedichtform. Zudem besteht der Roman aus Tagebucheinträgen der Protagonistin Addie. Dies ist mal etwas ganz anderes und war daher unglaublich spannend zu lesen.

Addie, Schülerin und gerade mal 15 Jahre alt wird ungewollt schwanger. Sie entschließt sich zu einer Abtreibung. In ihren Tagebucheinträgen können wir mitverfolgen, wie Addie mit dieser schwierigen Situation umgeht und diese verarbeitet. Die Autorin greidt hiermit also ein unglaublich wichtiges Thema auf: die Verarbeitung eines Schwangerschaftsabbruchs - ohne zu urteilen.

Ein sehr gelungener Roman, den ich unbedingt weiterempfehlen möchte.

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