Christine Kabus Das Geheimnis der Mittsommernacht

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis der Mittsommernacht“ von Christine Kabus

Zwei Familien im Schatten eines dunklen Geheimnisses -

Norwegen, 1895. Im BergbaustĂ€dtchen RĂžros begegnen sich zwei junge Frauen, deren Schicksal kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Deutsche Clara ist ihrem Ehemann in dessen Heimatstadt gefolgt, wo sich dieser endlich mit seinen Eltern aussöhnen will. Doch die Ordals begegnen Clara und ihrem kleinen Sohn Paul mit unverhohlener Ablehnung. Als wenig spĂ€ter ein furchtbares UnglĂŒck geschieht, ist Clara plötzlich auf sich allein gestellt. Unerwartete Hilfe erfĂ€hrt sie ausgerechnet durch Sofie, die Tochter des mĂ€chtigen Bergwerksbesitzers, dem die Ordals schon lange ein Dorn im Auge sind. Sofie empfindet ihr behĂŒtetes Dasein als goldenen KĂ€fig und bewundert es, wie Clara ihr Leben meistert. WĂ€hrend Clara und Sofie zu Freundinnen werden, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihre Familien seit Jahrzehnten ĂŒberschattet -

Große GefĂŒhle vor atmosphĂ€rischer Kulisse - ein opulent erzĂ€hlter Roman voller bewegender Einblicke in eine der spannendsten Epochen der norwegischen Geschichte

Ich finde es toll...

— Chicamaus

Nicht ganz so stark wie die drei VorgÀnger!

— daneegold

Ein wunderschöner Roman, perfekt fĂŒr den Sommer! - Rezi folgt :)

— Julia127

Ich bin immer wieder fasziniert von den Norwegen-Geschichten

— monikaburmeister

Ruhiger Norwegen-Schmöker

— ConnyKathsBooks

Ein Buch das die Sehnsucht weckt

— Abby90

Zwei starke Frauen um 1893 aus extrem unterschiedlichen Schichten, die sich in ihren Ansichten nicht beirren lassen. Sehr gut geschrieben.

— Donnas

Eine schöne, ruhige Geschichte mit etwas altmodischen Grundton.Die Erlebnisse von zwei unkonventionellen Frauen zogen mich in den Bann.

— BĂŒcherfĂŒllhorn-Blog

Wie alle bisherigen BĂŒcher von Chr. Kabus wieder toll. Schöne Landschaftsbeschreibungen. Zum Ende kommt der Schluss sehr schnell.

— tantemia

Eine wunderschöne Reise nach Norwegen!

— Eliza08

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    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Zickemausi

    28. September 2017 um 17:42

    #ReziZeit🐁🐁🐁🐁🐁Das Geheimnis der MittsommernachtChristine Kabus656 Seiten"Norwegen 1895, zwei, von unterschiedlichen Schicksalen getrieben, treffen sich in der Kleinstadt RĂžros und kommen gemeinsam einem langgehĂŒteten Geheimnis auf die Spur.Eigentlich sind es zwei Geschichten, die hier wunderbar miteinander verknĂŒpft werden. Vor der traumhaften Kulisse Norwegens erzĂ€hlt die Autorin dem Leser von einer Zeit des Aufbruchs, der hartnĂ€ckigen Vorurteile und von persönlichen Konflikten.Mich konnte der Roman einfach begeistern, den er kommt schlicht und in sich geschlossen daher. Ohne großen Kitsch und ĂŒberzogene Romantik zeigt die Autorin das GefĂŒhlsleben zweier Frauen auf, die sich frei machen von festgefahrenen Konventionen. Ich hab mit gefiebert, gelitten und mich gefreut, und bin immer noch in der Geschichte verhaftet.Dieses Buch ist eine Neuentdeckung und ein Lesehighlight, und es wird ganz bestimmt nicht mein letztes Buch von Christine Kabus sein.Eine ganz klare Leseempfehlung!

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  • Ruhiger Norwegen-Schmöker

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    ConnyKathsBooks

    03. April 2017 um 13:12

    "Ein diffuses BauchgefĂŒhl sagte ihr, dass sie einem Geheimnis auf der Spur war, das tief in der Vergangenheit ihres Vaters verborgen lag." (S. 162)Norwegen, 1895: Aufgrund einer Familienangelegenheit reist die 25jĂ€hrige Clara Ordal aus Deutschland zusammen mit ihrem 6jĂ€hrigen Sohn Paul und ihrem Mann Olaf in dessen alte Heimat, in das kleine norwegische BergbaustĂ€dtchen RĂžros. Doch bereits kurz nach ihrer Ankunft passiert ein tragisches UnglĂŒck. Clara ist ab sofort auf sich allein gestellt und muss mit der Engstirnigkeit der Bewohner fertig werden. Nur wenige begegnen der jungen Frau ohne Vorurteile, darunter Sofie Svartstein, die 19jĂ€hrige Tochter des ortsansĂ€ssigen Bergwerksbesitzers, die gerne aus der traditionellen Frauenrolle ausbrechen wĂŒrde. Werden Clara und Sofie ihr GlĂŒck finden?"Das Geheimnis der Mittsommernacht" stammt aus der Feder von Christine Kabus. Da mir die bisherigen Romane der Autorin bereits gut gefallen haben, freute ich mich schon auf eine neue Geschichte.Das Ganze spielt diesmal ausschließlich in der Vergangenheit, in den Jahren 1895/96. Im norwegischen RĂžros begegnen wir unseren zwei Protagonisten, Sofie und Clara. Beide Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein, werden aber schon bald zu Freundinnen. Sie kĂ€mpfen um ihr GlĂŒck im Leben und in der Liebe und mĂŒssen dabei noch so manches Hindernis ĂŒberwinden. Besonders Clara hat mich hier ĂŒberzeugt. Als rothaarige Katholikin hat sie es nicht leicht und ist vielen Anfeindungen ausgesetzt. Doch Clara zeigt Mut und nimmt ihr Schicksal tatkrĂ€ftig selbst in die Hand, was ich nur bewundern kann. Die Autorin glĂ€nzt auch hier wieder durch die einzigartige Norwegen-AtmosphĂ€re. Man lernt viel Interessantes ĂŒber Land und Leute, WortherkĂŒnfte, politische und gesellschaftliche HintergrĂŒnde und ĂŒber den Bergbau. Sehr hĂ€ufig eingestreute SĂ€tze, Gedichte und Lieder in Norwegisch machen das Ganze noch authentischer.Der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm und die reichlich 600 Seiten flogen trotz vieler Ausschweifungen und Details nur so dahin. Ein richtiger Norwegen-Schmöker zum Eintauchen, der jedoch auch ein paar SchwĂ€chen aufweist. Denn die ruhige Handlung kommt nur zögernd in Fahrt, ist ziemlich kitschig, von glĂŒcklichen ZufĂ€llen geprĂ€gt und oft sehr vorhersehbar. An einem Punkt habe ich regelrecht auf eine bestimmte Entwicklung gewartet, die dann einige Zeit spĂ€ter auch so eintrat. Das titelgebende "Geheimnis der Mittsommernacht" fĂ€llt auch recht unspektakulĂ€r aus. Da hatte ich mir etwas mehr erhofft.Insgesamt kann ich dennoch "Das Geheimnis der Mittsommernacht" empfehlen. Wer auf ruhige historische (Liebes)romane vor einer tollen Landschaftskulisse steht und dazu vielleicht sogar noch Norwegenfan ist, kann hier bedenkenlos zugreifen. Knappe 4 Sterne von mir.

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  • Fernweh zum mitnehmen

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Abby90

    29. March 2017 um 10:02

    Meine Meinung: Dieses Buch habe ich durch eine Aktion der Autorin selbst zur Rezension erhalten und mich unheimlich darĂŒber gefreut. Vielen lieben Dank an Christine Kabus fĂŒr diese wundervolle Möglichkeit. Schon als ich das Cover gesehen habe, war ich verliebt, denn es strahlt eine besondere Aura aus, bei der ich mich sofort heimisch gefĂŒhlt habe. Es ist, als ruft es einen zu sich. Genau das hat auch der Inhalt getan. Bereits ab der ersten Seite war ich angekommen, weil Christine es geschafft hat, ihren Zauber von Beginn an in dieses Buch zu verflechten. Clara selbst empfinde ich als eine unglaublich starke Frau, die nichts von ihren KĂ€mpfen abbringen kann, auch wenn sie ab und an wirklich ein wenig ĂŒberĂ€ngstlich herĂŒberkommt. Dennoch hat mir ihre Kraft imponiert und teilweise auch selbst Kraft gegeben das ein oder andere zu ĂŒberstehen. Auch die junge Sofie ist eine solche Frau, steht sie doch gerade am Anfang ihres Weges, von dem der Leser erst mitten im Buch mitbekommt, wie sich dieser auf ihr Leben auswirkt. Sie ist unheimlich stark und dennoch beeinflusst von einer Gesellschaft, in der Rang und Namen den Ton angeben. Vor allem das Geld jedoch trĂ€gt seinen grĂ¶ĂŸten Teil dazu bei, eine nahezu unĂŒberwindbare Kluft zwischen der Arbeiterklasse und den gut betuchten Familien zu bilden. So gesehen nicht wirklich ein ziemlich großer Unterschied zur heutigen Zeit. Doch so verschieden es anmuten mag, so gleich sind sich die beiden Familien um die es geht, denn nicht nur Ereignisse wie plötzliche TodesfĂ€lle finden sich zu beiden Seiten, sondern ein dunkles Geheimnis, dass untrennbar mit beiden Familien verbunden ist. Worum es sich bei diesem Geheimnis handelt? Das mĂŒsst ihr schon selbst lesen. Aber ich kann euch verraten, dass es sich unheimlich zu lesen lohnt, denn dieses Buch ist nicht nur ĂŒberaus gut recherchiert, sondern auch noch angenehm zu lesen. Zugegeben, einige Stellen muten recht langatmig an, was jedoch die Passagen, in denen (endlich) Informationen zur Lösung dieses Geheimnisses folgen, allemal aufwiegeln können. Besonders gut gemacht empfand ich auch die vielen kleineren ErklĂ€rungen, die es auch einem Leien leicht verstĂ€ndlich machen z.B. der Politik des Buches zu folgen. Auch die Verbindung mit dem Bergbau hat mir gefallen, wohne ich doch in einer Gegend, in der es von Zechen nur so wimmelt. Da ich mich bisher noch nicht sonderlich damit beschĂ€ftigt hatte, hatte ich dementsprechend wenig Ahnung wie der Verlauf der Arbeit unter Tage so ist, dieses Buch aber, vermittelt dies sehr gut. Selbst die wirklich anstrengenden Bedingungen der Minenarbeiter haben mir schier das Herz gebrochen, weswegen ich die BeweggrĂŒnde, fĂŒr deren Arbeitsrechte zu kĂ€mpfen, mehr als nur verstanden habe. Ich hĂ€tte nicht anders gehandelt, wie ich zugeben muss. Aber bevor ich hier noch weiter schwĂ€rme oder euch spoilere, will ich mal lieber schnell zur Bewertung kommen. Gut, so ganz sicher war ich mir nicht, wie ich bewerten soll. Immerhin hat es mich wirklich sehr in einen inneren Zwiespalt gebracht und mich auch sehr zum Nachdenken angeregt. Andererseits gab es Passagen, wo ich es am liebsten beiseitegelegt hĂ€tte, eben weil sie sich so langwierig gestaltet haben. Dennoch konnte und wollte ich nicht aufgeben, denn die Geschichte an sich war wirklich außerordentlich gut gelungen und hat zugleich einen schönen Eindruck Norwegens hinterlassen. Deswegen entscheide ich mich dafĂŒr, ganze 6 RosenblĂ€tter regnen zu lassen. Allerdings empfinde ich das Ende des Buches so, als sei die Geschichte noch lange nicht zuende erzĂ€hlt
.

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  • Unkonventionelle Frauen um 1895 in Norwegen – ruhiger Lesestoff

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    BĂŒcherfĂŒllhorn-Blog

    17. February 2017 um 15:17

    Dies war mein erstes Buch der Autorin Christine Kabus. Ein anfangs eher spröder ErzĂ€hlton mit durchaus abschweifenden Informationen ĂŒber die Landschaft und die KulturgĂŒter wird die einen Leser langweilen, die anderen werden interessiert weiterlesen. Ich gebe zu, auch bei mir gab es Passagen, zwar wenige, die ich aber ĂŒberflogen habe. Im Laufe des Lesens entwickeln sich all diese Informationen zu einem wunderbaren Gesamtpanorama ĂŒber eine Bergwerkstadt in Norwegen und der Stellung der Frauen um 1895. Besonders die Wintermonate werden eindrĂŒcklich geschildert. Hauptthema sind jedoch Clara und Sofie. Eingebettet in zwei spannende ErzĂ€hlstrĂ€nge, die sich aufeinander zubewegen, finden zwei starke Frauen ihren Weg in einer Zeit, in der sich Frauen unterordnen mussten. Sofie, die aus einer angesehen Familie stammt, entwickelt sich zum rebellischen Wildfang mit feministischen Gedanken. Clara, die Gute, kĂ€mpft um ihre Familie. Beide Frauen waren mir sehr sympathisch und ich empfand das Leben der beiden sehr spannend erzĂ€hlt. NatĂŒrlich passiert auch ungewöhnlich viel, und vor allem Clara hat immenses GlĂŒck, was in der RealitĂ€t so nicht gewesen wĂ€re. Aber was mit Sofie geschehen ist, ist vielen Frauen passiert, auch, wenn diese nicht so viel GlĂŒck und UnterstĂŒtzung hatten. Die Geschichte ist an einigen Stellen vorhersehbar, aber das machte mir nichts, es erhöhte sogar die Spannung, denn ich fragte mich „WĂŒrde tatsĂ€chlich passieren was ich erwartet habe?“ und „Wann wĂŒrde es passieren?“. Alles in allem: eine schöne und ruhige Geschichte mit einem etwas altmodischen Grundton, die mich aber voll und ganz ins Jahr 1895 in ein norwegisches BergwerkstĂ€dtchen entfĂŒhrte. Die Erlebnisse von zwei starken unkonventionellen Frauen zogen mich in ihren Bann. Ich werde auf alle FĂ€lle noch eine Geschichte von der Autorin lesen.

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  • Familienbande

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Eliza08

    16. November 2016 um 13:08

    Über das Buch: Norwegen, 1895. Im BergbaustĂ€dtchen RĂžros begegnen sich zwei junge Frauen, deren Schicksal kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Deutsche Clara ist ihrem Ehemann in dessen Heimatstadt gefolgt, wo sich dieser endlich mit seinen Eltern aussöhnen will. Doch die Ordals begegnen Clara und ihrem kleinen Sohn Paul mit unverhohlener Ablehnung. Als wenig spĂ€ter ein furchtbares UnglĂŒck geschieht, ist Clara plötzlich auf sich allein gestellt. Unerwartete Hilfe erfĂ€hrt sie ausgerechnet durch Sofie, die Tochter des mĂ€chtigen Bergwerksbesitzers, dem die Ordals schon lange ein Dorn im Auge sind. Sofie empfindet ihr behĂŒtetes Dasein als goldenen KĂ€fig und bewundert es, wie Clara ihr Leben meistert. WĂ€hrend Clara und Sofie zu Freundinnen werden, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihre Familien seit Jahrzehnten ĂŒberschattet 
 Große GefĂŒhle vor atmosphĂ€rischer Kulisse – ein opulent erzĂ€hlter Roman voller bewegender Einblicke in eine der spannendsten Epochen der norwegischen Geschichte. (Quelle: www.luebbe.de)   Über die Autorin: Christine Kabus, 1964 in WĂŒrzburg geboren, arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik und Geschichte als Dramaturgin und Lektorin bei verschiedenen Film- und Theaterproduktionen, bevor sie sich 2003 als Drehbuchautorin selbststĂ€ndig machte. Schon als Kind zog sie der hohe Norden, den sie zunĂ€chst durch die BĂŒcher von Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf kennenlernte, in seinen Bann. Vor allem die ursprĂŒngliche, mythische Landschaft Norwegens beflĂŒgelte ihre Phantasie. Sie begann, die Sprache zu lernen und sich intensiv mit der Geschichte Norwegens zu beschĂ€ftigen. Ihr erster Roman IM LAND DER WEITEN FJORDE ist eine Hommage an dieses faszinierende Land. (Quelle: www.luebbe.de) Meine Meinung: Jeder hat ja irgendwie ein Sehnsuchtsland, ein Land in das er oder sie unbedingt mal reisen möchte, oder am liebsten dort wohnen wĂŒrde. Norwegen als Sehnsuchtsland? Ja, auf jeden Fall, endlose Weite, einsame Seen und eine friedvolle Natur zum Entspannen doch genau das Richtige, oder? Christine Kabus beschert uns in ihrem neuen Roman Kopfkino vom Feinsten, ich habe nun eine Ahnung wie es in Norwegen aussieht und wĂŒrde jetzt gerne mal dorthin. Das Cover des Buches ist meiner Meinung nach sehr schön und stimmungsvoll, die Farben sind sehr gut gewĂ€hlt. Doch so still und stimmungsvoll wie es auf dem Cover aussieht, geht es im Roman nicht immer zu. Zwei Frauen kĂ€mpfen darum ihr Leben selbstbestimmt leben zu dĂŒrfen, sie mĂŒssen die Herausforderungen, die das Leben an sie stellt, meistern. Clara und Sofie könnten nicht unterschiedlicher sein. Clara, eine junge Frau, die mit ihrem Sohn und Mann nach Norwegen reist, um sich von dessen Familie zu verabschieden, bevor sie gemeinsam auszuwandern. Ihre letzte Heimat war Deutschland, wo sie in einem Waisenhaus aufgewachsen ist. Sofie ist die angesehene Tochter eines Industriellen, die eigentlich keine offenen WĂŒnsche hat, doch Sofie vermisst ihre verstorbene Mutter und kĂ€mpft darum, aus dem Schatten ihrer großen Schwester heraustreten zu können. Beide Frauenfiguren sind sehr liebvolle und detailreich gezeichnet, ich wĂŒrde mit beiden gerne mal eine Tee oder Kaffee trinken gehen, so sehr habe ich sie ins Herz geschlossen. Der Roman wird stringent auf einer Zeitebene erzĂ€hlt, abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht von Sofie und Clara geschildert. Beide ErzĂ€hlstrĂ€nge haben mir sehr gefallen, auch wenn ich gestehen muss, dass Clara mir ein klein wenig nĂ€her war als Sofie und ihre Geschichte hat mich mehr bewegt. Die Verstrickung der beiden Familien in der Vergangenheit wird sehr behutsam angegangen, was aber nicht heißt, dass es nicht spannend war. Gemeinsam mit Clara habe ich meinen detektivischen SpĂŒrsinn unter Beweis stellen können. Der Leser ist in der Lage der Autorin zu jeder Zeit folgen zu können, dass Netz aus Intrigen, Verfehlungen, Neid und Missgunst wird vorsichtig auseinandergeknotet. Man erfĂ€hrt auch Einiges darĂŒber, wie die Menschen in Norwegen zu der Zeit ĂŒber Deutsche und Deutschland dachten, gerne hĂ€tte ich mir hier noch mehr davon gewĂŒnscht. Interessant fand ich auch die Ablehnung der Norweger gegenĂŒber Clara wegen ihrer Konfession, dies wurde sehr gut beleuchtet. Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr angenehm empfunden, allerdings muss ich sagen, dass ich am Anfang einige Zeit brauchte bis ich mich auf ihre Sprache einlassen konnte. Wer fetzige und humorvolle Dialoge mag wird von Christine Kabus eher enttĂ€uscht werden, sie schlĂ€gt eher die leisen Töne an und lĂ€sst ihre Personen lieber handeln als große Worte zu machen. Ein toller historischer Sehnsuchts- und Liebesroman vor der atemberaubend schönen Kulisse Norwegens, ein Muss fĂŒr alle Fans von Sarah Lark, Barbara Wood & Co., es muss ja nicht immer die Karibik, Neuseeland oder Australien sein. ;-) Eine ganz klare Leseempfehlung, auch wenn ich mir persönlich noch ein wenig mehr historischen Background gewĂŒnscht hĂ€tte! Vielen Dank an den Bastei LĂŒbbe Verlag und an Christine Kabus fĂŒr die Bereitstellung des Leseexemplars!

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  • Entspannter Roman fĂŒr Abende vor dem Kamin

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    foxydevil

    06. November 2016 um 13:00

    Da mich BĂŒcher welche im Norden handeln und auch einen Vergangenheitsbezug haben sehr interessiert, bin ich auf die BĂŒcher von Frau Kabus aufmerksam geworden.Sie hat mittlerweile 4 Norwegenromane veröffentlicht, man merkt deutlich die Liebe zu dieser Gegend.Und dies ist mein zweiter Roman welchen ich von der Autorin lesen durfte.Auch dieses Buch spielt in der Vergangenheit Norwegens.Hier ist es am Ende des 19. Jahrhunderts.Die Geschichte von 2 Frauen (Clara Ordal und Sofie Svartstein) unterteilt das Buch in zwei HandlungsstrĂ€nge.Clara kommt aus Deutsche mit Ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn nach Norwegen.Sofie ist die Tochter eines in Norwegen ansĂ€ssigen Kupferminenbesitzers.Beide Frauen werden durch das Schicksal krĂ€ftig durchgeschĂŒttelt und versuchen jede auf ihre Art mit denUmstĂ€nden umzugehen.Das gestaltet sich gar nicht so einfach...durch die Zeit und eine (leider) sehr geprĂ€gte MĂ€nnerdomĂ€ne,in der GesellschaftsdĂŒnkel leider an der Tagesordnung sind.Ein selbstbestimmtes Leben fĂŒhren war damals kein Spaziergang.Beide Frauen kennen sich erst nicht und im Laufe der Geschichte lernen sie sich erst kennen.Eine Freundschaft entsteht, da beide Frauen menschlich Ă€hnlich sind.Die abwechselnd aus der Sicht von Clara und Sofie erzĂ€hlte Geschichte liest sich flĂŒssig.Auch die Beschreibung ist sehr schön gelungen da man eine gute Vorstellung von allem bekommt.Ab und an kamen mir direkte Vorstellungen wie es weitergehen könnte, und so passierte es dann auch.Das tat beim lesen des Buches aber keinen großen Abbruch.Sehr schön finde ich das wie auch im vorherigen Buch gestaltete Cover. Allein dieses weckt absolutes Reiseinteresse!Mein Empfehlungsfazit:Gute nachvollziehbare Charaktere die ans Herz wachsen, eine glaubhafte Beschreibung des alten Norwegens,ein Geheimnis welches hĂ€tte nach meiner Meinung noch ausgefeilter sein können.

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  • Sehr schön geschrieben...

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    unclethom

    27. October 2016 um 12:39

    „Das Geheimnis der Mittsommernacht“ ist der inzwischen vierte Norwegenroman der Autorin. Und irgendwie hat man das GefĂŒhl, dass ihre Geschichten mit jedem Buch schöner werden.Mit jeder Zeile spĂŒrt man die Liebe von Christine Kabus zu diesem Land.Man wird gleich auf den ersten Seiten vom Buch mitgerissen und spĂ€testens mit der Ankunft in Norwegen ist man mitten in der Story angelangt. Die Geschichte erzĂ€hlt von der Deutschen Clara und ihrem Sohn wie es den beiden in Norwegen ergeht.Ablehnung auf der einen Seite sowie Freundschaft und Zuneigung auf der anderen Seite sind die Vorzeichen ihres Lebens in Norwegen. Dennoch lĂ€sst sich Clara nicht beirren und geht ihren Weg.Die Figuren und SchauplĂ€tze sind, wie man es von der Autorin gewöhnt ist wieder sehr bildhaft beschrieben.Dank des wieder sehr schönen Schreibstils ist es wie schon das erste Buch ein wirkliches Genussbuch geworden. Ich habe mich nach den ersten 100 Seiten bewusst dafĂŒr entschieden etwas langsamer zu lesen, damit ich lĂ€nger vom Buch habe. Und die Entscheidung war richtig, denn ich habe letzten Endes das Buch wirklich Genießen können.Ich habe jetzt alle vier Norwegenromane der Autorin gelesen und denke, dass „Das Geheimnis der Mittsommernacht“ der bislang beste ist. Wie auch immer ich kann sie alle vier besten Gewissens empfehlen und freue mich schon heute auf die nĂ€chste Reise nach Norwegen, zumindest in den BĂŒcher von Christine Kabus.Von mir gibt es daher fast schon wie gewohnt 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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  • Norwegen im 19. Jahrhundert

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    LeseBlick

    25. October 2016 um 12:44

    InhaltsangabeZwei Familien im Schatten eines dunklen Geheimnisses
Norwegen, 1895. Im BergbaustĂ€dtchen RĂžros begegnen sich zwei junge Frauen, deren Schicksal kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Deutsche Clara ist ihrem Ehemann in dessen Heimatstadt gefolgt, wo sich dieser endlich mit seinen Eltern aussöhnen will. Doch die Ordals begegnen Clara und ihrem kleinen Sohn Paul mit unverhohlener Ablehnung. Als wenig spĂ€ter ein furchtbares UnglĂŒck geschieht, ist Clara plötzlich auf sich allein gestellt. Unerwartete Hilfe erfĂ€hrt sie ausgerechnet durch Sofie, die Tochter des mĂ€chtigen Bergwerksbesitzers, dem die Ordals schon lange ein Dorn im Auge sind. Sofie empfindet ihr behĂŒtetes Dasein als goldenen KĂ€fig und bewundert es, wie Clara ihr Leben meistert. WĂ€hrend Clara und Sofie zu Freundinnen werden, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihre Familien seit Jahrzehnten ĂŒberschattet
Meine MeinungDieser Roman war fĂŒr mich in zweierlei Hinsicht ein erstes Mal. Zum einen lese ich selten in der Zeit vor 1900 und zum anderen habe ich mich in der Buchwelt noch nie in Norwegen herumgetrieben. Nachdem ich nun beides in diesem Buch erfahren konnte, kann ich sagen, dass ich sehr glĂŒcklich bin zu diesem Roman gegriffen zu haben. Die Zeit konnte durch die passenden und sehr ausfĂŒhrlichen Beschreibungen der Autorin sehr gut dargestellt werden. Auch die ErklĂ€rungen der Gesellschaftsunterschiede der damaligen Zeit konnten mich absolut ĂŒberzeugen.Zu Norwegen an sich brauch mal glaub ich nicht viel sagen. Ich habe mich pudelwohl gefĂŒhlt in RĂžros und Umgebung und alle Schauplatzliebhabern in Romanen wird es da Ă€hnlich gehen. Zu den Charakteren kann man nur sagen, dass die Autorin an alles gedacht hat. „Das Geheimnis der Mittsommernacht“ beinhaltet sowohl SympathietrĂ€ger, als auch Charaktere, die niemand mag, aber die meiner Meinung nach in so einer Geschichte nicht fehlen dĂŒrfen. Mein Augenmerk lag sehr schnell auf den beiden weiblichen Hauptcharakteren Clara und Sofie. Ihre Lebensbedingungen sind so unterschiedlich und dennoch verfolgen beide ein Ă€hnliches Ziel, eine selbstbestimmte Frau zu sein. Was zu damaligen Zeiten allerdings sehr schwer war.In der Geschichte begleitet man beide Frauen und die Entwicklung beider Charaktere gefiel mir unheimlich gut. Ich selbst konnte ich Claras Geschichte sogar noch ein wenig mehr aufgehen. Diese Frau ist einfach unbeschreiblich und das ganze Drumherum wird mir noch eine lange Zeit nachwirken.Aber auch andere Charaktere konnten sich in mein Leserherz stehlen, so dass dieses Buch in dieser Hinsicht wirklich als ein WohlfĂŒhlbuch eingestuft werden kann. Die Geschichte wĂ€chst mit jeder Seite, als langatmig habe ich diese aber zu keiner Zeit empfunden.Sowohl mit dem gesamten Verlauf, als auch mit dem Ende lĂ€sst die Autorin mich zufrieden zurĂŒck. Nach dem Zuschlagen der letzten Seite empfand ich ein GefĂŒhl des Beendens einer Reise.FĂŒr mich steht fest, dass ich nach diesem Roman nun auch die anderen BĂŒcher aus der Norwegenreihe lesen werde, da dies hier bereits der vierte Band der Norwegenromane von Christine Kabus ist.____________________________________________________________Lediglich eine etwas tiefgreifendere Auflösung des Geheimnisses hĂ€tte ich mir gewĂŒnscht. Welches eventuell auch einen grĂ¶ĂŸeren Bezug zu unseren Hauptcharakteren hat. Zu dem kam es mir fast zu schnell. Man hatte vorab als Leser wirklich gar keine Vorahnung, was ich als gut empfand, aber man hatte auch nicht wirklich die Gelegenheit hinter das Geheimnis der Mittsommernacht zu kommen.Mein FazitFĂŒr mich eine gelungene Reise in das Norwegen des 19. Jahrhunderts.Mit einer Geschichte, die einfach neugierig macht und wirklich schön zu lesen ist. Perfekt fĂŒr kalte Herbstnachmittage.FĂŒr alle Skandinavienfans und Romanliebhaber kann ich hier nur eine Leseempfehlung aussprechen.

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  • Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Nusseis

    25. October 2016 um 11:31

    Die Deutsche Clara und ihre kleine Familie ist auf dem Weg nach Samoa auszuwandern, als aus der Heimat ihres Mannes ein Brief eintrifft. Darauf hin reisen sie gemeinsam nach Norwegen, wo ihr Ehemann sich mit seinen Eltern versöhnen will, bevor es zu spĂ€t ist. Doch dort verliert Clara durch einen Unfall ihren Mann. Plötzlich ist sie alleine in einem fremden Land auf sich alleine gestellt
 Sofie Svartstein wĂ€chst wohlbehĂŒtet in einer reichen Familie in RĂžros auf. Als ihre Mutter bei der Geburt ihres Bruders stirbt, bricht fĂŒr Sofie der Halt in der Familie weg. Sie steht nun allein gegenĂŒber ihrem fĂŒr sie unnahbaren Vater und ihrer Ă€lteren Schwester Silje, die nur Mode, eine standesmĂ€ĂŸe Hochzeit und gesellschaftliche Anerkennung im Sinn hat. Sofie möchte nicht in dieser Klassengesellschaft leben. Junge Frauen, die vor großen Herausforderungen stehen und gegen die unerbittliche Zweiklassengesellschaft, Vorurteile und Anfeindungen ankĂ€mpfen mĂŒssen. Christine Kabus ist eine Autorin, die ihr Handwerk versteht und tiefgreifende, stimmige Romane schreibt. Das Buch wird abwechselnd aus Claras und Sofies Sicht erzĂ€hlt. Das macht das Ganze spannend und man wird verleitet, immer weiter zu lesen. Neben den beiden Lebensgeschichten lernt man sehr viel ĂŒber die Arbeitswelt, die politischen Gegebenheiten und die gesellschaftlichen Schichten des 19. Jahrhunderts in Norwegen. Zudem werden immer wieder Norwegische SĂ€tze und Wörter eingebunden, man lernt BrĂ€uche und Kultur der Norweger kennen. Das alles verleiht dem Buch AuthentizitĂ€t. Clara und Sofie sind mir sehr ans Herz gewachsen und ihre Geschichten haben mich berĂŒhrt. „Das Geheimnis der Mittsommernacht ist ein wirklich toll geschriebener historischer Roman!

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  • Zwei Frauen und ein altes Geheimnis

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    EvelynM

    24. October 2016 um 20:39

    In diesem Norwegenroman geht es um 2 ungewöhnliche Frauen, die nicht nur unterschiedlicher Herkunft sind, sondern auch ganz gegensĂ€tzliche Leben fĂŒhren: die Deutsche Clara, die mit dem Norweger Olaf verheiratet ist und ihm mit ihrem gemeinsamen Sohn Paul in seine Heimat folgt – und Sofie, die Tochter des reichen „Industriellen“ Ivar Svartstein, die behĂŒtet und kontrolliert in RĂžros lebt. Nach einem schweren Schicksalsschlag ist Clara ganz auf sich alleine gestellt und muss trotz sprachlicher Schwierigkeiten und der Tatsache, dass sie Katholikin unter Protestanten ist, fĂŒr ihren und den Lebensunterhalt ihres Sohnes sorgen. Von ihren Schwiegereltern, den Ordals, hat sie keinerlei UnterstĂŒtzung zu erwarten. Doch sie trifft auf Menschen, die ihr wohlgesonnen sind und eine Arbeit, mit der sie ihre kleine Familie ĂŒber die Runden bringt. Mit viel Kraft und Mut stellt sich Clara den Anfeindungen und der Ausgrenzung durch die Einwohner RĂžros‘. Ganz andere Sorgen hat Sofie, die anders als ihre verwöhnte und selbstsĂŒchtige Schwester Silje keine Lust auf eine Heirat und ein Dasein als Ehefrau, Gastgeberin und Mutter hat. In ihr steckt eine Rebellin und sie hĂ€lt mit ihrer Meinung meist nicht hinter dem Berg, sehr zum Unmut ihres Vaters Ivar und natĂŒrlich ihrer Schwester Silje. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich zwischen Clara und Sofie eine Freundschaft. Über allem schwebt ein Geheimnis, das zwischen den Familien Ordal und Svartstein seit vielen Jahren steht und ihre Beziehung zueinander erheblich beeintrĂ€chtigt. Darunter haben auch Clara und Sofie zu leiden. Die Autorin beschreibt die GefĂŒhls- und Gedankenwelt von Clara und Sofie ganz ausfĂŒhrlich und treffend, so dass sich der Leser gut in die beiden Frauen hineinfĂŒhlen kann. Ich konnte mich sowohl mit Clara als auch mit Sofie identifizieren und sie sind mir mit jeder Zeile mehr und mehr ans Herz gewachsen. Silje und Ivar Svartstein sind in diesem Roman ganz klar die „schwarzen Schafe“ und keine SympathietrĂ€ger. Sie machen die Geschichte durch ihren teilweise recht miesen Charakter sehr spannend und ab und zu hatte ich sogar Mitleid mit ihnen, da sie das Leben so gar nicht genießen konnten und in ihrer eigenen, winzig kleinen Welt gefangen waren. Der Roman hat alles, was ihn zu einem gelungenen Gesamtpaket macht: Verlust, Liebe, Schmerz, Intrigen, Freundschaft, Aberglauben, Drama, Ausgrenzung, Vorurteile, wunderschöne, bildhafte Landschaftsbeschreibungen, geschichtliche Fakten und Begebenheiten und soziale Gegebenheiten im Norwegen Ende des 19. Jahrhunderts. Dass bei der Geschichte so manche Entwicklung sehr vorhersehbar ist, tut dem Norwegenroman jedoch keinen Abbruch. Allerdings vergebe ich nur 4 Sterne – ich hĂ€tte mir ein paar Überraschungen mehr gewĂŒnscht.

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  • Leserunde zu "Das Geheimnis der Mittsommernacht" von Christine Kabus

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Christine_Kabus

    Liebe Norwegenfreunde, liebe Leseratten, es ist wieder Zeit fĂŒr eine Lesereise in den hohen Norden! Am Freitag, 09. September 2016 erscheint mein vierter Norwegenroman. Letztes Jahr konntet Ihr eine abenteuerliche Fahrt in die Arktis zur „Insel der blauen Gletscher“ unternehmen, dieses Mal fĂŒhrt die Reise tief in die WĂ€lder des norwegisch-schwedischen Grenzgebiets 
 Wer hat Lust, dem „Geheimnis der Mittsommernacht“ auf den Grund zu gehen? Wenn Ihr bis Dienstag, 06. September 2016 Euren Namen in den Lostopf werft, könnt Ihr eines der zwanzig Freiexemplare gewinnen, die der Bastei LĂŒbbe Verlag freundlicherweise zur VerfĂŒgung stellt. Und das erwartet Euch: Zwei Familien im Schatten eines dunklen Geheimnisses 
  Norwegen, 1895. Im BergbaustĂ€dtchen RĂžros begegnen sich zwei junge Frauen, deren Schicksal kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Deutsche Clara ist ihrem Ehemann in dessen Heimatstadt gefolgt, wo sich dieser endlich mit seinen Eltern aussöhnen will. Doch die Ordals begegnen Clara und ihrem kleinen Sohn Paul mit unverhohlener Ablehnung. Als wenig spĂ€ter ein furchtbares UnglĂŒck geschieht, ist Clara plötzlich auf sich allein gestellt. Unerwartete Hilfe erfĂ€hrt sie ausgerechnet durch Sofie, die Tochter des mĂ€chtigen Bergwerksbesitzers, dem die Ordals schon lange ein Dorn im Auge sind. Sofie empfindet ihr behĂŒtetes Dasein als goldenen KĂ€fig und bewundert es, wie Clara ihr Leben meistert. WĂ€hrend Clara und Sofie zu Freundinnen werden, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihre Familien seit Jahrzehnten ĂŒberschattet 
  Große GefĂŒhle vor atmosphĂ€rischer Kulisse – ein opulent erzĂ€hlter Roman voller bewegender Einblicke in eine der spannendsten Epochen der norwegischen Geschichte Hier geht’s zur Leseprobe: https://www.luebbe.com/de/das-geheimnis-der-mittsommernacht/id_3966975 SelbstverstĂ€ndlich sind auch alle, die kein Freiexemplar ergattern, herzlich eingeladen, an der Leserunde teilzunehmen! Ich bin schon sehr gespannt auf Eure EindrĂŒcke, Kommentare und Anmerkungen und freue mich auf die Leserunde mit Euch! Eure Christine P.S. Die Einteilung in Leseabschnitte werde ich hier posten, sobald ich das Buch in HĂ€nden halte... christine-kabus.com

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    • 312

    foxydevil

    23. October 2016 um 20:19
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    vormi schreibt Eigentlich war ich schon ganz erleichtert, daß sich meine BefĂŒrchtung, Sofie könnte von Moritz schwanger sein----

    Das Horrorszenario hatte ich auch erst..aber bisher zum GlĂŒck...

  • Norwegische Familiensaga

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    antjemue

    22. October 2016 um 21:06

    Nach einer wieder ĂŒber einige Wochen andauernden Leseflaute und dem darauffolgenden Verschlingen mehrerer Thriller aus meinem irgendwie nicht kleiner werdenden SuB, packte mich auch wieder die Lust an anderen Genres. Als ich kĂŒrzlich den als Norwegenroman bezeichneten Titel „Das Geheimnis der Mittsommernacht“ von Amazon Vine als Rezensionsexemplar angeboten bekam, griff ich gern zu.Clara und Olaf Ordal leben zusammen mit ihrem kleinen Sohn Paul in Bonn. Vor kurzem hat der junge Jurist ein verlockendes Angebot nach Samoa erhalten und dieses angenommen. Mitten in den Vorbereitungen auf ihr neues Leben in dem SĂŒdseestaat, erhĂ€lt Olaf einen Brief aus seiner ursprĂŒnglichen Heimat in Norwegen. Seine Mutter – Olaf hat seit Jahren keinerlei Kontakt mit seinen Eltern – wĂ€re sehr krank und wolle ihn noch einmal sehen. Um ihr neues Leben wirklich unbeschwert beginnen zu können, reist die kleine Familie nach Norwegen. Dort geschieht ein fĂŒrchterliches UnglĂŒck.Auch in der Familie Svartstein hat sich kĂŒrzlich ein Drama abgespielt. Die Frau des Kupferminenbesitzers Ivar Svartstein ist bei der Geburt des langersehnten Erben gestorben. Doch wirkliche Trauer empfindet in dieser Familie nur die jĂŒngere Tochter Sofie. Der gefĂŒhlskalte Vater Ivar und die egoistische Schwester Silje sind dazu ĂŒberhaupt nicht fĂ€hig. Obwohl die Familien Svartstein und Ordal keinerlei Kontakt miteinander pflegen, kreuzen sich eines Tage die Wege von Clara und Sofie. Sie freunden sich an und kommen gemeinsam auf die Spur eines Geheimnisses, welches die beiden Familien seit so langer Zeit trennt
Von der Autorin Christine Kabus hatte ich zuvor weder gehört noch irgendetwas gelesen. Die deutsche Schriftstellerin wurde 1964 in WĂŒrzburg geboren, studierte Germanistik und Geschichte und arbeitete als Dramaturgin und Lektorin bei verschiedenen Film- und Theaterproduktionen. Mittlerweile ist sie selbststĂ€ndige Drehbuchautorin. Von Norwegen ist sie so begeistert, dass sie sich intensiv mit der Geschichte des Landes beschĂ€ftigte und sogar die Sprache lernte. „Das Geheimnis der Mittsommernacht“ ist bereits ihr 4. Norwegenroman. Nach allem, was ich bis jetzt ĂŒber die BĂŒcher in Erfahrung gebracht habe, handelt es sich dabei aber um keine Fortsetzungsreihe sondern jeweils um eigenstĂ€ndige Geschichten.Die Autorin hat sich fĂŒr die Handlung ihres Romans hauptsĂ€chlich das BergbaustĂ€dtchen RĂžros im Jahre 1895 ausgesucht. Bereits im Prolog wird klar, dass die Stellung der Frau in der Gesellschaft in dieser Zeit noch schwer von mĂ€nnlicher AbhĂ€ngigkeit geprĂ€gt ist. In zwei erst einmal grundverschiedenen HandlungsstrĂ€ngen, die sich im Laufe der Zeit immer mehr aufeinander zubewegen, erzĂ€hlt sie die Geschichten von Clara und Sofie. Dabei zeichnet sie die Haupt- und vielschichtigen Nebencharaktere nicht nur rein menschlich, sondern baut immer wieder ganz geschickt Passagen ein, die dem Leser sowohl die raue Schönheit des Landes, als auch die politische Lage der Zeit nahe bringen. Der flĂŒssige Schreibstil und die punktuell gesetzten Szenenwechsel erzeugen einen Spannungsbogen, der sich beim Fortschreiten der Geschichte immer mehr steigert. FĂŒr mich war „Das Geheimnis der Mittsommernacht“ ein sehr unterhaltsamer historischer Roman, der mich mit den Hauptprotagonistinnen fiebern ließ, mir aber auch historische Fakten geliefert hat, die ich gern noch ein bisschen weiter verfolgen möchte. Gern gebe ich eine Leseempfehlung ab.

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  • sehr schönes Buch um zwei Frauenschiksale im 19.Jahundert

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Katzenmicha

    19. October 2016 um 17:45

    Norwegen im Jahr 1895 ein Bergdorf ist der Schauplatz-verschiedene SchicksalsschlĂ€ge.Clara Ordal eine Deutsche verliert nach einem tragischen Unfall -ihren Mann.Mit Sohn Paul ist sie zu ihm nach Norwegen gekommen.Eigendlich wollte er sich mit seinen Eltern aussöhnen und dann mit Clara und Paul nachSamoa auswandern.Bei der Beerdigung von Olaf wird sie vom ganzen Dorf gemieden,ihrer Schwiegereltern lehnen sie auch ab.Sofie Svartstein,Tochter des Direktors des Kupferwerks-verlor ihre Mutter bei der Gegurt des Bruders,der kurz nach der Geburt ebenfalls stirbt.Sie steht danach gegen ihren unnahbaren  Vater und ihrer Ă€lteren Schwester Silje.Das Buch  hat mir sehr gefallen,man lernte die Geschichte Norwegens in der Zeit des  19.Jahunderts kennen.Was mir auch sehr gut gefiel,die beiden ErzĂ€hlungen-der verschiedenen Frauen.Wie sie arbeiteten,die FamilienverhĂ€ltnisse-das Umfeld,und die Gedanken in dieser Zeit.Das Geheimnis ,das hĂ€tte ich nie gedacht-ich war total ĂŒberrascht.

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  • Eindrucksvolles Norwegen und die Geschichte zweier starker Frauen

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Cuentame

    18. October 2016 um 17:55

    Der Inhalt:Norwegen, Ende des 19. Jahrhunderts. Zwei junge Frauen, die vor großen Herausforderungen stehen und gegen die unerbittliche Zweiklassengesellschaft, Vorurteile und Anfeindungen ankĂ€mpfen mĂŒssen. Auf der einen Seite ist da Clara, die Frau eines norwegischen Rechtsanwalts, mit ihrem Sohn Paul, die plötzlich auf eigenen FĂŒĂŸen stehen mĂŒssen und das in einem Land, in dem man ihrer Religion abwertend gegenĂŒber steht. Auf der anderen Sofie, aus einer reichen und einflussreichen Familie stammend, die sich gegen die gesellschaftlichen Ungleichheiten stark macht und ebenfalls mit einem einschneidenden Erlebnis zurechtkommen muss. Neben der eigentlichen Handlung werden auch unter anderem auch Traditionen, Geschichte und soziale Aspekte des Landes beleuchtet, was den Roman sinnvoll ergĂ€nzt und inhaltlich abrundet. Meine Meinung:Selten hat mich ein Buch so sehr ĂŒberwĂ€ltigt – jedes Wort, so hat es den Anschein, ist gut ĂŒberlegt, jedes Detail grĂŒndlich recherchiert. Als Linguistin hat es mir das Norwegische besonders angetan. Ich fand es sehr gelungen, vereinzelt norwegische SĂ€tze einzubeziehen, die mir als Leser verdeutlicht haben, wie Clara sich gefĂŒhlt haben muss, wenn man nichts oder nur Bruchteile der fremden Sprache versteht. In jedem Kapitel gab es spannende Details, die sich immer weiter zuspitzen und zum Nachforschen anregen. Die ausfĂŒhrliche Beschreibung der Charaktere und die Auflösung am Ende fand ich sehr gelungen. Am besten hat mir der Brief der Großeltern an Sofie gefallen. Hier habe ich eine Weile gebraucht, bis der Groschen gefallen ist. Auch die Einbeziehung des rheinischen Dialekts und die sympathische Ottilie haben viel zur AuthentizitĂ€t des Romans beigetragen. Beim Lesen habe ich alle GefĂŒhlszustĂ€nde durchlebt – von amĂŒsiert, gespannt bis hin zu wĂŒtend oder geschockt, und mit vielen „Aha“-Momenten. Auch der Perspektivwechsel zwischen Clara und Sofie ist sehr gut umgesetzt und hat mich – im Gegenteil zu anderen Romanen – keineswegs gestört. FĂŒr dieses Buch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und gehört zu den besten, die ich jemals gelesen habe. Christine Kabus ist eine Autorin, die ihr Handwerk versteht und tiefgreifende, stimmige Romane schreibt. Ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen und bin mir jetzt schon sicher, dass auch ihre anderen Norwegenromane genauso faszinierend sind. 

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  • Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Das Geheimnis der Mittsommernacht

    Klusi

    18. October 2016 um 13:24

    Dieser Roman hat zwei große HandlungsstrĂ€nge, die zum Teil nebeneinander her laufen, sich aber auch des öfteren kreuzen, denn es geht hier in der Hauptsache um das Schicksal zweier junger Frauen, die sich zufĂ€llig begegnen und sich anfreunden.Da ist einmal die Deutsche Clara. WĂ€hrend eines Besuchs in RĂžros, der alten Heimat ihres Mannes, kommt dieser bei einem tragischen Unfall ums Leben. Sie ist nun auf sich allein gestellt und muss sehen, wie das Leben fĂŒr sie und ihren kleinen Sohn weitergehen soll. Ihre Situation, die zuerst so hoffnungslos erscheint, klĂ€rt sich nach und nach, und der Kampf, fĂŒr sich und ihren Sohn ein Auskommen und Anerkennung in diesem fremden Land zu finden, macht Clara stark.Der zweite Handlungsfaden dreht sich um Sophie Svartstein, die Tochter eines der reichsten und mĂ€chtigsten MĂ€nner von RĂžros. Die junge Frau fĂŒhlt sich in den gesellschaftlichen ZwĂ€ngen gefangen, die ihr durch ihre Stellung auferlegt werden. Ihre Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben bringt sie in so manche ZwickmĂŒhle. Sophie und Clara begegnen sich in der örtlichen Bibliothek, und aus dem zufĂ€lligen Treffen wird eine innige Freundschaft, die auf tiefer Verbundenheit und vielen Gemeinsamkeiten beruhtJedoch mĂŒssen beide ihren eigenen Weg finden und ihr Schicksal annehmen. Es gibt immer wieder BerĂŒhrungspunkte, denn die beiden Frauen sind sich in einer Sache sehr Ă€hnlich: sie haben ein großes Herz. Diese eigentlich lobenswerte und schöne Eigenschaft bringt jedoch beiden Frauen auch viel Kummer und Leid und beschert ihnen einige tragische Momente.Dem im Klappentext erwĂ€hnten Geheimnis kommen sie jedoch nicht gemeinsam auf die Spur, denn beide haben ihre persönlichen Probleme und jede fĂŒr sich ihr PĂ€ckchen zu tragen, und eigentlich ist es Clara, die in der Vergangenheit stöbert und der sich dadurch so manches Geheimnis offenbart.Einige Aspekte dieses erwĂ€hnten Geheimnisses werden auch nur am Rande erwĂ€hnt und nicht weiter ausgefĂŒhrt. Manches ist vorhersehbar, aber fĂŒr mich hielt dieser Roman auch einige bewegende Momente und Überraschungen bereit. Das Schicksal dieser beiden starken Frauen hat mich stark berĂŒhrt, und ich gestehe, dies ist mir schon lange nicht mehr passiert, dass mir bei einer Szene die TrĂ€nen in den Augen standen, aber hier war es so.Zwei Frauen – zwei Geschichten, die zum Teil parallel verlaufen, sich auch in bestimmten Momenten treffen und dann doch wieder getrennte Wege gehen.Ihre Erlebnisse sind eingebettet in einen Roman mit wundervollen Landschaftsbeschreibungen, vielen ErlĂ€uterungen zum damaligen Leben und zur politischen Situation in Norwegen. Man erfĂ€hrt sehr viel ĂŒber Sitten und BrĂ€uche des Landes, aber auch ĂŒber die MissstĂ€nde, die es damals gab, ĂŒber StandesdĂŒnkel, gesellschaftliche ZwĂ€nge und die Arroganz gesellschaftlichen Minderheiten gegenĂŒber.Der Schreibstil ist schön, lebendig und kurzweilig, die Schilderungen sind grĂ¶ĂŸtenteils sehr detailliert, und manches hĂ€tte ich nicht in dieser AusfĂŒhrlichkeit gebraucht. DafĂŒr gibt es wiederum fĂŒr mein Empfinden in beiden HandlungsstrĂ€ngen ein paar offene FĂ€dchen, die sich am Ende nicht verbinden. Aber Claras und auch Sofies Geschichte haben mich so mitgerissen und fasziniert, dass ich die kleinen Ungereimtheiten wohlwollend akzeptieren und sagen kann, dass mir der Roman insgesamt sehr gut gefallen hat.

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