Christine Kabus Töchter des Nordlichts

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Inhaltsangabe zu „Töchter des Nordlichts“ von Christine Kabus

DURCH EIN JAHRHUNDERT GETRENNT, DURCH EINE GEMEINSAME GESCHICHTE VEREINT. Oslo, 2011. Nora ist Mitte dreißig, als sie den Namen ihres Vaters erfährt: Ánok, ein samischer Student, der damals plötzlich aus dem Leben ihrer Mutter verschwand. Nora spürt, dass sie ihr Glück erst finden wird, wenn sie in die Heimat ihres Vaters reist. Doch die Sami und ihre Kultur erscheinen ihr lange fremd. Bis sie auf den charismatischen Hundezüchter Mielat trifft. Finnmark, 1915: Mit neun Jahren endet das friedliche Nomadenleben des Sami-Mädchens Áilu: Auf der Wanderung zu den Sommerweiden wird sie von norwegischen Beamten verschleppt und in ein Internat gesteckt, wo sie zu einem zivilisierten Mädchen geformt werden soll. Tatsächlich verleugnet Áilu lange ihre Herkunft. Doch der Ruf ihrer Heimat lässt sich nicht für immer zum Verstummen bringen. 'Es gibt Frauenromane zum Verlieben. Dies ist so einer!' FREIZEIT EXKLUSIV über IM LAND DER WEITEN FJORDE 'Ein wirklich ganz toller Roman voller Romantik, Freundschaft, Tragik und Wärme. Vor der wunderschönen Kulisse Norwegens, träumt der Leser den großen Traum der beiden Protagonistinnen mit. Sehr zu empfehlen!' LARISSA IMMEL, ALLITERATUS, über IM LAND DER WEITEN FJORDE

2 Lebensgeschichten die doch in Verbindung stehen. Spannend, interessant und leicht lesbar geschrieben. Man muss einfach weiterlerlesen.

— deidree

Schönes Buch. Die Geschichte um Nora nervt teilweise etwas, kann aber auch ab und an überblättert werden, weil sie recht schnell klar ist.

— Tatzentier

super toll!!!!!!

— tantemia

Ein gelungenes Buch, mit vielen Zusammenhängen, was sehr spannend geschrieben ist.

— Himbeereis0106

deutlich schwächer als Band 1 - Noras Geschichte eiert so vor sich hin, verliert sich in zu vielen Nebensächlichkeiten

— silbereule

Emotional packend, geschichtlich interessant - ein toller Norwegenroman!!

— daneegold

Viel Wissen über die Samen, verpackt in zwei Lebensgeschichten.

— Ikopiko

Eine wirklich schöne Erzählung, nicht nur für Liebhaber des Nordens.

— tulpen

Ich habe in der schönen Geschichte einiges über die Samen erfahren und ich freue mich auf die Fortsetzung

— monikaburmeister

Schöne Geschichte...

— STMB

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  • Ein wunderschöner Exkurs in die Schönheit Norwegens und der Sami

    Töchter des Nordlichts

    deidree

    23. April 2017 um 13:53

    Christine Kabus schaffte mit ihrem zweiten Werk die Lebensgeschichten zweier Frauen aus unterschiedlichen Zeitepochen darzustellen, ohne dabei zu verwirren. So ganz nebenbei erfährt der Leser auch eher dunkleres aus der Geschichte des Landes, ohne dadurch aber in eine niedergeschlagene Stimmung zu verfallen. Die Hintergrundinformationen scheinen gut und intensiv recherchiert, die Bilder der Landschaft hervorragend beschrieben. „Áilu! Beaivváẑa mánnán!“ hört Áilu ihren Vater in Gedanken immer wieder rufen. Ist sie das noch? War sie es jemals? Áilu, ein kleines Sami-Mädchen, das nur das Leben inmitten der Natur und der Tiere kennt, umgeben mit der liebevollen Zuneigung ihrer Familie, wird eines Tages unvorhergesehen und brutal aus diesem Leben gerissen. Lieblos und gefühlskalt sind die Waisenhäuser in denen sie die nächsten Jahre verbringen wird. Bevor sie ganz zerbricht reicht das Schicksal ihr allerdings die Hand. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit der Anpassung muss sie feststellen, dass sie ihre samische Herkunft nicht so einfach verleugnen kann. „Nora, mun ráhkistan du!“ Nora hat keine Ahnung was ihr da Miealt zurief, doch es fühlt sich gut an. Nora, eine moderne in Oslo lebende junge Frau, hat erst vor kurzem von ihren samischen Wurzeln erfahren. Seither scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen. Will sie in diese – ihre – Familiengeschichte weiter eintauchen oder ihre Herkunft negieren? Doch schon bald spürt sie, dass Verleugnen keine Option ist. Auch wenn nicht alle ihrer neuen Familienmitglieder gut auf Nora zu sprechen sind, begibt sie sich auf den Weg um ihre Vergangenheit – und vielleicht auch Zukunft – zu finden. Sicherlich einer der größten Pluspunkte für mich waren die leichte Lesbarkeit, die wirklich bildhafte Beschreibung der Landschaft, aber auch die Informationen über die Geschichte der Sami und des Landes. Ein Buch das man am Liebsten in einem durchlesen würde.

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  • Wunderschöner Familienroman, der in die Welt der Sámi entführt

    Töchter des Nordlichts

    ConnyKathsBooks

    1915-1926, Finnmark, Norwegen: Die 9jährige Áilu lebt zufrieden und glücklich mit ihrer Rentier-Sámi Familie. Doch bei der Ankunft auf den Sommerweiden in der Nähe von Kautokeino wird Áilu unerwartet von zwei Männern gepackt und in einen Schlitten verfrachtet. Als samisches Kind soll sie in einer norwegischen Schule Disziplin lernen und ihre Herkunft und Sprache vergessen, denn die Samen gelten als minderwertig. Für Áilu beginnt eine langjährige Odyssee quer durch Norwegen, bei der sie viel Hass aber auch Liebe erfährt und schließlich erkennen muss, dass sie ihre samische Herkunft nicht einfach so verleugnen kann. 2011, Oslo, Tromsø, Finnmark: Gemeinsam mit ihrer Mutter reist die 35jährige Nora von Oslo in die Finnmark, um dort ihren samischen Wurzeln nachzugehen. Denn Noras Vater Anok war Same, was sie selbst erst vor kurzem erfuhr. Doch nicht all ihre samischen Verwandten sind glücklich über Noras plötzliches Auftauchen, außer der Hundezüchter Mielat, mit dem sie sich anfreundet und der ihr die Sámi - Kultur näherbringt. "Töchter des Nordlichts" ist der zweite Norwegenroman von Christine Kabus. Nachdem ich schon "Insel der blauen Gletscher" mit großer Begeisterung gelesen habe, freute ich mich sehr auf ein weiteres Werk der deutschen Autorin. Diesmal entführt uns die Autorin in die Finnmark, den am dünnsten besiedelten Bezirk Norwegens, wo heute fast die Hälfte aller norwegischen Sámi leben. Man erfährt als Leser wieder viel über Land und Leute, über die samische Kultur, ihre Mythen und ihre Traditionen, wie z. B. über das Joiken, einen lautmalerischen Gesang. Zudem geht es um die schwierigen Zeiten der Sámi als unterdrückte Minderheit und den Kampf für ihre Rechte und Gleichberechtigung, der bis in die jüngste Geschichte hineinreicht, beispielsweise als Norwegen in den 1970er Jahren einen Staudammbau im Alta-Canyon plante und ein Sámi-Dorf von der Überflutung bedroht war. Beide Geschichten von Nora und von Áilu, die sich kapitelweise abwechseln, lesen sich sehr gut und in einem Rutsch, obwohl ich mich ein wenig mehr mit Áilu verbunden fühle. Das Mädchen muss ganz schön viel in ihrem Leben ertragen, verliert aber nie die Hoffnung. Schade finde ich nur, dass Áilu ihr Studium der Medizin später nicht mehr weiterverfolgt und die bereits erworbenen Fähigkeiten und ihr Wissen auf diesem Gebiet am Ende praktisch keinen Nutzen mehr haben. Aber das ist sicher auch der damaligen Zeit geschuldet. Und am Anfang des Romans gibt es netterweise noch ein kurzes Wiedersehen mit Kåre Nybol aus "Insel der blauen Gletscher", denn Kåre ist Noras Onkel. Alles in allem hat mir "Töchter des Nordlichts" sehr gut gefallen. Ein wunderschöner Familienroman vor traumhafter norwegischer Kulisse, mit zahlreichen Hintergrundinformationen zur samischen Kultur, sympathischen Charakteren, viel Gefühl und dazu ein paar kleinen Geheimnissen. Empfehlenswert.

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  • 6. 42. Punkte-Lesemarathon 26. bis 28. Juni - Lesen bis zur Bikinifigur ;)

    Knorke

    Hey, nach einer längeren Pause, da ich viel stress habe und irgendwie ständig irgnedwo anders ein Lesemarathon angeboten wurde, dachte ich mir, ist mal wieder Zeit für einen eigenen :) Lesemarathon, was ist das noch mal? Das erklärt sich quasi von selbst. Es ist ein Marathon, bei dem es darum geht möglichst viel zu lesen, meist im Austausch mit anderen Wann findet der Marathon statt? Er findet vom 26.06. 15 Uhr bis 28.06 24 Uhr statt, ein- und aussteigen darf man jeder Zeit ;) Gibt es noch etwas zu beachten? Wer nur Lesen möchte, darf dies gerne tun. Dabei besteht für die Nur-Leser die Möglichkeit sich selbst ein Ziel zu setzen, welches irgendwie mit 42 zu tun hat, also 420 Seiten, 840 Seiten... Dabei wäre es auch sehr schön, uns an eurem Fortschritt teilhaben zu lassen. Für diejenigen, die es gerne etwas spannender mögen, kommen nun wieder die speziellen Aufgaben: Wie immer geht es darum, 42 Punkte zu erreichen, in Anlehnung an einen echten Marathon. Pro gelesenen 50 Seiten gibt es einen Punkt. Außerdem kann man durch verschiedene Aufgaben weitere Punkte erlangen. Freitag - Urlaubslektüren Der Marathon beginnt, dieses Mal auf Hawaii mit unserem eigenen Ironman-Marathon. Da wir uns an einem wirklich schönen Ort befinden, haben wir natürlich auch unsere Urlaubslektüre eingepackt. Der Marathon startet mit Büchern die zum Thema Strandurlaub passen. Zusätzlich für jeweils 3 Punkte können Bücher vorgestellt werden, die ihr bei einem Urlaub in den Bergen, Urlaub in Amerka und Weltreise passen würden. Samstag - Traum- oder Albtraumreiseziel Heute merken wir nun zum ersten Mal, dass unser Ironman-Marathon sehr anstrengend ist und wir fragen uns, ob unsere Marathonreise sich weiterhin als Traum- oder Albtraumreise herausstellen wird Jedes neu angefangene Buch sollte eine Bücherwelt besitzen, die entweder als Traumreiseziel oder als Albtraumreiseziel beschrieben werden kann. Außerdem gibt es an unseren üblichen Pausenstationen (9, 12, 15, 18, 21, 0 Uhr) für euch die Gelegenheit, für 2 Punkte jeweils ein Buch aus eurem Bücherregal vorzustellen, dass auch zum Thema Traum- oder Albtraumreise passt Sonntag - Sommer, Sonne, Sonnenschein Der letzte Tag bricht an und wir sind stolz auf uns, dass wir nicht aufgegebe haben und heute Abend sicher die Ziellinie erreichen werden. Da wir wissen, dass es heute vorbei ist, fangen wir auch wieder an die Sonne und das schöne Wetter zu genießen. Jedes angefangene Buch sollte auf dem Cover oder im Titel irgendetwas zum Thema Sommer haben. Nach jeweils 50 Seiten solltet ihr uns einen Bericht zum Thema Wetter in eurem Buch geben. Dazu oder wenn ihr gerade wirklich nicht herausfinden könnt, was für ein Wetter ist, dürft ihr die Frage beantworten, wie die Stimmung ist - eitel Sonnenschein oder eher verhagelt? Wie immer habe ich die üblichen Verdächtigen eingeladen ;) Teilnehmer: Tatsu (440 Seiten von 504 Seiten) samea Hikari (603 Seiten, 43 von 42 Punkten) janaka buchliebhaberin (594 Seiten, 38 von 42 Punkten) sofie (432 Seiten, 31 von 42 Punkten) Harlequin (355 Seiten, 20 von 42 Punkten) Leseratz_8 (350 Seiten, 15 von 42 Punkten) Watskea (Ziel: 420 Seiten) Lara9 (Ziel: 420 seiten) MiniMixi (61 von 420 Seiten) Hannelore (259 Seiten, 16 von 42 Punkten) LadySamira (476 Seiten, 11 von 42 Punkten) Knorke (141 Seiten)

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  • Töchter des Nordlichts

    Töchter des Nordlichts

    Ikopiko

    02. April 2015 um 07:42

    Ailu hat eine glückliche Kindheit zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie wurde als Samin geboren und lebt in einer Nomadenfamilie. Sie liebt dieses Leben, so eng mit der Familie und den Tieren. Doch die Samen sind der norwegischen Regierung ein Dorn im Auge. Ailu wird der Familie entrissen und in ein Heim gesteckt. In dieser Umgebung ohne Liebe und Freude droht sie einzugehen. Doch das Glück meint es nochmal gut mit ihr. Nora lebt in der heutigen Zeit. Ihre Mutter schweigt über ihre Vergangenheit. Nora hat samische Wurzeln. Was das bedeutet, erfährt sie auf einer Reise nach Norwegen. Christine Kabus zeigt uns in „Töchter des Nordlichts“ das Leben der Samen – heute wie vor vielen Jahren. Die Nomaden lebten einst glücklich von und in der Natur. Die norwegische Regierung machte dem ein Ende. Wie es dazu kam und mit welch drastischen Mitteln das geschah, war mir nicht bekannt. Es erinnert mich ein bisschen an die „Ausrottung“ der Indianer. Die beiden Erzählstränge waren klar voneinander getrennt und daher bestand keine Gefahr, durcheinander zu kommen. Gleich zu Anfang ist ein Stammbaum abgebildet der zeigt, wie Ailus und Noras Leben miteinander verbunden sind. Das Lesen ging zügig und war angenehm.

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  • Ein Muss für Norwegenliebhaber

    Töchter des Nordlichts

    helena33

    Christine Kabus legt hier ihren zweiten Norwegenroman vor. Sie erzählt die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen. Einer Familie, die von den Sami, dem Nomadenvolk des nördlichen Skandinaviens abstammt. Erzählt wird in zwei sich jeweils kapitelweise abwechselnden Handlungssträngen. Ein Handlungsstrang beginnt 1915 in der Finnmark und Hauptprotagonistin ist die kleine Ailu, die in einer Samifamilie lebt. Der zweite Handlungsstrang beginnt 2011 in Oslo. Hier ist Nora, Mitte 30, im Fokus. Sie erfährt, dass ihr Vater, den sie nie kennen gelernt hat und über den die Mutter sich ausschwieg, samischer Herkunft war. Daraufhin begibt sie sich auf Spurensuche. Ich las das Buch als Norwegenliebhaberin. Die Autorin schaffte es hervorragend die Landschaft, die Orte und mancherlei norwegische Besonderheiten zu beschreiben. Zudem - und das sehe ich als die herausragende Stärke des Buches – informiert sie sehr anschaulich und spannend über die Geschichte, die Lebensweise und die politische Situation der Sami in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart. Toll! Hier nahm ich viel mit und ließ mich inspirieren, mehr darüber zu erfahren. Die Romanhandlung empfand ich jedoch leider als sehr viel schwächer. Oft verblieb ich innerlich distanziert. Der Handlungsstrang über Ailu erreichte mich emotional mehr, als der Handlungsstrang über Nora. Grundsätzlich empfand ich die Figurenentwicklung und Geschehnisse oft als vorhersehbar, etwas klischeehaft und oberflächlich. Hier darf man nicht zu hohe Ansprüche haben, sondern sollte sich von der träumerischen Atmosphäre und der Leichtigkeit mitnehmen lassen und einfach in diesem Schmöker entspannt versinken..:) Die Sprache ist einfach gehalten und liest sich sehr flüssig. Eine Besonderheit, die ich noch erwähnen möchte, ist das wunderschöne Cover, welches zudem eine Postkarte enthält. Alles in Allem vergebe ich 4 Sterne, da ich die gut recherchierten und sehr überzeugenden Hintergrundinfos über die Sami einfach toll fand und mich das Buch, trotz der erwähnten Schwächen, zum Träumen verführte und gut gelaunt zurück ließ.

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  • Leserunde zu "Töchter des Nordlichts" von Christine Kabus

    Töchter des Nordlichts

    Christine_Kabus

    Liebe Bücherfreunde und Leseratten, fast ein Jahr ist vergangen seit dem Erscheinen meines Debutromans – Zeit, sich wieder auf den Weg in den Norden zu machen und dieses Mal die Töchter des Nordlichts ein Stückweit durch ihr norwegisches Leben zu begleiten. Darum möchte ich Euch herzlich zu einer Leserunde einladen. Offiziell wird das Buch am Valentinstag erscheinen, der Verlag kann aber die Freiexemplare schon ein paar Tage früher verschicken – eine schöne Gelegenheit, den Roman quasi druckfrisch in Händen zu halten. Wenn Ihr bis Dienstag, 04. Februar 2014 Euren Namen in den Lostopf werft, könnt Ihr eines der zwanzig Freiexemplare gewinnen, die der Bastei Lübbe Verlag freundlicherweise zur Verfügung stellt. Die Leser von „Im Land der weiten Fjorde“ werden in der Gegenwartsheldin Nora auf eine alte Bekannte stoßen, deren Familiengeschichte mit ihren Geheimnissen nun im Mittelpunkt stehen. Man kann der Handlung aber auf jeden Fall auch folgen, ohne das erste Buch zu kennen! Der Verlag bewirbt das Buch so: Durch ein Jahrhundert getrennt, durch eine gemeinsame Geschichte vereint  Mit gerade einmal neun Jahren wird das Sami-Mädchen Áilu brutal ihren Eltern entrissen. Beinah verliert sie den Kontakt zur Sprache und Traditionen ihrer Familie, aber die Sehnsucht nach ihrer Heimat lässt sie nicht los ... Nora ist schon lange erwachsen, als sie von ihren samischen Wurzeln erfährt. Instinktiv spürt sie, dass sie ihr Glück erst finden wird, wenn sie in das Land ihrer Urahnen reist. Dennoch erscheinen ihr die Sami und ihre Kultur lange fremd. Bis sie auf den Hundezüchter Mielat trifft ...  Mitreißend, gefühlvoll, perfekt recherchiert - Ein Roman über die Sehnsucht nach Heimat und die Kraft der Liebe vor der hinreißenden Kulisse Norwegens Hier geht’s zur Leseprobe: http://www.luebbe.de/Buecher/Frauen/Details/Id/978-3-404-16884-2 Selbstverständlich sind auch alle, die kein Freiexemplar ergattern, herzlich eingeladen, an der Leserunde teilzunehmen! Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Eindrücke, Kommentare und Anmerkungen und freue mich auf die Leserunde mit Euch! Eure Christine P.S. Die Einteilung in Leseabschnitte werde ich hier posten, sobald ich das Buch in Händen halte... christine-kabus.com

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  • Norwegen pur

    Töchter des Nordlichts

    fredhel

    28. September 2014 um 13:43

    Das Buch Töchter des Nordlichts von Christine Kabus habe ich mir bewußt bis nach meinem Norwegenurlaub aufgehoben. Das war eine gute Idee, denn die Autorin schafft es mit ihren Worten, die beeindruckende Landschaft vor meinem inneren Auge wieder aufleben zu lassen, die Kargheit des Nordens ebenso wie das Stadtleben Oslos. Die junge Erzieherin Nora musste ohne ihren Vater aufwachsen. Als sie sich nach langem, zu langen Zögerns auf die Spurensuche ihrer Herkunft begibt, kommt sie zu spät. Ihr Vater Ánuk ist wenige Tage vorher verstorben. Stattdessen lernt sie seine große Familie kennen, verliebt sich unsterblich und fühlt sich lange Zeit hin und hergerissen zwischen zwei Kulturen. In Rückblenden wird immer wieder das schwere Leben von Ánuks Großmutter erzählt, die als kleines Mädchen ihrer samischen Familie entrissen und in ein liebloses Kinderheim gesteckt wurde. Mit leisen, unter die Haut gehenden Tönen erfährt der Leser von der menschenverachtenden Art der damaligen norwegischen Regierung, mit ihrer ethnischen Minderheit, den Samen, zu verfahren.  Zwischen den Buchdeckeln stecken also quasi zwei Romane: einmal die aktuelle Liebesgeschichte zwischen Nora und Mielat, aber ebenso mitreissend wird das Leben ihrer Ahnin Áilu erzählt. Ein zähes, intelligentes Mädchen, das sich nicht unterkriegen läßt, sich anpasst und dennoch ihre samische Identität tief in sich trägt. Ich kann diesen Roman nur allerwärmstens empfehlen, denn er berührt das Herz, macht zugleich nachdenklich und wird nie kitschig. Mich selbst hat er inspiriert, mehr über die Samen und ihre Traditionen zu lesen. Vielleicht ergeht es anderen ebenso.

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  • Rezension: Töchter des Nordlichts - Christine Kabus

    Töchter des Nordlichts

    Hikari

    4,5 Sterne. Das zweite Buch von Christine Kabus gefällt mir ebenfalls sehr gut. Die Autorin hat einen angenehmen, fließenden Stil, der aber auch wunderschön beschreiben kann. Die Landschaften und Szenerien tauchen vor dem inneren Auge auf und die Thematiken des Buches sind wirklich interessant. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen - einmal auf der Ebene der Urgroßmutter anfang des 20. Jahrhunderts bis zur Mitte und einmal in der Gegenwart. Dabei wird die samische Kultur und die norwegische Vergangenheit beleuchtet. Vor allem im 20. Jahrhundert gab es da sehr schlimme Vorfälle der Diskriminierung der Sami und dies wird hier in einem sehr gelungenen Familienepos aufgegriffen. Die Charaktere sind durchaus vielschichtig und interessant, wobei ich vor allem die Vergangenheitsebene toll fand. Auf die übliche Liebesgeschichte in der Gegenwart könnte ich auch gut verzichten. Die ist für mich weder neu noch interessant, aber gut - Liebe gehört halt zum Leben dazu. Die damaligen Geschehnisse, die kulturelle Entwicklung bis heute ist hingegen sehr spannend und scheint gut recherchiert. Es wirkt natürlich und lebhaft, deswegen umso grausamer und erfreulicher, je nachdem, was gerade geschieht ;) Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Buch, das vor allem durch die bewegende historische Geschichte besticht, herzliche und angenehme Protagonisten hat und rundum gut zu lesen ist.

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    • 3
  • Buchverlosung zu "Töchter des Nordlichts" von Christine Kabus

    Töchter des Nordlichts

    Christine_Kabus

    Nachdem eine aufmerksame Freundin von mir entdeckt hat, dass amazon die erste Seite des ersten Kapitels von “Im Land der weiten Fjorde” für seine Kindle-Werbung verwendet, habe ich am Wochenende ein Beweisfoto gemacht… Es würde mich natürlich interessieren, in wie vielen Zügen meine Protagonistin derzeit durch die Lande fährt. Deshalb freue ich mich, wenn Ihr mir weitere Beweisfotos schickt – bis Sonntag, 07. September. Als DANKESCHÖN verlose ich ein signiertes Exemplar meines zweiten Romans “Töchter des Nordlichts”.

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    • 15
  • Bringt Schnee und Herzen zum Schmelzen!

    Töchter des Nordlichts

    Tinkers

    „Töchter des Nordlichts“ ist der zweite Norwegenroman von Christine Kabus, erschienen 2014 bei Bastei Lübbe. Es ist eine vom Erstling unabhängige Geschichte, wenn auch die Figur Nora bereits im Erstling in einer Nebenrolle auftaucht. Das Buch lässt sich in keine Schublade einordnen, denn es ist teils historisch, teils gegenwärtig, aber auch Landschafts-, Liebes- und Familienroman. Während der erste Roman "Im Land der weiten Fjorde" noch von einer Deutschen handelt, die ihre Wurzeln in Norwegen sucht, so spielt dieses Buch komplett in Norwegen: es geht um den Konflikt der Norweger mit den nomadischen Sami aus der Finnmark. Auch diesmal gibt es 2 Erzählstränge: Zum einen wird die Geschichte der Norwegerin Nora erzählt, die in die Finnmark reist um ihren samischen Vater zu finden. Und zum anderen wird die Geschichte der kleinen Samin Áilu erzählt, die von ihren Eltern entrissen wurde und in norwegischen Heimen aufwächst. Ich bin fasziniert wie viel Hintergrundwissen in diesem Buch steckt, wie viel ich gelernt habe und wie sehr ich mich durch die wundervollen Landschaftsbeschreibungen in ein für mich bisher fremdes Land verliebt habe. Interessant fand ich auch, dass traditionelle Märchen und Mythen mit erzählt, das heikle Thema Rassenhass und der Aspekt der „Seherei“ aufgegriffen wurden. Das großartigste an diesem Buch waren für mich die Tier- und Naturbeschreibungen. Obwohl ich als Hobbyzoologin viel über Tiere weiß, habe ich jede Menge Neues über Rentiere gelernt. Und als Naturliebhaber sprang mein Herz höher als ich über diese wunderschöne Umgebung und Naturphänomene las. Mein Wunsch dieses Land zu bereisen ist noch mehr gewachsen. Àilu ist mein absoluter Lieblingscharakter, ich bewundere dieses starke Mädchen mit Herz, Verstand und offenem Geist. Ihre Geschichte gehört zu den besten, die ich bisher gelesen habe! Aber auch die anderen Charaktere sind sehr gut gezeichnet, ich habe einige davon ebenfalls in mein Herz geschlossen und möchte manchen nie in der Realität begegnen. Auch diesmal war die Geschichte am Ende komplett schlüssig und gut gefiel mir besonders, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Persönlich hätte ich mir allerdings noch etwas mehr von dieser "Seherei" gewünscht, das gab der Geschichte etwas sehr mystisches... Dieses Buch ist PERFEKT!!!! Schade, dass ich nur Volle Punktzahl vergeben kann, denn ich würde am liebsten „übervolle“ Punkte vergeben! Schon beim Debüt war ich in Norwegen und Christine’s Erzählstil verliebt, aber jetzt ist es ECHTE LIEBE!!! Umso größer ist nun meine Sehnsucht nach dem nächsten Norwegenroman "Insel der blauen Gletscher" , welches im Januar 2015 ebenfalls bei Bastei Lübbe erscheinen wird!

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    • 2
  • Ein tolles 2. Band der Norwegenreihe

    Töchter des Nordlichts

    Nady

    20. August 2014 um 15:32

    Gelesen: 18.Juli 2014 bis 28.Juli 2014 Klappentext: Durch ein Jahrhundert getrennt. Durch eine gemeinsame Geschichte vereint. Oslo 2011: Nora ist längst erwachsen, als sie von ihren samischen Wurzeln erfährt. Instinktiv spürt sie, dass sie ihr Glück erst finden wird, wenn sie in das Land ihrer Urahnen reist. Doch die Sami und ihre Kultur erscheinen ihr zunächst fremd. Bis sie auf den charismatischen Hundezüchter Mielat trifft. Gemeinsam mit ihm begibt sie sich auf die Spur ihrer Vorfahren. Dabei stößt sie auf die Geschichte des samischen Mädchens Ailu, das for fast hundert Jahren in der eisigen Finnmark lebte. Schon bald ahnt sie, dass Ailus ungeheuerliches Schicksal eng mit ihrem eigenen Familiengeschichte verknüpft ist. Rezension: 2011: Nora arbeitet als Erzieherin in einem Kindergarten. Mit ihrer Kollegin Leene verbindet sie mittlerweile eine tiefe Freundschaft. Mit ihr teilt sie auch ihr, zur Zeit angespanntes Verhältnis mit ihrer Mutter Bente. Diese ließ sie bis vor kurzem in dem Glauben, dass sie nicht wisse, wer Noras Vater sei. Nun hat Nora herausbekommen, wer ihr Vater ist und stellt Bente zur Rede. Schließlich erzählt sie ihr, dass sie damals mit Anok, einem Sami, verlobt war und dass ihr Vater ihm Geld gegeben hat, damit er die Verlobung mit seiner Tochter löse. Zu dem Zeitpunkt wusste Anok nichts von Bentes Schwangerschaft und nahm das Geld. Schließlich willigt Bente ein, zusammen mit Nora auf die Spurensuche nach ihrem Vater zu gehen und reisen gemeinsam nach Norwegen. Doch sie kommen zu spät. Anok ist vor einigen Tagen verstorben. Von seiner 80jährigen Mutter Ravna erfahren sie die ganze Wahrheit darüber, was damals wirklich geschah und was für ein intrigantes Spiel Bentes Vater damals spielte. Nora lernt ihre sämische Verwandtschaft kennen und nicht jeder nimmt sie herzlich auf. Und dann ist da Mielat, ein Hundezüchter, der Noras Herz höher schlagen läßt. Aber meint er es wirklich ehrlich? 1915: Die neunjährige Ailu ist eine Sami und lebt mit ihrer Familie in Finnmark. Sie reisen mit ihren Rentieren je nach Jahreszeit von einer Stelle zur anderen. Als sie wieder in einem Dorf ankommen, der ihr nächster Aufenthaltsort sein soll, erwarten sie zwei norwegische Männer, die Ailu mitnehmen, damit sie, wie es in Norwegen Pflicht ist, zur Schule geht. Sie wird mit Gewalt in die Kutsche gesetzt und sieht nur noch die Tränen ihres Vaters. Zusammen mit anderen Sami-Kindern wird Ailu in einem Internat festgehalten, wo sie sehr schlecht behandelt werden. Ihnen wird nichts beigebracht und sie müssen den ganzen Tag arbeiten. Sie werden behandelt, wie Menschen 2. Klasse. Schließlich wird sie Zeugin, wie ein kleines Mädchen von dem Rektor sexuell genötigt wird. Damit sie nicht darüber redet wird sie schließlich von einem Fischer über Nacht auf eine Insel gebracht. Hier werden Waisenkinder betreut. Obwohl Ailu beteuert kein Waisenkind zu sein, hat sie keine Möglichkeit von der Insel zu fliehen. Schließlich bemerkt der Knecht, der für die Tiere zuständig ist, dass Ailu unheimlich gut mit Tieren umgehen kann. Von da an, darf sie sich vermehrt um die Tiere kümmern. Doch sie ist sehr unglücklich, da sie annimmt, dass ihr Vater sie, nachdem sie nun schon 5 Jahre in dem Waisenhaus lebte, überhaupt nie gesucht hat. Dann hat sie die Chance, von einem Arzt adoptiert zu werden. Meine Meinung: Im 2. Teil des Norwegenromanes geht es um Nora, die man schon als Nebenprotagonistin im 1. Band kennengelernt hat. Die Schriftstellerin, Christine Kabus, schreibt wieder in 2 Zeitepochen. 1915 geht es um das Schicksal von Ailu, die als Sami lebt und der Willkür der Norweger ausgesetzt ist. 2011 geht es um Nora, die sich auf die Spurensuche nach ihren sämischen Wurzeln begibt. Wie das ganze zusammenpasst, erfährt man erst am Ende des Romanes. Der Schreibstil hat mir wieder unheimlich gut gefallen. Christine Kabus schreibt spannend und aufregend. Besonders das Schicksal um Ailu hat mich sehr beschäftigt. Durch die wunderbaren Beschreibungen der Landschaft und den Gebräuchen der Samis, hatte ich das Gefühl alles vor mir zu sehen. Ein sehr gelungener 2. Teil und ich freue mich schon auf das 3. Band. Sterne: 5 von 5

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  • Norwegische Kultur und Geschichte spannend verpackt in einer mitreißenden Familiengeschichte

    Töchter des Nordlichts

    Zabou1964

    19. June 2014 um 13:05

    Da ich Norwegen schon mehrfach bereist habe und mich auch für die Geschichte des Landes und die der Samen interessiere, habe ich begeistert zugesagt, als sich mir die Chance bot, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen. Christine Kabus konnte mich mit ihrer Geschichte vollends begeistern und hat mit mir einen neuen Fan ihrer Schreibkunst gewonnen.   Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: Nora, eine Erzieherin aus Oslo, lebt im Jahr 2011 und Áilu, ein samisches Mädchen aus der Finnmark, lebt im Jahr 1915. Abwechselnd beschreibt die Autorin das Schicksal der beiden Frauen auf spannende und einfühlsame Weise. Nora, die ohne Vater aufgewachsen ist, begibt sich mit ihrer Mutter auf Spurensuche in den hohen Norden. Sie lernt ihre Familie kennen und macht einige ungewohnte Erfahrungen, auch im Hinblick auf die Liebe. Áilu wird im Alter von neun Jahren von norwegischen Beamten brutal ihrer Familie entrissen und in ein Heim gesteckt. Dort durchlebt sie eine schreckliche Zeit, soll umerzogen werden. Gerade ihr Schicksal hat mich sehr berührt. Aber auch Noras Geschichte war sehr gefühlvoll geschildert.   Die Autorin versteht es auf einzigartige Weise, die Menschen und Landschaften vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Auch wenn ich das Land noch nicht bereist hätte, hätte ich mir alles ganz genau vorstellen können. Die Kultur der Samen und ihre Naturverbundenheit haben mich besonders fasziniert.   Dieses Werk ist bis jetzt mein Highlight des Jahres. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen.   Fazit: Norwegische Kultur und Geschichte spannend verpackt in einer mitreißenden Familiengeschichte.

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  • Norwegische Kultur und Geschichte spannend verpackt in einer mitreißenden Familiengeschichte

    Töchter des Nordlichts

    Zabou1964

    19. June 2014 um 13:05

    Da ich Norwegen schon mehrfach bereist habe und mich auch für die Geschichte des Landes und die der Samen interessiere, habe ich begeistert zugesagt, als sich mir die Chance bot, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen. Christine Kabus konnte mich mit ihrer Geschichte vollends begeistern und hat mit mir einen neuen Fan ihrer Schreibkunst gewonnen.   Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: Nora, eine Erzieherin aus Oslo, lebt im Jahr 2011 und Áilu, ein samisches Mädchen aus der Finnmark, lebt im Jahr 1915. Abwechselnd beschreibt die Autorin das Schicksal der beiden Frauen auf spannende und einfühlsame Weise. Nora, die ohne Vater aufgewachsen ist, begibt sich mit ihrer Mutter auf Spurensuche in den hohen Norden. Sie lernt ihre Familie kennen und macht einige ungewohnte Erfahrungen, auch im Hinblick auf die Liebe. Áilu wird im Alter von neun Jahren von norwegischen Beamten brutal ihrer Familie entrissen und in ein Heim gesteckt. Dort durchlebt sie eine schreckliche Zeit, soll umerzogen werden. Gerade ihr Schicksal hat mich sehr berührt. Aber auch Noras Geschichte war sehr gefühlvoll geschildert.   Die Autorin versteht es auf einzigartige Weise, die Menschen und Landschaften vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Auch wenn ich das Land noch nicht bereist hätte, hätte ich mir alles ganz genau vorstellen können. Die Kultur der Samen und ihre Naturverbundenheit haben mich besonders fasziniert.   Dieses Werk ist bis jetzt mein Highlight des Jahres. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen.   Fazit: Norwegische Kultur und Geschichte spannend verpackt in einer mitreißenden Familiengeschichte.

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  • Buchverlosung zu "Töchter des Nordlichts" von Christine Kabus

    Töchter des Nordlichts

    Christine_Kabus

    Wer möchte gern ein von mir signiertes Exemplar gewinnen und sich in den hohen Norden Norwegens entführen lassen? Dorthin, wo sich Rentier und Schneehuhn gute Nacht sagen, wo die Sami, die "Indianer Europas" seit Jahrtausenden im Einklang mit der Natur leben und sich trotz langer Unterdrückung ihre Sprache und Kultur erhalten haben, wo im Winter die schneebedeckte Tundra im magischen Schein der Polarlichter leuchtet und im Sommer die Sonne nicht untergeht... Was kommt Euch spontan in den Sinn, wenn Ihr an Lappland denkt? Das würde mich sehr interessieren :-) und hier findet Ihr mehr Informationen zum Buch: http://christine-kabus.com/

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