Christine Knaevelsrud Posttraumatische Belastungsstörungen

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Inhaltsangabe zu „Posttraumatische Belastungsstörungen“ von Christine Knaevelsrud

Die Posttraumatische Belastungsstörung ist keine Randerscheinung: Insgesamt erleiden 10 Prozent aller Menschen in ihrem Leben eine PTBS. Neben Kriegserfahrungen, Vertreibungen oder Flucht sind auch Unfälle sowie körperliche und seelische Misshandlungen häufige Auslöser. Daher ist es bei diesem Störungsbild besonders wichtig, in der Therapie auf die Besonderheiten und individuellen Gegebenheiten der Patienten Rücksicht zu nehmen. Die Autorinnen zeigen, welche Herausforderungen es in der PTBS-Behandlung geben kann, wie man diesen begegnet und worauf man besonders achten muss, um einen erfolgreichen Therapieverlauf zu ermöglichen.

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  • Rezension zu "Posttraumatische Belastungsstörungen" von Christine Knaevelsrud

    Posttraumatische Belastungsstörungen

    michael_lehmann-pape

    02. November 2012 um 10:26

    Vermittlung von Grundkompetenzen Nicht nur im Blick auf Soldaten, die Kriege hautnah erleben mussten (mit vielfältigen Folgen, wie nicht nur die PTBS Probleme vieler Irak-Kämpfer in den USA aufzeigen), sondern in mannigfaltigen Situationen erleben Menschen Traumata durch einschneidende Erlebnisse, durch Gewalt, durch Folter. Erlebnisse, welche die Persönlichkeit grundlegend „schockieren“ und dauerhaft belasten, so diese Erlebnisse nicht aufgearbeitet werden. Die Autoren besitzen jahrelange Erfahrung mit Der Behandlung von PTBS in breit gefächerten Kontexten. Mit diesem Buch setzen sich die Autoren zum Ziel, aus diesen Erfahrungen heraus „Lücken“ zu schließen im Blick auf bis dato kaum vorhandene Leitlinienveröffentlichungen und Handlungsvorschägen. „Wie kann mit den Herausforderungen der PTBS Behandlung Umgang gefunden werden“ ist damit die Leitfrage, die über der Darstellung im Buch steht. Wobei die Autoren in der Umsetzung deutlich erkennbar auf Praxisnähe wert legen und somit im Buch eine Vielzahl an grundlegenden Betrachtungen, Instrumenten, Methoden und Hinweisen zu finden ist, die für die Behandlung von PTBS hohen Wert haben. Einschränkend muss hinzugefügt werden, dass in diesem eher schmalen Band nicht die gesamte Breite der PTBS ausführlich in den Blick genommen wird, sondern der Schwerpunkt liegt eindeutig erkennbar bei Themen, die bisher entweder nicht praxisnah oder eher gar nicht im Fokus der Betrachtung standen (die aber dennoch durchaus eine hohe Praxisrelevanz im Blick auf PTBS aufweisen). Themen wie PTBS bei „anhaltender Bedrohung“, im „fortgeschrittenen Lebensalter“ (viele Missbrauchsopfer gerade in den letzten Jahren sind ja erst Jahrzehnte nach den Ereignissen damit nach außen getreten), PTBS bei Patienten mit Täteranteilen (ein intensives, sehr „anders“ zu lesendes Kapitel im Buch), PTBS im „interkulturellen“ Kontext (eine durchaus wachsende therapeutische Aufgabe vor allem in Bezug auf traumatisierte Flüchtlinge), oder auch eine Behandlung im Rahmen von PTBS bei „chronischen Schmerzen“ (als mehr oder minder direkte Folge der PTBS). Jedes der Kapitel beginnt mit einem kleinen „Praxiseinblick“ (im Buch „Fallvignetten“ genannt“, erläutert den empirischen Hintergrund der konkreten Symptomatik, zeigt Wege der Behandlung konkret und praxisnah auf und verweist auf im Raume stehende klinische Herausforderungen (und bietet auch hier Interventionshinweise und Anregungen für den praktischen Umgang mit diesen Herausforderungen). Dies alles basiert auf einer mit gut 60 Seiten zwar knappen, komprimierten, aber sehr verständlichen und nachvollziehbaren Grundlegung zum Störungsbild und zu effektiven Therapieformen, wobei auch die therapeutische Beziehung in der PTBS, ihrer hohen Bedeutung willen zu Recht, thematisiert wird. Im Gesamten bieten die Autoren eine fundierte und sachgerechte Darstellung der speziellen Schwerpunkte der PTBS Symptomatik und derer Behandlungsmöglichkeiten, verweisen durchgehend auf praxisnahe und praktikable Instrumente und Methoden und öffnen mit ihrer gelungenen Darstellung den Blick breit in das weite Feld der PTBS hinein.

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