Christine Koschmieder

 3,9 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor*in von Dry, Schweinesystem und weiteren Büchern.
Autorenbild von Christine Koschmieder (©Koschmieder)

Lebenslauf

Christine Koschmieder (*1972), ist Autorin und Übersetzerin und betreibt die Agentur Partner + Propaganda. Veröffentlichung der Romane »Schweinesystem« (Aufbau Verlag 2014, nominiert für den aspekte Literaturpreis), »Trümmerfrauen. Ein Heimatroman« (Edition Nautilus 2018) und »DRY« (Kanon Verlag, August 2022). Sie übersetzte u.a. Lubi Barre und Paula Bomer ins Deutsche. Studium der Theater- und Kommunikationswissenschaften in Leipzig und Intercultural Communication & European Studies in Fulda. Sie lebt in Leipzig und Aken (Elbe). 

Neue Bücher

Cover des Buches Dry (ISBN: 9783985681372)

Dry

 (12)
Erscheint am 16.07.2024 als Taschenbuch bei Kanon Verlag Berlin.

Alle Bücher von Christine Koschmieder

Cover des Buches Dry (ISBN: 9783985681372)

Dry

 (12)
Erscheint am 16.07.2024
Cover des Buches Schweinesystem (ISBN: 9783351050122)

Schweinesystem

 (5)
Erschienen am 18.08.2014
Cover des Buches Schambereich (ISBN: 9783985680962)

Schambereich

 (4)
Erschienen am 10.10.2023
Cover des Buches Trümmerfrauen. Ein Heimatroman (ISBN: 9783960542209)

Trümmerfrauen. Ein Heimatroman

 (1)
Erschienen am 02.03.2020
Cover des Buches Schweinesystem: Roman (ISBN: B00L6NEGXW)

Schweinesystem: Roman

 (0)
Erschienen am 13.08.2014
Cover des Buches Dry (ISBN: 9783985680443)

Dry

 (3)
Erschienen am 17.08.2022
Cover des Buches Dry (ISBN: 9783985680573)

Dry

 (0)
Erschienen am 09.08.2022
Cover des Buches Schambereich (ISBN: 9783985680986)

Schambereich

 (0)
Erschienen am 10.10.2023

Neue Rezensionen zu Christine Koschmieder

Cover des Buches Schambereich (ISBN: 9783985680962)
simone_richters avatar

Rezension zu "Schambereich" von Christine Koschmieder

Selbsterfahrung Schamgrenze
simone_richtervor einem Monat

»Ich hatte Sex, und ich habe drei Geburten und zwei Abtreibungen hinter mir. Ich kenne also meinen Körper. Was ich allerdings bis heute nicht gut kann: körperliche Nähe herzustellen und eine Sprache dafür zu finden. Das will ich jetzt ändern.«

Schreibt Christine Koschmieder in ihrem Vorgänger „Dry“ von ihrer Alkoholsucht, so wagt sie erneut eine Selbsterfahrung und widmet sie sich hier den Themen Sex, Intimität und Partnerschaft. Sie sucht dafür den Ursprung ihrer Scham. Gelingt es ihr, sie zu überwinden?

In „Schambereich“ macht sie sich auf die Suche ihrer Scham und ihres Körperbildes und führt sie in ihre Kindheit und Jugend. Die Mutter vergleicht ihre Brüste mit einem Bügelbrett, die Großmutter klebt diese auf den Titelseiten der Illustrierten mit Leukoplast ab. Es ist ein intimes Buch über das Aufwachsen in der Bundesrepublik der 70er, über die Erziehung und Prüderie der Nachkriegselterngeneration. Es geht um Sexualität, Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbrüchen und den Tod ihres Mannes. Sie befragt auch eine OnlyFans Freundin ihrer Tochter und berichtet von ihren Sitzungen mit einer Sexualtherapeutin.
 Dabei bereitet Koschmieder die Informationen in Verbindung mit feministischen Ansätzen neu auf. Was mir nicht so gefällt sind die englischen Zitate, die teilweise an die Kapitel gestellt werden. 

Cover des Buches Schambereich (ISBN: 9783985680962)
B

Rezension zu "Schambereich" von Christine Koschmieder

Es hat nichts mit "Sex sells" zu tun
belanaherminevor 4 Monaten

Inhalt

In einer Mischung aus Sachlichem und Selbstreflektion zeichnet Frau Kochschmieder ein Bild vom Zustand des Intimsten, das es für Menschen gibt, im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft. Sie zeigt dabei auch auf, wie sich die gesellschaftliche Befasstheit und die Sozialisierung jedes/r Einzelnen auf seine/ihre Selbstwahrnehmung, auch hinsichtlich Sex, Intimität and Scham auswirken.

Über die Reihenfolge der Buchteile "Kartierung", "Aneignung" und "Verbindung" nähert sich Frau Kochschmieder Schritt für Schritt ihrem eigentlichen Thema an, das weit über Scham hinausgeht, und führt gegen Ende des Buches ihre eigenen Erkenntnisse aus.

Subjektive Eindrücke

Das ist ein sehr offenes Buch, bei dessen Lesen man unwillkürlich immer wieder schlucken muss. Es veranlasst einen, immer wieder auch die eigene Position zu überdenken, was nicht immer angenehm sein muss. Mit den Erkenntnissen gegen Ende des Buches konnte ich mich insgesamt gut anfreunden, auch wenn ich zwischendurch immer wieder mal auch Widersprüche aufkommen merkte. Letztlich sind aber gerade das die Stellen eines Buch, an denen das eigene Nachdenken und die eigene Weiterentwicklung ansetzen können.

Fazit

Mutig geschrieben, offen, ohne zur Schau zu stellen, zur Auseinandersetzung anregend.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

Cover des Buches Dry (ISBN: 9783985680436)
Estrelass avatar

Rezension zu "Dry" von Christine Koschmieder

Die Kämpfe des Lebens
Estrelasvor einem Jahr

Christine Koschmieder verarbeitet ihre eigene Geschichte in Romanform. Die frühesten Erinnerungen stammen aus ihrer Kindheit ab 1982, die jüngsten sind kaum drei Jahre her. 

Es geht um die persönlichen Kämpfe, wie den gegen die Krebserkrankung des Partners, um Emanzipation, um Alkoholabhängigkeit. „Mein Leben, das ich bisher als griechische Tragödie mit hohem Hollywoodanteil gelesen habe, so eine, in der die Götter ständig im Drehbuch rumpfuschen.“

Das Buch ist unterteilt in Abschnitte, die bestimmte Zeiträume abdecken, aber nicht chronologisch aufeinanderfolgen. In kleinen Episoden lernen wir die Ich-Erzählerin ausreichend kennen, um zu verstehen, welche Umstände sie in die Entzugsklinik bringen. Die dort verbrachten drei Monate bilden sowohl tragischen Höhepunkt als auch Versöhnung mit der Vergangenheit.

Die Tragikomik des Lebens erhält durch die Protagonistin eine authentische Stimme, der ich gerne zuhörte; Koschmieders geradliniger Erzählton, der ganz ohne Effekthascherei auskommt, geht ans Herz und überzeugt.

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