Christine Krienke Den Wegen folgen

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Inhaltsangabe zu „Den Wegen folgen“ von Christine Krienke

"Den Wegen folgen" gleicht einer Reise in die Tiefe unserer Zivilisation: Wege - vom Erdweg bis zur Autobahn, zu Lande, zu Wasser und in der Luft - sind Zeugnisse des Fortschritts, der geplanten Mobilität und nicht zuletzt der Geschichte des Reisens. Wege eröffnen Horizonte, sie machen aus Naturlandschaften Kulturlandschaften. Und dieser stetige Wandel durch Kultur hinterlässt reichlich historische Zeugnisse, auch am Wegesrand.

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  • Rezension zu "Den Wegen folgen" von Christine Krienke

    Den Wegen folgen
    wolfschwerdt

    wolfschwerdt

    19. May 2010 um 14:00

    Das Buch "Den Wegen folgen", das ist eine Wanderung mit der Autorin Monika Vogt durch Raum und Zeit, aber mit ganz realen Orten, historischen Landwegen, Wasserstraßen und Luftwegen. Historische Verkehrswege in Hessen findet man Allerorten. Denn Hessen ist ein Land in dem sich Römerstraßen, mittelalterliche Königswege und bronzezeitliche Handelswege oder Pilgerpfade kreuzen. Die Autorin Monika Vogt und die Fotografin Christine Krienke haben verschiedene Ausflugsziele und Wegstrecken in Hessen ausgesucht und in Wort und Bild vorgestellt. Daraus ist beileibe kein Wanderführer geworden, denn das Buch verzichtet auf genaue Streckenangaben. Der Autorin geht es vielmehr darum, den Leser auf das Wesen der Wege als Zeugen vergangener Zeiten, als Beziehungsstifter zwischen Regionen und Völkern, zwischen der Vergangenheit und uns heute aufmerksam zu machen. Allein die Einführungskapitel zum Thema, die von der Kulturgeschichte des wegebauenden und sich in Bewegung befindlichen Menschen handelt, über die „Hohen Wege“ und Römerstraßen informiert, führt dazu, dass der Leser beginnt, seine Gedanken von den Zielen der Wege anzuwenden und sich ganz auf die Verbindungen zu konzentrieren. Im Buch „Den Wegen folgen“ ist tatsächlich der Weg das Ziel. Die Begegnungen mit den Wegen finden dann an konkreten Beispielen statt. So etwa die Straßen, die die Römer durch das unwegsame rechtsrheinische Germanien gelegt hatten. Wer von uns weiß schon, dass beispielsweise ein Abschnitt der Autobahn 66 zwischen Frankfurt und Wiesbaden der Streckenführung einer Römerstraße entspricht. Wer denkt schon bei alten gepflasterten Wanderwegen an römische Heerstraßen. Aber es ist nicht nur das römische Straßenpflaster, das wir oft genug mit Füßen treten. Ein Weg, eine Straße, so vermittelt Monika Vogt Schritt für Schritt, ist mehr als eine befestigte Strecke, die von einem Ort zum anderen Führt. Wege sind Infrastruktur. Zu einem Weg gehören je nach Zeit und Aufgabe Raststätten, Sicherungsanlagen, Meilen und Markierungssteine, Wechselstationen für Pferde oder Tankstellen für Autos. Wege leiten nicht nur Menschen, sondern mit ihnen auch Informationen, wie das spannende Kapitel über die Klosterlandschaft im Mittelalter verdeutlicht. Noch vor der Post waren es unter anderem die Mönche, die die Post beförderten. Das Streckennetz verband aber, wie Monika Vogt am Beispiel des Klosters Eberbach veranschaulicht nicht nur die Klöster untereinander, es erschloss ebenso wie die Mönche selbst, das Land, kultivierte es. Pilgerwege, die Entstehung der Post und ihrer Infrastruktur, oder Wegesteine mit eingravierten Ge- und Verboten, sozusagen historische Verkehrsschilder beschäftigen Monika Vogt vom Landesamt für Denkmalpflege in Hessen ebenso wie Wasser-, Schienen- oder Luftwege. So wird zum Beispiel die Vision von Bad Karlshafen als Hessens Tor zur Welt vorgestellt. Auch die Beschreibung des Rhein mit seinen Infrastrukturanlagen wie Zollhäuser, Lein- oder Treidelpfade mit ihren Stationen bieten dem Leser ganz neue Perspektiven auf teilweise Altbekanntes. Schiffs- und Eisenbahntunnel, alte Schleusenanlagen und ja, auch der Gigant der Kaiserzeit, die Ederstaumauer begegnen dem Leser in diesem reich bebilderten Buch. Und je mehr sich der Weg des Buches der Gegenwart nähert, desto erstaunlicher werden die Alltäglichkeiten, die uns auf unseren Wegen begegnen, die wir kaum noch beachten, über deren Geschichte wir oft kaum etwas wissen. Dazu gehören Autobahnbrücken, aber auch alte Autobahn Tank- und Gaststätten wie die von Reinhardshain an der A5 oder Pfungstadt an der A67. Wie bereits erwähnt, ist das Buch „Den Wegen folgen“ alles andere als ein Wanderführer. Aber am Ende lädt es zum Wandern ein. Man wird neugierig auf das persönliche Erfahren von Wegen. Und wo dies möglich ist, darauf verweisen nicht nur die zahlreichen anschaulichen Beispiele. Das Buch öffnet den Blick vielmehr für die Tatsache, dass man spannende Wege überall finden kann, auch vor der eigenen Haustür.

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