Christine Lavant Das Wechselbälgchen

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Inhaltsangabe zu „Das Wechselbälgchen“ von Christine Lavant

Zitha ist vom Schicksal geschlagen. Sie ist das uneheliche Kind einer Bauernmagd, geistig zurückgeblieben und körperlich entstellt. Die Leute im Dorf, die so katholisch wie abergläubisch befangen sind, haben für das traurige Schicksal des Mädchens eine einfache Erklärung: Böse Geister haben der unglücklichen Magd nach der Geburt das Kind geraubt und ihr stattdessen ein verhextes Mädchen untergeschoben. Einen Wechselbalg, wie er aus Sagen und Gespenstergeschichten der Alpengegenden bekannt ist. Er werde das ganze Dorf ins Unglück stürzen, heißt es. So nimmt der kollektive Wahn seinen Lauf, gegen den auch die Liebe der Mutter nichts auszurichten vermag. Schließlich wird dem Mädchen sogar nach dem Leben getrachtet. Christine Lavant beschreibt die Ausgrenzung einer Schwachen aus der dörflichen Gemeinschaft mit großer Eindringlichkeit. Die erst 1998 posthum veröffentliche Erzählung steht auch für die Gefährdung unserer Zivilisation, die sich nicht zuletzt zu Lebzeiten Christine Lavants in der 'Vernichtung unwerten Lebens' durch die Nationalsozialisten gezeigt hat. Nachdem 'Das Wechselbälgchen' längere Zeit vergriffen war, erscheint die Erzählung nun erstmals im Wallstein Verlag, herausgegeben von Klaus Amann, der eine kommentierte Werkausgabe von Christine Lavant vorbereitet. (Quelle:'Fester Einband/01.09.2012')

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    Das Wechselbälgchen
    Milagro

    Milagro

    23. April 2017 um 18:01

    Das Wechselbälgchen ist eine kleine, feine Erzählung der 1915 geborenen österreichischen Autorin Christine Lavant. Lavant war als Kind bereits schwer krank, als junge Frau verbrachte sie nach einem Selbstmordversuch freiwillig  einige Zeit in der Psychiatrie. Diese Erfahrungen mögen eingeflossen sein in die Geschichte um das kranke Mädchen, das unehelich geboren wird, getauft auf den vom Pfarrer ausgesuchten Namen Zitha. Sie lebt mit ihrer Mutter auf einem Hof, das kärglichen Leben und die Sprachlosigkeit erschüttern. Ausgegrenzt in dieser einfachen Gesellschaft erlebt Zitha ein wenig Aufmerksamkeit bei anderen Kindern, versteht das Geschehen um sich herum. Die Erzählung beeindruckt durch die einfache, kindliche Sprache, die schnellen Gedankengänge und die gefühlsarme Darstellung.  Nur selten blitzen etwas Liebe und Zuwendung hervor, dann aber so direkt, dass das Lesen insgesamt zu einem wirklichen Erlebnis wird.

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