Christine Lehmann Der Bernsteinfischer

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Inhaltsangabe zu „Der Bernsteinfischer“ von Christine Lehmann

Ein journalistischer Auftrag führt die frisch geschiedene Karoline Wolf nach Hiddensee, wo sie über den ehemaligen Kriegsberichterstatter und Fotografen Thomas Reuter berichten soll. Warum beendete er so plötzlich seine erfolgreiche Karriere? Zwischen den beiden entwickelt sich allmählich eine Inselliebe mit vielen Hindernissen.§§Der Roman zum großen ARD-Fernsehfilm mit Heiner Lauterbach und Sonsee Ahray Floethmann in den Hauptrollen§

Liebesgeschichte auf Hiddensee, die den Leser mit an diesen Ort nimmt und Pit muss man einfach gern haben.

— Rheinmaingirl
Rheinmaingirl

Eine Liebesgeschichte mit vielen Hindernissen und glücklichen Zufällen mit sehr viel "Kitsch".

— martina400
martina400

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  • Leserunde zu "Der Bernsteinfischer: Roman" von Christine Lehmann

    Der Bernsteinfischer
    ChristineLehmann

    ChristineLehmann

    Liebe Leserinnen und Leser, an einem hellen Vormittag habe ich mir die Kassette mit dem Film »Der Bernsteinfischer« angeschaut. Ich war schon vorher fix und fertig. Was haben die wohl aus meinem Roman gemacht? Der Film hat mir gefallen, denn Heiner Lauterbach und Sonsee Neu sind toll in in den Hauptrollen. Und er wurde zum großen Teil dort gedreht, wo mein Roman spielt: Auf meiner geliebten Insel Hiddensee. Da ist die blühende Heide, das Meer, da sind die Straßen, da ist der Leuchtturm, der in meinem Roman eine so wichtige Rolle spielt. Meine Schwester hat den Fehler gemacht, den Roman noch mal zu lesen, kurz bevor der Film im Fernsehen lief, und war bitter enttäuscht: vom Film. Bücher und Filme sind zwei verschiedene Dinge. Schreiben und Drehen sind verschiedene Dinge. Wenn ich schreibe, kann ich Stimmungen nachspüren, kann genauer sein, kann mehr erzählen, kann in die Menschen hineinschauen, ihre Gefühle, Hoffnungen und Träume erzählen, und ich kann einen eisigen Winter der Sehnsucht beschreiben, den der Film nicht darstellen kann, weil ihm die Bilder dazu fehlen. Darum schreibe ich. Und der Bernsteinfischer gehört zu meinen Lieblingsromanen: Weil es um eine ganz große Liebe geht, eine die wirklich Barrieren überwinden muss: Misstrauen vor allem, aber auch Erschrecken vor den Geheimnissen der Menschen. Und weil die Geschichte des Fotojournalisten und einstigen Kriegsreporters eine große und wirklichkeitsnahe Geschichte ist. Und weil ich meine Heldin Karoline mag, eine ganz normale junge Frau, die sich auf einmal einem gewaltigen Geheimnis gegenüber sieht und sehr klug sein muss, obwohl sie längst ihr Herz verloren hat. Mehr Infos zum Buch gibt es hier: http://www.dotbooks.de/e-book/274762/der-bernsteinfischer Ich bin gespannt auf Euren Eindruck und möchte euch herzlich zu meiner Leserunde einladen. Bewerbt euch hier bis zum 21.01.15 um eines von 20 Leseexemplaren als eBook, die dotbooks zur Verfügung stellt. Das Los entscheidet! Eure Christine Lehmann

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    • 121
  • Karo und Tom - glücklich auf Hiddensee???

    Der Bernsteinfischer
    Rheinmaingirl

    Rheinmaingirl

    05. July 2015 um 17:32

    Mir hat der Roman „Der Bernsteinfischer“ von Christine Lehmann gut gefallen. Schon das Buchcover mit dem Leuchtturm, der Frau auf der Bank und den Verschnörkelungen auf der rechten Seite gefällt mir gut. Der ehemalige Kriegsfotograf Tom hat sich nach seiner Entführung auf die Insel Hiddensee zurückgezogen. Die Journalistin Karoline soll ihn finden und über Ihn berichten. Zunächst ist Tom gegenüber Karo eher ablehnend, aber dann entwickelt er Gefühle für Karo. Der Junge Pit hat Angst vor Tom, aber sucht trotzdem immer wieder dessen Nähe. Hierfür gibt es einen besonderen Grund, aber den möchte ich hier noch nicht vorwegnehmen. Die Autorin schreibt angenehm und man kann sich die Gegend gut vorstellen und ist leicht und schnell zu lesen und man fühlt sich, als wenn man als stiller Beobachter mit dabei ist. Besonders gut gefallen hat mir der kleine Pit und auch wie Karo mit Ihm umgegangen ist und für Ihn da war. Toms Vergangenheit scheint nicht einfach gewesen zu sein und erst wenn man diese kennt versteht man warum Tom sich entsprechend verhält. Insgesamt ein sehr gefühlvolles Buch, das man lesen sollte, wen man diese Art mag und zusätzlich noch nach Hiddensee mitkommen möchte.

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  • Toms Vergangenheit

    Der Bernsteinfischer
    hoonili

    hoonili

    Karoline ist Journalistin und soll einen ehemaligen Kriegsberichterstatter auf Hiddensee interviewen. Sie ist sehr gespannt auf seine Geschichte. Auf der Insel lernt sie auch Marina und ihren Sohn Pit kennen. Mit Marina freundet sie sich direkt an und auch Pit mag sie sehr gern. Doch Pit hat Angst vor Tom, dem Kriegsberichterstatter. Er ist zu Karoline verschlossener als erwartet und möchte nicht die ganze Geschichte preis geben. Für sie ist es schwierig, ihn zum reden zu bringen. Wird sie es dennoch schaffen? Und warum hat Pit solche Angst vor ihm? Die Handlungen dieser Geschichte sind spannend miteinander verstrickt und erst nach und nach wird dem Leser bewusst, wie viel hier dahinter steckt. Mich hat dieses Buch wahnsinnig berührt und mitgerissen, ich habe über Toms Geschichte noch lange nachgedacht. Der flüssige Schreibstil sowie das Geheimnis von Tom haben mir große Spannung beim Lesen bereitet. Dazu die schönen Schauplätze Hiddensee und Dresden - ein Buch, was ich lange nicht vergessen werde!

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    • 2
  • Wunderschöner Liebesroman vor der romantischen Kulisse der Insel Hiddensee

    Der Bernsteinfischer
    jutscha

    jutscha

    19. February 2015 um 10:40

    Tom, ein ehemaliger Kriegsberichterstatter, lebt zurückgezogen auf der Insel Hiddensee. Er wurde früher entführt und alle dachten, er sei tot. Während seiner Geiselnahme starb seine junge Frau, für deren Tod er sich verantwortlich fühlt. Karoline ist Journalistin. Sie soll Tom interviewen. Auf der Insel lernt sie auch Marina und deren Sohn Pit kennen. Der Junge ist 5 Jahre alt, sehr verschlossen und scheint panische Angst vor Tom zu haben. Doch zu Karoline fasst er seltsamerweise sofort Vertrauen. Gert, Marinas Mann, hat eine Ahnung, dass zwischen seiner Frau und Tom mehr als Sympathie sein könnte. Tom redet nicht über die Zeit der Geiselnahme und ist auch nicht bereit, ein Interview zu geben. Was ist damals wirklich passiert? Warum gibt er sich die Schuld am Tod seiner Frau, wo er doch gar nicht da war, als sie starb? Wird es Karoline schaffen, ihn aus der Reserve zu locken? Und was ist mit dem kleinen Pit? Warum ist er so verschlossen und hat so viel Angst? Fragen über Fragen, die sich erst nach und nach aufklären. Erst zum Schluss wird die ganze Tragweite der Geschichte klar. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Es war mir gut möglich, mich in die Protagonisten hinein zu versetzen. Sehr gut gefallen haben mir die Schilderungen der Natur auf der Insel Hiddensee. Es handelt sich bei dem Buch um eine typische Liebesgeschichte mit vielen Verwirrungen, Missverständnissen und dem unverzichtbaren Happy-End. Dennoch war es absolut fesselnd und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Das ist es, was für mich ein gutes Buch ausmacht. Auf das Genre kommt es mir dabei gar nicht an. Für mich hat der Roman ganz klar 5 von 5 Sternen verdient und ich kann ihn bedenkenlos weiterempfehlen, weil er mich wunderbar unterhalten hat.

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  • Unterhaltsamer Roman

    Der Bernsteinfischer
    nodi

    nodi

    17. February 2015 um 08:12

    Der berühmte Kriegsfotograf Tom wurde bei einer Reportage entführt und galt jahrelang als vermisst, niemand wusste, ob er überhaupt noch lebt. Dieser zog sich aber nach seinem schrecklichen  Erlebnis auf die Insel Hiddensee in der Ostsee zurück. Dort soll ihn die Journalistin Karoline ausfindig machen und über ihn berichten. Tom ist zuerst gar nicht von Karoline begeistert, merkt aber bald, dass er sich zu ihr hingezogen fühlt.  Dann gibt es da noch den kleinen Jungen Pit, der fürchterliche Angst vor Tom hat, trotzdem taucht er immer wieder in seiner Nähe auf. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Das Buch liest sich sehr leicht und flüssig und auch die Beschreibungen der Örtlichkeiten waren sehr realistisch. Auf der Insel hatte ich oft das Gefühl, mittendrin zu sein und das Geschehen aus nächster Nähe zu betrachten.  Der Roman lebt nicht nur von einem Protagonisten, hier sind es gleich mehrere. Der kleine Pit mit seiner Familie, aber auch die Journalistin Karoline und Tom, der versucht, seine schwere Vergangenheit zu bewältigen. Das Buch war an manchen Stellen etwas vorhersehbar, auch der Zufall an einigen Stellen wirkte etwas unrealistisch, trotzdem hat mich der Roman bestens unterhalten. Er war durchgehend spannend geschrieben und durch die verschiedenen Protagonisten, die alle sehr unterschiedlich waren, sehr abwechslungsreich. Ein toller Lesespaß, der mir sehr gut gefallen hat.

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  • Nette Schmökergeschichte mit tieferen Sinn, aber zu viel Kitsch

    Der Bernsteinfischer
    piepsl

    piepsl

    16. February 2015 um 21:03

    Christine Lehmann - Der Bernsteinfischer Das Buch habe ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gelesen. Es ist ein ansprechender Roman mit leicht kitschiger Liebesgeschichte, die sich von Beginn an erahnen lässt. Dennoch hat es Christine Lehmann gut geschafft, mich die Geschichte gern lesen zu lassen. Zuerst lernen wir Tom kennen, sein richtiger Name ist Thomas Reuter. Er hat sich zurückgezogen und lebt seit knapp vier Jahren auf Hiddensee. Dort wird er respektiert, hat jedoch kaum engeren Kontakt zu den Inselbewohnern. Lediglich zur Familie von Pit, einem sechsjährigen Jungen, hat er mehr Kontakt, jedoch bleibt seine Vergangenheit ein Buch mit sieben Siegeln, das auch er selbst nicht gern öffnet. Als Pit sich immer mehr vor ihm fürchtet, sucht er das Gespräch zu dessen Mutter, Marina, doch er will Pit nicht hintergehen und so behält er alle sonderbaren Ereignisse für sich. Zur gleichen Zeit taucht Karo auf der Insel auf, die als Journalistin für eine Dresdner Zeitung mehr über den Verbleib von Ton in Erfahrung bringen soll. Bereits hier nimmt die Geschichte ihren vorhersehbaren Lauf. Mehr möchte ich allerdings nicht verraten, den trotz alledem ist es ein lesenswertes und empfehlenswertes Buch. Die Autorin hat eine sehr eigene Sprache, einen sehr detaillierten Stil und schreibt sehr ausschmückend. Besonders die Ortsangaben und -beschreibungen sind teilweise so detailliert, dass ich es persönlich für den Lesefluss störend empfand. Die Dialoge wiederum sind stimmig, die Protagonisten haben alle einen eigenen Sprachstil, den sie von Anfang bis Ende "durchhalten". Das Cover ist passend, drückt es doch Sehnsucht, Fernweh & Stille aus - alles Elemente, die den Inhalt der Geschichte gut widerspiegeln. Ich danke für das eBook und gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

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  • Der Bernsteinfischer

    Der Bernsteinfischer
    Svarta

    Svarta

    Inhalt:"Ihr Herz mag noch gebrochen sein, aber die Tränen sind getrocknet. Nach einer schmerzhaften Trennung will sich die Journalistin Karoline ganz auf ihre Karriere konzentrieren. Der Auftrag: ein Porträt über den berühmten Fotografen Thomas Reuter. Dieser hat sich auf der Ostseeinsel Hiddensee komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen – und ist zunächst wenig begeistert von der ungewollten Aufmerksamkeit. Trotzdem kann er nicht leugnen, dass er sich zu Karoline hingezogen fühlt. Auch sie spürt, dass sein besonderer Charme Gefühle in ihr weckt, die sie nie wieder zulassen wollte. Doch auf Thomas‘ Vergangenheit liegt ein Schatten. Kann dieser dem jungen Glück zum Verhängnis werden?" Bei diesem Roman hatte ich durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil der Autorin einen leichten Einstieg in die Handlung und habe mich auch gut mit den Charaktere zurechtgefunden. Die Geschichte schreitet rasch voran und blieb für mich eigentlich durchweg spannend und unterhaltsam! Es gab keine Phase an der ich dachte: Puh jetzt muss ich mich aber zum Lesen motivieren! Obwohl ich immer wissen wollte wie es weitergeht muss ich ja sagen: die Geschichte war für mich in vielen Punkten vorhersehbar... und einiges war für meinen Geschmack etwas sehr "zufällig" und gewollt. Größtenteils waren mir die Personen schon sehr sympatisch und jede für sich interessant, aber es gab für mich persöhnlich an einigen Stellen Ungereimheiten in der Handlungsweise. Auch war Tom der Einzige, der wirklich Tiefe hatte... die anderen fand ich ein bisschen zu oberflächlich gehalten. Ein großer Pluspunkt bei diesem Buch war für mich das Fernweh, welches die Autorin mit ihrer Beschreibung der Insel, der Landschaft, dem Merr, etc. in mir verursacht hat. Sie schreibt mit so viel Herz und Liebe zum Detail, das ich auch am Liebsten wieder an der Küste wäre... Der Roman hat in mir definitiv den Wunsch geweckt dieses Jahr wieder Richtung Norden zu fahren! :) Was ich noch zu Kritisieren habe ist das Ende: Das war zwar schon etwas fürs Herz - was man ja schon braucht, vor allem an kalten Wintertagen ;) aber es war schon ein bisschen kitschig und ich fand es etwas zu wenig, zu einfach! Da hatte ich noch ein bisschen mehr erwartet. Fazit: Ein kurzweiliger und schöner Roman für unterhaltsame Stunden - und für alle, die gerne mal wieder etwas Sehnsucht nach der Küste und dem Meer haben wollen... ;) Ich drücke ein Auge zu und vergebe 4 Sterne!

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    • 3
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    13. February 2015 um 20:21
  • Packend

    Der Bernsteinfischer
    Leela

    Leela

    Karoline Wolf reist für ihre Arbeit nach Hiddensee, denn sie soll dort den Kriegsberichterstatter und Fotografen Thomas interviewen, der seine eigentlich erfolgreiche Karriere plötzlich beendet hatte. Karoline merkt bald, dass sie sich nicht nur wegen ihres Auftrags für den zurückgezogenen Mann interessiertund es beginnt sich langsam eine zarte Liebe zwischen den beiden zu entwicklen. Ich kann mich vage daran erinnern, vor einigen Jahren den Film zum Buch gesehen zu haben, ohne die Buchvorlage jedoch zu kennen. Den Film fand ich damals nicht schlecht, musste beim Lesen jedoch merken, dass die Geschichte im Buch deutlich besser funktioniert. "Der Bernsteinfischer" ist eine ruhige Geschichte voller Gefühl und dabei ohne viel von dem Kitsch, der in anderen Liebesromanen gerne verbreitet wird. Gut, das Buch ist allerdings auch viel mehr als eine boße Romanze, denn es erzählt die Geschichte von zwei Menschen, die wirklich dafür kämpfen müssen, bis sie zusammenkommen, deren Liebe nicht laut und stürmisch, sondern zaghaft beginnt und von einigen Hindernissen getrennt wird. Mich hat die Geschichte sehr bewegt, weil sie eine ist, die man sich auch außerhalb der Buchseiten vorstellen könnte und weil ihre Hauptcharaktere sehr authentisch wirken. Man mag zwischendurch den Eindruck haben, dass sich ein paar Längen durchs Buch ziehen, aber wenn man sich auf die ruhigere Stimme der Geschichte einlässt, schafft man es kaum noch, sich ihrem Sog zu entziehen. Diese Geschichte ist menschlich, gefühlvoll und dabei stets auf ihre ganz eigene Weise spannend.

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    • 2
  • Der Bernsteinfischer

    Der Bernsteinfischer
    martina400

    martina400

    10. February 2015 um 11:59

    "Das war es also. Da gab es einen Tom in Karolines Seele. Diesen Einsiedler aif Hiddensee, diesen Bernsteinfischer, diesen ..."  62% Inhalt: Karoline fährt nach Hiddensee um mehr über den totgeglaubten Fotografen Thomas Reuter herauszufinden. Thomas hatte sich nach seinen schrecklichen Erlebnissen im Krieg auf die kleine Insel zurück gezogen und lebt nun ein ruhiges und bescheidenes, aber auch sehr verschlossenes Leben. Karoline schafft es mit ihrer Lebensfreude und Neugier ihn aus der Reserve zu locken und einiges aufzuwühlen. Cover: Der Sonnenuntergang und die einsame Frau am Cover lassen sogleich ein Gefühl von Traurigkeit und Einsamkeit, aber auch Durchatmen und Neustarten in einem aufsteigen. Alleine mit Blick auf den Leuchtturm den Sonnenuntergang betrachten genießt die Protagonistin vermutlich und hängt ihren Gedanken nach. Besonders gut gefallen mir auch die Blumen, die sich zart an der Seite entlang hinaufschlängeln. Meine persönliche Meinung: Der Bernsteinfischer ist ein richtig romantischer, ja schon fast kitschiger Roman. Karoline kommt auf diese Insel, die so detailgetreu beschrieben wird, dass man meint selbst dort zu sein. Die Geschichte liest sich ganz schnell, wenn man doch manchmal über eine sehr veraltete Sprache stolpert, wie selten jemand spricht, sondern sie ehr im geschriebenen Text/Gedicht vorkommt. Anfangs zieht sich alles ein wenig in die Länge und es passiert nicht sehr viel, was die Geschichte ein wenig langatmig macht. Doch im zweiten Teil überschlagen sich die Ereignisse und es kommt eine richtige Spannung hinein. Dadurch, dass sich Tom und Karo immer wieder versäumen und Missverständnisse ihren Start prägen, fiebert man richtig mit. Zum Schluss ist es mir persönlich einfach ein bisschen zu kitschig. Zu viele Zufälle treffen aufeinander und alles löst sich in ein Happy End auf, dass fast unmöglich ist. Für meinen Geschmack einfach ein bisschen zu viel des Guten. Nichtsdestotrotz war es eine auflockernde Geschichte für Zwischendurch, die ich gerne gelesen habe, Fazit: Eine Liebesgeschichte mit vielen Hindernissen und glücklichen Zufällen mit sehr viel "Kitsch".

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  • Leider nur eingeschränkter Lesespaß.

    Der Bernsteinfischer
    Stjama

    Stjama

    08. February 2015 um 21:16

    Inhalt: Die Journalistin Karo wird auf die Insel Hiddensee geschickt, um den Fotografen Tom zu fotografieren, der sich nach einer Entführung dorthin zurückgezogen hat. Schnell ist sie tief in seine Geschichte involviert und findet Tom viel interessanter, als ihr lieb ist. Doch zwischen ihnen stehen Misstrauen, Selbstvorwürfe und weitreichende Geheimnisse … Meine Meinung: "Der Bernsteinfischer" ist eine romantische Liebesgeschichte, die aber auch weitere Themen hat: die Schrecken des Krieges, der verantwortliche Umgang mit Informationen und der Umgang mit Selbstvorwürfen und vermeintlicher Schuld. Das macht das Buch zu einer interessanten und kurzweiligen Lektüre für nebenher.  Trotzdem hat mich "Der Bernsteinfischer" nicht uneinegeschränkt überzeugt, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen ist die Sprache für mich an vielen Stellen nicht passend. Besonders die Dialoge empfinde ich als sehr unnatürlich für Menschen in unserer Zeit. Ein paar Beispiele: "Tom hat allzu reichlich davon Zeugnis abgelegt." - "Mir ist nichts geschehen und ihm auch nicht. Aber es ging eine Kamera zu Bruch." - "Das wird mir wahrscheinlich erneut den Tadel von Pit eintragen." Diese Sprache passt für mich ins 19. Jahrhundert, vielleicht auch noch in die 20er Jahre, aber sicher nicht in die letzten Jahrzehnte. Und zum anderen hat mich der Schluss der Geschichte ziemlich unbefriedigt zurückgelassen. Ohne zu viel verraten zu wollen: Ein wichtiges Element ist nur durch einen so unglaublichen Zufall möglich, dass ich es einfach nicht glaube. Aus diesen Gründen hat die Geschichte von mir leider nur drei von fünf Sternen bekommen.

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  • Der Bernsteinfischer

    Der Bernsteinfischer
    seschat

    seschat

    Der Roman "Der Bernsteinfischer" hat mich positiv überrascht, weil er keine seichte Geschichte erzählt, sondern auf eindrückliche Weise das Schicksal eines traumatisierten Kriegsfotografen beschreibt. Der 35-jährige Fotograf Thomas Reuter war ein angesehener Fotograf von Weltruhm, bis er während einer Reportage mit anderen Journalisten in Kaschmir Opfer einer Geiselnahme wurde. Als es zur Befreiung der Geisel kam, wurde Thomas Reuter ohne medizinische Untersuchung vom Auswärtigen Amt für tot erklärt, obschon er nur ein schweres Schädelhirntrauma erlitten hatte. Es dauerte ein Jahr bis er wieder genesen war und nach Deutschland zurückkehren konnte. Als er dort vom Tod seiner Frau Simone erfuhr, gab er sich selbst die Schuld an ihrem Ableben und zog sich aus der Journalistenbranche zurück. Vier Jahre verbrachte er unerkannt und zurückgezogen auf der Insel Hiddensee. Dort versuchte er vergebens, die schmerzhafte Vergangenheit hinter sich zu lassen und vertraute sich nur wenigen Menschen an. Erst die junge, engagierte Dresdner Journalistin Karoline findet gemächlich Zugang zu seinem Innersten. Durch sie gewinnt er wieder neuen Lebensmut und stellt sich der verdrängten Vergangenheit. Auf diese Weise erfährt der scheue und eigenbrötlerische Landschaftsfotograf u. a. von seinem Sohn, dem klugen und anfangs sehr ängstlichen Pit. Die Autorin Christine Lehmann findet in ihrem Roman genau die richtigen Worte/den richtigen Ton. Einfühlsam nähert sie sich dabei den Hauptcharakteren an. Vor allem das zwiespältige Innenleben von Thomas Reuter wird auf authentische Weise besprochen, genauer: es geht um den Umgang mit Trauer, Schuld und Wut. Neben dem Fotografen wurde auch die beharrliche und ungemein empathische Journalistin Karoline sehr gut getroffen. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Die Sprache ist leicht verständlich und fördert damit den Lesefluss. Zudem empfinde die angeführten Natur- und Wetterbeschreibungen von Hiddensee als sehr gut gelungen. FazitAlles in allem ein sprachlich und inhaltlich überzeugender Roman.

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    • 2
  • Ängste

    Der Bernsteinfischer
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    05. February 2015 um 09:29

    Thomas Reuter war ein bekannter und erfolgreicher Fotograf, der in allen Krisengebieten unterwegs war. In Kaschmir wurde er mit einigen Kollegen entführt. Nachdem die Geiseln wieder auftauchten, Reuter aber verschollen blieb, wurde er für tot erklärt. Ungefähr ein Jahr später meldete er sich in der deutschen Botschaft in Neu-Delhi. In der Zeit war viel geschehen und er zog sich zurück. Da er nun auf Hiddensee gesehen worden war, erhält die Journalistin Karoline Wolf von ihrem Redakteur Manfred Schulze den Auftrag, ein Interview mit Reuter zu führen. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und angenehm zu lesen. Die Geschichte ist viel tiefgründiger, als man aufgrund der Kurzbeschreibung vermutet. Reuter will nichts als seine Ruhe. Seit der Entführung ist er von Selbstzweifeln zerfressen, fühlt sich verantwortlich für das, was ihm und seinen Kollegen passiert ist. Außerdem trauert er noch um seine Frau und kann sich nicht verzeihen, dass er nicht bei ihr war, als sie starb. Auf Hiddensee fühlt er sich wohl, weil man ihn akzeptiert, aber in Ruhe lässt. Beharrlich und einfühlsam versucht Karoline Zugang zu ihm zu finden. Aber auch die Nebencharaktere sind sympathisch und authentisch beschrieben. Besonders gefallen hat mir der kleine Pit, der auch lernen muss, seine Ängste zu überwinden. Hiddensee ist liebevoll und detailliert beschrieben. Man fühlt förmlich den Wind, der einem um die Nase weht und sieht das Meer vor Augen. Die Menschen sind ein wenig spröde und nehmen das nicht ganz einfache Leben auf der Insel mit Humor. Ein sehr schönes und gefühlvolles Buch.

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