Christine Lehmann Die Affen von Cannstatt

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Inhaltsangabe zu „Die Affen von Cannstatt“ von Christine Lehmann

Unter Mordverdacht: Camilla sitzt in der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch-Gmünd (Gotteszell) in Untersuchungshaft. Sie schreibt: "Ich bin die Tochter einer Kindsmörderin. Das klebt an mir. Immer fürchte ich, dass man es mir ansieht, dass die Art, wie ich spreche, wie ich mich anziehe, mich verrät …" Wir erfahren, dass Camillas Mutter bezichtigt wurde, vier ihrer Neugeborenen getötet zu haben. Kurz vor ihrer Verhaftung tauchte sie unter und wird seitdem per internationalem Haftbefehl gesucht. Camilla, ihr fünftes Kind, ist bei Pflegeeltern aufgewachsen. Sie hat in Tübingen Soziologie studiert, am Stuttgarter Zoo Wilhelma über Bonobo-Affen geforscht und dabei etwas beobachtet, was den Erkenntniskonsens in Frage stellte. Daraufhin entzog ihr Professor und Mentor ihr das Vertrauen. Beschämt und verunsichert brach Camilla das Studium ab, trennte sich von ihrem politisch aktiven Freund und vergrub sich, um ein stilles, unauffälliges Leben zu führen. Doch dann, fünf Jahre später, holt ihre Vergangenheit Camilla ein: Im gut gesicherten Bonobo-Gehege der Wilhelma wird die zerfleischte Leiche ihres Exfreunds gefunden! Eine übergriffige Journalistin, die Camilla verführt und sich ihr Vertrauen erschlichen hat, liefert sie prompt ans Messer – und wer glaubt schon der gehemmten Tochter einer gesuchten Kindsmörderin, dass sie unschuldig ist?

Was für ein großartiger Krimi, spannend, ungewöhnlich, und wie hätte ich sonst so beiläufig etwas über die Bonobo-Affen lernen können?

— cherborg
cherborg

Ich mag es!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Spannender Krimi mit interessanter Thematik

    Die Affen von Cannstatt
    LiebezuBuechern

    LiebezuBuechern

    Camilla ist die Tochter einer Kindsmörderin. So wird es ihr zumindest erzählt. Aus diesem Grund wächst sie in einer Pflegefamilie auf. Sie studiert Soziologie, erforscht im Stuttgarter Zoo die Bonobo-Affen und beobachtet dabei etwas, was den Erkenntniskonsens in Frage stellt. Daraufhin bricht sie ihr Studium ab, trennt sich von ihrem politisch aktiven Freund und zieht sich zurück um ein stilles, unauffälliges Leben zu führen. Die Vergangenheit holt sie jedoch ein, als einige Zeit später im gut gesicherten Bonobo-Gehege die zerfleischte Leiche ihres Exfreundes gefunden wird. Eine eifrige Journalistin erschleicht sich ihr Vertrauen und liefert sie prompt ans Messer. Wer glaubt schon, dass die Tochter einer gesuchten Kindsmörderin unschuldig ist?  „Die Affen von Cannstatt“ sprach mich zum einen wegen des Titels an, aber auch wegen der besonderen Thematik. Entdeckt hab ich dieses Buch auf der Homepage von 3sat und wollte es sofort lesen. Auch wenn ich von der Autorin bis dato noch nichts gehört hatte. Der Leser lernt in diesem Buch Camilla Feh kennen, die als kleines Kind in eine Pflegefamilie kam, weil ihre Mutter scheinbar all ihre Geschwister ermordet hat und untergetaucht ist. Sie führt ein normales Leben, studiert an der Uni Soziologie und hält sich sehr gerne in der Wilhelma auf, um die Bonobo-Affen zu studieren und zu beobachten. Als einige Zeit später ihr Exfreund Till zerfleischt im Bonobogehege gefunden wird, fällt der Verdacht schnell auf Camilla. Die übereifrige Journalistin Lisa Nerz ist sich sicher, in ihr die Täterin gefunden zu haben und liefert sie der Polizei aus. Doch ist Camilla wirklich schuldig? Camilla kommt in Untersuchungshaft. In Tagebuchform berichtet sie nun von ihren Erlebnissen und Gedanken und gibt dem Leser so Einblick in das Haftleben und drückt ihre Gefühle aus. Man kann die Ohnmacht förmlich spüren und erlebt den Kampf der jungen Frau hautnah mit. Obwohl diese beiden Erzählstränge in unterschiedlichen Zeitebenen spielen, kann man sie als Leser, allein schon wegen der unterschiedlichen Schriftarten, problemlos auseinanderhalten. Stück für Stück verbinden sich die Handlungsstränge und ergeben am Ende dann ein Ganzes. Die Autorin schreibt flüssig und fesselnd, teilweise sehr nüchtern. Bereits nach wenigen Seiten war ich in der Geschichte versunken und wollte unbedingt mehr über Camilla wissen. Leider hat Christine Lehmann es aber nicht geschafft, mir Camilla als Person näher zu bringen. Ich konnte nicht richtig mitfühlen, war manchmal eher genervt von ihr. Schlussendlich war sie mir unsympathisch und hat es bis zum Ende nicht geschafft, dieses Gefühl zu revidieren. Auch die Journalistin Lisa Nerz hat mir persönlich nicht zugesagt. Aufgrund der interessanten Thematik, der interessanten Fakten, sowie der einfühlsamen und fesselnden Erzählweise ist dieser Krimi aber auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Fazit: Ein spannender Krimi, der besonders wegen seiner Thematik hervorsticht. Wer gerne einmal einen etwas anderen Kriminalroman lesen möchte, ist mit diesem Buch gut bedient.

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