Christine Metzger

 4.2 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von New York, Culinaria Deutsche Spezialitäten und weiteren Büchern.

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POLYGLOTT on tour Reiseführer New York

Erscheint am 05.03.2019 als Taschenbuch bei Polyglott ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH.

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Culinaria Deutsche Spezialitäten

Culinaria Deutsche Spezialitäten

 (5)
Erschienen am 01.01.2013
Brot backen, wie es nur noch wenige können

Brot backen, wie es nur noch wenige können

 (4)
Erschienen am 15.03.2018
ADAC Reiseführer New York

ADAC Reiseführer New York

 (2)
Erschienen am 03.03.2015
DuMont Schnellkurs USA

DuMont Schnellkurs USA

 (1)
Erschienen am 21.04.2008
Kochen mit Oma

Kochen mit Oma

 (1)
Erschienen am 10.10.2015
Bell ich, bin ich

Bell ich, bin ich

 (1)
Erschienen am 18.01.2011
Ostküste USA

Ostküste USA

 (1)
Erschienen am 01.01.1993

Neue Rezensionen zu Christine Metzger

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Brot backen, wie es nur noch wenige können" von Christine Metzger

Kulturgeschichte des Brotbackens und einige Rezepte
R_Mantheyvor 2 Monaten

"Brot backen ist ein Handwerk, das abseits von Massenware nur noch von wenigen Menschen beherrscht wird, zugleich ist es eng mit unserer Kulturgeschichte verbunden." Das steht in der Produktbeschreibung und ist wohl wahr. Wenn man sich diesen Satz etwas länger durchdenkt, dann entdeckt man vielleicht auch den Mechanismus, den er indirekt beschreibt. Mit dem Wort "Massenware" umschreibt man gerne Billigprodukte. In diesem Fall sind wohl die Brote gemeint, die man von Backketten oder in gängigen Supermärkten kaufen kann. Sie müssen zwei Merkmale aufweisen, nämlich erstens so schmecken, dass der Verbraucher sich nicht abwendet und zweitens einfach herstellbar sein. Mit dem letzten der beiden Merkmale sind übrigens erlaubte Zutaten verbunden, die man eigentlich nicht im Brot haben will und von denen die meisten Kunden nichts wissen.

Den Unterschied zu einem von einem Bäcker nach alten Rezepten gebackenen Brot kann man im Geschmack ausmachen und selbstverständlich im Preis. Billigware zwingt kleine Bäckereien in die Knie, zumal ihnen sowieso schon der Nachwuchs fehlt. Wer will schon noch mit seinen Händen etwas herstellen und dazu mitten in der Nacht aufstehen? Und wenn Bäckereien aussterben, bleibt Leuten, die gerne ein schmackhaftes und gesundes Brot essen, oft nur der Weg der Eigenproduktion. Ein Treppenwitz in einer hochgradig arbeitsteilig organisierten Gesellschaft, der aber wiederum Backbüchern den Weg zu neuen Kunden erschließt.

Dies ist zwar ein Backbuch, aber eher ein kulturhistorisches als ein praktisches. Es umfasst etwas mehr als 200 Seiten, und die Rezepte beginnen ab Seite 152. Dort wird zunächst die Produktion von Hefeteig und Sauerteig erklärt. Anschließend folgen "17 der besten Rezepte". Nun ist es natürlich nicht mit diesen Rezepten allein getan. Ein Bäcker lernt schließlich auch nicht nur die Rezepte auswendig. Er muss auch noch andere Fertigkeiten lernen, etwa ein Gespür für den Ofen und andere kleine Tricks, die jeden Handwerker von einem Laien unterscheiden und die man nur durch Übung, also oftmaliges Wiederholen eines Vorganges lernt.

Die ersten Dreiviertel des Buches sind verschiedenen Vorbereitungen gewidmet. Beispielsweise der Frage nach dem besten Korn oder den entsprechenden Mehltypen. Ebenso wichtig sind Gewürze oder andere Zutaten, die einem Brot eine ganz spezielle Note geben. Dazwischen versuchen verschiedene Autoren Antworten auf Fragen wie "Was ist gutes Brot?" zu finden. Oder man kann historische Anmerkungen lesen.

Wenn man dieses Buch nicht als reines Backbuch erwartet, sondern einen etwas weiter gefassten Zugang zum Brotbacken akzeptiert, dann ist es hervorragend gemacht.

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Rezension zu "Brot backen, wie es nur noch wenige können" von Christine Metzger

Das Brot-Lesebuch
peedeevor 7 Monaten

Die Autorinnen haben ein Brot-Lesebuch geschrieben. Wie? Ein Brot-Lesebuch? Ja, genau. Denn in diesem Buch gibt es zwar auch Rezepte, thematisiert werden aber vor allem Brauchtum rund ums Brot, Grundprodukte sowie die Arbeit von Bauer, Müller und Bäcker. Nur mit Liebe und Stolz ausgeführtes Handwerk und Zeit ergeben am Schluss ein gutes Endprodukt.

Erster Eindruck: Ein unwahrscheinlich schöner (und schwerer) Bildband, sehr viele Fotos und Illustrationen, ein Lesebändchen.

Mir hat gefallen, dass die Arbeit der drei Hauptakteure im Brotentstehungsprozess detailliert vorgestellt wurde, nämlich der Bauer, der Müller und der Bäcker. Es begeistert mich immer wieder, wenn Menschen von ihrem Beruf mit Begeisterung erzählen und stolz auf ihr Handwerk sind. Diese Begeisterung schwappt dann auch auf den nächsten über. Es werden zig Getreidesorten in Bild und Text vorgestellt, wie z.B. Amaranth, Dinkel, Emmer, Einkorn. Des Weiteren werden auch Mehltypen und ihre Eignung präsentiert, inklusive eines Vergleichs der Bezeichnungen in Deutschland und Österreich (die Schweiz und England werden am Rande erwähnt). Bei den Rezepten finden sich solche mit und ohne Sauerteig, langer Teigführung und zudem noch welche für die Verwertung von altbackenem Brot (z.B. Schwarzbrotsuppe, Brotauflauf). Ein paar der Rezepte werde ich auf jeden Fall noch ausprobieren – ich freue mich schon darauf.

„Wer gutes Brot backen will, muss sich und dem Teig Zeit lassen.“

Ich mag Brot in all seinen vielen Varianten gerne und habe auch schon Einiges zu diesem Thema gelesen (und gebacken). Auch im vorliegenden Buch habe ich wieder viele interessante Dinge erfahren, wie z.B.:
- Bis in die 1950er Jahre wurde in vielen hochgelegenen Dörfern im Wallis (Schweiz) nur einmal im Jahr Brot gebacken!
- Zu Allerheiligen (1. November) flossen früher die Brotspenden für die Armen, die Dienstboten und die Patenkinder besonders reichlich. „An diesen Tagen gedachte man der Toten, die gute Tat des Beschenkens sollte ihrem Seelenheil zugute kommen.“
- Bei den 10 goldenen Regeln fürs Brotbacken steht, dass man das Brot nicht mit Heissluft (Umluft) backen sollte, da dies die Teige zu sehr austrocknen kann. Wieder etwas gelernt!

Abschliessende Bemerkung zur Gestaltung: Das Buch mit seiner wunderbaren Gestaltung ist wirklich etwas fürs Auge – ohne, dass man einen Buchstaben lesen muss, hätte ich dem Buch bereits 5 Sterne vergeben. Mir gefallen die Fotografien und auch die Zeichnungen über die verschiedenen Getreidesorten. Einzige Kritik (auf hohem Niveau): Ich finde es nicht gut, dass die Dame auf dem Cover die langen Haare offen trägt – unpassend beim Backen (da war das Cover der früheren Ausgabe besser).

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K

Rezension zu "Brot backen, wie es nur noch wenige können" von Christine Metzger

Geschichten über Traditionen und Wertschätzung, Informationen und Rezepte
katze102vor 7 Monaten

Die Autorinnen erzählen Geschichten über Müller, Mühlen, das Korn, die Muße bei der Herstellung und Backen eines Brotes, von alten Traditionen und auch von neuem Wissen. Dabei kommen auch andere zu Wort und schildern ihre Erinnerungen oder Erlebnisse, beispielsweise Kindheitserinnerungen an frisches Brot oder über die Tätigkeit als BrotbäckerIn heutzutage, auch mit Backkursen und Brotbackclub.

Der Schwerpunkt dieses schön illustrierten Buches liegt eindeutig in der Vermittlung der Freude am Backen, dem Wertschätzen des alten Handwerks samt aller damit verbundenen Tätigkeiten, die man im Idealfall mit Hingabe bewältigt.
Ungefähr in der Mitte des Buches finden sich Portraits verschiedener Getreide und Pseudogetreide sowie ausführliche Anleitungen zur Herstellung für Hefe- und Sauerteig. Besonders gut gefallen mir die darauf folgenden 17 besten ( und erprobten) Rezepte.

Ich habe das Buch vor Jahren schon einmal durchgeblättert, allerdings hatte es damals ein anderes Cover, so dass mir das Buch beim Lesen sehr vertraut vorkam.

Insgesamt gefällt mir dieser Mix aus Geschichten, Hintergrundinformationen und einigen, ansprechenden Rezepten gut, vermittelt eine besondere Wertschätzung dieses Grundnahrungsmittels samt seiner handwerklichen Zubereitung.

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