Christine Nöstlinger Bonsai

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Inhaltsangabe zu „Bonsai“ von Christine Nöstlinger

Bonsai, der kleiner ist als das kleinste Mädchen seiner Klasse, ist ein Super-Denker. Aber sonst hapert es. Vor allem hat er Probleme mit der Sexualität. Ist er homo, hetero oder bi? Wer kann ihm das klären? Seine Kusine Eva-Marie möchte ihm helfen - aber sie hat dabei eigene Pläne. Und das schöne Geschwisterpaar Pribil? Wie auch immer, Bonsai hat beschlossen: Ich will mich verlieben! Sebastian, genannt "Bonsai", ist 15 Jahre alt und kleiner als das kleinste Mädchen in der Klasse. Nicht gerade schmeichelhaft für einen, der sich seit frühester Kindheit vorgenommen hat, Philosoph zu werden. Zumal er immer noch nicht weiß, wie es um ihn eigentlich steht. Ist er nun hetero, homo oder bi? Bonsai testet seine Reaktion an Pornoheften, diversen Herrentoiletten-Inschriften sowie dem schönen Geschwisterpaar Pribil; er sucht Rat und Hilfe bei den Liebesdefinitionen der europäischen Philosophiegeschichte und bei seiner Kusine Eva-Marie. Eva-Marie aber hat ihre eigenen Vorstellungen, auch von Bonsais sexueller Orientierung, und so kommt es, dass Polaroidfotos entstehen von Bonsai in Frauenkleidern - die Alleinerziehende schlägt die Hände über dem Kopf zusammen! Zu guter Letzt jedoch findet Bonsai doch noch heraus, wer und was er ist - nicht ohne ein paar Federn gelassen zu haben.

Nichts, was ich ohne die Uni gelesen hätte, bereue es aber nicht unbedingt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Bonsai

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. November 2016 um 20:50

    Christine Nöstlingers »Bonsai« erzählt die Geschichte des Jungen Sebastian. Er ist Fünfzehn, aber dennoch kleiner als das kleinste Mädchen der Klasse. Außerdem weiß er zwar eine ganze Menge, nur eines noch nicht: Wie es um ihn und seine Sexualität bestellt ist. Er beschließt sich zu verlieben, und seine Kusine Eva-Maria soll ihm dabei behilflich sein.Der Roman ist mit einem frischen Witz erzählt, der dadurch gleichzeitig das Wiener Großbürgertum ein wenig auf’s Korn nimmt. Sebastian ist ein altkluger Junge, der oft gewichtig daherredet, aber nicht immer so ganz versteht, was er da eigentlich erzählt. Das führt mitunter zu recht komischen Situationen, in denen er beispielsweise die Philosophie mit der Gärtnerei verwechselt und beides für ein und dasselbe hält. Auch lebt der Humor des Buches von Situationskomik, beispielsweise als Sebastian den Männerstrich auf einem Straßenklo sucht und Eva-Maria ihm hinterher ganz trocken erzählt, was sie in einiger Entfernung unter den Bäumen beobachtet hat. Das zeugt von seiner Naivität, die er jedoch durch seine Großmäuligkeit zu überspielen versucht. Mitunter reichen Humor und Komik bis hin zur Drastik. Sebastian ist in seinem Alltag fast nur von Frauen umgeben: seine Mutter, die Tante und deren Tochter Eva-Maria. Dadurch fehlt ihm eine männliche Identifikationsfigur, auch wenn er sagt, dass er seinen Vater nicht vermisst und »die Alleinerzieherin«, wie er seine Mutter immer nennt, dessen Rolle gut erfüllt. Sie selbst nimmt ihn jedoch mehr oder weniger als Partnerersatz und erzählt ihm vieles aus ihrem Leben, dass eine Mutter klassischerweise nicht erzählen würde. Damit werden die klassischen Rollenbilder einer Familie aufgebrochen und durch plurale Familienverhältnisse ersetzt; die Patchworkfamilie wird salonfähig.Das Verhältnis von Mutter und Sohn ist durch tägliche Streits geprägt, Sebastian scheint das sogar zu brauchen, da es für ihn eine Art Wettbewerb ist. Trotzdem herrscht eine gesunde Kommunikation zwischen beiden, die Mutter setzt sich für ihn ein und verteidigt ihn. Sie ist sich gegenüber sehr kritisch und streng und befürchtet, eine schlechte Mutter zu sein. Durchaus als fortschrittlich ist zu bezeichnen, dass sie sogar den Rat eines befreundeten Psychologen sucht.Sebastian reagiert vor allem auf Dinge und ist nicht unbedingt der kluge Kopf, für den er sich selbst hält. Selbst die Suche nach seiner Sexualität wird überhaupt erst angestoßen, als seine Mutter sich Sorgen macht, er könne schwul sein, weil er spaßeshalber ein Kleid seiner Kusine angezogen hatte. In der Suche selbst agiert er jedoch ausnahmsweise selbst.Dadurch, dass Sebastian sich so klug gibt und in gehobenerer Sprache spricht, ist er von den anderen aus dem Klassenverband mehr oder weniger ausgeschlossen. Seine sozialen Kontakte sind daher stark beschränkt, vor allem auf Eva-Maria und die Pribils.Am Ende des Buches, sprichwörtlich in den letzten Wörtern, wird deutlich, dass Sebastian eventuell über seine Geschichte geflunkert haben könnte, es wird jedoch nicht klar, inwiefern. Er nimmt Bezug auf die verschiedenfarbigen Tagebücher seiner Kusine, in denen sie unterschiedliche Versionen der von Sebastian widergegebenen Ereignisse niedergeschrieben hat. Er gibt an, dass er noch weitere verschiedenfarbige Bücher hätte schreiben können mit zahlreichen anderslautenden Wahrheiten über ihn.Der Schluss des Romans ist in jedem Fall sehr gelungen und lässt den Leser auch nach Beenden der Lektüre darüber nachsinnen, was Sebastian nun erfunden, etwas großzügig ausgelegt odear seiner Wahrnehmung entsprechend wiedergegeben haben könnte. Auch die Komik der Erzählung hat einen gewissen Reiz. Insgesamt gelingt es der Autorin gut, sich in die Gefühlswelt eines Heranwachsenden hineinzuversetzen und seine Probleme und Sorgen dem Leser nahe zu bringen.

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  • Rezension zu "Bonsai" von Christine Nöstlinger

    Bonsai

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. September 2010 um 08:50

    Bonsai heißt ja eigentlich Sebastian, aber seine Klassenkameraden nennen ihn so, weil er der Kleinste der Klasse ist. Mit genannten Klassenkameraden hat er eigentlich nicht viel zu schaffen, ihn bewegen andere Probleme. Die Existenz Gottes beispielsweise, oder andere philosophische Fragen. Oder das immer drängendere Problem, wie das eigentlich ist mit der Liebe. Denn Bonsai hat keine Ahnung, ob er nun auf Frauen stehen soll oder auf Männer. Und wie er das denn bitteschön herausfinden soll. Mit Pornoheftchen hat er es schon probiert, mit einer Besichtigung des Männerstrichs auch – nichts, was sein Blut besonders in Wallung gebracht hätte. Da muss also ein besserer Beweis her. Denn – so meint seine Cousine Eva-Maria – sollte man wissen, auf wen man steht, ehe man dann das „falsche“ Geschlecht heiratet und als schwuler Familienvater oder lesbische Mutter unglücklich wird. Bonsai beschließt, dass es doch anhand des Geschwisterpaars Pribil am besten herauszufinden wäre – zwei bildhübsche Menschen, einmal in der männlichen, einmal in der weiblichen Ausgabe. Das müsste doch eigentlich die todsichere Methode sein… oder? Bonsai ist manchmal mega-altklug, aber auf seine Weise trotzdem sehr sympathisch. Was mir gefallen hat, war, dass sich Nöstlinger dem Thema „sexuelle Orientierung“ so unverkrampft nähert. Schwul- oder Bi-Sein ist einfach eine Option unter anderen. Das find ich erstmal eine ganz gute Message. Aber es geht nicht nur darum, viel eher ist dieses Problem eingebettet in einige andere Angelegenheiten, die der Bonsai so regeln muss: Das Leben mit seiner „Alleinerzieherin“ beispielsweise und das Verhältnis zu seinem Erzeuger inklusive dem ganzen Überbau an philosophischen Fragen, die sich ihm ständig stellen. Also auch durchaus ein paar der „normalen“ Teenie-Probleme, die in und mit einem Ensemble von meist lustigen und skurril-überzeichneten Figuren durchgespielt werden. Und die wienerischen Dialektausdrücke geben dem Ganzen dann noch seinen ganz eigenen Charme. Ach ja: Das Ganze ist, wie ihr euch vielleicht denken könnt, eigentlich ein Jugendbuch, aber auch für Erwachsene ist es immernoch prima zu lesen und überaus empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Bonsai" von Christine Nöstlinger

    Bonsai

    Kirer

    05. August 2008 um 12:56

    Süße Geschichte mit einem sarkastischen kleinem Jungen in der Hauptrolle, der mich immer wieder zum Lachen gebracht hat.

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