Christine Nöstlinger , Franziska Biermann Die Sache mit dem Gruselwusel

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Inhaltsangabe zu „Die Sache mit dem Gruselwusel“ von Christine Nöstlinger

Joschis Schwester Mizzi ist so mutig, wie Joschi gerne wäre – leider ein frommer Wunsch. Und obwohl Joschi Mizzi sehr bewundert, beschließt er doch, sie eines Nachts mit einem selbst gebastelten Gespenst zu erschrecken. Der Plan geht aufgrund eines missglückten Zaubers gründlich in die Hosen: Am Ende steht Joschi mit einem „lebendigen“ Baby-Gespenst da, das er vor der Welt verstecken und zudem unterhalten, mit Spinnweben füttern und beschützen muss! Zum Glück hat die schlaue Mizzi, die Joschi und seinem greinenden Baby-Gruselwusel bald auf die Schliche kommt, eine gute Idee – ein Mutter-Gruselwusel muss her. Dass Mizzi auf diese Weise endlich das Fürchten lernt, kann sie ja nicht ahnen! Die liebevoll erzählte, witzige neue Geschichte von Christine Nöstlinger, dazu die charmanten Bilder von Franziska Biermann: eine unwiderstehliche Kombination, und ein neues Lieblingsbuch für alle kleinen Gruselfans! Jetzt in Fibelschrift!

Ganz Tolle Geschichte, allerdings fehlen mir Kapitelpausen.

— lady-chichi
lady-chichi

Ein wunderbares Kinderbuch für 5 bis 8-Järhige, die gern auch mal selbst basteln und ihre Geschichten wieder und wieder erleben wollen, in dem sie sie nachspielen und so selbst zum Teil des Buches werden.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Leserunde zu "Gespenster gibt es doch!" von Kate Klise

    Gespenster gibt es doch!
    Gerstenberg Verlag

    Gerstenberg Verlag

    Zu Beginn möchten wir mit euch ein älteres Buch lesen, das der erste Band einer Reihe ist. Die Leserunde richtet sich vor allem die jüngere Generation Leser (ab 8 Jahren), die gern mit ihren Eltern oder Großeltern o.ä. mitlesen können. Worum es geht?   Der berühmte Kinderbuchautor Ignaz B. Griesgram mietet für den Sommer ein Haus in der Friedhofstraße 43, um dort endlich den 13.Band seiner Geisterbezwinger-Serie zu verfassen. Verlegerin Bessie Seller sitzt ihm im Nacken, denn den Vorschuss für das Buch hat er längst ausgegeben und noch keine Zeile geschrieben! Aber in dem Haus wohnt bereits jemand: ein elfjähriger Junge mit seiner Katze und ein Gespenst! Es heißt Olivia, ist 190 Jahre alt und quicklebendig. Seine Spezialität sind lautes Türenknallen, mitternächtliches Klavierspiel und Paprikahuhn. Als der Kristalllüster nur wenige Zentimeter vor Bestsellerautor Griesgram herunterfällt, muss auch er so allmählich einsehen: Gespenster gibt es doch! Die Lektüre dieser temporeichen, verrückten und herrlich abgedrehten Gespenstergeschichte ist ein absolutes Muss für alle Gespensterliebhaber und Bücherfreunde. Dieses Buch hat das Potenzial zu einem Kultbuch! (Gerstenberg Verlag) Über die Autorinnen: Kate Klise wurde 1963 in Peoria / Illinois geboren, wo sie zusammen mit ihren fünf Geschwistern aufwuchs. Heute lebt sie auf einer Farm in Missouri. Sie schreibt Kinderbücher und Zeitschriftenartikel.   M. Sarah Klise, Jahrgang 1962, teilte als Kind mit ihrer Schwester Kate ein Zimmer. 1973 verfassten die beiden ihr erstes Buch, ein Weihnachtsgeschenk für ihre ältere Schwester. Heute arbeitet Sarah als Illustratorin in Berkeley / Kalifornien. Ihr liebt Gespenstergeschichten und Bücher, die in Briefform geschrieben sind? Dann dürft ihr euch dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Um euch für eines von 6 Exemplaren zu bewerben müsst ihr uns nur bis zum 27.09.3013 12.00Uhr eine Frage beantworten: Welche Gespenster-/Geisterbücher habt ihr bisher gelesen? Unter allen Bewerbern werden dann die Gewinner ausgelost. Für alle Leser, die nicht genug von den Geschehnissen in der Friedhofstraße 43 bekommen können haben wir auch einen Gespenster-Blog (http://www.gespenster.gerstenberg-verlag.de/).   Wir freuen uns auf das gemeinsame Lesen mit euch! **Für die Bewerbung wird ein zeitnahes Lesen und Rezensieren vorausgesetzt. Für die Post übernehmen wir keine Haftung.**

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  • Rezension zu "Die Sache mit dem Gruselwusel" von Christine Nöstlinger

    Die Sache mit dem Gruselwusel
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    25. October 2012 um 19:56

    Klappentext: Joschis Schwester Mizzi ist so mutig, wie Joschi gerne wäre – leider ein frommer Wunsch. Und obwohl Joschi Mizzi sehr bewundert, beschließt er doch, sie eines Nachts mit einem selbst gebastelten Gespenst zu erschrecken. Der Plan geht aufgrund eines missglückten Zaubers gründlich in die Hosen: Am Ende steht Joschi mit einem „lebendigen“ Baby-Gespenst da, das er vor der Welt verstecken und zudem unterhalten, mit Spinnweben füttern und beschützen muss! Zum Glück hat die schlaue Mizzi, die Joschi und seinem greinenden Baby-Gruselwusel bald auf die Schliche kommt, eine gute Idee – ein Mutter-Gruselwusel muss her. Dass Mizzi auf diese Weise endlich das Fürchten lernt, kann sie ja nicht ahnen! * Die Autorin: Christine Nöstlinger, geboren 1936 in Wien, lebt als freie Schriftstellerin abwechselnd in ihrer Geburtsstadt und im Waldviertel. Sie schreibt Kinder- und Jugendbücher und ist für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen tätig. Christine Nöstlinger erhielt für ihr Werk die "Hans-Christian-Andersen-Medaille", den "Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis", 2011 den "Lifetime Award", den "Ehrenpreis Corine 2011" sowie das "Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich".Franziska Biermann, Jahrgang 1970, studierte an der Hamburger Fachhochschule für Gestaltung. Zusammen mit Antje von Stemm gründete sie unter dem Namen 'Brillante Töchter' 2000 eine gemeinsame Firma. Ihre Bücher haben ihnen bereits zahlreiche Auszeichnungen eingebracht. * Die Geschichte: Joschis Schwester Mizzi fürchtet sich vor gar nichts.. Joschi dagegen ist ein richtig kleiner Angsthase.. Ganz nebenbei flucht er auch noch ziemlich gerne, weshalb ihm seine Oma riet, sich ein Wort für seine Schimpfwörter auszudenken.. Sie hasst es nämlich wenn in ihren vier Wänden Schimpfhörter heraus posaunt werden.. Und welches Wort dabei heraus kommt? "Gruselfurzwuselpups"! Jedes mal wenn nun Joschi am fluchen ist, heisst es Gruselfurzwuselpups.. Mizzi ist ein toughes Mädchen, und Joschi will es nicht auf sich sitzen lassen, dass sie soviel mutiger als er ist.. Er will sich etwas überlegen, womit er Mizzi mal so richtig Angst einjagen kann, denn die macht sich desöfteren über Joschi lustig, wenn er sich bei den kleinsten Dingen fürchtet.. Joschi setzt sich also hin und überlegt womit er Mizzi den Schrecken ihres Lebens einjagen kann.. Ein Gespenst muss her.. Er bastelt also ein fürchterliches Gespents, mit seinem Ergebnis ist er mehr als nur zufrieden, und als er zur Geisterstunde dann auch nochmal fluchen muss und "Gruselfurzwuselpups" von sich gibt, erwacht sein kleines selbstgebasteltets Gespents zum Leben.. Anfangs ist Joschi noch ziemlich ängstlich gegenüber dem Gespenst, bis er merkt, dass das Baby-Gruselwusel ihm nichts zuleide tun will.. Joschi will das Gespenst behalten, doch schon nach nur einem Tag merkt er, dass der Alltag mit einem Baby-Gruselwusel alles andere als einfach ist.. * Gestaltung & Fazit des Buches: Eine schöne Geschichte zum Vorlesen für die kleineren, für die größeren mit guter Leseerfahrung, sowie jedem Erwachsenen die lustige Kindergeschichten lieben :) Klein Markus (5) und ich hatten jede Menge Spaß beim Lesen dieses Buches.. Bei jedem "Gruselfurzwuselpups" mussten wir lauthals loslachen, und es dauerte so einige Minuten bis wir uns wieder beruhigt haben ;) Ein wunderbar erzähltes Kinderbuch von Christine Nöstlinger, das meiner Meinung nach in keiner Kinderbibliothek fehlen darf.. Auch ich als Erwachsener hatte jede Menge Spaß an dieser Geschichte.. Dieses Buch macht einfach Spaß und ist definitiv für groß und klein gedacht.. Die liebevoll erzählte, witzige Geschichte von Christine Nöstlinger, dazu die charmanten Bilder von Franziska Biermann: eine unwiderstehliche Kombination, und ein neues Lieblingsbuch für alle kleinen Gruselfans! Mit beigelegtem Sticker- und Bastelbogen, der sich in den Klappeninnenseiten befindet, um sich ein eigenes lebendiges Gruselwusel nachzubasteln!

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  • Rezension zu "Die Sache mit dem Gruselwusel" von Christine Nöstlinger

    Die Sache mit dem Gruselwusel
    nana_what_else

    nana_what_else

    04. February 2012 um 11:55

    "Mizzi zeigte zur Zimmerdecke rauf. Die war voll bunter Filzstift-Kriksi-Kraksi. [...] "Zum Kritzeln nimmt man Papier!", sagte Joschi. "Und woher soll ich das wissen?" Der kleine Gruselwusel zupfte sich eine Spinnwebe vom Ohr. "Ich bin ein Baby, ein Baby kann nicht alles wissen!" Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Kinderbuch vorstellen, das 2009 im Residenz Verlag erschienen ist! :) Christine Nöstlingers "Die Sache mit dem Gruselwusel" Warum ich Kinderbücher lese?.. Ich habe kein Kind, keine kleinen Männer und Damen in der Verwandtschaft oder Bekanntschaft.. Doch DIESES Buch habe ich mir von ganzem Herzen gewünscht.. warum? Ihr werdet es gleich verstehen. Joschi ist ein kleiner Angsthase (er flucht nur ab und zu ganz gern, weshalb seine Oma ihm geraten hat, sich ein originelles Wort auszudenken, das er wenn er wütend wird, anstelle der Flüche sagen soll. "Gruselfurzwuselpups"!). Seine jüngere Schwester hingegen ist richtig tough und fürchtet sich vor nichts und niemandem! Doch dass seine kleine Schwester sooo viel mutiger ist wie er, das kann Joschi einfach nicht auf sich sitzen lassen und so ersinnt er einen Plan um Mizzi den Schrecken ihres Lebens zu verpassen: Ein gruseliges Gespenst muss her! Gesagt - getan. Joschi bastelt ein Gespenst und ist höchst zufrieden mit seiner Leistung! Als er jedoch Punkt Mitternacht flucht -"Gruselfurzwuselpups!" - erwacht das Gespenst zum Leben.. und Joschi erkennt dass der Alltag mit einem Baby-Gruselwusel alles andere als einfach ist.. Wer Christine Nöstlingers Bücher kennt, der weiß, warum ich nicht viele Worte über ihren Schreibstil (Witzig-Umgangssprachliches, luftig leichte Sätze,..), ihre Art zu erzählen und die Geschichten lebendig zu gestalten verliere. Bereits viele MEINER ersten Kinderbücher stemmten aus der Feder dieser Autorin und ich finde es ganz wunderbar, dass sich auch diese (und hoffentlich noch viele folgenden) Generationen an ihrer wunderbaren Geschichten erfreuen dürfen.. Story: Eine schöne Geschichte zum Vorlesen, eine kleine Herausforderung zum Selberlesen! Leider habe ich keine Altersempfehlung entdeckt, aber da doch relativ viel Text in diesem Büchlein Platz findet, würde ich (schätzomativ) behaupten, dass doch schon einiges an Leseerfahrung notwendig ist, um den kleinen Gruselwusel bei seinem Abenteuer zu begleiten! Die Sache mit dem Gruselwusel ist definitiv eine Sache für Kinder. ABER (ja, hier folgt ein GROSSES aber) auch für erwachsene Leser birgt diese Geschichte ein unterhaltsames Lesevergnügen, dieses Buch macht einfach Spaß, sieht süß aus und ist aus meinem Bücherregal nie wieder wegzudenken! Gestaltung: Einfach Grandios! Neben einem beigelegten Gruselwusel-Stickerbogen und einer Anleitung zum Gruselwusel-Selber-Basteln, die sich auf den Klappeninnenseiten befindet, tragen auch die Bilder von Franziska Biermann, die jede zweite Seite des Buches zieren zu dem unglaublichen Lesevergnügen bei! Zudem ist die Bindung sehr schön verarbeitet, man hat es hier mit einem stabilen Büchlein zu tun (Schade war nur, dass die Seitenangaben gefehlt haben..) (: Als ich das Buch das erste Mal entdeckt habe, habe ich mich auf den ersten Blick darin verliebt. Das Cover. Der PERFEKTE Titel. Doch ich scheute mich davor, tatsächlich ein Kinderbuch mit nach Hause zu nehmen.. da ich aber jedes Mal, wenn ich in eine Buchhandlung kam, wieder den Gruselwusel zur Hand nahm, bekam ich dieses tolle Kinderbuch (als kleine Neckerei) zu Weihnachten zum Geschenk.. :) Für mich ein unglaublich schönes Geschenk, weil es zeigt, wie gut mich besagte Person kennt :) 2009 Residenz Verlag

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  • Rezension zu "Die Sache mit dem Gruselwusel" von Christine Nöstlinger

    Die Sache mit dem Gruselwusel
    schokobella

    schokobella

    14. June 2010 um 22:31

    Lustiges, gut geschriebenes Kinderbuch von einer etablierten Kinder- und Jugendbuchautorin. Achtung: Lachanfall für den Erwachsenen garantiert!

  • Rezension zu "Die Sache mit dem Gruselwusel" von Christine Nöstlinger

    Die Sache mit dem Gruselwusel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. September 2009 um 17:07

    Die Angst vor dem Dunkel oder Wie einer auszog, um seine Schwester das Fürchten zu lehren Die österreichische Schriftstellerin Christine Nöstlinger sagt von sich selbst, dass sie ein "wildes und wütendes Kind" gewesen sei. Die studierte Grafikerin und Journalistin veröffentlichte 1970 ihr erstes Werk, "Die feuerrote Friederike", ein Kinderbuch um ein zu dickes Mädchen mit knallroten Haaren, die einige ungewöhnliche Kräfte haben. Das vorliegende Buch vom Gruselwusel allerdings ist nicht nur ein Bilder- und Geschichtenbuch, nein, es ist auch ein Buch zum Basteln und Selbermachen. Umrahmt wird die Geschichte um den ängstlichen Joschi und seine mutige kleine Schwester Mizzi von einer Bastelanleitung für einen Gruselwusel, den man mit ein bisschen Hilfe von Mama, wenn auch vielleicht nur die "Zutaten" von ihr kommen, selbst erschaffen kann. Was aber eigentlich ist das, so ein Gruselwusel? Joschi ist eigentlich nur ein bisschen ängstlich, kein richtiger Angsthase, zumindest nicht so einer, wie man ihn sich vorstellen würde, wenn man an einen Angsthasen, also einen richtigen, denken würde. Aber seine kleine Schwester Mizzi zieht Joschi immer damit auf, dass er Angst vor Gewittern und der Dunkelheit hat, und da beschließt Joschi: Er wird ein Gespenst basteln, einen Gruselwusel. So will er es nennen. Einen Gruselwusel, um damit seine Schwester das Fürchten zu lehren. Joschi ist handwerklich auch ganz begabt und bekommt sein Gespenst so hin, wie er es ich vorgestellt hat. Als er ihm aber mit ein bisschen Wolle richtig gruselige weiße Haare auf den Kopf kleben will, wird er wütend, weil der Klebstoff überall an ihm hängenbleibt. Somit sind auch die Wollhaare überall an seinen Fingern, nur nicht auf dem Kopf vom Gruselwusel. Und da er nicht fluchen darf, weil seine Oma ihm das verboten hat, sagt er ein selbst ausgedachtes Fluchwort daher: "Gruselfurzwuselpups!" Dreimal sagt er das, weil er so wütend ist. Und dann geschieht etwas ganz Sonderliches: sein Gruselwusel wird lebendig! "Wer einen Gruselwusel bastelt und dreimal Gruselfurzwuselpups sagt, macht ihn lebendig. Hast du das nicht gewusst?", platzt der Gruselwusel heraus. Und damit geht der Spaß erst richtig los. Denn Joschis Gruselwusel ist noch ein kleines Gespenster-Exemplar. Er kann nicht gleich wimmern und stöhnen und erschrecken, das muss er erst noch lernen. Und vor allem braucht er täglich seine Ration Spinnenweben, denn davon ernähren sich die Gruselwusel. Außerdem kann man ein Baby-Gruselwusel nicht einfach allein lassen, da passieren die unglaublichsten Sachen. Als Mizzi ihrem Bruder dann auch noch auf die Schliche kommt, wird das Chaos ganz perfekt. Aber wie wird Mizzi jetzt eigentlich das Gruseln lernen? Ein Kinderbuch mit Mehrwert Die nötigen Utensilien, die man zum Selberbasteln des Gruselwusels benötigt, sind ausführlich aufgeführt bevor die eigentliche Geschichte beginnt; zum Beispiel braucht man ein Plastiksackerl, alte Socken, ein bisschen Nagellack, und wenn Mama den nicht hergibt, gehen auch Filzstifte. Auf der letzten Seite folgt dann die chronologische Anleitung, um den eigenen Gruselwusel "zum Leben zu erwecken". Das Buch ist eine witzige und schön gestaltete Bearbeitung des Märchenstoffes der Gebrüder Grimm "Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen". Das Gerüst des Märchens wird in einen Familienstoff eingebunden und verwirkt gleichzeitig noch die Problematik der Geschwisterpolarität und des innerfamiliären Wettkampfes. Dabei ist es vor allem auch die Sprache, die begeistert. Sehr lebensnah und kokett spielen die Dialoge und Vorgänge mit der Alltagssprache und trauen sich, die Dinge beim Namen zu nennen. Doch wirkt das nie gekünstelt oder überbordend. Die Geschichte wird lebendig, macht Spaß, und die Gefühle von Joschi und Mizzi leben erst so richtig auf. Christine Nöstlinger verarbeitet auch in diesem Kinderbuch einen literarischen Stoff, der gegenwärtig und situationsgebunden umgeformt wird. Dadurch wird eine intertextuelle Ebene erzeugt, die für lesebegeisterte und wissende Kinder durchaus einen Wiedererkennungseffekt in sich bergen könnte und somit die offene Welt der Geschichten, deren Weiterverwendung und Umformung andeuten und so vielleicht auch zum Vernetzen jenes großen, vorhandenen Geschichtenwissens beitragen kann. Dies aber nur am Rande. Das Buch ist nicht zuletzt eine Freude für den sehenden Sinn. Die Illustrationen von Franziska Biermann, die Kommunikations- und Illustrationsdesign mit Schwerpunkt Kinderillustrationen studierte, sind ansprechend, farblich dezent und dennoch kräftig. Für die kleineren Kinder gibt es viel zu entdecken, viele Details, aber klare Formen. Somit wird das Kinderbuch ansprechend für größere Kinder, die ihre Fantasie und Kreativität anregen wollen und kleinere Sprösslinge, die sich an der doch recht langen Geschichte noch nicht mit Ausdauer festhalten können. Das Buch erscheint mit einem Aufkleberbogen und bietet so noch ein zusätzliches Plus für die Nachbereitung der Geschichte sowie einen realen Bezug, der das Gelesene immer wieder aufleben lassen und so durch das eigene Bastelerlebnis auch immer wieder neu geformt werden kann. "Die Sache mit dem Gruselwusel" ist ein Kinderbuch, das für Kleine ab 5 (wohlgemerkt verlangt die Geschichte Einiges an Aufmerksamkeit, kann aber auch durch die Bilder erzählt werden) bis 8 Jahren geeignet ist und für viele Arten und Weisen eine Beschäftigung darstellt. Nicht nur das Lesen wird riesige Freude bereiten, auch die Illustrationen und der Anstoß zur eigenen Beschäftigung mit dem Buch und der Bastelanleitung, die intelligent in die Geschichte eingefasst ist und sie auch noch einmal umrahmt, dürften viele Stunden Freude für die ganze lesebegeisterte Familie bedeuten! Erstveröffentlichung auf sandammeer.at

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