Christine Nöstlinger , Trixi Schneefuß Lumpenloretta

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Inhaltsangabe zu „Lumpenloretta“ von Christine Nöstlinger

Glatze und Loretta, kann daraus was werden? Hier der schweigsame Typ, der sich aus purer Sturheit wöchentlich seine Glatze neu schert. Da die qirlige angehende Zirkusprinzessin, die notgedrungen zu viele Grenzen überschreitet. Dann ist da auch noch Locke, die Verwirrung stiftet. Eine Dreiecksliebe ohne Zukunft, sollte man meinen. Aber, wie gesagt: Glatze ist ein sturer Bock … Die traurige und zarte, wunderbar hoffnungsvolle Liebesgeschichte von Glatze und Loretta überrascht durch einen völlig neuen Ton und setzt einen Meilenstein in Christine Nöstlingers umfangreichem Schaffen. „Wenn dir das Schicksal eine Liebe aufhalst, bist du dagegen machtlos, da brauchst du gar nicht versuchen, dich zu wehren! Du musst es hinnehmen!“ … Es ist schwer zu glauben, dass einer wie Glatze, der nicht gern redet, und schon gar nicht über so Gefühlskram, das gesagt haben soll. Und da es die Loretta mit der Wahrheit nie hundertprozentig genau genommen hat, könnte es leicht sein, dass sie es erfunden hat. Was aber nicht heißen muss, dass es falsch ist.“

Sprachlich definitiv verbesserungswürdig aber ein Buch mit einer gewaltigen Aussagekraft :)

— Zyprim

Ein wunderbares Buch, sozialkritisch, lehrreich und gleichzeitig leicht und unbeschwert. Unbedingt lesen... Ich liebe die Geschichte!

— TheSarahStory

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    Lumpenloretta

    TheSarahStory

    12. September 2013 um 12:21

    Glatze, Zecke, Zahn und Locke sind die besten Freunde und leben alle in der gleichen Siedlung. Sie tragen gute Klamotten, sie besuchen eine gute Schule und führen ein eigentlich normales Leben. Doch dann zieht in Hausnummer 19 plötzlich eine neue Familie ein, die so gar nicht in die Siedlung passt. Die Mütter der Kids nennen sie 'Pöbel'. Doch Glatze ist das egal, denn als er die Loretta, die Tochter der Familie, die in seinem Alter zu sein scheint, sieht, ist es um ihn geschehen.  Glatze möchte Zeit mit Loretta verbringen, aber diese ist nicht so, wie die anderen Kinder. Bei ihr zuhause gibt es nur abgelaufenes Knäckebrot zu essen, sie besitzt keine ordentlichen Klamotten und in die Schule geht sie auch seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Glatze verliebt sich in Loretta trotz der Umstände, aber irgendwann muss er begreifen, dass Lorettas Leben so nicht weitergehen kann.  Handlung & Stil. Die Handlung des Buches wirkt auf den ersten Blick simpel, aber schon nach den ersten Seiten merkt man, wie viel Gesellschaftskritisches und Sozialkritisches eigentlich in der Geschichte steckt. Im Grunde ist es eine sehr komplexe Handlung mit liebenswerten Charakteren, von denen manche ein wenig durchgeknallt scheinen. Doch gerade die runden die Handlung wundervoll ab, machen sie interessiert, sympathisch und irgendwie hält es die Geschichte jung. Mit welch einer Leichtigkeit die Kids durch die Geschichte gehen, und gleichzeitig so charakterstark, ist einfach klasse.  Die Autorin hat hier für mich ein Meisterwerk auf hundert Seiten vollbracht und die Geschichte gibt einem mehr, als es viele dickere Bücher tun, die auf dem heutigen Buchmarkt in die Höhe gelobt werden. In diesem Buch steckt Leben, es stecken Träume darin, Hoffnung, junge Liebe, Unschuld, gleichzeitig auch Vernachlässigung, Missverständnisse, Rebellion und auch das alltägliche Leben.  Der Schreibstil hingegen war etwas, an das man sich erst gewöhnen musste. Ich empfand es oftmals als störend, dass absichtlich grammatikalische Fehler eingebaut wurden. Anstatt 'als' wurde ständig 'wie' verwendet und jeder weiß, dass es 'als' heißen müsste. Beispiel: 'Wie Glatze nach Hause kam, ging er zuerst ins Badezimmer'. So gab es auch viele Wörter, die regionsbezogen waren, die ich beispielsweise gar nicht kannte. Aber letztendlich konnte man das im Zusammenhang alles zuordnen, was somit keine Probleme machte. Wenn man aber davon absieht, dass dieses Buch von ebenfalls einem Kind erzählt wird, das wohl auch in Glatzes Alter ist, kann man darüber hinwegsehen. An den Stil gewöhnt man sich schnell und so einfach, plump und schlicht er anfangs scheint, so viel Sinn macht er später und so viel Gefühl transportiert er.  Charaktere & Schauplatz. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und es wurde wohl überlegt, von welchen man mehr oder weniger erfährt. Die Geschichte glich beim Lesen weniger einem Film als einer eigenen Erinnerung. Ich in meinem Alter fühlte mich in die Kindheit zurückversetzt und gleichzeitig habe ich etwas Neues kennengelernt. Die Charaktere waren so gebaut, dass man sich, seine Familie, seine Freunde immer wieder damit identifizieren konnte. Jeder Leser ist in irgendeiner Form selbst Teil der Geschichte, auch wenn er in dieser Form nichts erlebt hat.  Die Schauplätze waren schön gewählt und auch wenn sie eher eine kleinere Rolle spielten, konnte man sich alles wunderbar vorstellen. Die Siedlung, der kleine Badesee, die Gärten der Nachbarn. Alles war einfach stimmig, harmonisch und doch von ein paar dunkler Wolken überzeugen, weil ein Störfaktor da war, der die Mütter der Kids belastet hat. Unglaublich durchdringender Schreibstil, auch wenn er so schlicht und einfach war. Sonstiges. Für mich war dieses Buch wirklich ein Erlebnis und ich bin froh, dass ich mich kurzerhand dafür entscheiden habe. Es war eine Geschichte, die man schnell gelesen hat, die aber noch lange nachwirkt und so etwas habe ich vermisst. Viele Bücher der letzten Zeit habe ich zugeklappt und mehr oder weniger sofort vergessen. Aber dieses hier, über das lässt sich nachdenken. Ich hoffe, wenn ihr die Gelegenheit habt, lest ihr es mal. Ich finde, für Erwachsene ist es in einer gewissen Form fast noch wertvoller, als für die beschriebene Altersgruppe.

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