1898: Österreich feiert das 50jährige Thronjubiläum Kaiser Franz Josephs. Schloss Hof ist schon länger verwaist und verwahrlost immer mehr. Die Kaiserin kommt zwar kurz vorbei, zeigt sich aber kaum, und ist bald schon wieder weg. Ausgerechnet während ihres Aufenthalts wird ein auf dem Schloss stationierter Rittmeister ermordet, so dass Polizeiagent Johann Pospischil und sein Assistent Dr. Leopold Frisch ermitteln müssen.
Pospischil und Frisch kenne ich bereits aus einem anderen, späteren Band, und habe sie dort recht liebgewonnen, so dass ich unbedingt weitere Romane mit ihnen lesen wollte. Dieser ist der erste, und konnte mich leider nicht komplett überzeugen. Das Wiedersehen mit den beiden Ermittlern aber hat mir gut gefallen, und auch wieder für Humor gesorgt.
Der Fall und sein Drumherum dagegen mochte ich deutlich weniger. So dauert es eine ganze Zeit, etwa ein Drittel des Buches, bevor es überhaupt zum Mord kommt. Bis dahin gibt es einiges belangloses Geplänkel, das wohl die Umgebung und die dort lebenden Menschen nahe bringen soll, das aber eher langweilt und zudem nicht besonders tiefsinnig ist. Mir geht es im ganzen Buch zu deutlich um gewisse menschliche Triebe. Die Charaktere kamen mir gar nicht nahe, außer natürlich die beiden Ermittler, die ich ja bereits kannte.
Die Ermittlungen und die Auflösung lassen in meinen Augen auch sehr zu wünschen übrig. Die Auflösung ist einigermaßen nachvollziehbar, für mich aber doch an den Haaren herbeigezogen. Da hätte ich mir etwas deutlich greifbareres gewünscht, was der Roman an sich aber leider auch nicht hergab. Leider blieb auch am Ende manche Frage offen.
Durch die vielen österreichischen Ausdrücke, die größtenteils im Anhang erklärt werden, und die historischen Hintergründe sowie die Gegend, das Marchfeld, ergibt sich zumindest ein gewisses Lokalkolorit, zu dem auch Prospischil beiträgt.
Am Ende war ich eher enttäuscht, vor allem vom Kriminalfall und seiner Auflösung, die Szenen mit den beiden Ermittlern und das Lokalkolorit haben das aber zum Teil ausgleichen können, so dass ich doch noch knappe 3 Sterne vergeben möchte.
Christine Neumeyer

Lebenslauf
Christine Neumeyer ist Schriftstellerin und Organisationsassistentin an der Universität Wien. Seit vielen Jahren veröffentlicht sie Spannungsliteratur, Historisches und Zeitgenössisches. In ihren aktuellen Kriminalromanen verbindet sie Kunst mit Krimi. Der historische Wien-Krimi "Der Kuss des Kaisers", Erscheinungsdatum Februar 2023 im Wiener Picus-Verlag, ist eine Hommage an das Schloss Belvedere, das 2023 sein 300jähriges Jubiläum feiert.
Mirta Hug von BUCHHAUS zum Künstler-Krimi "Schatten im Silsersee", der im Jahr 2022 im Emons-Verlag erschienen ist: "Wer das Buch von Asta Scheib "Das Schönste was ich sah" mag, wird an diesem weiteren Roman/Krimi über den Hochgebirgsmaler Giovanni Segantini seine Freude haben.Grosses Misstrauen schlägt ihm in Maloja entgegen, denn er soll gar in einen Mord verwickelt sein."
Sie ist Mitglied im Autorenforum "Montségur" sowie bei den Vereinen "Österr. KrimiAutorInnen" und "Romane made in Austria". Seit 2017 organisiert sie als "Oberschwester" der Gruppe Österreich im internationalen Verein der "Mörderischen Schwestern" gemeinsam mit ihren Autorenkolleginnen zahlreiche Projekte zur Förderung der von Frauen geschriebenen Kriminalliteratur.
Botschaft an meine Leser
Liebe Leserinnen und Leser,
ich lade Sie mit meinen Büchern zu spannenden Abenteuern mit dem Kopf ein. Genießen Sie die Geschichten, die sich IMMER um die große Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung drehen. Egal, ich welchem Genre, in welcher Zeit sie spielen.
„Kunst ist das Fenster, durch das der Mensch seine höhere Fähigkeit erkennt.“ Giovanni Segantini - Hauptfigur in "Schatten im Silsersee".
Alle Bücher von Christine Neumeyer
Der Kuss des Kaisers
Im Schatten des Thronfolgers
Schatten im Silsersee
Der Offizier der Kaiserin
Die Päpstin von Mailand - Großschrift
Tatort. Strasshof. Das blutende Herz
Mit der Kraft von Purpur (Historischer Roman)
Spargelmorde
Neue Rezensionen zu Christine Neumeyer
Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie haben sich mit Schloss Artstetten einen schönen Landsitz geschaffen. Nun soll eine Familiengruft gebaut werden. Während der Bauarbeiten wird ein toter Säugling gefunden. Polizeiagent Pospischil und sein Assistent Frisch werden aus Wien zum Tatort gerufen. Sie sollen möglichst diskret herausfinden, was es mit der Kindesleiche auf sich hat. Dabei erfahren sie einige Geheimnisse, die jede Menge Zündstoff in sich bergen…
Dieser Krimi versetzt seine Protagonisten in das Österreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Buch ist bereits der zweite Band um den Polizeiagenten Pospischil, wobei man ohne weitere Vorkenntnisse in diese Geschichte einsteigen kann. Der Kriminalroman lebt von den pikanten Geheimnissen, die dieser Ort birgt, da gibt es einiges zu entdecken. Dabei entsteht eine Geschichte mit besonderem Lokalkolorit, geprägt von der Zeit, in der die Geschehnisse stattfinden. Passend dazu gibt es einige Dialoge im Dialekt, sie sind immer gut lesbar. Die beiden Ermittler sind ein gutes Team, man rätselt gerne mit ihnen mit und amüsiert sich über so manche humorvoll geschilderte Erlebnisse der beiden.
Dieser historische Krimi lebt von der Atmosphäre, in der seine Geschichte spielt. So erfährt der Leser einen interessanten Kriminalfall mit sehr viel Lokal- und Zeitkolorit. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.
Wenn ich einen Kritikpunkt an „Im Schatten des Thronfolgers“ nennen müsste, dann höchstens, dass es vielleicht ein wenig zu kurz war, für mich hätte das Buch gerne noch länger sein dürfen (auch wenn es für die Geschichte auf jeden Fall ausreichend war).
Ansonsten mochte ich einfach alles daran:
Die etwas schnörkelige und vornehme Sprache mit dem österreichischen Einschlag, den tollen Einblick in die damalige Zeit und kuk (auch wenn ich von Monarchie nicht so viel Ahnung habe), den wirklich spannenden Fall und die beiden sympathischen Ermittler Geheimagent Pospischil und dessen Assistent Frisch.
Insbesondere der Geheimagent, bei dessen Namen ich immer so ein bisschen ins Stolpern geraten bin, war eine absolute Bereicherung.
Ich habe die Lektüre sehr genossen und das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Außerdem habe ich mir bereits den Vorgängerband bestellt und hoffe auf weitere Fälle für Pospischil und Frisch.
Gespräche aus der Community
Wer möchte mit einem bildenden Künstler in das Schweizer Hochgebirge des Sommers 1894 reisen? Mit einem Koffer voller Malutensilien und mit Sehnsucht nach Freiheit und Glück? Schatten im Silsersee ist die Geschichte von Giovanni Segantini und seiner großen Liebe Luigia Bugatti. Das Buch ist ebenso die Geschichte einer kriminellen Verführung, einer Prüfung. Das Taschenbuch wird 15 x verlost.
Liebe Haberlei,
herzlichen Dank für deine wunderbare Rezension, ich freu mich sehr,
lG
Christine
In meinem neuesten Buch verbinde ich die Genres historischer Roman und Krimi. Ich möchte euch in die Zeit der Donaumonarchie in das Jahr 1898 nach Österreich in ein Habsburger Jagdschloss entführen.
Liebe Petzi_Maus,
ich freue mich riesig über die zahlreichen Rezensionseinträge. Herzlichen Dank und alles Liebe!
Christine
In meinem neuesten Buch verbinde ich die Genres historischer Roman und Krimi. Ich möchte euch in die Zeit der Donaumonarchie in das Jahr 1898 nach Österreich entführen.
Ich hätte mich ja gerne beworben, finde allerdings nirgends den Bewerbungsbutton.
Zusätzliche Informationen
Christine Neumeyer wurde am 15. Januar 1965 in Wien (Österreich) geboren.
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