fischer baumler

Christine Ott Identität geht durch den Magen

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Inhaltsangabe zu „Identität geht durch den Magen“ von Christine Ott

Unsere globalisierte Gesellschaft bietet eine scheinbar unendliche Vielfalt an Ernährungsoptionen, die Essen zum individuellen Lifestyle machen. Christine Ott zeigt jedoch in ihrem Buch ›Identität geht durch den Magen. Mythen der Esskultur‹, dass bei jeder Ess-Entscheidung mächtige Mythen wirken: Sie propagieren Auffassungen von Mann und Frau, Kultur und Natur, Zivilisation und Barbarei, Gesellschaft und Vereinzelung. Anhand politischer Statements, ernährungsreformerischer Ideologien, literarischer Texte und Filme beleuchtet sie kritisch ebenso populäre wie umstrittene Gastromythen (u.a. die Totem-Funktion von französischem Käse, das kulinarische Genie der Italiener, das Phantasma der essbaren Frau, das Reinheitsversprechen der Muttermilch) und deckt auf, was wirklich hinter den wechselnden Ess-Identitäten steckt.

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  • Ein umfassendes Werk zum Thema Esskultur

    Identität geht durch den Magen

    Blacksally

    15. November 2017 um 10:55

    Meine MeinungDieses Buch fand ich bereits vom Cover her schon interessant. Allein schon der Ballon der aus Bananen besteht ist total cool.Im Buch finden sich wirklich sehr viele Informationen zusammen. Ich bin total begeistert wie intensiv und informell dieses Buch geschrieben ist und muss zugeben, das hätte ich nicht erwartet. Ich muss aber auch sagen, das dieses Buch eher viel Konzentration erfordert und nicht einfach nebenbei weggelesen werden kann, was völlig okay ist bei so einem Werk. Es wird sich sehr viel auf Literatur (unter anderem Sartre, Kafka ect.) bezogen und die damalige Stellung von Mann und Frau zum Essen. Es gibt viele verschiedene Meinungen, aber auch viele die sich gleichen. So zum Beispiel das der Mann eher der ist, der Fleisch ist, während die Frau eher für süßes gemacht ist. Auch die Entwicklung vom Baby und den Bezug auf die Mutter und das Essen im Erwachsenenalter wird angesprochen und informativ und spannend beschrieben. Allgemein gibt es im Buch sehr viele Nachweißquellen, die angesprochen werden, wovon ich einige bestimmt auch noch lesen werde. Alles in allem war es ein sehr informatives und umfassendes Werk, das ich gerne gelesen habe und mich allgemein sehr viel beschäftigt habe, da mich das Thema sehr interessiert. AutorinChristine Ott studierte Romanistik und Germanistik in Eichstätt und Saint-Étienne und war dann an den Universitäten Heidelberg, Marburg und Harvard tätig. 2009 habilitierte sie sich mit einer Studie über die Bibliophagen. Seit 2011 ist sie Professorin für Italienische und Französische Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.FazitEin sehr umfassendes Werk zum Thema Essen und Esskultur. Für alle die sich näher mit diesem Thema beschäftigen wollen, ist dieses Werk wohl eines der Besten.

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  • Ob man ist, was man isst?

    Identität geht durch den Magen

    michael_lehmann-pape

    27. April 2017 um 15:14

    Ob man ist, was man isst?„Nicht mehr Kleidung, sondern „Food“ wird……..in Zukunft das Mittel der Selbstdarstellung und Individualisierung sein. Denn „Food-Trends“ zeigen Lebensgefühle und Sehnsüchte auf“.Was nicht von der Hand zu weisen ist, auch in Teilen für die Gegenwart, in der zunächst die „Bio-Bewegung“ starken Einfluss gewonnen hat und durchaus, in Teilen, als Identitätsstiftend zu verstehen ist, ähnlich wie, als neuester, aber gar nicht mehr neuer, Trend das „vegane Leben“ nicht nur eine bestimmte Form der Ernährung darstellt, sondern eben auch Rückschlüsse auf das Selbstverständnis vegan lebender Menschen ermöglicht. Was sogar (nicht erfolgreich zunächst) den Weg in offizielle politische Verlautbarungen („Veggie-Day“) gefunden hat.Durchaus also kann man der Grundthese des Buches zunächst folgen, dass die Ernährung, zumindest in den wohlhabenderen Gesellschaften dieser Erde, mehr ist als nur „Energieaufnahme“ und „Mittel gegen das Verhungern“, sondern, wie die Mode, wie der Besitz bestimmter Technik oder anderer Accessoires des Lebens, Ausdruck des Selbstverständnisses und der eigenen Identität geworden ist.„Essen wird zur Religion. Halal, koscher und vegan sind die Adjektive eines neuen, globalen Trends“.Auch wenn das (noch) übertrieben wirkt, die Spuren dieses Trends sind dennoch öffentlich breit auszumachen und scheinen an Geschwindigkeit und Verbreitung deutlich zuzunehmen.Essen ist damit immer auch Ausdruck einer kulturellen Prägung und Identität, zu allen Zeiten, Was zur Ausformung von „Mythen“ geführt hat, welche Ott wiederum in diesem Werk einer näheren Betrachtung zuführt.Was genau sind die „unausgesprochenen Diskurse und Ideologien“, die bestimmten Lebensmitteln bestimmte Bedeutungen zuschreiben? Und welche kulturellen Ideologien stehen dahinter?In Form eines durchaus in Teilen auch abstrakten wissenschaftlichen Diskurses (die Lektüre erfordert durchaus Konzentration und ist nicht leger „populärwissenschaftlich“ verfasst) wendet sich Ott zunächst der Veränderung des „Körperbildes“ zu mit den Metaphern eines „offenen“ und „geschlossenen“ Körpers als Veränderung eines Ideals, mit dem einher auch eine gewisse „Scham vor dem Essen“ geht.Wieweit die (psychoanalytisch im Buch betrachtete) Bindung zur Mutter, aber auch je Gegenwartsliteratur der „Ernährerin“ die Ess-Identität ausbilden ist Inhalt des 3. Kapitels, das (im wahrsten Sinne des Wortes) fließend zur Rolle der Milch im kulturellen Blick, bis dann hin zu konkreten, nationalen „Esskulturen“, die eine ganze Kulturidentität in Frankreich, Italien und anderen Ländern in sich tragen (samt „Fremdheits- und Migrationserfahrungen“, die konkret durch Lebensmittel und deren Verwendung und Zubereitung sich fassbar konkretisieren).Bis hin zu „Gender-Klischees“ (Reihenfolge beim Essen und „männliche“ und „weibliche“ Lebensmittel) und dem Zusammenhang mit der religiösen Ausprägung der Kultur mit Tabus und „Erlaubnissen“ bietet Ott einen differenzierten und umfassenden Blick auf jene persönliche und kulturelle Identität, die sich im Essen deutlicher Ausdruck verschafft, als man meint (nicht umsonst wurden die Deutschen lange Zeiten hindurch „Krauts“ von anderen Kulturen genannt und damit auf eine Lebensmittel reduziert und festgelegt).Eine nicht einfache Lektüre, die aber, fundiert und differenziert, einen interessanten, andersartigen und durchaus entlarvenden Blick auf die kulturellen Prägungen wirft, die sich im konkreten „Ess-Verhalten“ klarer zeigen, als allgemein bekannt und bewusst ist.

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