Christine Pitzke Im Hotel der kleinen Bilder

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Inhaltsangabe zu „Im Hotel der kleinen Bilder“ von Christine Pitzke

Es ist die durchaus erträgliche Leichtigkeit des Seins: Ein Hotel im südfranzösischen La Ciotat, die Sonne, das Meer und ein paar Gäste, die die Tage wie im Traum zubringen. Christine Pitzkes neuer Roman 'Im Hotel der kleinen Bilder' ist ihr bisher leichtester und atmosphärischster. Er fängt einen Sommer der Freuden ein, in dem das Leben ein einziges großes Kaleidoskop ist. Es besteht aus schönen Augenblicken, aus Erinnerungen, aus Liebe und Lust. Da ist Reymont, der etwas melancholische Geschäftsführer des Hotels, da sind die lebenstüchtige Silvie und der Mathematiker Paul. Und dann gibt es noch Madame Hoegner, den etwas rätselhaften Dauergast aus Deutschland. Im 'Hotel der kleinen Bilder', an dessen Wänden nicht zufällig große, reich geschmückte Teppiche hängen, setzt sich das Leben neu zusammen – als Feier seiner selbst und als Fest der Literatur.

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  • "...Träume wenden das Leben zur Freundlichkeit hin..."

    Im Hotel der kleinen Bilder
    Federchen

    Federchen

    27. August 2013 um 10:54

    Reymont arbeitet an der Rezeption eines Hotels in Südfrankreich. Jeden Tag sieht er Gäste kommen und gehen. Immerwieder spucken Busse Anreisende aus und verschlucken sie meist nach kurzer Zeit wieder. Reymont hat sich daran gewöhnt und liebt seine Arbeit. Die vielen verschiedenen Menschen haben für ihn doch alle eines gemeinsam. Sie sehnen sich nach ihren Träumen, nach einer leichten Art ihres Daseins und doch wirken sie unruhig. Reymont selbst ebenfalls ab und zu in seinem Schwermut gefangen, wird dabei aufgemuntert von der kleinen Olga, einem Waisenkind, dass sich in Obhut der lebenstüchtigen Sylvie befindet. Die wiederum hat mit dem Mathematiker Paul angebandelt. Jeder dieser Menschen hat seine eigenen Träume, auch die etwas rätselhafte Madame Hoegner aus Deutschland. "Im Hotel der kleinen Bilder" geht es zuweilen zu, wie in einem Taubenschlag, aber ohne die dazu gehörende Lautstärke. Christine Pitzke hat eine sehr bildhafte Schreibweise, die auch sehr sprunghaft ist. Sie schreibt zu weilen, wie in Gedanken, die aber immer wieder überraschend sind. Dem Leser fliegen dabei kleine bunte Bilder durch den Kopf. Dabei wechseln nicht nur die Bilder sondern auch die Gedanken und Gespräche der Figuren. Das alles passiert allerdings ohne jegliche Hektik zu verursachen. Der Plot ist nicht zwingend schlüssig, dass mag für die einen langweilig sein, für mich ist es eher anspruchsvoll. Immer wieder wird der Leser Teil einer Erinnerung einer der Figuren, lässt ihn an wertvollen Momenten dieser teilhaben. Einziger kleiner Kritikpunkt ist für mich die Tatsache, dass die Figuren durch ihre Gedanken- und Gefühlswelt gut zu erkennen sind, allerdings mich trotzdem nicht wirklich berührt haben. Besonders Reymont ist für mich etwas undurchdringlich in seiner Art. Bei Madame Hoegner verhält es sich anders, da sie zuweilen zerstreut und sehr menschlich erscheint. Dies ist aber meine ganz persönliche Sicht darauf und sollte nicht dazu dienen, sich des Romanes nicht anzunehmen. Wer einen Roman sucht, der prosarisch ist und sich gern von kleinen Bildern leiten lassen will, hat mit "Im Hotel der kleinen Bilder" einen guten Griff gemacht.

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