Christine Pozsar Die Haarmann-Protokolle

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Inhaltsangabe zu „Die Haarmann-Protokolle“ von Christine Pozsar

Alles über den »Werwolf von Hannover« In der deutschen Kriminalgeschichte ist der Fall des Fritz Haarmann (1879–1925) ohne Beispiel: Zwischen September 1918 und Juni 1924 – in den Wirren der Nachkriegszeit und der Inflation – tötete er in Hannover mindestens 24 junge Männer, indem er ihnen im Liebesrausch die Halsschlagader durchbiß. »Kaum jemals ist ein bedeutender Prozeß unfähiger, kleinlicher und törichter geführt worden.« Theodor Lessing, der 1925 sein Buch »Haarmann – Die Geschichte eines Werwolfs« veröffentlichte, kritisierte das gegen Haarmann gefällte Todesurteil und problematisierte die Zurechnungsfähigkeit Haarmanns. Er glaubte, daß seine »Darstellung des Kriminalfalles älter werden würde als die Akten des Gerichts und in irgendwelchen denkenden und forschenden Köpfen zur Wiederaufnahme des Verfahrens führen« müsse. Mit dem vorliegenden Buch wurde eine solche Wiederaufnahme versucht: – anhand aller verfügbaren Materialien zur Familien- und Krankengeschichte Haarmanns – anhand zahlreicher psychiatrischer Gutachten und Urteilsbegründungen, seine zahlreichen Delikte betreffend – anhand der in Briefen, Verhören und Geständnissen gemachten Selbstaussagen und der hier erstmals veröffentlichten Gespräche mit dem vom Gericht benannten Psychiater Ernst Schultze. Auf der Grundlage dieser in langjähriger Recherche erarbeiteten »Haarmann-Protokolle« entstand der mit drei Bundesfilmpreise ausgezeichnete Film DER TOTMACHER mit Götz George. Diese Protokolle sind die bisher umfassendste Dokumentation des Lebens, der Krankheit und der Taten des »Werwolfs von Hannover«.

Die Psyche eines Mörders und die sich wandelnden Ansichten im Bereich der forensischen Psychiatrie. Sehr lesenswert!

— Igelmanu66

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  • Die Geschichte eines unsäglichen Lebens

    Die Haarmann-Protokolle

    Babscha

    Wer kennt ihn nicht, den Totmacher, den Werwolf von Hannover, und wie immer er sonst genannt wurde. Gemeint ist Fritz Haarmann, der in der Zeit zwischen 1918 und 1924 mindestens 24, wahrscheinlich aber deutlich mehr junge Männer auf bestialische Weise ermordet und anschließend zerstückelt hatte. Das Buch ist die akribische Bestandsaufnahme seines Lebens in einer Fülle von authentischen Fotos, medizinischen Protokollen und Gutachten und sämtlichen im Wortlaut wiedergegebenen Verhören nach seiner Verhaftung. Dem Leser zeichnet sich das Gesamtbild und Psychogramm des erbärmlichen, verkorksten Lebens eines abstoßenden, teils offensichtlich unzurechnungsfähigen, aber dennoch mit allen Wassern gewaschenen Mannes, der seine Opfer wahllos aus der Stricherszene herauspickt und nach einer gemeinsamen Liebesnacht umbringt. Die Autoren legen ein in Umfang und Vollständigkeit kaum mehr zu überbietendes Dokument des Grauens vor, das den Haarmann noch mal sehr lebendig werden lässt und dem schaudernden Leser einen absolut ungeschönten, tiefen Blick in die Seele eines völlig deformierten Menschen ermöglicht. Sehr interessant auch die parallel angelegte Beurteilung des Geisteszustandes aus damaliger und heutiger, medizinisch fortgeschrittener Sicht. Während Haarmann seinerzeit von allen Seiten und trotz nachgewiesener Jugendschizophrenie eine vollständige Zurechnungsfähigkeit testiert wurde, die den Richtern einzig die Zuweisung zum Schafott offenließ, bestehen aus heutiger Sicht erhebliche Bedenken, ob hier nicht doch ein klassischer Fall zumindest temporärer geistiger Umnachtung und damit eine zumindest eingeschränkte Verantwortlichkeit für seine Taten zuzuerkennen wäre. Wie dem auch sei. Ein hervorragend und sorgfältig recherchiertes und geschriebenes, hochinteressantes Werk über einen der bekanntesten Massenmörder Deutschlands. Allerdings wird für die Lektüre eine gewisse Abgeklärtheit zu menschlichen Abgründen und zur expliziten Beschreibung unmenschlicher Taten gefordert.

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  • Die Psyche eines Mörders

    Die Haarmann-Protokolle

    Igelmanu66

    »Am folgenden Morgen gestand Haarmann noch einen 8. Mord ein, nachdem wir ihn an Hand einer von ihm verkauften, von Vermißtenangehörigen anerkannten Hose entsprechende Vorhaltungen machten. Die Leichen will Haarmann mit scharfen Küchenmessern zerkleinert, an den Gelenken gelöst und dann das Fleisch von den Knochen geschabt haben. An den bei der Durchsuchung beschlagnahmten Messern hatte man bereits alle 4 menschlichen Blutgruppen festgestellt. Die Knochen wurden von ihm Abends in der Aktentasche zur nahe gelegenen Leine transportiert, das Fleisch warf er zerkleinert in seinen Abort, ebenso die Gedärme und die Bauchinnenteile mit dem dort angesammelten Blut. Die Schädel hatte er anfangs auf einem Pflasterstein, den wir bei der Durchsuchung blutbefleckt mit allen 4 Blutgruppen in seiner Dachbuze fanden, zertrümmert. Als Nachbarn sich über das Klopfen beschwerten, skelettierte er die Köpfe, um sie unkenntlich zu machen, und warf sie in die Leine.« Fritz Haarmann dürfte jedem ein Begriff sein. Im Zeitraum von September 1918 bis Juni 1924 tötete er in Hannover mindestens 24 junge Männer, zerstückelte ihre Leichen und entsorgte sie größtenteils in der Leine. Die Kleidung seiner Opfer verkaufte er. Außerdem betrieb er einen Handel mit Fleisch. Mutmaßungen, dass es sich dabei um das Fleisch der getöteten Männer gehandelt hat, konnten aber nicht bewiesen werden und er selbst hat dies konsequent bestritten. Am 19.12.1924 erging vor dem Landgericht Hannover das Todesurteil wegen Mordes in 24 Fällen. Dieses Buch befasst sich umfassend mit der Zeit nach Haarmanns Verhaftung. Die Autorin hat dazu die Erinnerungen des zuständigen Kriminalinspektors, eines Strafverteidigers, eines zeitgenössischen Psychologen, Auszüge aus der Krankenakte und das Gerichtsurteil zusammengetragen. Außerdem befasst sie sich ausführlich mit den Protokollen der psychiatrischen Gespräche und endet mit einem psychiatrischen Kommentar. Christine Pozsár war selbst Psychiaterin und legte früh ihren Schwerpunkt auf die Beschäftigung mit dem Gebiet der forensischen Psychiatrie. Sie schrieb Arbeiten über Bewusstseinsstörungen, die Therapie sexueller Deviationen und über Pädagogik in der forensischen Psychiatrie. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2001 war sie Oberärztin an der Abteilung Forensische Psychiatrie des Landeskrankenhauses Göttingen. Wie oft fragt man sich, nachdem man mal wieder eine Meldung über einen Massenmörder gelesen oder gehört hat, was wohl in dessen Kopf so vor sich geht. Viele dieser Menschen können nicht mehr befragt werden, da sie nach ihren Taten Selbstmord begingen. Fritz Haarmann wurde verhaftet und verhört, zudem wurden zahlreiche psychiatrische Gespräche geführt. Die Schlüsse, die daraus gezogen wurden, muten allerdings aus heutiger Sicht sehr fragwürdig an. Aber beginnen wir mal zunächst mit den Erinnerungen des zuständigen Kriminalinspektors, die ein Licht auf die damaligen Verfahrensweisen werfen. »Ich hatte streng verboten, Haarmann irgendwie unkorrekt zu behandeln. … Ebenso untersagte ich bis zu dem zu erwartenden Geständnis jede Vergünstigung von Nahrungs- und Genußmitteln. … In seiner Zelle hatten wir die 4 gefundenen Köpfe, in jeder Ecke einen hoch oben auf Brettchen befestigt, die Augenhöhlen mit rotem Papier beklebt, dahinter ein Wachslicht, das Nachts brannte. In einer Ecke der Zelle, in einem Sack, lagen Menschenknochen, die wir in unmittelbarer Nähe der vorletzten Wohnung des Haarmann aus der Leine gefischt hatten. Darauf wiesen wir bei den Vernehmungen Haarmann immer wieder hin und brachten zum Ausdruck, daß die Seelen der Toten zu den Gebeinen zurückfinden und ihn nicht mehr zur Ruhe kommen lassen würden, bis er seine Verbrechen gestanden habe. Dies hat dazu beigetragen, ihn mürbe und geständnisreif zu machen, wie Haarmann, der im Grunde wie viele Homosexuelle eine feige Natur war, mir später nach dem Geständnis erklärte.« Die weiteren Ausführungen lassen teilweise ebenfalls tief blicken (»Drei Schwestern sind wegen Abnormitäten im Sexualleben geschieden worden«), allerdings formuliert er auch einen berechtigten Vorwurf: »Den erheblichsten Vorwurf, daß Haarmann sein Treiben solange ungehindert fortsetzen konnte, muß man aber seinen Mitbewohnern machen, mit denen er in 3 verschiedenen Wohnungen seit 1918 z.T. Wand an Wand wohnte, und die durch viele Erscheinungen auf die Vorgänge in Haarmanns Zimmer mißtrauisch gemacht wurden. Z.B. folgendes: Haarmann brachte regelmäßig das Blut und das Bauchinnere in einem mit blauer Schürze verdeckten, stark riechenden Eimer in das von 3-4 Mietern der gleichen Etage benutzt WC, das sich dabei oft derart verstopfte, daß Haarmann mit einem Draht nachhelfen mußte. Die Köpfe der Ermordeten klopfte er in den ersten Jahren spät abends auf einem Pflasterstein in seiner Wohnung entzwei, um sie in der Aktentasche transportieren zu können. Beschwerden über dadurch verursachte Ruhestörung tat er mit dem Hinweis auf Selbstbesohlung seiner Schuhe ab.« Auch der Psychologe Professor Theodor Lessing aus Hannover sah eine Mitschuld der Bevölkerung (»Unser aller Schuld«). Er war ein sehr aktiver Kritiker sowohl der Ermittlungsarbeit, des Verfahrensablaufs, des für die Verurteilung maßgeblichen Gutachtens und des Todesurteils. Er prangerte eine Mitschuld der Behörden daran an, dass Haarmann so spät überführt wurde und die Zahl der Opfer deshalb so groß werden konnte. »Daß dieses Ungeheuer unschädlich gemacht werden muß, steht wohl für jeden fest. Und das wird auch geschehen, verlassen Sie sich darauf. Sie können das nicht verhindern, dürften es meiner Meinung nach auch gar nicht … Aber verhindern müßten Sie, daß die ungeheure Schuld verschwiegen wird, die unsere Gesellschaft an dem Fall Haarmann trifft. … Auch die Polizei, unter deren Augen und in deren Dienst Haarmann seine Opfer angelockt hat. … Auch die Psychiater, die den mehrfach wegen Sittlichkeitsverbrechen Vorbestraften immer wieder für normal erklärt und auf die Menschheit losgelassen haben. … All das wird man in der Verhandlung ängstlich zu vertuschen suchen. Und das gilt es zu verhindern.« Lessing war zunächst als Prozessbeobachter zugelassen, am 11. Prozesstag wurde ihm jedoch aufgrund seiner kritischen Anmerkungen die weitere Teilnahme untersagt. (»Wir können hier keinen Herrn dulden, der Psychologie treibt.«) Es folgte ein Disziplinarverfahren, Lessing floh in die Tschechoslowakei, wurde dort aber 1933 von einem SS-Kommando aufgespürt und ermordet. Die Krankenakte Haarmanns setzt zu einem Zeitpunkt ein, an dem er ungefähr 16 Jahre alt war. Es gab reichlich Auffälligkeiten, Diagnosen wie „epileptisches Irresein“, „Nervenschwäche“, „Jugendirresein“ und „krankhafte Neigung zu unzüchtigen Handlungen“, weswegen er als gemeingefährlich eingestuft und in die „Idiotenanstalt Langenhagen“ eingewiesen wurde. Kopfschüttelnd blätterte ich hierhin zurück, als ich später das abschließende Gutachten las. Sehr umfangreich sind schließlich die Protokolle der psychiatrischen Gespräche. Ein paar Eindrücke aus über 350 Seiten habe ich hier mal ausgewählt: »Ich weiß doch gar nicht, wie viele es waren. Nun sagen die Kriminalbeamten, es waren siebenundzwanzig. Sie zeigen mir Bilder und sagen, den hast du auch aufm Gewissen. Aber ich kenne den nicht. Und dann sage ich: „Vielleicht habe ich nicht siebenundzwanzig umgebracht, sondern dreißig oder vierzig. Aber den auf dem Bild da bestimmt nicht. Doch wenn es Sie beruhigt“, sage ich, „dann schreiben Sie ihn dazu.“ Hahaha!« … »Wenn wir die Hühner schlachteten, mochte die keiner essen – die haben wir immer weggeschenkt. … Da kam immer der Friseur Edel, und jedes Jahr mußte er kommen und so viele abschlachten wie wir Küken hatten. Ich konnte das nicht sehen – wir kniffen immer aus, wenn der kam schlachten – kann ich heute noch nicht sehen! Aber Sie haben doch Menschen geschlachtet? Nee, nee, die waren tot und da habe ich sie wegbringen müssen – das sagen die immer draußen.« … »Die waren tot – die habe ich totgebissen – das kommt vom Küssen.« … »Wenn ich mal wieder einen habe, sollen Sie mal sehen, wie ich das mache – das ist doch so einfach.« … »Warum immer wieder Jungen umgebracht? Wenn ich mir jetzt fest vorgenommen habe, du nimmst jetzt keinen wieder mit und ging ich dann auf die Straße, dann kommt der eine, dann kommt der andere, dann sagen sie: Fritz, dann fangen sie immer wieder von so was an. Schließlich komme ich dann mal auf den Bahnhof und dann sagen sie zu mir: och Fritz – die wissen doch nichts – nimm mich doch mit. Dann war schlechtes Wetter und dann habe ich sie mitgenommen, dann waren sie froh, wenn sie bei mir schlafen konnten und etwas zu essen hatten. Wenn ich dann so einen mitnahm, poussierten sie immer so schön, mitunter ging das ganze Wochen gut und dann passierte mal wieder was, dann war wieder was passiert.« … »Herr Kommissar Rätz soll mal kommen, wir wollen doch bald Verhandlung machen, das machen wir ganz kurz. Wenn Gericht ist, will ich sagen: (stellt sich in Positur) Meine Herren, ich bin schuldig, ich habe ein Geständnis abgelegt, wir wollen es kurz machen, daß es endlich doch ein Ende hat, das regt mich so sehr auf – und wenn ich geköppt werde – (legt sich weit über den Tisch, macht den Hals lang) die Welt wird staunen – habe ich A gesagt, muß ich auch B sagen. Das ist doch ein Mord, wenn ich einen tot gemacht habe – ich will keinen Rechtsanwalt haben, nichts haben. … Der Rechtsanwalt will mich doch verteidigen, das will ich nicht, der kommt mit Hildesheim und solchen Sachen, das gehört hier nicht her – das Köppen – und damit fertig. Dann kommt nachher das Denkmal, dann kommt da drauf: Die Opfer des Massenmörders Fritz H., geboren 1879 – dann kommen sie alle und sehen sich das an, in 100, in 1000 Jahren noch, das ist doch schön, - wenn ich so gestorben wäre, dann wäre ich beerdigt und keiner hätte mich gekannt, so aber – Amerika, China, Japan und die Türkei, alles kennt mich.« (Anmerkung: „Hildesheim“ meint, die dortige „Heil- und Pflegeanstalt“ mit der „Abteilung für Geisteskranke“. Dort war Haarmann als 17jähriger und fürchtete scheinbar den Tod weniger als eine erneute Einweisung dorthin.) Das Gerichtsurteil schließt sich an mit vollständiger Urteilsbegründung. Hinsichtlich der Zurechnungsfähigkeit galt damals § 51 des Reichsstrafgesetzbuches von 1871: »Eine strafbare Handlung ist nicht vorhanden, wenn der Täter zur Zeit der Begehung der Handlung sich in einem Zustande von Bewußtlosigkeit oder krankhafter Störung der Geistestätigkeit befand, durch welchen seine freie Willensbestimmung ausgeschlossen war.« Der Gutachter Ernst Schulze war Leiter der Heil- und Pflegeanstalt in Göttingen. Über einen Zeitraum von sechs Wochen führte er dort Gespräche mit Haarmann und bescheinigte ihm anschließend volle Zurechnungsfähigkeit. Bezeichnend ist, dass bereits zu Beginn der Gespräche das Todesurteil als feststehend betrachtet und thematisiert wurde. Ferner bezeichnete Schulze Haarmann als „minderwertigen Menschen“ und als „in moralischer Beziehung ungewöhnlich tief stehend“. In ihrer Beurteilung aus heutiger Sicht führt die Autorin zahlreiche Unterlassungen und Fehler des Gutachters auf, nennt beispielsweise, dass auf die erheblichen Auffälligkeiten in Haarmanns Kindheit überhaupt nicht eingegangen wird und dass keine Sexualanamnese erhoben wurde. Schulzes Sicht fasst sie vereinfacht zusammen: »Wenn die sexuellen Kontakte Haarmanns zu Tötungsdelikten führen konnten, so hätte Haarmann diese Kontakte einfach unterlassen müssen.« Das Gutachten befasst sich auch nur pauschal mit der körperlichen Untersuchung und schließt eine organische Gehirnerkrankung aus. Tatsächlich wurde aber bei der nach seiner Hinrichtung erfolgten Untersuchung des Gehirns eine abgelaufene Hirnhautentzündung festgestellt, für deren Auftreten es sowohl in alten Krankenakten als auch durch Haarmanns Äußerungen diverse Hinweise gab. Schulze tat vieles als „Schauspielerei“ ab und wertete auch die von Haarmann und einigen Aufsehern geschilderten Krampfanfälle entsprechend. Das Todesurteil wurde vollstreckt am 15. April 1925. Fazit: Umfangreich, detailliert. Sehr lesenswert für jeden, der sich genauer mit der Psyche eines Mörders und den sich wandelnden Ansichten im Bereich der forensischen Psychiatrie auseinandersetzen möchte. »Ich habe in der Cellerstr. Friedel umgebracht wir haben Pussirt des Morgens lag Friedel tot im Bett und ich hatte Fridel tot gebissen ich habe sehr geweint und wusste nicht was ich machen sollte und dann habe ich Fridel Beerdigt und kaput geschnitten und dann habe ich keine Jungens mehr umgebracht weil Emma [Schwester] aufpasste. Als ich Hans kennen lernte ging es auch noch aber als ich meine strafe abmachen musste und wieder kam hatte ich mich sehr geärgert weil Hans alles verkauft hatte und dann brachte Er immer die Weiber mit und Alles Geld ging flöten und immer hat mich Hans geärgert dann wird mann Nervöss und Krank ich wollte ja keinen Umbringen aber immer ab und zu war wieder einer Tod wenn ich nun geköpft werde schadet es auch nichts ich freue mich dann habe ich Ruh.« (Fritz Haarmann)

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Rezension zu "Die Haarmann-Protokolle" von Christine Pozsar

    Die Haarmann-Protokolle

    AnnaChi

    Nicht gerade weihnachtlich - eine sperrige, aber nichtsdestotrotz faszinierende Lektüre. Alle Materialien zur Familien-, Kranken- und Prozessgeschichte des Massenmörders Fritz Haarmann sind hier zusammmengetragen. Haarmann tötete zwischen 1918 und 1924 24 junge Männer, indem er ihnen die Halsschlagader "durchbiss". Im Mittelpunkt stehen Haarmanns Gespräche mit dem damals berühmten Psychiater Ernst Schultze, die einerseits ein Schlaglicht auf die Psychiatrie der damaligen Zeit werfen, andererseits eindrücklich zeigen, wie sehr die Vorverurteilungs Haarmanns durch die Öffentlichkeit und die moralischen Vorstellungen der Zeit, beispielsweise die Kriminalisierung der Homosexualität, den Gutachter in Interviewtechnik und Beurteilung der Haarmannschen "Zurechnungsfähigkeit" beeinflussen. Nicht zuletzt gibt das Buch einen Einblick in das Leben der "einfachen" Leute zu Beginn der Weimarer Republik. Das Buch war die Grundlage des Films "Der Totmacher" mit Götz George. Nach der Lektüre ist mir klar geworden, wie genial George Fritz Haarmann verkörpert.

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