Rezension zu "Wasser in Wien. Von den Römern bis zur Neuzeit (Wien archäologisch)" von Sylvia Sakl-Oberthaler
Bellis-PerennisDieses leider nur knapp 90 Seiten dünne Buch ist eine Monografie aus der Reihe „Wien archäologisch“ in der die Wiener Stadtarchäologie auf ihre Arbeit aufmerksam macht. Diese Monografien picken jeweils einen besonderen Schwerpunkt aus der langjährigen Ausgrabungs- und Forschungsarbeit heraus. Diesmal geht es um Trinkwasser in Wien. Vermutlich ist den meisten Wienerinnen und Wienern bekannt, dass ihr köstliches Trinkwasser, das aus dem Wasserhahn rinnt, aus der Ersten und Zweiten Wiener Hochquellwasserleitung, die 1873 bzw. 1910 in Betrieb genommen worden sind, stammt.
Doch was war vorher?
Genau dieser Frage geht die Stadtarchäologie nach und hat die durchaus überraschende Funde, von denen einige auch aus der Römerzeit (Vindobona) stammen, in diesem Buch dokumentiert. Nachdem die Römer Vindobona aufgegeben haben, ist das Wissen um die Versorgung mit sauberen Trinkwasser in Vergessenheit geraten. Erst die Fertigstellung der Ersten Hochquellwasserleitung sichert der Metropole die Versorgung mit sauberem Trinkwasser.
Wie man sich bis 1873 mit (mehr oder weniger) sauberen Trinkwasser versorgt hat, kann in diesem Buch nachgelesen werden. Zahlreiche Fotos von (wieder zugeschütteten) Ausgrabungsstätten sowie ihre Darstellung im aktuellen Stadtplan geben uns Einblick in die frühere Wasserversorgung der Großstadt.
Fazit:
Auch diesem Buch der Reihe Wien archäologisch“ gebe ich gerne 5 Sterne.




