Christine Ranseder

 5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor*in von Napoleon in Aspern.

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Neue Rezensionen zu Christine Ranseder

Wiener Wasser - Von den Römern bis zur Hochquellwasserleitung

Dieses leider nur knapp 90 Seiten dünne Buch ist eine Monografie aus der Reihe „Wien archäologisch“ in der die Wiener Stadtarchäologie auf ihre Arbeit aufmerksam macht. Diese Monografien picken jeweils einen besonderen Schwerpunkt aus der langjährigen Ausgrabungs- und Forschungsarbeit heraus. Diesmal geht es um Trinkwasser in Wien. Vermutlich ist den meisten Wienerinnen und Wienern bekannt, dass ihr köstliches Trinkwasser, das aus dem Wasserhahn rinnt, aus der Ersten und Zweiten Wiener Hochquellwasserleitung, die 1873 bzw. 1910 in Betrieb genommen worden sind, stammt. 

Doch was war vorher? 

Genau dieser Frage geht die Stadtarchäologie nach und hat die durchaus überraschende Funde, von denen einige auch aus der Römerzeit (Vindobona) stammen, in diesem Buch dokumentiert. Nachdem die Römer Vindobona aufgegeben haben, ist das Wissen um die Versorgung mit sauberen Trinkwasser in Vergessenheit geraten. Erst die Fertigstellung der Ersten Hochquellwasserleitung sichert der Metropole die Versorgung mit sauberem Trinkwasser.  

Wie man sich bis 1873 mit (mehr oder weniger) sauberen Trinkwasser versorgt hat, kann in diesem Buch nachgelesen werden. Zahlreiche Fotos von (wieder zugeschütteten) Ausgrabungsstätten sowie ihre Darstellung im aktuellen Stadtplan geben uns Einblick in die frühere Wasserversorgung der Großstadt. 

Fazit:

 Auch diesem Buch der Reihe Wien archäologisch“ gebe ich gerne 5 Sterne. 

 

Cover des Buches Napoleon in Aspern (ISBN: 9783851611700)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Napoleon in Aspern" von Christine Ranseder

Bellis-Perennis
Spuren der Vergangenheit auf Wiens größter Baustelle

Die Stadtarchäologen Wiens untersuchen eines der größten Schlachtfelder Wiens: Aspern.

In diesem Ort tobt am 21. und 22. Mai 1809 eine gewaltige Materialschlacht zwischen Erzherzog Karl von Österreich und dem Kaiser der Franzosen, Napoleon Bonaparte. In diesem Gemetzel wird Napoleon erstmals persönlich besiegt. Dennoch entscheidet diese Schlacht nicht den Krieg, sondern erst die, ein paar Wochen später, am Wagram, die die Franzosen gewinnen.

Die Archäologen untersuchen dieses Gebiet unter anderem deswegen sehr genau, weil es als größtes Stadtentwicklungsgebiet Europas gilt, das schon vor einigen tausend Jahren besiedelt gewesen ist. Nach dem Ersten Weltkrieg ist das Gebiet der Flughafen Wiens. Schon beim Bau des Flughafens gibt es vereinzelt Funde aus 1809, denen man aber (noch) nicht viel Bedeutung schenkt.
Heute gibt es Sondierungsgrabungen und bei den Aushubarbeiten sind ständig Mitarbeiter der Stadtarchäologen dabei, um eventuell Interessantes gleich zu begutachten und zu bergen.

Was hat man also gefunden?

• 32 mehr oder weniger vollständige Skelette von Menschen
• 17 von Pferden
• Metallteile, die von Uniformen stammen
• Knöpfe aus Metall und Knochen
• Teile von Waffen und Munition
• Hufeisen

Das scheint eine geringe Ausbeute zu sein, man muss aber bedenken, dass die meisten Toten nach der Schlacht geborgen und auf diversen Friedhöfen bestattet wurden.
Waffen und Munition wurde eingesammelt und wiederverwendet.
An Hand der menschlichen Überreste konnte der Gesundheitszustand, das Alter und die Todesursache der Soldaten festgestellt werden.

Für an Archäologie und Geschichte Interessierte (wie mich) ist es total spannend, welche Story ein einfacher Knopf, der sich an einer Uniform befunden hat, erzählen kann.

Zahlreiche Fotos der Grabungen ergänzen den Textteil, der uns die Schlacht und die Strapazen, denen die Soldaten ausgesetzt waren, ein wenig näherbringt.

Stiche aus dem Heeresgeschichtlichen Museum und der Österreichischen Nationalbibliothek lassen die bunten Uniformen wieder auferstehen.
Auch auf die Bewaffnung und die daraus resultierenden Verwundungen und das völlig unzureichende Sanitätswesen wird hingewiesen.

Fazit:

Eine tolle Dokumentation der unermüdlichen Arbeit von Archäologen.

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