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Cover des Buches Alles sieht so festlich aus (ISBN: 9783150146002)

Alles sieht so festlich aus

Erscheint am 05.09.2024 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.

Alle Bücher von Christine Schmidjell

Neue Rezensionen zu Christine Schmidjell

Cover des Buches Wintergedichte (ISBN: 9783150111314)
Monika_Brigittes avatar

Rezension zu "Wintergedichte" von Evelyne Polt-Heinzl

Wintertristesse
Monika_Brigittevor einem Jahr

WINTERGEDICHTE aus dem Reclam-Verlag hinterlässt beim Leser leider ein einseitiges Stimmungsbild. In der Mehrheit der Gedichte wird die Grausamkeit und die beißende Kälte der trüben Jahreszeit geschildert. So kam bei mir kein mollig warmes Wohlgefühl mit Bratapfelduft und Kaminwärme auf.

Die Gedichte sind in drei Kategorien aufgeteilt: Winterlandschaft, Frost und Winterfreuden. Durchgekämpft durch die eisigen ersten 35 Gedichte vermögen auch die letzten Gedichte der "Winterfreuden" die Stimmung nicht ins Positive zu kehren. Da ich das Konvolut nicht an einem Stück gelesen habe, griff ich nur in Unmut an den nächsten Abenden wieder dazu, aus Frust über die noch kommenden dunkel-matschigen Seiten der Wintertristesse.

Ein paar wenige Highlights lassen sich im tiefsten Dunkel dennoch finden. Empfehlen möchte ich das bildsprachliche "Wintervögel" von Carl Zuckermeyer, das szenisch- beschreibende "An der Ecke" von R. M. Rilke, welches von einer Maroniverkäuferin handelt und das heiter - kindliche "Der Schneemann" von H. H. v. Fallersleben.

WINTERGEDICHTE| Evelyne Polt-Heinzl & Christine Schmidjell | Reclam Verlag| 2018| 10,00€

Cover des Buches Frühlingsgedichte (ISBN: 9783150106242)
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Rezension zu "Frühlingsgedichte" von Evelyne Polt-Heinzl

Eine bunte Mischung
stefan182vor 2 Jahren

„Frühlingsgedichte“, ausgewählt von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell, versammelt 51 Gedichte, die sich thematisch mit dem Frühling beschäftigen. Der Gedichtband ist in drei Rubriken unterteilt. Den Anfang macht „Frühlingsboten“. Die Gedichte, die in dieser Rubrik zusammenkommen, handeln vom beginnenden Frühling, der aufkeimenden Natur und der langsam einsetzenden Wärme, die den Winter vertreibt. So beschäftigt sich bspw. das Gedicht „Vorfrühling“ von Ernst Stadler mit den frühlingshaften Winden und was diese mental im lyrischen Ich auslösen; „Frühling“ von Selma Meerbaum-Eisinger beschreibt, wie die Frühlingssonne schrittweise den Winter verdrängt. Die erwachende Tier- und Pflanzenwelt spielt in den Gedichten von Detlev von Liliencron („Märztag“) und Rainer Maria Rilke („Wenns Frühlings wird“) eine Rolle. Den Weg ins Grüne thematisieren Johann Anton Friedrich Reil („Das Lied im Grünen“) und Johann Wolfang von Goethe („Osterspaziergang“). Die zweite Rubrik „Des Lenzens Widerspruch“ handelt vom Schein des Frühlings. Dass der Winter keineswegs schon gebannt ist, die Eisheiligen vor der Türe stehen, steht im Fokus der Gedichte „Der wilde April“ (Georg Britting), „Die Eisheiligen“ (Max Herrmann-Neisse) und „Die drei Eisheiligen“ (Carl Zuckermayer). Die gesellschaftskritischen Gedichte „Über das Frühjahr“ von Bertold Brecht und „Der März in der Luft des Hochhauses“ von Jürgen Becker beschäftigen sich mit der Entfremdung des (modernen) Menschen von der Natur.  Die letzte Rubrik „Wonnemonat Mai“ zentriert den fünften Monat des Jahres. Hier finden sich ausgelassene Gedichte wie Goethes „Mailied“ oder „Der Mai“ von Friedrich von Hagedorn. Der Tag der Arbeit spielt in Brechts „Mailied der Kinder“ eine Rolle; Melancholie strahlt das Gedicht „Maienregen“ von Else Lasker-Schüler aus. Insgesamt ist der Ton der Gedichte meist feierlich, fröhlich und – da die wärmere Jahreszeit ansteht – euphorisch; teilweise ist er – besonders in der zweiten Rubrik – aber auch betrübt bis depressiv. In der Sammlung „Frühlingsgedichte“ finden sich außerdem experimentelle Lyrik wie H. C. Artmann oder Ernst Jandl („frühlingsbeginn“) und humorvolle Gedichte (Robert Gernhardt: „Osterballade“). Insgesamt sind die in „Frühlingsgedichte“ ausgewählten Texte eine schöne Mischung aus Klassikern des 18. und 19. Jahrhunderts, der Moderne und der Nachkriegs-/Gegenwartsliteratur.

Cover des Buches Wintergedichte (ISBN: 9783150111314)
stefan182s avatar

Rezension zu "Wintergedichte" von Evelyne Polt-Heinzl

Eine schöne Gedichtsammlung
stefan182vor 3 Jahren

„Wintergedichte“, ausgewählt von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell, versammelt 52 verschiedene Gedichte, die sich inhaltlich mit der winterlichen Jahreszeit beschäftigen und lyrisch beschreiben, wie diese durch Schnee, Frost und Kälte die Landschaft verändert. Der Winter wird in den verschiedenen Gedichten aus unterschiedlichen Warten betrachtet. So tritt er einerseits als rauer Geselle auf, der klirrende Kälte und beißenden Wind mit sich bringt; der die Natur unter sich begräbt und sie bis zum Frühling absterben lässt (z.B. G. Keller: „Erster Schnee“ oder A. v. Chamisso: „Der erste Schnee“). In einzelnen Gedichten führt diese winterliche Tristesse zu Melancholie (H. Hesse: „Grauer Wintertag“) und die Hoffnung auf einen baldigen Frühling (J. v. Eichendorff: „Winternacht“), in anderen zu einem Rückzug in die wohlige Wärme des Hauses (G. Trakl: „Ein Winterabend“; T. Kramer: „Das Nüsseklopfen“). Andere Gedichte thematisieren stärker die freudigen Aspekte des Winters. Hier ist der Winter nicht rau, sondern erschafft pudrige Wunderländer, in denen man Schneemänner bauen (A. H. Hoffmann v. Fallersleben: „Der Schneemann“), Schlitten fahren (C. Morgenstern: „Winter-Idyll“) oder eislaufen kann (G. Hauptmann: „Eislauf“). Die Wortwahl der Gedichte ist meist gehoben, die Auswahl beschränkt sich aber nicht nur auf altbekannte Klassiker. Epochentechnisch stammen die Gedichte v.a. aus der Romantik, dem Realismus und dem Expressionismus. Stellenweise finden sich in der Sammlung auch experimentelle Gedichte (E. Jandl: „vor winterbeginn“ oder N. C. Kaser: „bittrer winter“). Insgesamt ist „Wintergedichte“ eine schöne Gedichtsammlung, die verschiedene Seiten des Winters und die damit einhergehenden Gefühle bzw. Stimmungslagen behandelt.

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