Christine Spindler

 4.3 Sterne bei 57 Bewertungen
Autorin von Mond aus Glas, Love Takes a Detour - Liebe auf Umwegen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christine Spindler

Christine Spindler wurde 1960 geboren. Sie hatte viele Berufswünsche, u.a. Astrophysikerin, Schauspielerin und Kräuterhexe. Das Physikstudium gab sie schon nach 2 Semestern auf, machte eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin und arbeitete 4 Jahre am MPI für Kernphysik in Heidelberg. Danach arbeitete sie viele Jahre für ein Übersetzungbüro, bis sie beschloss, dass sie viel lieber Krimis schreiben wollte. Obwohl sie ihre Autorenlaufbahn sehr chaotisch in Angriff nahm, kann sie heute vom Schreiben leben. Seit 1999 hat sie über 40 Bücher veröffentlicht, darunter Kriminalromane, Fantasy, Mädchenbücher und jede Menge spannende und lustige Bücher für junge Leser. Für die Kinderbücher hat sie sich das Pseudonym Tina Zang zugelegt.

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Interview mit Christine Spindler

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

1995 habe ich das erste Mal ein Manuskript mit dem Vorsatz begonnen, es eines Tages veröffentlicht zu sehen. Davor hatte ich nur zu meinem Privatvergnügen geschrieben. Dieses erste Manuskript hat mich 2 Jahre lang prima beschäftigt, und als es fertig war, gingen noch mal 2 Jahre ins Land, bevor ich einen Verlag dafür gefunden hatte. Der Titel lautete „The Rhythm of Revenge“, ein Kriminalroman, der in den USA verlegt wurde. Das war 1999, und ich werde nie vergessen, wie glücklich ich war, als endlich ich endlich mein erstes Bücherpaket abholen konnte – bei irgendeiner Zollstelle, die ewig gebraucht hatte, den Inhalt zu prüfen.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Da gibt es viele, und es kommen immer wieder neue dazu. Zwei Autoren, die mich in letzter Zeit sehr begeistert haben, sind Michael Gerard Bauer und Siobhan Dowd.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ideen sind sehr flüchtige Geschöpfe. Man muss sofort zupacken, wenn sie an einem vorbeihuschen. Deswegen habe ich immer ein Diktiergerät bei mir. Das kommt häufig nachts zum Einsatz, weil mir kurz vor dem Einschlafen und gleich nach dem Aufwachen so viel durch den Kopf geht. Nicht alles davon taugt als Idee, aber es sind schon ganze Serien entstanden aus ein paar Stichpunkten, die ich im Morgengrauen gähnend ins Diktiergerät gehaucht habe.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich habe zum einen den direkten Kontakt mit Testlesern, die meine ersten Entwürfe beurteilen. Je nach Genre sind das Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Einer ist allerdings immer dabei: mein Mann. Er ist mein Testpilot Nr. 1 bei allem, was ich fabriziere. Zweitens gibt es die Gespräche nach Lesungen. Das Feedback, das ich da bekomme, ist enorm wichtig. Es ist eine aufregende Erfahrung, einen Text live vorzutragen und genau zu spüren, wie er ankommt. Und drittens wäre da die Fanpost. Vor allem Kinder sind wunderbare Fanpostschreiber. Sie schicken mir Fotos von ihren Hamstern (wg. Der Karatehamster-Reihe, die ich unter dem Pseudonym Tina Zang geschrieben habe), oder selbstgemalte Bilder. Ich beantworte jeden Brief und jede E-Mail und hebe alles auf. Wenn ich mal nicht so richtig in Schreiblaune bin, brauche ich bloß in meinem Fanpost-Ordner zu blättern, und schon weiß ich wieder, was für einen tollen Beruf ich habe.

Wann und was liest Du selbst?

Bei mir daheim liegen überall Bücher herum, denn ich lese immer mindestens 6 Bücher parallel. Da sind so ziemlich alle Genres vertreten, auch Sachbücher, meist zu psychologischen Themen. Am liebsten lese ich in der Badewanne. Bisher habe ich dabei erst einmal ein Buch versenkt.

Neue Rezensionen zu Christine Spindler

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Rezension zu "Mond aus Glas" von Christine Spindler

A night where beautiful life is real
Keksisbabyvor 2 Monaten

Luna sagt der Lehrerin gern mal, wie sie sich pädagogisch wertvollen Unterricht vorstellt. Und Finn freut sich über einen Tag, an dem seine Mutter nicht mit Argusaugen über ihn wacht. Beide sind Außenseiter und fühlen sich gleich vom ersten Moment an zueinander hingezogen. Durch Finn lernt Luna endlich sich ihrer eigenen Kraft bewusst zu werden, denn bisher war sie im Schatten ihrer Schwester, die an Krebs starb. Stella war immer der strahlende Stern und Luna der blasse aber beständige Mond, angestrahlt durch Sternenlicht. Finn ist Bluter und seine Mutter macht ihn zum Außenseiter in dem sie alles überwacht was er tut, jeden seiner Tage minutiös durchplant. Durch ihre Liebe können beide wachsen und endlich ihren Platz in der Erwachsenenwelt einnehmen, auch wenn ihre Eltern nicht immer so schnell mithalten können.

Der Grund für den Kauf dieses Kindle war der das schöne Cover und ich war auch schon von Beginn an von der Schreibmelodie der Autorin überzeugt. Ich wurde nicht enttäuscht, wie sonst oft bei unbekannten Autoren. Es ist eine feinsinnige Liebesgeschichte von zwei Jugendlichen die jeder vom Schicksal ihr eigene Bürde aufgehuckt bekamen. Meine Lieblingsfigur, war aber nicht Finns Schwester, die ein sturköpfiger Wirbelwind sein kann, auch nicht Lunas Mutter, die sich vor der Lehrerin ihrer Tochter emanzipiert und ihr die Meinung geigt, nein meine Lieblingsfigur ist Lunas Tante, die eine geistige Behinderung hat und dennoch den Weitblick Lunas intellektuellen Ausführungen zu folgen. Sie hat für jede Tätigkeit und Anlass einen Song den sie summt und ich habe sie schon zu Beginn in mein Herz geschlossen. Das Ende war mir dann ein bisschen zu esoterisch, aber das Nachwort der Autorin hat mir gezeigt, dass sie sich durchaus bewusst ist, dass damit nicht alle Leser etwas anfangen können. Offensichtlich gehöre ich wohl dazu. Nichtsdestotrotz war ich natürlich froh, dass es für Finn und Luna gut ausging und die jedem Kapitel vorgestellte Poesie war auch wunderschön.

Manchmal entdeckt man hinter einem schönen Cover eine noch schönere Geschichte und das war hier der Fall.

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ElkeKs avatar

Rezension zu "Winterleuchten" von Christine Spindler

Rezension zu "Winterleuchten"
ElkeKvor einem Jahr

Inhaltsangabe:

Luna Jannik ist 16 Jahre alt und gefangen in ihrer Trauer. Vor zwei Jahren starb ihre Zwillingsschwester an einem Gehirntumor. Seither ist sie und ihre ganze Familie in Trauer und Verzweiflung gefangen. Ihre Mutter, Tabea, versucht ihre Trauer mit ihrer Malerei zu verarbeiten und der Vater Urban vergräbt sich hinter der Arbeit als Steuerberater. Luna bezeichnet sich selbst als das Mondkind und in ihren Träumen begegnet sie Stella immer wieder. Tabea macht sich seit zwei Jahren Vorwürfe, denn sie wollte die Operation an Stella, die schließlich zum Tode führte, verhindern.

Finn Drostenhagen, 18 Jahre alt und Bluter, zieht mit seiner Mutter und der quirligen Schwester Motte in Lunas Nachbarhaus. Finn ist durch seine Krankheit geprägt. Seine Mutter behütet ihn zu sehr, das er bis dato keinen richtigen Freund hat, geschweige denn eine Freundin. Motte hingegen wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und sie ist ständig am Streiken, da sie zurück zu ihrem Vater will.

Eines Nachts hat Luna wieder einen Traum und geht im Schneegestöber hinaus. Als sie den Schnee berührt, beginnt dieser zu leuchten und Finn sieht es zufällig. Luna hat das Gefühl, das Stella ganz nah ist und Finn, der sich heftig in Luna verliebt hat, spürt es ebenso. Doch das ist erst der Anfang einer ungewöhnlichen Geschichte um Liebe, Freundschaft und Vergebung.

Mein Fazit:

Es ist ein wunderschöner Roman – passend zur Winterzeit. Christine Spindler ist ein Buch gelungen, in dem man versinken kann, gleichzeitig aber auch immmer wieder innehält, um die Sätze in ihrem Sinn zu begreifen. Es ist herzerwärmend, erfrischend und zugleich voller Melancholie. Es handelt in jeder Hinsicht von Loslösung, Luna und Tabea von der Trauer um Stella, Finn von seiner Mutter. Dabei sind die Figuren in ihren Charakteren so unterschiedlich und zugleich sympathisch und liebevoll.

In jeder Hinsicht eine empfehlenswerte Lektüre. Ich freue mich schon auf weitere Romane dieser Autorin.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom Januar 2008.

Anmerkung: Das Buch erschien auch unter dem Titel "Mond aus Glas":

https://www.lovelybooks.de/autor/Christine-Spindler/Mond-aus-Glas-547501248-w/

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Christin87s avatar

Rezension zu "Mond aus Glas" von Christine Spindler

Dunkel und Licht
Christin87vor 4 Jahren

Zwei Familien mit herben Schicksalsschlägen.
Krankheit,Tod, Scheidung, Umzug - Verlust auf jeder Ebene.
Und dazwischen zwei Teenager, die zuerst einander finden und dabei auch sich selbst.
Durchzogen ist das Ganze mit einem kräftigen Schuss Spiritualität.
Und obendrauf erhält man im Nachwort auch noch die Erkenntnis, dass ein Großteil des Buches aus wahren Begebenheiten des Lebens der Autorin inspiriert wurde.

"Mond aus Glas" ist eines dieser preiswerten E-Books von denen man eigentlich nicht viel erwartet, die einen am Ende aber begeistert zurücklassen.

Trotz all der Tragik trägt die Geschichte immer eine gewisse Hoffnung und Aufmunterung in sich, welche einem auch als Leser, der vielleicht auch den ein oder anderen Verlust erlitten hat, in die eigene Situation zurück versetzen kann, einem aber zeigt, dass es immer irgendwie weiter geht und das nach dem Dunkel auch das Licht ins Leben zurück kommen wird.

Einmal mehr eine absolute Leseempfehlung.


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Gespräche aus der Community

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TinaZangs avatar

Nachdem ich hier so eine wunderbare Leserunde mit meinem Jugendroman „Total durchgeknallt, die Jungs!“ erlebt habe, möchte ich nun eine weitere Runde starten, diesmal mit einem ernsten Roman, in dem es um Trauer geht, um Loslassen und Verzeihen und darum, nach einem Schicksalsschlag wieder zu sich zu finden – und auch wieder zueinander. Es ist außerdem ein Roman über die erste Liebe und über heilende Kräfte. Es eignet sich besonders für Leser/innen, die keine Scheu vor märchenhaften und übersinnlichen Inhalten haben.

Ich verlose 10 broschierte Exemplare und 10 E-Books (mobi oder epub). Schreibt mir einfach, was ihr bevorzugt oder ob ihr in beide Lostöpfe wollt.

Noch eine Anmerkung, falls jemand sich über den Namen wundert: Ich bin hier als Tina Zang angemeldet, weil ich die meisten meiner Bücher unter diesem Pseudonym schreibe. Christine Spindler ist mein richtiger Name.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Christine Spindler wurde am 25. November 1960 in Deutschland geboren.

Christine Spindler im Netz:

Community-Statistik

in 83 Bibliotheken

auf 10 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

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