Christine Spindler

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Interview mit Christine Spindler

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

1995 habe ich das erste Mal ein Manuskript mit dem Vorsatz begonnen, es eines Tages veröffentlicht zu sehen. Davor hatte ich nur zu meinem Privatvergnügen geschrieben. Dieses erste Manuskript hat mich 2 Jahre lang prima beschäftigt, und als es fertig war, gingen noch mal 2 Jahre ins Land, bevor ich einen Verlag dafür gefunden hatte. Der Titel lautete „The Rhythm of Revenge“, ein Kriminalroman, der in den USA verlegt wurde. Das war 1999, und ich werde nie vergessen, wie glücklich ich war, als endlich ich endlich mein erstes Bücherpaket abholen konnte – bei irgendeiner Zollstelle, die ewig gebraucht hatte, den Inhalt zu prüfen.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Da gibt es viele, und es kommen immer wieder neue dazu. Zwei Autoren, die mich in letzter Zeit sehr begeistert haben, sind Michael Gerard Bauer und Siobhan Dowd.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ideen sind sehr flüchtige Geschöpfe. Man muss sofort zupacken, wenn sie an einem vorbeihuschen. Deswegen habe ich immer ein Diktiergerät bei mir. Das kommt häufig nachts zum Einsatz, weil mir kurz vor dem Einschlafen und gleich nach dem Aufwachen so viel durch den Kopf geht. Nicht alles davon taugt als Idee, aber es sind schon ganze Serien entstanden aus ein paar Stichpunkten, die ich im Morgengrauen gähnend ins Diktiergerät gehaucht habe.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich habe zum einen den direkten Kontakt mit Testlesern, die meine ersten Entwürfe beurteilen. Je nach Genre sind das Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Einer ist allerdings immer dabei: mein Mann. Er ist mein Testpilot Nr. 1 bei allem, was ich fabriziere. Zweitens gibt es die Gespräche nach Lesungen. Das Feedback, das ich da bekomme, ist enorm wichtig. Es ist eine aufregende Erfahrung, einen Text live vorzutragen und genau zu spüren, wie er ankommt. Und drittens wäre da die Fanpost. Vor allem Kinder sind wunderbare Fanpostschreiber. Sie schicken mir Fotos von ihren Hamstern (wg. Der Karatehamster-Reihe, die ich unter dem Pseudonym Tina Zang geschrieben habe), oder selbstgemalte Bilder. Ich beantworte jeden Brief und jede E-Mail und hebe alles auf. Wenn ich mal nicht so richtig in Schreiblaune bin, brauche ich bloß in meinem Fanpost-Ordner zu blättern, und schon weiß ich wieder, was für einen tollen Beruf ich habe.

Wann und was liest Du selbst?

Bei mir daheim liegen überall Bücher herum, denn ich lese immer mindestens 6 Bücher parallel. Da sind so ziemlich alle Genres vertreten, auch Sachbücher, meist zu psychologischen Themen. Am liebsten lese ich in der Badewanne. Bisher habe ich dabei erst einmal ein Buch versenkt.