Christine Sylvester Der Verlobte

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Inhaltsangabe zu „Der Verlobte“ von Christine Sylvester

Eigentlich sollte es ein entspanntes Wochenende werden. Natürlich waren Lilly und Tillmann etwas nervös, schließlich war es das erste Treffen mit Lillys etwas exzentrischer Großfamilie. Aber der erste Abend lief ganz gut, das bisschen Sturm war nun auch nicht so schlimm und der einsam gelegene Gutshof strahlte heimelig im Licht der Gaslaternen. Als Lillys Cousine tot im Stall aufgefunden wird, scheint noch ein Unfall denkbar. Aber der Schnitt durch die Kehle des Cousins sieht nicht wirklich nach einem Problem beim Rasieren aus. Schnell bleiben immer mehr Plätze an der reich gedeckten Familientafel leer. Strom und Telefon fallen aus, an Hilfe von außen ist nicht zu denken. Wer lichtet so erbarmungslos die Reihen von Lillys Familie? Wer spielt falsch und wem kann Tillmann noch trauen? Ein famoser Krimispaß in bester angelsächsischer Tradition.

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    abuelita

    04. September 2012 um 20:20

    Dieser Krimi mit seinen nur 113 Seiten ist ratz-fatz ausgelesen. Dabei ist es kein Krimi im eigentlichen Sinn, sondern eher „Krimispaß“ …..schwarzer Humor…


    Ich musste feststellen, dass es für mich nicht so das Richtige ist. Die Lösung war von Anfang an absehbar und ich mochte zwar die skurillen Figuren, aber insgesamt gesehen sind Bücher dieser Art wohl nicht mein Ding.

  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    Tru1307

    11. September 2011 um 09:23

    Zur Geschichte Tillmann und Lilly wollen nichts weiter als ein entspanntes Wochenende bei Lillys Familie verbringen. Doch irgendwie geht alles schief. Zuerst gibt es eine riesige Schlechtwetterfront, dann kein Handynetz und zuletzt auch noch mehrere tote Verwandte. Doch niemanden außer Tillmann scheint das sonderlich zu schockieren, so dass sich die Frage stellt, wer eigentlich falsch spielt und wem Tillmann noch trauen kann. Fazit Obwohl der Krimi nur 120 Seiten umfasst, schafft es Christine Sylvester den Leser zu fesseln. Neben zahlreichen mit trockenem Humor gespickten Gesprächen und weiteren spannenden Begebenheiten wird mit jedem Mord der Rätselspass größer, wer denn nun der Täter ist. Ich fand es schade, dass der Krimi nach so kurzer Zeit schon durchgelesen war, denn das ganze Umfeld, in dem der Krimi spielt, war herrlich bizarr. Der Krimi wird aus Sicht von Tillmann erzählt, der der Verlobte von Lilly ist und eine geheime Abmachung mit ihr hat. Sie scheut sich auch nicht, ihm das mehrfach ins Gedächtnis zu rufen. Der Leser wird allerdings nicht eingeweiht, so dass diese Abmachung nach kurzer Zeit in Vergessenheit gerät. Tillmann scheint ein netter Kerl zu sein, der einfach Pech hatte und irgendwie in die Geschichte hineingeschlittert ist, ohne das verhindern zu können. Zuerst sieht ja auch alles wie ein erfreuliches Familienwochenende aus, aber als Tillmann nach und nach die Familie kennen lernt, gibt es die ersten Risse in der Fassade. Spannend ist, dass man über Tillmann während des Krimis mit am Wenigsten erfährt. Lillys Familie scheint aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt zu sein. Von der lesbischen Schauspielerin, über den entführten Sohn bis hin zur ständig betrunkenen Mutter ist alles vertreten, was für einige Schmunzler sorgt. Sogar als Leser ist man etwas geschockt von der Verwandtschaft, so merkwürdig erscheint sie. Tillmann selbst bringt seine Gedanken so zum Ausdruck: "Tillmann runzelte die Stirn. Er war einigermaßen entsetzt von Lillys Familie. Ob sie das immer so hielten? Nach dem Frühstück Alkohol und Poker? [...] Er seufzte leise. Allerdings würde er diesen notgeilen alten Schachteln hier sicherlich nicht seinen Hintern präsentieren." (S. 25) Für Verwirrung sorgt dann auch der Umstand, dass sich über das Wochenende die Reihen in der Verwandschaft lichten, aber niemand ernstlich besorgt ist. Viel mehr werden alle Morde als Unfälle abgestempelt und jeder bedauert die armen Opfer auf die eine oder andere Weise. Ich fand sehr irritierend, dass niemand wirklich ernsthaft Trauer zeigte. Das sorgte dafür, dass jeder der Verwandten tatsächlich verdächtig war. Zum Ende des Krimis gab es noch einige überraschende Wendungen, mit denen man als Leser nicht rechnet. Insgesamt ist dieser Krimi auf jeden Fall lesenswert. Es wird kaum Zeit mit Vorgeschichten verschwendet, sondern direkt in das Geschehen eingestiegen, was dafür sorgt, dass man als Leser praktisch sofort mitten drin steckt. Man kann Der Verlobte kaum weglegen, weil man auf Grund des seltsamen Verhaltens der Familie unbedingt wissen muss, wie die Geschichte ausgeht.

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    martina_turbanisch

    24. August 2011 um 08:15

    Tillmann begleitet seine Verlobte Lilly das erste mal zu einem alljährlich stattfindendem Familienfest um die Familie seiner Verlobten kennen zu lernen. Eine Situation, die ohnehin für jeden ein bisschen schwierig ist – aber wie schwierig wird Tillmann noch merken. Nicht nur Lillys recht eigenwillige Familie irritiert ihn, sondern auch der Anlass der Familienfeier, der zehnte Jahrestag der Entführung eines Familienmitgliedes. Aber nicht nur das macht dieses “Famileinidyll” etwas schwierig, sondern schon bald nach Tillmanns und Lillys Ankunft geschieht ein Mord. Diesem ersten Mord folgen weitere, sonderbare Morde, die anscheinend aber nur Tillmann merkwürdig findet. Sturm, Gewitter und Stromausfall scheinen die Familie genauso wenig zu stören wie die Schlag auf Schlag erfolgenden Morde. Immer mehr Plätze am Esstisch bleiben leer und an Hilfe von außen ist nicht zu denken, denn der Stromausfall hat die Telefonleitung lahm gelegt, das Handynetz funktioniert in der abgelegenen Gegend sowieso nicht und irgendjemand hat die Reifen von Tillmanns Wagen abmontiert. Mein Fazit: Dieser Krimi ist recht schnell gelesen – in meinem Fall gleich in einem Stück :-) Zum einen liegt das sicher daran, das er nur 113 Seiten hat, aber vor allem auch daran, dass er wirklich kurzweilig geschrieben ist und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor versehen ist. Die einzelnen Personen sind liebevoll beschrieben, mit all ihren Macken und skurrilen Eigenschaften, sei es nun die absolut ehrliche Großmutter als Familienoberhaupt oder Lillys trinkfreudige Mutter. Ein bisschen erinnerte mich das gesamte Szenario an „Das indische Halstuch“ einen alten Krimi von Edgar Wallace, bei dem der Täter allerdings sechs Tage Zeit für seine Morde hatte. Die Lösung des Falls fand ich einigermaßen vorhersehbar, was mir aber den Spaß an dem Buch nicht verdorben hat, denn was mir an Spannung fehlte wurde durch die vielen kleinen, sarkastisch beschriebenen, Begebenheiten im Haus wieder wettgemacht. Wer eine dramatische, verworrene Krimihandlung sucht wird bei diesem Buch nicht fündig, wer sich aber an bissigem Humor und liebevoll überspitzten Charakteren erfreuen kann, wird an Christine Sylvesters „Der Verlobte“ seine Freude haben.

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. August 2011 um 19:54

    Für ein Buch mit etwas über 100 Seiten ist der Roman sehr gut gelungen. Die Autorin schafft es mit wenigen Worten die Figuren lebendig und mit so viel Charme auszustatten , dass sie einen hohen Wiedererkennungswert haben. Zu Anfang scheint die Familie von Lilly doch recht verrückt und lustig zu sein, aber im Verlauf der Geschichte wird es immer mysteriöser und mörderischer. Viele Familienmitglieder müssen ihr Leben lassen, auf mehr oder weniger grausame Weise.Und zum Ende hin taucht dann der Verursacher all dessen auf und will auch Lilly entführen. Tillmann tut mir auf jeden Fall sehr leid, denn wer will schon in solche Familienmachenschaften über Mord und Totschlag verwickelt werden. Am Ende ist für ihn jedoch alles gut ausgegangen, aber ich war sichtlich enttäuscht von diesem Ende. Alles nur eine Farce... Ich habe mir ehrlich gesagt mehr versprochen, aber für ein wenig Spannung zwischendurch ist es eine durchaus gelungene Geschichte.

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    Feuerfluegel

    12. August 2011 um 19:24

    Für einen Krimi mit knapp über hundert Seiten ist der Kurz-Roman bemerkenswert gelungen. Mit wenigen Worten schafft es die Autorin ihren Figuren einen Charakter, mit hohem Wiedererkennungswert und Charme zu verliehen. Dafür hält sie sich nicht mit seitenlangen Beschreibungen auf, sondern charakterisiert Lillys Familie fast durchgehend durch die unterschiedlichen Dialoge und Tillmanns Gedanken und Gefühle. Gerade die Großmutter ist eine faszinierende Figur. Mit ihrer Selbstbeherrschung und ihrer Eleganz, blieb sie die Figur, die am schwersten fassbar für mich war. Der Großvater dagegen nahm kein Blatt für den Mund und wird für den Leser so sehr greifbar. Die anderen Figuren waren teilweise skurril, teilweise etwas Nerven raubend, teilweise hatte ich einfach nur Verständnis. Tillmann ist zwar der Protagonist des Geschehens, ist aber eher der stille Beobachter. Über die Figuren, die ihn umgeben erfährt man deutlich mehr, als über ihn selbst. Den Sinn dahinter versteht man vor allem gegen Ende nur allzu genau. Die Geschichte, die rund um die Morde gesponnen wird, ist nicht übermäßig spannend, aber durchaus interessant zu lesen. Das typische Miträtseln bleibt bei der Kürze des Romans etwas auf der Strecke und der Nervenkitzel kann auch nicht ausreichend ausgereizt werden. Aber das Buch kann trotzdem durchweg unterhalten. Die Atmosphäre des Geschehens erinnert an einen mittelmäßigen Horrorfilm, aber da das ganze Geschehen oft mit einem frechen Spruch oder einem Augenzwinkern seitens der Autorin geschildert wird, ist der Sturm und das Gewitter, die um das Haus toben, einfach das perfekte Setting für diesen ganz speziellen Krimi. Und auch das obligatorische dunkle Familiengeheimnis fehlt in diesem Krimi nicht, ist aber allzu schnell durchschaubar. Zumindest mag das der Leser im ersten Moment denken. Das Ende scheint wirklich im ersten Augenblick zu einfach zu sein, liest man nur zwei Seiten weiter, ist man vermutlich definitiv überrascht über die Wendung, die das ganze Geschehen nimmt. Zumindest wurden meine Vorhersagen den Krimi betreffend erfüllt, meine Erwartungen an das gesamte Buch aber einfach vollkommen übertroffen. Das Ende ist spritzig und witzig und irgendwie auch innovativ. Durchaus lesenswert!

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    Angela2011

    05. July 2011 um 19:19

    Inhalt Eigentlich sollte es ein entspanntes Wochenende werden. Natürlich waren Lilly und Tillmann etwas nervös, schließlich war es das erste Treffen mit Lillys etwas exzentrischer Großfamilie. Aber der erste Abend lief ganz gut, das bisschen Sturm war nun auch nicht so schlimm und der einsam gelegene Gutshof strahlte heimelig im Licht der Gaslaternen. Als Lillys Cousine tot im Stall aufgefunden wird, scheint noch ein Unfall denkbar. Aber der Schnitt durch die Kehle des cousins sieht nicht wirklich nach einem Problem beim Rasieren aus. Schnell bleiben immer mehr Plätze an der reich gedeckten Familientafel leer. Strom und Telefon fallen aus, an Hilfe von außen ist nicht zu denken. Wer lichtet so erbarmungslos die Reihen von Lillys Familie? Wer spielt falsch und wem kann Tillmann noch trauen? Meine Meinung In dem Kurz-Krimi geht es um Lilly und Tillmann. Beide machen sich auf den Weg, um Lillys Familie zu besuchen, denn Tillmann wird sie dann zum ersten Mal kennenlernen, und sie sind sehr angespannt. Tillmann ist am Anfang überfordert, sich die ganzen Familienmitglieder zu merken, weder wie sie heißen noch wie sie zusammengehören. Dies kann ich aber sehr gut verstehen, denn selbst ich als Leser musste dies feststellen, und hatte damit zu kämpfen. Dies hat die Autorin Christine Sylvester aber wunderbar gelöst, in dem sie die Verwandschaftsverhältnisse der Personen zum öfteren erwähnt hat. Alle Familienmitglieder haben eine Seite an sich, wo man sich als Leser fragt, ob sie irgendwie noch normal sind. Ihnen scheint es wichtiger zu sein, das alltägliche Frühstück oder Abendessen einzunehmen, als über die Leichen zu sprechen. Denn als die erste Leiche gefunden wird, glaubt Tillmann ja noch an einen Unfall, aber bei der zweiten, die definitiv ermordet wurde, kommen ihm Zweifel auf, und es beschleicht ihn ein ungutes Gefühl. Damit soll er nicht im Unrecht liegen, denn immer mehr Familienmitglieder verschwinden, und es tauchen verwirrende Briefe auf. Das Buchcover ist sehr gut ausgewählt, denn es zeigt direkt den Ort des Geschehens: Das alte Gutshaus von Lillys Familie. Der Roman ist in sechs Kapiteln unterteilt, und da es ein unterhaltsamer Kurzkrimi ist, hat man es auch schnell durchgelesen. Der Krimi der Autorin, mit ihrem geschriebenen schwarzen Humor und den wichtigen kleinen Details, hat mich sehr gut unterhalten. Ohne große Erklärungen, wird man sofort ins Geschehen geworfen, und die Gedanken die Tillmann hat, denkt man sich auch des öfteren. Zumindest war es bei mir so, denn man konnte sehr gut nachvollziehen, wie er sich fühlte bei all den verwirrenden Umständen. Dies ist ein sehr guter Kurzkrimi, da dem Leser mögliche Täter präsentiert werden, und man immer wieder auf falsche Fährten geführt wird. Man ist völlig überrascht, wie es plötzlich ausgegangen ist, denn dies ist ein absoluter Knüller, mit dem ich absolut nicht gerechnet habe. Fazit Ich kann jedem Krimi-Fan dieses Buch nur empfehlen, es hat sich wirklich gelohnt...

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    joshi_82

    03. July 2011 um 12:17

    Christine Sylvester hat hier einen Kurzkrimi mit 110 Seiten geschrieben, der wirklich überrascht: mit einer unvorhergesehenen Auflösung, schwarzem Humor und interessanten Protagonisten. Der Leser wird direkt in das Geschehen hineingeworfen und lernt nicht nur die Eltern von Lily kennen, sondern gleich die komplette Familie. Da ist es anfangs etwas verwirrend und ich hatte ganz schön zu tun, mir die Namen von allen zu merken und wer in welchem Verhältnis zu wem steht. Man schüttelt mehr als einmal den Kopf im Verlauf dieses Krimis, denn die Familie die der Verlobte da kennenlernt, ist alles, nur nicht normal. Oft habe ich mich gewundert, wie man sich im Angesicht solcher brutalen Morde so erstaunlich verhalten kann, doch das alles löst sich am Ende auf. Sehr gut hat mir gefallen, wie Christine Sylvester ihre Figuren gezeichnet hat und mehr als einmal musste ich schmunzeln, ob der Eigenheiten eben jener. Auch die vielen Wendungen gefallen mir gut und im Grunde verdächtigt man hier fast jeden, der Mörder zu sein und genau das ist es, was ich an diesem Krimi so mag. Man weiß eben bis zum Ende nicht, wer es war. Fazit: Ein außergewöhnlicher Kurzkrimi, mit tollen Charaktären, einer tollen Atmosphäre und einem überraschenden Ende.

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    RiaKlug

    02. June 2011 um 14:08

    Dieser Krimi hat Novellenformat. Neben dem leicht verdaulichen Umfang möchte ich die kurzweilige Handlung und die skurrilen Figuren loben. Deren Dialoge erinnerten mich stellenweise an das Geplänkel der Screwballcomedies, zu denen einige von Hammetts Romanen in Hollywood wurden. Da die Story in einer vielköpfigen Familie spielt, erscheint es am Anfang schwer, sich alle Namen zu merken. Dieser Eindruck verfliegt jedoch genauso schnell, wie sich die Reihen der Familienmitglieder am Esstisch lichten. Natürlich wartet das Ende mit einer faustdicken Überraschung auf - so wie es sich für eine Geschichte im klassischen Setting gehört. Wenn es etwas zu bemäkeln gibt, ist es allenfalls der gelegentliche Gebrauch von Sprechworten und Adjektiven, die den Charakter einer Rede oder eines Gesichtsausdrucks beschreiben sollen. Hier hätte ich mir etwas mehr Schilderung gewünscht. Jedoch fällt das kaum ins Gewicht, zumal den Vielkrimileserinnen in dieser Hinsicht oft härtere Kost zugemutet wird. Hier kommt das alles so lockerleicht daher, dass es leicht überlesen werden kann. Eine nette, flockige Story für einen schönen Frühlingsnachmittag im Garten oder auf dem Balkon.

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. April 2011 um 14:37

    Ein riesiges Ungeheuer setzt zum Sprung an. Tillmann erstarrt und sieht sein letztes Stündlein gekommen. Die gewaltige Dogge bäumt sich auf und legt ihm die Vorderpfoten auf die Schulter. Tillmann kann direkt in die schlabberige Schnauze sehen, die ihn jetzt gleich mit Haut und Haaren verschlingen wird. Das wars. Ende. Er verabschiedet sich von seinem Leben und schon wird es dunkel um ihn. Stromausfall! Großmutter klatscht in die Hände und augenblicklich lässt Hundedame Gretel von seinem vermeintlichen Opfer ab. Die Dienstmädchen eilen herbei und erhellen den Raum mit großen Kerzenleuchtern. Bestimmt sei wieder ein Strommast eingeknickt, was hier in dieser Gegend bei schlechtem Wetter öfters passieren würde ... Tillmann weiß noch nicht genau, wie er die Gesamtsituation einschätzen soll. Eigentlich wollte ihn seine Verlobte Lilly nur ihrer Familie vorstellen. Ein ruhiges und entspanntes Wochenende war geplant. Doch daraus sollte nichts werden, denn irgendetwas stimmt mit dieser Familie nicht. Ein Jahrestag soll begangen werden, von welchem ihm Lilly aber gar nichts erzählt hatte. Etwas Schreckliches musste passiert sein, was sich an diesem Wochenende zum zehnten Mal jährt. Die illustre Runde hat einiges zu verbergen und spart nicht mit gegenseitigen Vorwürfen und Anklagen. Allen voran Lillys Großmutter, welche die Entführung ihres Sohnes Ludger beklagt. Drei Millionen Lösegeld forderten die Entführer, doch Gerüchte besagen, dass der Entführte dieses Verbrechen selbst inszeniert haben soll. Andere Stimmen behaupten, dass bei der Geldübergabe eine Millon gefehlt hätte. Fortan beschuldigen Onkel Leopold, seine Schwester und Lillys Mutter Louise sowie Tante Lilo sich gegenseitig, das Geld unterschlagen zu haben. Diese ungeklärten Umstände sorgen für ordentlich Zündstoff, welche die ohnehin verwirrenden Familienverhältnisse nicht gerade positiv beeinflussen. Somit verwundert es nicht sonderlich, dass in dieser explosiven Lage bald der erste "Unfall" geschieht. Der zweite Todesfall sieht dann ganz und gar nicht mehr nach einem Unglück aus. Doch jetzt kommen die weiteren Ereignisse erst so richtig ins Rollen ... Der Roman ist relativ kurz, weshalb ich mich ebenso kurz fassen möchte. Hier erwarten Leser und Leserin zwei Stunden Krimivergnügen der besonderen Art. Dieses amüsante Kammerspiel wirkt wie eine Theaterinszenierung. Für Krimifans mit leicht angeschrägtem englischen Homor unbedingt zu empfehlen. Auf engstem Raum entsteht ein überaus brodelnder Cocktail mit allerlei hochexplosiven Zutaten. Falsche Fährten sind schnell gelegt und doch tappt man im Dunkeln, weshalb einem gar nichts anderes übrigbleibt, als dieses Krimi-Kleinod in einem Durchgang zu lesen. Am Ende belohnt uns Christine Sylvester dann auch nicht nur mit einer, auch nicht mit zwei, sondern gleich mit drei faustdicken Überraschungen! © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. March 2011 um 21:37

    "Post für unsere Vroni!" rief Lillys Tante Lilo und hielt einen Umschlag in die Höhe. "Paul hat auch Post", sagte Tillmann und deutete auf den Sitz neben sich. Dort lag ein Briefumschlag, auf dem in sauberer Handschrift "Paul" stand. Weitere Angaben oder gar ein Poststempel fehlten. "Abschiedsbriefe!" Bert lachte laut auf. "Die geile alte Jungfer und der romantische Zyniker sind zusammen durchgebrannt." * Lilly und Tillmann fahren zu Lillys Familie auf den abgeschieden liegenden Gutshof. Beide sind etwas angespannt, denn Tillmann lernt die Familie seiner Verlobten kennen. Doch es wird alles andere als ein ruhiges und besinnliches Wochenende auf dem Land. Denn es nicht nur so, dass Lillys Familie aus extrovertierten und skurilen Persönlichkeiten besteht, nein, denn plötzlich verschwinden Familienmitglieder und ominöse Briefe tauchen auf... * "Der Verlobte: Vom Heucheln und Meucheln" von Christine Sylvester ist ein unterhaltsamer Kurzkrimi. Die Autorin besticht den Leser durch ihren kurzweiligen und schwarzhumorigen Schreibstil. Das Buch ist in sechs aussagekräftige Kapitel unterteilt. * Der Leser wird in das Geschehen, ohne jegliche Vorkenntnisse, hineingeworfen und mitgerissen, und kann sich gegen den Sog der Ereignisse nicht erwehren. Die Autorin schafft es mit ihren Worten und Beschreibungen ihre irrwitzige und überzogene Geschichte real wirken zu lassen. Ihre Beschreibungen der Örtlichkeiten, Handlungen und Personen ist mehr als gelungen. * Die Protagonisten dieses Romanes sind für den Leser eine wahre Freude. Jedes einzelne Familienmitglied hat seine Schattenseiten, oder ganz besonderen Eigenarten, die die Autorin schillernd darstellt. Jedes Familienmitglied ist einzigartig, z.B. Lilly, die immer mehr abzudriften scheint, und gar nicht mehr mitbekommt, was in ihrer Familie passiert; ihre Mutter, die schon morgens beginnt zu trinken oder auch ihre Großmutter, die alle Schicksalsschläge mit einer stoischen Gelassenheit hinnimmt. Der Leser kann sich diese "besondere" Großfamilie wunderbar wild durcheinander redend an der Tafel vorstellen. * Aber dem Leser wird auch schnell klar, dass in diesem Buch niemand der ist, der er zu sein scheint.... * Das Cover des Buches ist in schwarz, grau und rot gehalten. Es zeigt das alte Gutshaus der Familie in dem sich das Wochenende abspielt. * Diesen Krimi lege ich Freunden von schwarzhumorigen und bis zum Schluss undurchschaubaren Kriminalromanen ans Herz!

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  • Rezension zu "Der Verlobte" von Christine Sylvester

    Der Verlobte

    Claudias-Buecherregal

    12. March 2011 um 16:39

    Wer kennt das nicht: Mit einem neuen Partner kommt auch irgendwann der Zeitpunkt, an dem man die dazugehörigen Eltern kennen lernen darf / muss. Auf Tillmann trifft das ebenfalls zu, allerdings hat er einen recht schwierigen Fall erwischt. Zunächst ist er bereits mit Lilly verlobt, wird also noch genauer unter die Lupe genommen, dann trifft er nicht nur auf ihre Eltern, sondern auf ihre komplette Großfamilie, die sich anlässlich des 10. Jahrestages der Entführung eines Familienmitgliedes für ein ganzes Wochenende trifft, und so ganz einfach ist Lillys Familie wirklich nicht. Tillmann fühlt sich teilweise wie in einem schlechten Film. Ihn überfordern nicht nur die vielen neuen Gesichter und die neuen Namen, die er verzweifelt versucht sich zu merken, sondern auch die verworrenen Familienverhältnisse, die von Abneigung und Misstrauen geprägt sind. Außerdem scheint es hier normal zu sein schon nach dem Frühstück mit dem Alkohol zu beginnen und Strip-Poker zu spielen. Hinzu kommt noch das Unwetter draußen, der Stromausfall innen und die Drohung des Großvaters, falls Tillmann Lilly Schaden zufügen würde, würde er ihn umbringen. Mit dieser Situation wäre jeder einzelne bereits für ein ganzes Wochenende gut beschäftigt, aber für Tillmann kommt es noch schlimmer. Am Samstag wird die Cousine von Lilly tot aufgefunden. Zunächst ist noch unklar, ob es sich um einen Unfall oder um einen Mord handelt. Als kurz danach eine zweite Leiche auftaucht, die definitiv ermordet wurde, beschleicht Tillmann ein ungutes Gefühl und er sollte Recht behalten, das würde nicht die letzte Leiche an diesem Wochenende sein. "Er konnte einfach nicht begreifen, was hier passierte. Nichts daran passte zusammen. Nichts ergab einen Sinn. Immerhin war das hier ein Familienwochenende. [...] Aber hier schienen sich alle gegenseitig umzubringen. Das war irrwitzig! Vollkommen krank!" (Seite 60) Der Beginn des Romans ist eine tolle Einführung in das Geschehen und sehr realitätsnah. Ich konnte gut nachvollziehen, wie es Tillmann ging, da auch ich anfangs mit den ganzen neuen Charakteren etwas zu kämpfen hatte. Da das Buch nur eine Länge von 113 Seiten besitzt, wird der Leser sofort ins Geschehen geworfen ohne große Erklärungen. Aber schnell gewöhnt man sich daran und die Autorin erwähnt zum Glück des Öfteren, in welchem Verwandtschaftsverhältnis die einzelnen Personen zueinander stehen. Der Schreibstil von Christine Sylvester gefällt mir sehr gut. Sie schafft es immer wieder dem Krimi spaßige Elemente zu verleihen und arbeitet mit etlichen Wortwitzen. Die Spannung kommt natürlich auch nicht zu kurz und wie es sich für einen anständigen Krimi handelt, werden dem Leser instinktiv diverse Menschen als mögliche Täter präsentiert, bis ganz am Ende des Buches die wirkliche Auflösung erfolgt. Die Protagonisten werden toll beschrieben. Besonders Tillmann, der das ganze Wochenende mit seiner Verwirrung und dem Entsetzen über die gesamte Situation zu kämpfen hat, gefällt mir sehr. Ich war oft sehr froh, nicht in seiner Haut stecken zu müssen. Mich hätten die ganzen Ereignisse ebenfalls sehr verwirrt und bei einigen Familienmitgliedern habe ich mich wirklich gefragt, ob sie noch ganz richtig im Kopf sind oder warum es manchen wichtiger ist, dass alle regelmäßig das Frühstück einnehmen, als über die gefundene Leiche zu sprechen. Fazit: Das Buch lässt sich sehr gut lesen, legt Wert auf kleine Details, die niemals unwichtig sind, und vermag es den Leser gut zu unterhalten. * Broschiert: 113 Seiten * Verlag: Sutton Verlag; Auflage: 1 (1. März 2011) * Sprache: Deutsch * ISBN-10: 3866807570 * ISBN-13: 978-3866807570

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