Christine Thürmer

 4.2 Sterne bei 73 Bewertungen
Autorin von Laufen. Essen. Schlafen., Wandern. Radeln. Paddeln. und weiteren Büchern.
Christine Thürmer

Lebenslauf von Christine Thürmer

Christine Thürmer, 1967 in Forchheim geboren, machte nach ihrem Studium Karriere als Managerin. Nach einer unfreiwilligen Berufspause 2004 hängte sie 2007 ihren Job endgültig an den Nagel und wurde - wie sie selbst sagt - zum »Outdoor-Junkie«: Sie ist acht Jahre unterwegs gewesen und hat insgesamt 33 000 Kilometer zu Fuß, 30 000 Kilometer mit dem Fahrrad und 6500 Kilometer mit dem Boot zurückgelegt. Sie schläft auf Ihren Reisen überwiegend im Zelt, mit dabei hat sie nur sechs Kilo Gepäck. Christine Thürmer - unter Outdoorfans bekannt als German Tourist - gehört zu den meistgewanderten Menschen weltweit und wurde auch mit dem Triple Crown Award ausgezeichnet.

Alle Bücher von Christine Thürmer

Laufen. Essen. Schlafen.

Laufen. Essen. Schlafen.

 (61)
Erschienen am 01.08.2018
Wandern. Radeln. Paddeln.

Wandern. Radeln. Paddeln.

 (10)
Erschienen am 01.03.2018
Laufen. Essen. Schlafen

Laufen. Essen. Schlafen

 (2)
Erschienen am 08.11.2016

Neue Rezensionen zu Christine Thürmer

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Torsten78s avatar

Rezension zu "Laufen. Essen. Schlafen." von Christine Thürmer

Sehr unterhaltsam auch für nicht Hiker
Torsten78vor 3 Monaten

Wie ihr meinem Blog entnehmen könnt, hat es mir die Idee einen Langstreckentrail zu wandern angetan. Daher hat mich auch interessiert was es neben dem Buch von Cheryl Strayed – das zur Hälfte um ihr Leben und Selbstfindung geht – weiterhin noch so an Büchern in dem Kontext gibt.

Dabei bin ich auf dieses gestoßen, das gleich alle drei Langstreckentrails der USA beschreibt. Den Pacific Crest Trail (Westen der USA von Mexiko bis Canada mit ca. 4300km), den Continental Devide Trail (Ostlich vom PCT mit knapp 4200-5000km – Stand 2007) und den Appalachian Trail (im Osten der USA mit 3500km).

Das Buch beginnt mit dem PCT. Die Autorin war körperlich nicht auf den Trail vorbereitet. Sie hat sich auf dem Papier vorbereitet. Ausrüstung geplant, optimiert und Planspiele gemacht (hey, das kommt mir sehr vertraut vor).

Da auf relativ wenigen Seiten drei Langstreckentrails untergebracht sind (mit ca. 13000km Strecke), sind sehr große Sprünge zwischen den Kapiteln. Es liegen oft mehrere hundert Kilometer zwischen den Kapiteln. Einigen gewissen Einblick bekommt man somit zwar aber der ist ziemlich lückenhaft.

Ich musste an mehreren Stellen im Buch recht herzhaft lachen, weil ich mir die Situationen bildlich vorgestellt habe. Da zieht sich die Deutsche vor den prüfen Amerikanern aus und springt im Evaskostüm ins Wasser.

Die Hiker laufen durch ein Gebiet, in dem es einen Waldbrand gegeben hat. Durch die Asche sehen sie aus wie Schornsteinfeger, als sie im McDonalds einkehren.

Oder auch Striptease im Waschsalon (ich hab mich schon gefragt wie die Hiker das anders lösen).

Rein optisch unterscheidet man sich – abseits des High Tech Zeugs was man dabei hat als Thru Hiker oft nicht von einem Obdachlosen. Interessant ist auch, dass Vegetarier und notorische Fast Food Verweigerer auf dem Trail einfach nicht genug davon bekommen können. Es gibt keine Möglichkeit schneller Kalorien rein zu schaufeln, die man auf dem Trail ziemlich dringend braucht.

Wenn man sich allerdings Bilder vom Trail anschaue entschädigt das für einiges.

Desto mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto klarer wird einem, dass es nicht wirklich viel braucht um glücklich zu sein. Thru Hiken ist ja auch immer eine Form von aussteigen auch wenn es nur temporär ist.

Etwas deutlicher als im Buch werden hier die Gefahren deutlich. Die Sierras können aufgrund ihrer Schneepassagen in Kombination mit extremen Gefälle hochgradig gefährlich sein.

Was man im Buch auch sehr eindeutig sieht: Auch das schwächste Glied der Gruppe (was die Kondition angeht), kann auch schnell das stärkste werden, wenn es z.B. um die Querung eines Schneefeldes geht. Natürlich kann man einen derartigen Trail als Solokämpfer bestreiten aber viele tun sich gerade an den problematischen Stellen zusammen.

Die Thru Hiker halten zwar oft zusammen – gerade in kritischen Passagen – aber es ist auch jeder Einzelkämpfer. Jeder hat das Ziel vor Augen und die Abbrecherquote ist hoch. Die Wahrscheinlichkeit, dass man den Trail erfolgreich beende und bis nach Kanada schafft ist gering. Und auch wenn es oft heißt, dass eine derartige Herausforderung zu einem Großteil eine Mentale Herausforderung ist, können einen körperliche Gebrechen schnell zur Aufgabe zwingen.

Auch wenn einige auf einem Langstreckentrail Freunde für’s Leben finden, ist das wohl eher die Ausnahme. Die meisten Begegnungen sind eher flüchtig (darin sind die Amerikaner ja eh sehr groß – man kann sich wunderbar eine Stunde mit einem Fremden unterhalten – unverbindlich und man sieht sich nie wieder). D.h. man trifft sich immer mal wieder aber sobald einer irgendwo ein paar Tage Pause einlegen muss (sei es wegen Krankheit, Verletzung oder familiärer Ereignisse), sieht man die anderen oft nicht wieder, obwohl sie vielleicht nur drei Tage hinter oder vor einem sind.

Die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich mit dem PCT. Der CDT (grob 30%) und der Appalachian Trail werden dementsprechend kürzer behandelt.

Christine Thürmer gelingt dabei sogar noch der Karriesprung zwischen dem PCT (vor dem Sie die Kündigung erhalten hat) und dem CDT wird sie sogar Geschäftsführerin.

Auch in diesem Buch geht es nicht nur um Laufen, Essen, Schlafen wie der Titel es vermuten lässt. Es geht auch sehr viel um die Leute, die man auf den Trails trifft. Zwischen Christine und dem Hikingpartner, den sie auf dem PCT getroffen hat, entwickelt sich auf dem CDT eine Beziehung, die allerdings Licht und Schattenseiten hat und am Ende nicht funktioniert.

Das Fazit und Hintergrundinfos findet ihr hier:
https://www.torstens-buecherecke.de/2334/

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Viv29s avatar

Rezension zu "Laufen. Essen. Schlafen." von Christine Thürmer

Interessante und unterhaltsame Geschichte mit leider zum Ende hin nachlassendem Enthusiasmus
Viv29vor 3 Monaten

Die Entscheidung von Christine Thürmer, in ihren späten 30ern der Karriere den Rücken zu kehren und ihr Leben dem Wandern zu widmen, ist ungewöhnlich und mutig. Schon alleine das verspricht ein interessantes Buch, in dem sie von ihren ersten drei Langstreckenwanderungen - insgesamt 12700 km - berichtet.

Der Schreibstil ist eingängig, es liest sich alles leicht weg und gerade ihr Bericht über den ersten Trail, der etwa die Hälfte des Buches einnimmt, ist eine kurzweilig Abwechslung von Fakten rund um das Organisatorische, den Mitwanderern und den Besonderheiten des Trails. Die Welt der sogenannten thruhiker, die monatelang mit minimalem Gepäck Tausende von Kilometern wandern, war mir völlig neu und so gibt es natürlich viel Ungewohntes und Interessantes zu lesen. Eine komplett neue Kultur tat sich mir da auf mit diesen Menschen, die teilweise nur noch für das Wandern leben und den zahlreichen sogenannten "trail angels", die entlang der Langstrecken-Trails diesen thruhikern auf mannigfaltige und oft originelle Weise helfen. Was an Organisatorischem beachtet werden muß, ist ebenfalls faszinierend zu lesen. Die Erlebnisse entlang des Trails sind abwechslungreich, es gibt gefährliche Momente, amüsante Betrachtungen, ein paar Einblicke in die atemberaubende Natur und vieles mehr. Durch diese vielfältigen Themen vergeht das Lesen wie im Fluge und schon ist der erst Trail vorbei - damit aber leider auch der beste Teil des Buches.

Bevor Christine Thürmer zu diesem ersten Trail aufbricht und nachdem sie von ihm zurückkehrt, berichtet sie ein wenig über ihr Leben in Berlin als Geschäftsfrau - mit äußerst gutem Verdienst, sehr erfolgreich, wie sie sehr gerne und oft betont. Der Versuch, ihre allmähliche Abwendung vom oberflächlichen materiellen Leben zur besitzarmen Geisteshaltung zu beschreiben, ist arg plakativ. Die stereotype Beschreibung all diese Armanianzug-tragenden Männern mit Rolex, die Auflistung von Automarken uä nutzt sich schnell ab. Etwas weniger Zaunpfahl hätte auch funktioniert, so kompliziert ist die Botschaft nicht.

Ihre Grübeleien über ihren weiteren Lebensweg und die Entscheidungen, die sie treffen muß (alle nachvollziehbar) ziehen sich dann durch den zweiten Trail. Leider wird der Bericht über diesen zweiten Trail dann zusätzlich auch noch von ziemlich viel "Beziehungs"-Gezacker bestimmt, als sie aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine Beziehung (ich würde es eher Zweckgemeinschaft nennen) mit einem Mitwanderer eingeht, den sie vom letzte Trail kennt und der sich genau so verhält, wie sie ihn damals kennengelernt hat, was sie aber diesmal ständig erstaunt und nervt. Und so erfahren wir wenig über den Trail und die Erlebnisse, dafür viel zu viel über Streits und schlechte Stimmung. Einige interesante Momente gibt es aber hier natürlich auch noch.

Beim letzten Trail, dem waldreichen Appalachian Trail, hat Christine Thürmer ziemlich offensichtlich gar keine Lust mehr, das erwähnt sie auch häufiger. Sie fängt sich zwar immer wieder, aber in der nur knapp 50seitigen Beschreibung hat man die ganze Zeit das Gefühl, daß die Luft raus ist. Die Natur gefällt ihr größtenteils nicht und so erfahren auch wir sehr wenig über die Besonderheiten dieses Trails, was ich sehr schade finde, da mich gerade dieses wunderschöne Waldgebiet sehr interessiert hätte. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Episoden sind groß, die Einträge selbst haben viel Charme verloren. Es las sich, als ob sie sowohl Trail wie auch Buch möglichst schnell fertigstellen wollte. Wenn sie im Epilog berichtet, daß sie danach jahrelang wandern ging, dann erscheint das kaum nachvollziehbar.

Was mir im ganzen Buch gut gefallen hat, waren die Eindrücke der Trails selbst - die kleinen Orte, die Natur, die Besonderheiten. Von der Natur wird - dafür daß es sich um einen Wanderbericht handelt - verhältnismäßig wenig berichtet, was ich schade finde. Die Traileindrücke waren im ersten Teil absolut toll, im zweiten traten sie zu stark hinter dem Beziehungstheater zurück, im dritten hinter die Lustlosigkeit. Schade. Im Ganzen war es aber ein unterhaltsamer Bericht über ein Thema, zu dem ich bislang noch nichts gelesen hatte. Halbe Sterne sind hier nicht möglich, vier Sterne sind mir eigentlich zu viel, also reflektiert meine Bewertung eigentlich 3.5 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Wandern. Radeln. Paddeln." von Christine Thürmer

Eine tolle Frau
Rosemarievor 7 Monaten

Das Abenteuer beginnt vor der Haustür, Christine Thümer beweisst aufregende Touren durch Europa. Ob zu Fuss, mit dem Rad oder mit dem Paddel Christine Thürmer schreibt über 12000 Kilometer Abenteuer in Europa. Eine starke, sensible Frau die eindrucksvoll von ihren Erlebnissen schreibt. Danke für dieses tolle Buch.

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Gespräche aus der Community

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nico_kleins avatar

Abenteuer Natur 

Egal, ob man wandert, radelt oder paddelt. Christine Thürmer weiß: es gibt viele schöne Wege, um die Natur zu entdecken. In ihrem neuen Buch können ihre Leser sie auf drei atemberaubenden Touren einmal quer durch Europa begleiten. Zu Fuß von Koblenz nach Gibraltar, auf dem Rad von Berlin bis nach Finnland und mit dem Kajak einmal quer durch Schweden – für Christine Thürmer ist kein Weg zu weit. Ihre Leidenschaft für die Natur möchte sie anderen Menschen weitergeben. Bereits zu ihrem ersten Buch "Laufen. Essen. Schlafen." hat sie eure Fragen beantwortet. Heute freuen wir uns, dass sie wieder bei uns ist und euch "Wandern.Radeln. Paddeln." vorstellt. 

Mehr zum Buch: 
2007 hat Christine Thürmer alles aufgegeben – ihren Job, ihre Wohnung, ihr normales Leben –, um in der Natur unterwegs zu sein. Seitdem legte sie wandernd, radelnd und paddelnd über 70.000 Kilometer zurück. In den USA, auf dem Pacific Crest Trail, hat alles begonnen, doch auch in Europa gibt es fantastische Outdoor-Möglichkeiten. Packend schildert Christine Thürmer drei faszinierende große Touren: zu Fuß von Koblenz am Rhein nach Tarifa, zum südlichsten Punkt Europas; mit dem Rad die Ostseeküste entlang, von Berlin über Polen und das Baltikum bis nach Finnland; und mit dem Kajak quer durch Schweden. Sie erzählt von spannenden Begegnungen und einzigartiger Natur; von den Herausforderungen des Lebens auf Wanderschaft und wie sich dadurch die persönlichen Werte und Einstellungen verändern. Ein mitreißender Bericht, der Lust macht aufzubrechen. 

Hier geht's zur Leseprobe


Mehr zur Autorin: 

Christine Thürmer machte nach ihrem Studium Karriere als Managerin. Nach einer unfreiwilligen Berufspause hängte sie 2007 ihren Job endgültig an den Nagel und widmet sich seitdem ausschließlich dem Langstreckenwandern, -radfahren und -paddeln. Sie gehört zu den meistgewanderten Menschen weltweit und wurde mit dem Triple Crown Award ausgezeichnet. 2016 erschien ihr Bestseller "Laufen. Essen. Schlafen.".


Wir verlosen 5 Exemplare von "Wandern. Radeln. Paddeln." Was ihr dafür tun müsst? Stellt Christine Thürmer heute am 02.03.2018 eine Frage und erfahrt spannendes über das Leben in und mit der Natur.


Wir wünschen euch viel Spaß beim Fragefreitag!



Zur Buchverlosung
Marina_Nordbrezes avatar

Fragefreitag mit Christine Thürmer

Stellt euch vor, euch wird gekündigt. Der erste Reflex? Weglaufen! So in etwa ging es auch Christine Thürmer. Ihr Weglaufen entwickelte sich zu einer 4277 Kilometer langen Wanderung von Mexiko nach Kanada. Klingt aufregend? Ist es auch! Seitdem ist Christine Thürmer ununterbrochen unterwegs, am 01.04. legt die Autorin von "Laufen. Essen. Schlafen." aber einen keinen Zwischenstopp bei LovelyBooks ein und beantwortet am Fragefreitag all eure Fragen!

Mehr zum Buch:
Als Christine Thürmer gekündigt wird, beschließt sie, sich eine Auszeit zu nehmen und auf dem Pacific Crest Trail von Mexiko nach Kanada zu wandern – 4277 Kilometer. Eigentlich unsportlich und ohne Erfahrung bricht sie zu ihrem Abenteuer auf und schafft es tatsächlich bis ans Ziel. Und sie wandert weiter, läuft 2007 den Continental Divide Trail und 2008 den Appalachian Trail. Aus der gewissenhaften Geschäftsfrau wird eine Langstreckenwanderin, die fast ununterbrochen draußen unterwegs ist – zu Fuß, per Fahrrad oder Boot. Anschaulich und humorvoll beschreibt Christine Thürmer die Geschichte ihrer inneren Suche, ihre Erlebnisse und landschaftlichen Eindrücke auf den drei großen Trails und wie es ist, als Frau allein unterwegs zu sein.

Mehr zur Autorin:

Christine Thürmer gehört zu den meistgewanderten Menschen weltweit. Sie bezeichnet sich selbst als Outdoor-Junkie: Sie ist acht Jahre unterwegs gewesen und hat insgesamt 33 000 Kilometer zu Fuß, 30 000 Kilometer mit dem Fahrrad und 6500 Kilometer mit dem Boot zurückgelegt. Sie schläft auf Ihren Reisen überwiegend im Zelt, mit dabei hat sie nur sechs Kilo Gepäck.

Hier findet ihr ein Interview mit der Weltenbummlerin

Gemeinsam mit MALIK verlosen wir 5 Exemplare von "Laufen. Essen. Schlafen" unter allen, die heute Christine Thürmer eine Frage stellen!
Mitmachen lohnt sich!

Wir wünschen euch viel Spaß beim Fragefreitag!

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