Die Liebe zu so ziemlich allem

von Christine Vogeley 
4,6 Sterne bei54 Bewertungen
Die Liebe zu so ziemlich allem
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Neue Kurzmeinungen

Das_Blumen_Kinds avatar

So ein schönes Buch :)

LitteraeArtesques avatar

Eines der Bücher, die in jede literarische Hausapotheke gehören, wenn man mal wieder Lebensfreude und Lebensmut tanken möchte...

Alle 54 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Liebe zu so ziemlich allem"

In einer hübschen kleinen deutschen Stadt gibt es ein Museum, das seinesgleichen sucht, so viele seltsame Exponate stehen dort herum und in geheimnisvoller Verbindung zueinander. Carlotta Goldkorn, die nette, überarbeitete Kuratorin, bereitet dort gerade die nächste Ausstellung vor und sitzt zu diesem Zweck dem Stockholmer Literaturprofessor Gösta Johansson gegenüber, der dem Museum ein Gemälde leihen will.
Ja, natürlich. Liebe auf den ersten Blick.
Und gleich darauf: eine Kettenreaktion aufwühlender Ereignisse mit (nicht gleich erkennbarem) Glückspotential: ein Paar fürs Leben, ein gelüftetes Familiengeheimnis, ein riesiger Kunstfälschungsskandal, ein gerettetes Kind und mehrere Leute, die endlich zu sein wagen, wer sie sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426653470
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Knaur
Erscheinungsdatum:01.09.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    pardens avatar
    pardenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wohliges Lesevergnügen mit vielen kleinen bezaubernden Dingen und schrägen, aber sehr sympathischen Charakteren...
    Wohliges Lesevergnügen...

    WOHLIGES LESEVERGNÜGEN...

    Es ist ein ziemlich ungewöhnliches Museum, in dem Carlotta Goldkorn gerade die nächste Ausstellung vorbereitet. Große Gemälde neben Buntstift-Kinderbildchen, Saurierskelette neben Rokokokostümen, etruskischer Goldschmuck neben Bonbon-Armbändern, und dazwischen blaue Schmetterlinge - dies war 1895 das Konzept des Gründers August Gayette. Bis zum heutigen Tag entzückt es die Besucher, und die Museumsmitarbeiter fühlen sich hier eher zu Hause als bei der Arbeit. Den schwedischen Professor Gösta Johansson, Urenkel es großen  schwedischen Malers Jasper Johansson (1858-1932), entzückt hingegen eher Carlotta. "Da bist du ja", denkt er. Sie ist es, er weiß es. Was er nicht weiß: Um die Gemälde seines Urgroßvaters, die hier im Gayette-Museum hängen, ranken sich dramatische Geheimnisse. Drei alte Tagebücher aus dem Stockholm des 19. Jahrhunderts enthüllen eine herzzereißende Wahrheit. Ein paar sehr gegenwärtige junge Leute geraten unterdessen auf Abwege, und dem Museum droht ein riesiger Kunstskandal. Doch Carlotta und Gösta geben nicht auf - und das Gayette-Museum wäre nicht für seine Merkwürdigkeiten so berühmt geworden, wenn es nicht noch die ein oder andere verborgene Glückstüre hätte...


    "Carlotta, weißt du, was ich gedacht habe, als ich dich zum ersten Mal sah? Gestern Vormittag um Viertel vor elf? (...) Es war ein Gedanke wie ein Komet, der vorbeisaust. Ich konnte ihn nicht richtig erkennen. Das heißt, ich konnte ihn erkennen, aber ich habe einfach nicht geglaubt, was ich da gesehen habe. Was ich hundertstelsekundenschnell gedacht haben muss. Und heute Nacht ist der Kometengedanke noch einmal erschienen. Aber so langsam, dass ich ihn lesen konnte. Also, als ich dich zum ersten Mal sah, dachte ich ganz einfach: Da ist sie ja!" (S. 87)


    Wer jetzt glaubt, dass es sich hier um eine Liebesgeschichte handelt - der hat Recht. Aber eben nur zum Teil. Klar, hier geht es um Liebe auf den ersten Blick, Knall auf Fall, zum Glück alles andere als kitschig beschrieben. Doch die Vielzahl der Handlungsstränge und der Ereignisse lassen diese Liebe zwar nicht versiegen aber doch rasch an den Rand des Fokus rücken, denn hier passiert wahrlich genug. Genauso vielschichtig und bunt wie die Ausstellung im Museum sich präsentiert (das es so leider nirgends in Wirklichkeit gibt), ist auch die Komposition des Buches.

    Gegenwart und Vergangenheit spielen hier eine gleichberechtigte Rolle; Farbe, Wärme, Spannung und Humor halten sich die Waage. Figuren, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und oftmals ein wenig schräg erscheinen, dabei aber authentisch und immer auch sympathisch geschildert werden, beleben das Geschehen. Oftmals kristallisiert sich erst spät heraus, an welchem Problem ein Charakter eigentlich herumknabbert - und das erhält gekonnt die Spannung. Und trotz der Vielzahl der angeschnittenen Themen wirkt der Roman nicht überfrachtet. Ein flüssiger, lebendiger, überaus leichter und bildhafter Schreibstil erhält das Lesevergnügen bis zum Ende, auch wenn einige Passagen, in denen es um alte Tagebucheintragungen geht, für mich persönlich etwas langatmig waren.


    "Jeder ist tatsächlich allein. Wir kommen allein, und wir gehen allein. Wir sind immer allein, und zwar deshalb, weil jeder, wirklich jeder Mensch, seine eigene Wirklichkeit hat. So, wie du die Welt siehst, werde ich sie nie sehen. Und umgekehrt. Aber e i n s a m brauchen wir deshalb nicht zu sein." (S. 261)


    Ein Wohlfühlroman ist dies, gelungen in seiner Mischung von Unterhaltung und Tiefgang, vermutlich eher für Frauen, womöglich auch eher für Frauen jenseits der Vierzig. Eines der Bücher, die in jede literarische Hausapotheke gehören, wenn man mal wieder Lebensfreude und Lebensmut tanken möchte. Ein Buch, das Krisen nicht leugnet, aber eben auch nicht vergisst, ein Licht im Dunkeln anzuzünden, hoffnungsvoll und warm. Mir hat es jedenfalls gut gefallen!


    © Parden


    Kommentare: 13
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    yaris avatar
    yarivor 3 Jahren
    Wunderbares Buch mit Wohlfühlgarantie

    In Fichtelbach, einem kleinen Ort in Deutschland, gibt es ein kleines Museum, dass ein Sammelsurium vieler Bilder, Kostümen, Kuriositäten und vieler anderer Dinge ist. Dieses Konzept hat August Gayette, der Gründer des Museums, immer verfolgt, und ist das Erfolgsgeheimnis des Museums.
    Carlotta Goldkorn, seine Enkelin, strebt diesem Konzept nach und arbeitet als Kuratorin im Museum; ihre Cousine Susan, eine Restauratorin und Malerin arbeitet auch dort.

    Eines Tages soll dem Museum ein Gemälde von Jasper Johansson geliehen werden. Sein Urenkel Gösta macht sich auf den Weg nach Deutschland, um das Gemälde zu überbringen, und verliebt sich Hals über Kopf in Carlotta. Auch um sie ist es sofort geschehen.
    Doch es ranken sich einige Ungereimtheiten um dieses Gemälde Johanssons, und auch um andere, die sich im Museum befinden.
    Carlotta und Gösta finden, nachdem Tagebücher von Jaspers erster Ehefrau gefunden wurden,  heraus, dass sich in der Vergangenheit dramatische Ereignisse abgespielt haben.
    Außerdem droht dem Museum ein Kunstskandal.....

    Mit "Die Liebe zu so ziemlich allem" habe ich mich von Beginn an wohlgefühlt. Dieses Buch lässt einen immer wieder Neues entdecken, staunen, mitfühlen, mitlachen und nachdenken.

    Die Protagonisten sind wunderbar und facettenreich beschrieben. Seien es Carlotta oder Gösta, die mitten im Leben stehen, die Liebe ihres Lebens finden, und sich um ihre pubertierenden Kinder kümmern müssen, aber trotzdem nie die Hoffnung verlieren, wieder einen Zugang zu ihnen bekommen.
    Der lebenserfahrene Onkel Henri, der nicht viel Worte macht, aber alles sieht, ist mir ans Herz gewachsen, aber besonders der kleine Leo, ein ungewöhnlicher Junge, der sich für Käfer oder Details an Gemälden interessiert.
    Und da sind noch Jule und Nils, die Kinder von Carlotta und Gösta, die während der Geschichte zu tollen jungen Erwachsenen reifen, und mit ihrem jeweiligen Schicksal zu kämpfen haben.

    Christine Vogeley hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der wohl emotional ist, aber nie ins Kitschige abgerutscht ist.  Sie hat die Geschichte um Carlotta und Gösta, aber auch Jaspers und Lovisas Geschichte wunderbar und bildhaft  erzählt und alles zu einem gelungenen Ende geführt. Die Seiten sind beim Lesen nur so an mir vorbeigeflogen, weil ich mich immer sehr gut unterhalten gefühlt habe, und dies auf hohem Niveau. Deswegen bekommt dieses wundervolle und bezaubernde Buch fünf Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir.

    Kommentare: 1
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    Tigerknuddelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch hat mir super gut gefallen, vielleicht weil es eben kein übliches Frauenbuch ist.
    Ein wunderschönes Buch

    Das Buch hat mich überrascht, ich dachte an ein klassisches Frauenbuch und wurde sehr positiv überrascht. Das Buch hat mich dazu gebracht mal wieder im Garten nach Käfern zu schauen und mit meiner Tochter eine Ausstellung zu besuchen.

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    tinstamps avatar
    tinstampvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Geschichte mit Tiefgang, die berührt und die man genießen sollte. Ein richtiges Wohlfühlbuch!
    Die Dinge des L(i)ebens

    Bei diesem Roman  war ich mir nicht sicher, ob er mir gefallen würde, denn die Inhaltsangabe war mir irgendwie zu nichtssagend. Die begeisterten Rezensionen haben das Buch dann doch auf meine Wunschliste gebracht und als ich es in unserer Bücherei sah, wusste ich, jetzt war der richtige Zeitpunkt um dieses Buch zu lesen und zu sehen, ob es mich begeistern kann oder nicht.

    Schon auf den ersten Seiten spürte ich, dass ich richtig gewählt hatte! Der wunderschöne Schreibstil verzauberte mich sofort, genauso wie der Handlungsort: ein Museum der etwas anderen Art.
    Gegründet wurde es von August Gayette, dem Großonkel von Carlotta Goldkorn, die dort als Kuratorin arbeitet. In diesem Museum findet der Besucher allerlei Kuriositäten, denn August Gayette war ein Sammler aus Leidenschaft und stellt hier seine Besitztümer aus: Skelette und Gerippe, besondere Steine, Musikinstrumente, sowie jede Menge Bilder aus dem 17. Jahrhundert, vorallem vom schwedischen Maler Jasper Johannsson. Neben diesen Sammelstücken findet man genauso Plastikschmuck oder Spielzeugautos und lebensgroße Puppen, die wie Besucher des Museums vor einem Kunststück drappiert sind. Diese Besonderheit macht den Reiz dieses Museums aus.

    Carlotta, unsere Hauptprotagonistin, liebt ihren Beruf und die fast familäre Atmosphäre an ihrem außergewöhnlichen Arbeitsplatz. Gemeinsam mit ihrer etwas launischen Chefin Professor Gundrich, ihrer Kusine Susan Gayette, die dort als Restauratorin arbeitet, und ihrer Freundin Emily, die das Museumscafé führt, hält sie das Museum am Laufen. Für die nächsten Monate schwebt ihr eine Sonderausstellung über den schwedischen Künstler Jasper Johannson, der Gayettes Lieblingsmaler war, vor. Sie nimmt Kontakt zum Urenkel des Malers, dem schwedische Professor Gösta Johansson auf, der ihr eines der Gemälde seines Urgroßvaters für die Ausstellung leiht. Als sich die Beiden das erste Mal treffen ist es Liebe auf den ersten Blick. Carlottas Tochter Jule und Göstas Sohn Nils sind davon nicht allzu begeistert und reagieren nicht gerade positiv auf die neue Liebe ihrer Eltern. Aber auch das Bild von Gösta, das über hundert Jahre alt ist, verbirgt ein altes Geheimnis und löst eine Kettenreaktion dramatischer Ereignisse aus.

    Obwohl das Museum sehr detailreich beschrieben wird, ist dies keinesfalls trocken und lehrhaft, sondern es fühlt sich an wie ein Spaziergang durch eine andere und auch sehr kuriose Welt. Der Arbeitsplatz Carlottas und ihre Liebe zu all den ausgestellten Exponaten ist genauso lebendig beschrieben, wie die handelnden Personen in dieser wunderbaren Geschichte. Während sich die Liebesgeschichte eher im Hintergrund hält, was mir persönlich sehr gut gefiel, kommen die verschiedenen Charaktere sehr gut zur Geltung. Man spürt die plötzliche Distanz der Tochter zur Mutter, versucht mit Gösta die Probleme seines Sohnes Nils zu erkunden und fiebert mit den beiden Erwachsenen mit, die einem Geheimnis auf der Spur sind.
    Besonders gefallen hat mir auch Carlottas Onkel Henri, der sich besonders um den sensiblen Leo kümmert, dem Sohn Emily's.
    Neben den größeren und kleineren Problemen der verschiedenen Protagonisten, steht auch der Künstler Jasper Johannson im Vordergrund und der Leser wird des öfteren ins malerische Schweden entführt. Die bildhaften Landschaftsbeschreibungen des skandinavischen Sommers fand ich sehr inspirierend.


    Schreibstil:
    Der Schreibstil ist sehr lebendig und bildhaft, mit viel Liebe zum Detail. Obwohl man sehr leicht durch diese Geschichte spaziert, hat sie auch einiges an Tiefgang zu bieten. Die Autorin verbindet hier jede Menge Themen, die sie in einer ungewöhnlichen Kulisse vereint.

    Cover:
    Das Cover ist wunderschön! Es gleicht einem Setzkasten, in dem man alle Dinge hortet, die einem lieb sind und einem etwas bedeuten. Er stellt für mich den symbolischen Inhalt des Buches dar: Besondere Momente, Bilder, Menschen und Dinge, die einem wichtig sind.

    Fazit:
    Eine wunderbare Geschichte mit Tiefgang, die berührt und die man genießen sollte. Ein richtiges Wohlfühlbuch, das dem Leser die Liebe zu so ziemlich allen näher bringt und die wichtigsten Momente und Dinge widerspiegelt. Leseempfehlung!

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    robbylesegernvor 3 Jahren
    ein Buch für Menschen, die noch den Blick für das Außergewöhnliche haben

    Christine Vogeley ist eine sehr vielseitige Frau, wie man erfährt , wenn man ihre Biographie liest. Sie hat Kunst und Romanistik studiert, sang Jazz, spielte im Kabarett und landete schließlich beim Schreiben. Alle Erfahrungen , die sie in diesen Bereichen gemacht hat, fließen in ihr neues Buch "Die Liebe zu so ziemlich allem " ein und herausgekommen ist ein wunderbaren Buch mit liebevoll gezeichneten Charakteren. Man hat als Leser das Gefühl, man möchte der eingeschworenen Gemeinschaft dieses Museums angehören, denn auch das Setting dieses Romans ist ungewöhnlich. Er spielt in einem Museum in einer deutschen Kleinstadt.

    Charlotta Goldkorn ist die Kuratorin eines sehr außergewöhnlichen Museums dessen Gründer August Gayette war. Nichts ist hier wie in anderen Museen. Hier hängt eine Kinderzeichnung neben einem großen Gemälde, Saurierskelette neben Rokokokostümen und Goldschmuck neben Bonbonarmbänder. Aber genau das war die Idee des Gründers und die Zuschauer danken es ihm mit vielen Besuchen. In diesem Museum lernt Charlotta Goldkorn eines Tages den schwedischen Professor Gösta Johansson kennen, der dem Museum ein Gemälde seines Urgroßvaters Jasper Johansson leihen will. Johansson war ein großer Maler des ausgehenden 19 ,- und Anfang 20. Jahrhunderts. Beide merken, dass sie ihr Gegenstück gefunden haben und zusammen erleben sie das Leben wie es ist.

    Christine Vogeley hat viel in diesen Roman eingebracht. Von pubertierenden Jugendlichen über Familiengeheimnisse und Erziehungsfragen. Von Kunstkopien über Musik. Sie gestaltet einen bunten Reigen des Lebens, das jeden Tag wieder Neues für die Menschen parat hält. Gerade diese Vielfältigkeit ihrer Themen hat mir außerordentlich gut gefallen. Aber auch die Tatsache, dass sie hier Menschen beschreibt, die in unserer heute so lauten Welt noch dass Außergewöhnliche suchen. Ich kleiner Junge, der eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe hat und sich lieber mit Käfern , als mit Fußball beschäftigt, ein Jugendlicher der sich der Musik verschrieben hat und mit seiner sexuellen Orientierung beschäftigt ist. Eine Mutter, die sich zwischen ihrem Sohn und ihrem freund entscheiden muss und ein junges Mädchen, die mit ihrer Selbstfindung zu tun hat. Christine Vogeley schafft es alles diese Themen in einem ungewöhnlichen Setting zu vereinen, seht noch eine wunderschöne, bildhafte Sprache obendrauf und herausgekommen ist ein Roman, den ich schlecht aus der Hand legen konnte. Dieses Roman hat Tiefgang, auch wenn man das bei dem Cover nicht erwartet. Aber die Geschichten und das Spielen mit Sprache ist unwiderstehlich und deshalb empfehle ich dieses Buch gerne als Buchtipp und wünsche allen Lesern viel Freude damit.

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    Die-weinvor 3 Jahren
    Ein Buch zum Abtauchen und Genießen!

    Carlotta Goldkorn, die als Kuratorin im Museum, das einst ihr Großonkel August Gayette gründete, arbeitet, bereitet gerade eine Ausstellung vor. Es geht um das Leben sowie die Werke eines schwedischen Malers. Dessen Urenkel Gösta Johansson reist dazu extra aus Schweden an, um dem Museum ein Gemälde zu leihen. Bereits wenige Stunden später stellen Carlotta und Gösta fest, dass sie zusammengehören und sich in einander verliebt haben. Als in Göstas Ferienhaus ein überpinseltes Gemälde hinter einer Vertäfelung gefunden wird, begleitet ihn Carlotta nach Schweden um es zu begutachten. Gemeinsam lüften sie daraufhin ein großes Familiengeheimnis über Göstas Urgroßvater und versuchen ihre eigenen familiären Probleme zu bewältigen.

    Bereits als ich das Cover des Buches das erste Mal entdeckte, wollte ich es unbedingt lesen. Der Klappentext war für mich erst mal nebensächlich, denn ein Buch mit so einem reizvollen Cover musste einfach gut sein. Und ja, was soll ich sagen, meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht Carlotta, die im Museum ihres Großonkels arbeitet und die in ihrer Tätigkeit dort komplett ausgefüllt ist. Sie liebt ihren Job und vor allem dieses außergewöhnliche Museum, in dem sowohl außergewöhnliche Gemälde, als auch Saurier-Skelette, Insekten und Bonbonarmbänder zu finden sind. Desweiteren arbeitet dort ihre Freundin Emely sowie ihre Cousine Susan und man bekommt schnell das Gefühl, dass es dort sehr familiär und entspannt zugeht. Auch der schwedische Professor Gösta Johansson wird sofort herzlich empfangen und freundet sich schnell mit Carlottas Familie an. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick und als Carlotta kurze Zeit später Gösta nach Schweden begleitet, reagiert ihre Tochter ganz anders als erwartet. Sie kapselt sich mehr und mehr ab und auch Gösta hat große Probleme mit seinem Sohn Nils. Ich mochte die beiden Protagonisten auf Anhieb und nachdem sich die beiden so schnell ineinander verliebten, fragte ich mich, was denn nun noch passieren wird. Die Geschichte wird jedoch aus verschiedenen Sichten erzählt und so wird schnell klar, das sämtliche Charaktere ihre eigenen Probleme haben und am Ende passiert im Leben aller Beteiligter so viel, dass man bei allen eine Veränderung ausmachen kann.

    Der Schreibstil war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig für mich, da ich mich eigentlich überhaupt nicht für Kunst interessiere und auch die ganzen Tagebucheinträge, die Carlotta und Gösta gemeinsam lesen, fand ich erstmal sehr langatmig, aber im Nachhinein waren gerade diese sehr hilfreich um die Zusammenhänge zu verstehen. Die Geschichte eignet sich auch nicht zum schnellen zwischen durch lesen, sondern hierfür muss man sich wirklich Zeit nehmen und komplett eintauchen. Gleichzeitig helfen einem die bildhaften Beschreibungen dabei sehr, und man hat das Gefühl, dieses Museum mit all seinen liebenswürdigen Angestellten sowie das Ferienhaus an der schwedischen Küste selbst besucht zu haben. Es ist eine Geschichte, die man Seite für Seite genießen muss und auch die Charaktere sind allesamt außergewöhnliche Persönlichkeiten, die einem im Laufe der Zeit immer mehr ans Herz wachsen. Selbst die cholerische Chefin Jelena Gundrich war mir am Ende sehr ans Herz gewachsen. Christine Vogeley schafft es zugleich, die Geschichte immer wieder mit amüsanten Vergleichen aufzulockern, so dass es sich flüssig lesen lässt, ohne seicht zu werden.

    Mein Fazit:

    "Die Liebe zu so ziemlich allem" ist eine gelungene Mischung aus Liebesroman und Familiengeschichte, die viel Tiefgang hat. Ein Buch, in das man bewusst abtauchen kann und für das man sich viel Zeit zum Genießen nehmen sollte.

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    K
    Kiavor 4 Jahren
    Etwas Warmes fürs Herz

    Dreh- und Angelpunkt dieses Buches ist das wohlungewöhnlichste Museum, denn hier wird alles ausgestellt, was für jemanden auch nur irgend einen Wert hat. So hängt zum Beispiel ein Bild von Kinderhand neben einem Gemälde von Meisterhand.
    Die Liebe zu den kleinen, verborgenen, leisen, persönlichen Dingen begleitet uns Leser durch das Leben der Mitarbeiter des Museums - mit ihren Hochs und Tiefs auf der Suche nach Glück, Anerkennung, Zufriedenheit und Geborgenheit. Dabei schafft die Autorin den Spagat zwischen einerseits unglaublich schönen, detaillierten, bildhaften Beschreibungen, die zum Träumen, Innehalten, Genießen einladen, und andererseits die Lebensgeschichten und Gefühle ohne viele Schnörkel, Kitsch, Herumgeeiere, Hin- und Her und umständliches Gekünstel auf den Punkt zu bringen.
    Vielleicht hätte ich mir ab und an noch etwas mehr Spannung und rätselhafte Wendungen gewünscht.

    Fazit: Ein wunderbares Buch zum Genießen und Durchatmen und Besinnen, wie viel es im Leben gibt, das man lieben kann.


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    BeautyBookss avatar
    BeautyBooksvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Familiengeschichte, für Wolkenfreunde, Stauner und Bildergucker. Wunderbar, zart, berührend und richtig komisch.
    Für mich war dies ein absolutes Wohlfühlbuch.

    Das finde ich sogar außerordentlich nett, wenn in einer Stunde die Tür aufgeht und Sie dann noch einmal hereinkommen. Es gibt Wiederholungen, die ich sehr mag. - Seite 23


    Es ist ein ziemlich ungewöhnliches Museum, in dem Carlotta Goldkorn gerade die nächste Ausstellung vorbereitet. Große Gemälde neben Buntstift-Kinderbildchen, Saurierskelette neben Rokokokostümen, etruskischer Goldschmuck neben Bonbon-Armbändern, und dazwischen blaue Schmetterlinge - dies war 1895 das Konzept des Gründers August Gayette. Bis zum heutigen Tag entzückt es die Besucher, und die Museumsmitarbeiter fühlen sich hier eher zu Hause als bei der Arbeit. Den schwedischen Professor Gösta Johansson (1858-1932), entzückt hingegen eher Carlotta. Sie ist es, er weiß es. Was er nicht weiß: Um die Gemälde seines Urgroßvaters, die hier im Gayette-Museum hängen, ranken sich dramatische Geheimnisse. Drei alte Tagebücher aus dem Stockholm des 19. Jahrhunderts enthüllen eine herzzereißende Wahrheit. Ein paar sehr gegenwärtige junge Leute geraten unterdessen auf Abwege, und dem Museum droht ein riesiger Kunstskandal. Doch Carlotta und Gösta geben nicht auf - und das Gayette-Museum wäre nicht für seine Merkwürdigkeiten so berühmt geworden, wenn es nicht noch die ein oder andere verborgene Glückstüre hätte.

    Wert ist ja etwas Subjektives. Es ist meist nicht so wichtig, ob etwas aus Gold oder Dosenblech gemacht ist, wenn man Zuneigung verschenken will. - Seite 38

    Meine persönliche Meinung:
    Wenn man dieses Buch zu lesen anfängt, merkt man sofort, dass es sich hier um sehr viel Kunst handelt. Mir hat dies ausgesprochen gut gefallen, obwohl ich jetzt nicht so der Kunstfan bin. Ich mag keine künstlerischen Museen, muss ich zugeben. In die Welt von August Gayette einzutauchen fand ich jedoch richtig interessant. Nicht nur die Kunst wird uns bis ins kleinste Detail erklärt und erzählt, sondern auch die Liebe, Freundschaft und das Füreinander da sein kommt in "Die Liebe zu so ziemlich allem" nicht zu kurz. Eine wunderschöne Familiengeschichte, für Wolkenfreunde, Stauner und Bildergucker. Wunderbar, zart, berührend und richtig komisch.

    Dann sind Sie also restlos glücklich hier?""Oh nein. Aber restlos richtig. Am richtigen Platz zu sein ist wichtiger. Vielleicht ist das ja Glück. - Seite 52

    Carlotta Goldkorn arbeitet für ihr Leben gerne in dem kleinen Museum. Durch das Museum lernt sie den sehr netten und attraktiven Gösta Johansson kennen. Der will ihr ein Gemälde für das Museum leihen. Sie verbringen fortan viel Zeit miteinander, reden über das Museum, über die Gemälde, können miteinander lachen und genießen die Aufmerksamkeit des anderen. Auf den ersten Blick scheint alles gut zu sein. Doch so ist es nicht. Das schwedische Gemälde von Gösta, das über hundert Jahre alt ist, löst eine Kettenreaktion dramatischer Ereignisse aus.

    Da war es wieder, das Glücksgefühl. Es war sein Mut, die Angelschnur so weit auszuwerfen, die Selbstverständlichkeit, eine gemeinsame Perspektive zu entwerfen. Es ging nicht darum, diesen Weitwurf einmal als Versprechen einzufordern. Es ging um die Freude, dass er es wagte, den Gedanken zu haben, Und auszusprechen. - Seite 212

    Gösta gefiel auch mir vom ersten Moment an. Er hört Carlotta zu, ist für sie da, und gibt sich auch größte Mühe mit ihrer Tochter, die alles andere als einfach ist. Man merkt, dass er ein richtig guter Herzensmensch ist. Schon bald merkt auch dies Carlotta und eine schöne zarte Liebesgeschichte beginnt.

    Warum kann man nicht mal das bisschen Glück, was man erlebt, genießen, ohne dass einem das Leben ständig ans Bein pinkelt, warum? - Seite 250

    Jule, Carlottas Tochter, ist ein Teenager mit ihren alltäglichen Launen. Als sie jedoch Gösta kennenlernt, wird sie komplett zu einem anderen Menschen. Nicht ins positive. Sie will mit ihrer Mama Carlotta nur mehr wenig zu tun haben. Ihre Worte und Taten sind verletzend. Nach und nach kann man ihre Gefühlsausbrüche jedoch verstehen. Lasst euch überraschen. Ich fand es klasse, dass sich vieles nur erst recht spät aufgedeckt hat. Die Spannung bleibt somit stets erhalten.

    Jeder ist tatsächlich allein. Wir kommen allein, und wir gehen allein. Wir sind immer allein, und zwar deshalb, weil jeder, wirklich jeder Mensch, seine eigene Wirklichkeit hat. So, wie du die Welt siehst, werde ich sie nie sehen. Und umgekehrt. Aber einsam brauchen wir deshalb nicht zu sein. - Seite 261

    Für mich war dies ein absolutes Wohlfühlbuch. Eine Geschichte die nicht zum verschlingen gedacht ist, sondern zum genießen. Ich habe jede einzelne Seite genossen und gefühlt. Ein so lebendiger Schreibstil mit viel Liebe zum Detail. Die Autorin beschreibt den Schreibstil in diesem Buch als "barock". Ich kann diesem nur zustimmen. Es passierte tatsächlich so einiges in "Die Liebe zu so ziemlich allem". Manches mal wirkte es richtig überladen und trotzdem fand ich dies als nicht störend. Es passte einfach zum Gesamtpaket dieser Geschichte. Die gesamten Handlungsstränge, Geheimnisse und Begebenheiten waren stets absolut stimmig. Wer sich eine richtige Liebesgeschichte erwartet ist hier jedoch fehl am Platz. Die Liebe zwischen Gösta und Carlotta entwickelt sich anfangs schon sehr schnell, im weiteren Verlauf geht es eigentlich kaum noch um die beiden und deren Verliebtheit. Ich fand diese Abwechslung richtig klasse. Von Seite zu Seite wird die Geschichte lebendiger und bunter. Ein außergewöhnliches und wunderschönes Buch, das richtig Lust auf die Kunst dort draußen macht. 

    Die Liebe eines Lebens bleibt. Sie kann nicht gehen. - Seite 451

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    schokoloko29s avatar
    schokoloko29vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch mit netten und glaubwürdigen Charakteren
    Ein Museum mit viel drin

    Carlotta ist in einem skurillem Museum angestellt. Im Zuge einer neuen Ausstellung lernt sie Gösta Johannsen kennen und es ist eine Liebe auf dem ersten Blick. Auch Gösta ist von ihr angetan und sie werden ein Liebespaar. Mit der Zeit lernt man die Leute, die im Museum arbeiten kennen. Und auch die Lebensumstände der Protagonisten werden beleuchtet.
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist teilweise skurril, lustig, amüsant und es wird immer mit einem gewissem Humor erzählt.
    Fazit:
    Ein sehr schönes Wohlfühlbuch, das mir schöne Lesestunden bereitet hat.

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    Maggis avatar
    Maggivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Geschichte, die kalleidoskopartig ihre Facetten enthüllt und den Leser dabei mit wunderschöner Sprache verwöhnt.
    Ein großartiges Wohlfühlbuch mit Anspruch!

    Diesen Traum von Roman durfte ich im Rahmen einer Leserunde lesen. Ich bin rückblickend sehr froh, dass ich bei der Verlosung gewonnen habe, denn sonst wäre mir vielleicht ein fabelhaftes, zauberhaftes Buch mit einer einzigartigen, gemütlichen Stimmung und einer angenehmen Geschichte, die so manche Überraschung birgt, entgangen.

    Das Buch ist ein richtiges Wohlfühlbuch, das einen sprachlich, atmosphärisch und inhaltlich umschmeichelt!

    Carlotta Goldkorn ist Vizechefin des August Gayette Museums im fiktiven Fichtelbach, einer Kleinstadt, wie es sie so viele in Deutschland gibt. Dieses Museum ist aber kein normales Museum, sondern ein einzigartiges, kaleidoskopartiges Sammelsurium von fast allem. Eben allem, was den Gründer des Museums, August, der zugleich Carlottas Urgroßonkel ist, interessierte, alles, was dieser Mann von Welt und wohlhabender Geschäftsmann in seinem bunten Leben gesammelt und zusammengetragen hat. So kommt es, dass neben kunstvollen Ölgemälden, manche von unbekannten Künstlern, andere von großen holländischen Meistern, Bonbon-Armbänder, Kinderzeichnungen und historische Kostüme zu finden sind. Das Museum wird so lebensecht, so kreativ, wortgewaltig und wunderbar geschildert, dass ich es mehr als nur einmal bedauert habe, dass es nur fiktiv ist!

    Wie unfassbar gerne würde ich das Gayette-Museum auch einmal besuchen können! Oder auch 30 mal!

    "Das Staunen hatte hier seinen Tempel gefunden. Die Neugierde des Entdeckens war hier zu Hause. Alles, was August interessiert hatte, durfte hier nebeneinander wohnen. Und war ungewöhnlich gut inszeniert. Ohne irgendeine Messlatte, auf der "wertvoll" oder "weniger wertvoll"stand." (S. 313) 

    Das ist nur eine von vielen tollen Museumsbeschreibungen, die mich ganz sehnsuchtsvoll gemacht haben!

    Carlotta empfängt für eine neue Ausstellung den Urenkel des Malers Jasper Johansson aus Schweden, Gösta, der ein Gemälde seines Vorfahren nach Deutschland bringt.

    Die beiden sehen sich zum ersten Mal und doch ist den beiden sofort klar: DAS ist es! Die ganz große Liebe!

    Was kitschig und klischeehaft klingt, wird von der Autorin Christine Vogeley so wunderschön und auch glaubhaft geschildert, dass ich diese Liebesgeschichte einfach nur genießen konnte, statt sie anzuzweifeln, wie ich es sonst oft tue, wenn mir so etwas in Romanen begegnet. Beide sind geschieden, beide haben Kinder aus diesen Ehen, Gösta seinen Sohn Nils, Carlotta ihre Tochter Jule. Beide Kinder sind in der Pubertät, in ihrer Findungsphase und das bietet natürlich einiges an Zündstoff! Die Kommunikation mit den Eltern hakt so manches mal und ein plötzlich auftauchender neuer Partner ist nicht unbedingt der Wunschtraum eines Teenagers. Auch die Nebenfiguren des Buches, zum Beispiel Carlottas Cousine Susan, die für das Museum Gemälde restauriert, die Museumscafé-Köchin Emily und ihr Sohn, die Museumschefin und Carlottas Onkel Henri sind so lebensnah, charakterstark und mit echter Tiefe geschildert, mit so authentischen Stärken und Schwächen, dass sie wie echte Menschen wirken. Das muss man als Autorin erst mal schaffen! Ich habe diese Art zu Schreiben so bewundert und genossen! Bei diesem buch wird es auf keinen Fall bei einer einmaligen Lektüre bleiben!

    Doch das Gemälde, dass Gösta dem Museum für die Ausstellung leiht, sorgt für die Aufdeckung eines lange gehüteten Geheimnisses um Lovisa, die erste Ehefrau des Malers Jasper Johansson, Nils gerät in ernste Schwierigkeiten, die er sich nicht traut seinem Vater anzuvertrauen und dem Museum droht ein schlimmer, öffentlichkeitswirksamer und rufschädigender Skandal und das unmittelbar vor der Eröffnung!

    So wird das Buch auch noch richtig spannend!

    Selbst die Charaktere, die zum Zeitpunkt des Geschehens bereits 100 Jahre tot sind, werden durch Lovisas Tagebucheintragungen lebendig. Immer tiefer taucht man so als Leser in die Familiengeschichten von Gösta und Carlotta, in die Museumsgeschichte und die wunderschön beschriebene schwedische Landschaft und das gemütliche Fichtelbach ein. Einfach ein Traum von Buch!

    Die angenehme, gekonnte Sprache, voll von sehr passenden Metaphern, hat mich zum Nachdenken, Träumen und zum Reflektieren angeregt. Das wäre so eines der Bücher, in denen ich gerne länger verweilt wäre! Aber andererseits ist es auch gut, dass es zu Ende war, es war einfach alles rund: nicht zu lang und nicht zu kurz. Wenn ein Buch zu dick wird, macht das oft den oder die Spannungsbögen kaputt und ermüdet den Leser. Es wirkt dann einfach zu ausgewalzt, wie Butter auf zu viel Brot verstrichen... Das das hier nicht passiert, ist super und erhält den Zauber der Geschichte!

    All die wunderschönen Zitate und Sprüche wären es allesamt wert, in ein wunderschönes Notizbuch übertragen zu werden! Die Sprache ist außergewöhnlich wunderbar und kunstvoll gesetzt. So werden allein die Worte, auch ohne Inhalt, schon zum Hochgenuss. Die Sprache ist einerseits literarisch anspruchsvoll, andererseits aber sehr natürlich, so dass man sich in der Geschichte und bei den Protagonisten wie zu Hause fühlt. Die schöne Geschichte tut ihr übriges um „Die Liebe zu so ziemlich allem“ zu einem besonderen Lesegenuss zu machen!


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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Liebe LovelyBooks LeserInnen,

    wo gibt es barocke Zahnstocher, Molche in Spiritus, berühmte Gemälde neben Kinderzeichnungen, engelsgleiche Harfenistinnen und etruskischen Goldschmuck neben Bonbonarmbändchen? Natürlich im August Gayette Museum, dem skurrilsten Museum Deutschlands. Aber auch eine ganz große Liebe und einen kleinen Jungen, auf dessen Schulranzen "Retet die Waale" steht, mit Filzstift.

    Zum Buch

    In meinem neuen Roman "Die Liebe zu so ziemlich allem" geht es um dieses merkwürdige Museum. Wer bei dem Wort "Museum" anfängt zu gähnen, dem sei gesagt: In diesem Museum hört er sofort damit auf. Oder ist es normal, dass Bilder sprechen können und dass ein Zehnjähriger nur durch seinen aufmerksamen Blick einen riesigen Kunstfälschungsskandal aufdeckt?

    Zu mir

    Ich bin 1953 geboren, Rheinländerin, habe Kunstwissenschaft und Romanistik studiert, mit Kunst und Kindern gearbeitet, Kabarett gespielt, war Jazzsängerin und lange Jahre freie Mitarbeiterin beim WDR. Geschrieben habe ich immer schon – den ersten Roman mit elf Jahren. Bedauerlicherweise ist er verschollen. Nicht verschollen, sondern verfilmt sind meine späteren Romane: "Liebe, Tod und viele Kalorien" (erschienen bei S. Fischer) und "Dritte Sonnenblume links", (erschienen bei Droemer/Knaur) Filmtitel: "Bleib bei mir".

    Ebenfalls bei Droemer/Knaur erschienen sind "Melonentango", "Sternschnuppensommer" und der neue Roman: "Die Liebe zu so ziemlich allem". Ich bin verheiratet und lebe mittlerweile in Berlin und an einem See in Brandenburg.


    Wenn ihr neugierig geworden seid auf Leo, den "Waalereter" und Lust habt gemeinsam mit mir über den Romaninhalt zu diskutieren, mir Fragen zu stellen und anschließend eine Rezension zu schreiben, dann lade ich euch ganz herzlich ein zu einer Leserunde, für die mein Verlag, Droemer/Knaur, 20 Leseexemplare zur Verfügung gestellt hat.

    Um eins der Leseexemplare zu gewinnen, beantwortet einfach die folgende Frage:

    Habt ihr in eurem Leben auch schon mal so etwas wie "die Liebe zu so ziemlich allem" empfunden? Und wenn ja, was war das für eine Situation? Könnt ihr sie kurz beschreiben?

    Die Bewerbungsphase endet am 26. Oktober 2014. Alle LeserInnen, die sich bereits ein Buch gekauft haben, sind natürlich auch herzlich zur Teilnahme an der Leserunde eingeladen!

    Ich freue mich auf eure Bewerbungen und auf die gemeinsame Leserunde!

    Herzliche Grüße

    Christine Vogeley

    P.S. Für alle, die jetzt schon einen Blick ins Buch werfen möchten, hier geht’s zur Leseprobe. (Klicke auf den Button „Im Buch blättern“ links neben dem Cover)
    Zur Leserunde

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