Christine Weiner 30 Songs und eine Frau

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Inhaltsangabe zu „30 Songs und eine Frau“ von Christine Weiner

Ausbrechen! Anne sitzt in ihrem Auto, Wut im Bauch, Tränen in den Augen. Jetzt mit 50 erinnert sie sich an ihre Wünsche ans Leben. Mit 16 wollte sie reisen und verrückte Menschen kennenlernen, Dancing Queen sein, sie wollte Erdbeersektnächte und unter einem fetten gelben Mond tanzen. Ihre Ehe ist eingeschlafen, ihr Sohn flügge, ihre Mutter eine Nervensäge. Anne will das Gefühl von damals wiederfinden. Die vermeintliche Frauen-WG, in die sie sich einmietet, ist schon mal ein guter Anfang. Sie wird wie aus dem Ei schlüpfen und, wenn sie heimkommt, eine andere sein.

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  • 30 Songs und eine Frau

    30 Songs und eine Frau
    Kleine8310

    Kleine8310

    24. November 2015 um 01:04

    "30 Songs und eine Frau" ist ein Buch der Autorin Christine Weinert. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Anne. Anne ist vor kurzem fünfzig Jahre alt geworden und sie ist unglücklich mit ihrem derzeitigen Leben. Sie ist genervt von ihrem Alltag als Ehefrau, Mutter und Tochter einer eigenen ziemlich anstrengenden Mutter. Als sie eines Tages das Haus ihrer Eltern ausräumt erinnert sie sich nach und nach an die vielen Wünsche, die sie mit sechzehn gehabt hatte. Ungeplant macht sie sich auf dem Weg nach Wien, denn in dieser Stadt fühlt sie sich mehr mit ihren Erinnerungen und Träumen verbunden. Als sie schließlich einen Platz in einer nicht ganz normalen Frauen Wohngemeinschaft findet, kann sie noch nicht erahnen, dass diese erst der Anfang großer Veränderungen in ihrem Leben sein wird ...   Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Der Schreibstil von Christine Weiner ist angenehm flüssig und locker zu lesen. Der Bezug zu dem Titel wird einem als Leser schnell klar, da die 30 Songs als Kapitelüberschriften eingebunden werden und somit eine Verbindung hergestellt wird. Die Lieder haben für Anne eine besondere Bedeutung, denn sie begleiten sie seit ihrem Teenagerleben und jedes verbindet sie mit einem Traum von früher.  Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von der Protagonistin, was es leicht macht Anne's Gefühle und Gedanken besser zu verstehen. Mir persönlich sind in der Geschichte leider die Emotionen zu kurz gekommen, da hatte ich mir viel mehr an Tiefgang erwartet. Anne entwickelt sich und orientiert sich in ihrem Leben zwar neu, aber, für meinen Geschmack, blieb die Entwicklung und vorallem die Gefühle dabei zu sehr an der Oberfläche.    "30 Songs und eine Frau ist ein netter Roman, der mich mit seiner Handlung und mit den Charakteren leider nicht komplett überzeugen konnte, aber auch nicht total enttäuscht hat!  

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  • Etwas überzogen, dennoch gut geschrieben und eine tolle Botschaft

    30 Songs und eine Frau
    Wildcat

    Wildcat

    24. October 2015 um 21:18

    Rückentext: Ausbrechen! Anne sitzt in ihrem Auto, Wut im Bauch, Tränen in den Augen, eine Schüttelkugel mit Prater-Riesenrad und Glitzerflocken neben sich. Kurz nach Heidelberg weiß sie: Ihr Weg führt nach Wien. In die Stadt, die in der Kindheit für alle ihre Träume stand. Jetzt mit 50 erinnert sie sich an ihre Wünsche ans Leben, die sie mit 16 auf Kassette gesprochen hatte. Sie wollte reisen und verrückte Menschen kennenlernen. Dancing Queen sein, sie wollte Erdbeersektnächte und unter einem fetten gelben Mond tanzen. Sie wollte lieben und geliebt werden. Und glücklich werden. Und frei sein. Wie konnte sie das nur vergessen? An der Seite ihres pedantischen Mannes hat sie ihr Leben völlig aus dem Blick verloren. In Wien will sie das Gefühl von damals wiederfinden. Die Frauen-WG, in die sie sich einmietet, ist schon mal ein guter Anfang. Sie wird aus dem Ei schlüpfen, und wenn sie heimkommt, eine andere sein. Meine Meinung zum Cover: Das Cover zeigt - denke ich - Anne und ihre WG-Partnerinnen. Damit trifft es den Kern des Buches, dennoch hätte ich nie zu dem Buch gegriffen wenn ich es so im Regal hätte stehen sehen (ich habe das Buch geschenkt bekommen). Ich finde das Cover einfach nicht schön und so hätte ich auch keinen Blick mehr darauf verschwendet. Meine Meinung zum Inhalt: Der Anfang fiel mir - zugegebenermaßen - ein wenig schwer. Dadurch dass ich das Cover schon so schrecklich fand, hatte ich nicht wirklich Muße dieses Buch zu lesen, dennoch wollte ich ihm eine Chance geben. Der Schreibstil war auch wirklich gut und so kam ich gut voran. Doch mein Thema war das Buch nicht wirklich. Dennoch wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Anne weitergeht und als sie dann endlich auf dem Trip nach Wien war, wurde es auch richtig interessant und ich kann nun sagen, dass "30 Songs und eine Frau" wirklich ein nettes Buch ist. Eine schöne Geschichte, interessante Charaktere und witzige sowie interessante Wendungen. Der Ausgang der Geschichte blieb durchweg ungewiss und so wird auch die Neugier auf den Ausgang hoch gehalten. Die Botschaft dahinter finde ich auch ganz toll - bleibe du selbst und denke auch mal an dich, nur so kannst du im Leben glücklich sein. Fazit: Kein Buch bei dem man nicht mehr aufhören kann zu lesen, aber doch eine nette, sympathische Geschichte.

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  • 30 Songs und eine Frau

    30 Songs und eine Frau
    CanYouSeeMe

    CanYouSeeMe

    09. October 2015 um 11:30

    Ausbrechen! Anne sitzt in ihrem Auto, Wut im Bauch, Tränen in den Augen, eine Schüttelkugel mit dem Prater- Riesenrad und Glitzerflocken neben sich. Kurz nach Heidelberg weiß sie: Ihr Weg führt nach Wien. In die Stadt, die in der Kindheit für alle ihre Träume stand. Jetzt mit 50 erinnert sie sich an ihre Wünsche ans Leben, die sie mit 16 auf Kassette gesprochen hatte. Sie wollte reisen und verrückte Menschen kennenlernen, Dancing Queen sein, sie wollte Erdbeersektnächte und unter einem fetten gelben Mond tanzen. Sie wollte lieben und geliebt werden. Und glücklich werden. Und frei sein. Wie konnte sie das nur vergessen? An der Seite ihres pedantischen Mannes hat sie ihr Leben völlig aus dem Blick verloren. In Wien will sie das Gefühl von damals wiederfinden. Die Frauen-WG, in die sie sich einmietet, ist schon mal ein guter Anfang. Sie wird aus dem Ei schlüpfen, und wenn sie heimkommt, eine andere sein. So richtig warm konnte ich mit diesem Buch nicht werden. Ich habe sehr lange gebraucht um in das Buch hineinzufinden und mit den Charakteren warm zu werden. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich noch nicht in die Welt einer mitten im Leben stehenden Frau einfühlen kann, immerhin liegen knapp 30 Jahre zwischen der Protagonistin Anne und mir. So sind mir viele Probleme und Gedanken fremd gewesen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr humorvoll und beschreibt vieles bis ins letzte Detail. Vor allem die ausführlichen Beschreibungen der Wiener Bezirke und von Greta und Marlene haben mir sehr gut gefallen! Teilweise hatte jedoch Schwierigkeiten den Ausführungen von Annes Gedankenwelt zu folgen… Nichtsdestotrotz ist der Stil angenehm und flüssig zu lesen. Annes Selbstfindung in Wien ist durchaus interessant und steckt voller Emanzipation, ihr Weg ist stellenweise abstrus und unkonventionell. Dennoch habe ich Annes Weg mit Vergnügen verfolgt. Leider hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Handlung in die Läge gezogen worden ist, an anderen Stellen waren mir persönlich einige Gedankenumschwünge zu schnell. Die Idee des Buches ist ohne Frage sehr gut, die Umsetzung hat mir jedoch nicht wirklich zugesagt. Das kann aber auch sehr gut daran liegen, dass ich mich nicht mit der Protagonistin identifizieren konnte.

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  • Vom verstaubten Falter zum schillernden Schmetterling

    30 Songs und eine Frau
    Gela_HK

    Gela_HK

    Elternhaus ausräumen, Mutter im Altenheim versorgen, Haushalt schmeissen. Die 50-jährige Anne funktioniert, bis ihr alles zuviel wird. Als sie eine Musikkassette mit Lieblingssongs und Wünschen aus ihrer Teenagerzeit findet, wird ihr klar, dass sie sich selbst aus den Augen verloren hat. Eine Schneekugel mit Prater-Riesenrad gibt ihr das Reiseziel vor und ehe sie sich versieht, hat sie sich in einer ungewöhnlichen Wiener Frauen-WG eingemietet. Die Verwandlung nimmt ihren Lauf und ein Zurück in den Alltagstrott kommt gar nicht in Frage. Christine Weiner hat einen herzerfrischend schwungvollen Roman geschrieben, der völlig unkompliziert das Problem vieler Frauen beschreibt. Frauen organisieren Familie, Haushalt und Arbeit und vergessen mit der Zeit sich selbst. Die Wandlung vom verstaubten Falter zum schillernden Schmetterling geschieht in der Traumstadt Wien. Die Autorin setzt die Stadt so gekonnt in Szene, dass man am liebsten selbst die Koffer packen möchte. Die Wiener mit ihrem Schmäh werden mit viel Leichtigkeit und Augenzwinkerei beschrieben. Man schließt jeden Charakter sofort ins Herz. Die ersten Seiten über Annes Alltagseinerlei wirken trostlos, langweilig und traurig. Ihre Mutter, von Anne "Fürstin" genannt, erteilt Befehle und Anne kuscht. Ihr Ehemann spricht nur noch das Notwendigste mit ihr und kümmert sich um seine Karriere. Anne funktioniert und tut, was man von ihr erwartet.       "In Wirklichkeit fühlte ich mich nicht nur verpflichtet, sondern gleichzeitig       unglaublich ausgeliefert und benutzt." Fast war ich schon dabei, das Buch zur Seite zu legen, als die Handlung Fahrt aufnimmt. Teenager-Erinnerungen von verrückten Menschen, Tanzeinlagen und Erdbeersektnächten lassen eine wage Ahnung der jungen Anne aufkommen. Zögernd, aber entschlossen, flieht Anne nach Wien und sucht sich dort eine Bleibe. Die vermeintliche Frauen-WG entpuppt sich als Wohnstätte zweier schillernder Travestie-Künstler, die schriller und herzlicher nicht sein könnten. Marlene und Greta lassen Anne keine Zeit zum Nachdenken, denn jetzt wird erst einmal gelebt.       "Wo gehört man hin, wenn man nicht mehr eindeutig weiß, wo man wirklich       hingehört? Wenn das, was Versprechen, Ablauf, Raster, Vorgabe war, sich       aufgelöst hat? Ich war sinnbildlich aus dem Haus meines Lebens getreten,       stand nun im Garten und blickte verwundert auf das, was einst mein Leben       gewesen war." Dieses Buch macht einfach gute Laune und sorgt für heftige Schmunzelattacken.

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    • 2
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    25. September 2015 um 09:36
  • "Vienna calling"

    30 Songs und eine Frau
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    23. September 2015 um 19:00

    "Eine Kiste voller Erinnerungen. Eine Wunschliste auf Kassette. Die Musik der 80er. Ausbrechen! Anne sitzt in ihrem Auto. Wut im Bauch, Tränen in den Augen. Jetzt mit 50 erinnert sie sich an ihre Wünsche ans Leben. Mit 16 wollte sie reisen und verrückte Menschen kennenlernen. Dancing Queen sein, sie wollte Erdbeersektnächte und unter einem fetten gelben Mond tanzen. Ihre Ehe ist eingeschlafen, ihr Sohn flügge, ihre Mutter eine Nervensäge. Anne will das Gefühl von damals wiederfinden. Die vermeintliche Frauen-WG, in die sie sich einmietet, ist schon mal ein guter Anfang. Sie wird wie aus dem Ei schlüpfen, und wenn sie heimkommt, eine andere sein." (Quelle: Buchrückentext) Meine Meinung: Der Schreibstil von Christine Weiner ist humorig und leicht und flüssig zu lesen. Der Unterhaltungswert des Romans ist sehr groß, die Idee auch recht witzig: Anne, eine Frau in den besten Jahren, befindet, dass ihr Leben so nicht weitergehen kann: Als Tochter und Untertanin ihrer Mutter hat sie zahlreiche Aufgaben und Pflichten zu erfüllen, als diese in eine Seniorenresidenz einzieht; ihr Mann ist fast immer auf dem Golfplatz nach der Arbeit oder in einer Fortbildung, um beruflich vorwärtszukommen und die Brüder entziehen sich allen Pflichten, da die Tochter ja alles immer gut alleine hinbekommt - und das Elternhaus nun in Eigenregie mit der Freundin (Manu) auszuräumen hat: Hierbei fällt ihr ein Walkman bzw. eine Walkwoman und ein Mixtape in die Hände, zusammen mit einer Schneekugel aus Wien: Mit der Kaution für die werte Frau Mama, der "Fürstin" begibt sich Anne auf den Weg, nicht in das Seniorenheim, sondern auf die Autobahn in Richtung Wien - um das Gefühl ihrer Jugend und der Träume, die sie hatte, wieder zu erspüren.. Sie lernt zwei schräge Typen kennen, die in einer kleinen "Hausoper" als Künstler engagiert sind, kennen - und "Marlene & Greta" zeigen ihr auf ihre humorige und witzige Art, den "Wiener Schmäh" kennenzulernen - und Anne verliebt sich mehr und mehr in die Stadt: Hier lernt sie Seiten von sich kennen, die sie längst verschüttet wähnte, die aber immer vorhanden waren: Ihre wiedergewonnene Lebensfreude lässt sie über Wochen bleiben, bis sie weiß, dass sie die Aufgabe hat, sich selbst (wieder) zu finden, um ihre Jugendträume endlich leben zu können. Uwe, ihr Mann sowie die Mutter von Anne machen in dem Roman ebenfalls eine wundersame Wandlung durch, die für mich persönlich etwas übertrieben wirkte: Mit viel Humor versteht es die Autorin, den emanzipatorischen Weg, den Anne nun beschloss, endlich zu bestreiten, zu zeichnen. Allerdings wirkte so manches auf mich etwas "drüber" und gleichzeitig fehlte mir etwas Tiefgang bei der Geschichte... Nichtsdestotrotz, das erste Drittel hat mir gut gefallen - bis ich das Gefühl hatte, dass der Roman doch arge Längen hat und zeitweise etwas stereotyp auf mich wirkt: Die Romanidee finde ich gut, die Umsetzung recht witzig und größtenteils gelungen, manches jedoch etwas "tumb" und anspruchslos. Fazit: Gut gefallen hat mir die detaillierte Beschreibung der Bezirke der Stadt Wien und die Atmosphäre in dieser Metropole sowie einige der Songs, die auf dem Mixtape zu finden sind und die Kapitel "überschreiben". Bedingt empfehlen kann ich den Roman als Frauenroman mit emanzipatorischem Hintergrund, der einen hohen Unterhaltungswert mit skurrilen Protagonisten hat: Wer schräge, aber nicht allzu anspruchsvolle Lektüre mag, dem sei "30 Songs und eine Frau" empfohlen.

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  • Unterhaltsamer aber auch tiefgründiger Roman

    30 Songs und eine Frau
    nodi

    nodi

    21. September 2015 um 17:30

    Anne ist mittlerweile 50 Jahre alt und hat die Nase voll von ihrem bisherigen Leben. Ihr Mann hat nie Zeit für sie, ihre Mutter ist eine totale Nervensäge und ihr Sohn steht auf eigenen Beinen. Eines Tages bricht sie einfach aus diesem Leben aus. Sie setzt sich in ihr Auto und fährt nach Wien, da war sie früher oft mit ihren Eltern in Urlaub. Anne kommt in eine vermeintliche Frauen-WG und lernt ein völlig neues Leben kennen. Anne gerät an etwas eigenartige, aber liebenswerte Menschen. Dadurch lernt sie eine völlig andere Seite vom Leben kennen. Am Anfang musste ich mich ein wenig an diese Menschen gewöhnen, aber mit jeder Seite wurden sie mir sympathischer. Ich war noch nie in Wien, aber durch die ausführlichen Beschreibungen hatte ich sehr oft das Gefühl, auch dort zu sein und Anne bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Manches erschien mir zwar etwas überspitzt dargestellt, aber der Roman war auch an vielen Stellen sehr tiefgründig. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Anne bei ihrer Selbstfindung zu begleiten.  Sie machte eine große Entwicklung durch, aber auch die Menschen in ihrem Umfeld wurden nachdenklich und haben sich verändert, wie zum Beispiel ihre Mutter. Ein tolles Lesevergnügen, das ich sehr gut weiterempfehlen kann.

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  • Heiterer Frauen-Midlife-Crisis-Roman mit Wiener Lebensstil

    30 Songs und eine Frau
    sommerlese

    sommerlese

     "*Christine Weiners*" Frauenroman "*30 Songs und eine Frau*" führt uns nach Wien und erscheint im "*Marion von Schröder Verlag*".  Anne, 50 Jahre alt und verheiratet, ist voll beschäftigt mit ihrem Halbtagsjob, Haushalt und einer nörgelnden Mutter mit vielen Sonderwünschen im Altenheim. Dazu kommt noch die Auflösung des Elternhauses, die kein Ende zu nehmen scheint. Dabei findet sie ihre alte Musikkassette aus ihrer Teenagerzeit in den 80er Jahren und die Musiktitel erinnern sie an frühere Wünsche und Sehnsüchte. Ihre Überforderung und die Unterdrückung ihrer eigenen Wünsche werden ihr deutlich bewusst und sie entflieht ihrem Alltag mit einer spontanen Reise nach Wien.   Heirate nicht nur den Menschen, den du liebst, sondern liebe auch den, den du geheiratet hast. Zitat S. 337 Christine Weiner ist hier ein Frauenroman gelungen, der sich zwar mit keinem neuen Thema befasst, aber durch seine frische und beschwingte Art neuen Wind in alte Themen bringt. Sie beschreibt die Situation einer Frau mit der sich viele andere Frauen nur zu gut identifizieren können. Es geht um die alltägliche Arbeitsbelastung in ihrem Leben und die verlorenen gegangenen eigenen Wünsche und Freiräume. Jahrelang war Anne nur für ihre Familie da und nun wird ihr bewusst, dass ihr eigenes Leben an ihr vorbeiläuft, ohne ihre eigenen Wünsche zu berücksichtigen. Alles wirkt festgefahren und auch in ihrer Ehe fühlt sie sich nicht mehr richtig wohl. Sie wagt ein Ausbrechen aus ihrem eintönigen Alltag und erlebt in Wien echte Abenteuer, die sie aufleben lassen und zu einem neuen Bewusstsein bringen. Dabei wird ihr auch bewusst, was sie sich von ihrem weiteren Leben erhofft.    Die Bewohner ihrer Unterkunft sind schrille Typen mit Wiener Schmäh und wirklich echte Unikate. Sie führen Anne ins pralle Wiener Nachtleben ein, sorgen für Nonstop-Unterhaltung und machen aus Anne einen neuen Menschen. Dabei erlebt man als Leser einige Sehenswürdigkeiten der Wiener Metropole und die Kaffeehaustradition aus nächster Nähe mit. Gerade weil die Charaktere nicht die normalen Bürger darstellen, sorgt der Roman für humorvolle Szenen und man fühlt sich heiter und beschwingt unterhalten. Gleichzeitig sorgen 30 Musiktitel, die als Kapitelüberschriften dienen, als Hintergrundmusik, die sich beim Lesen auch sofort breit macht und Erinnerungen an die 80er Jahre weckt. Besonders, wenn man auch um die 50 ist und die Titel ebenso wie die Protagonistin geliebt hat. Dadurch fühlt man sich mit Anne zusätzlich verbunden und erkennt auch für sich selbst Probleme und Ziele im eigenen Leben, die nachdenklich machen und vielleicht Veränderungen sinnvoll machen. Ich hatte einen klischeehaften Frauenroman erwartet und wurde absolut überrascht von einer heiteren und dennoch tiefsinnigen Lektüre über die Liebe, das Leben und den Lebenssinn. Hier wird die Midlife-Crisis mal ganz anders aufgezogen und lebendig und mit einem Augenzwinkern den Lesern präsentiert. Vielleicht gibt es hier den einen oder anderen Anreiz für eigene Träume und Ziele zu erkennen.   Wer (um die 50 Jahre alt ist und) einen heiteren und absolut unterhaltenden Frauen-Roman lesen möchte, sollte hier zugreifen. Es lohnt sich nicht nur wegen der schönen Musiktitel und der Wiener Atmosphäre!

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    • 2
  • eine Frau geht ihren Weg

    30 Songs und eine Frau
    ulla_leuwer

    ulla_leuwer

    09. September 2015 um 12:36

    Meine Meinung: Buchcover und Klappentext machten mich sehr neugierig auf dieses Buch. Als ich dann mit dem Lesen begann, hatte ich das Gefühl einige Frauen zu kennen, die ebenfalls in solch einer oder ähnlichen Situation wie Anne steckten. Allerdings hatte die Anne in diesem Buch ganz andere Möglichkeiten damit umzugehen. Anne ist furchtbar wütend, ihre Mutter, die nun in einem Heim leben muss, verlangt allerhand von ihr und ist sauer, wenn Anne nicht so funktioniert, wie Mutter es wünscht. Ihr Mann Uwe nimmt sie und alles, was sie tut, als selbstverständlich hin. Ihre Brüder reden sich immer heraus, dass eine Tochter doch alles besser kann, als die Söhne. Arrgghhh, ich kann Anne gut verstehen, dass sie völlig frustriert einfach abhaut und spontan nach Wien fährt. Und nun beginnt ein großes Abenteuer. Anne lernt nicht nur unwahrscheinlich interessante Menschen kennen, sie findet auch einen Weg zu sich selber. Letzteres dauert allerdings etwas länger. Sehr anschaulich schildert die Autorin, was Anne in Wien alles erlebt. Wie sie lernt, über ihren eigenen Schatten zu springen und vor allem, wie sie durch Wien schlendert und sich immer mehr in die Stadt verliebt. Natürlich wollen ihr Mann und ihre Mutter, dass sie schnellstens wieder nach Hause kommt. Ob Anne standhaft bleibt, werde ich hier nicht verraten. Zumal es einige überraschende Wendungen in der Geschichte gibt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Protagonistin Anne habe ich sehr schnell in mein Leserherz geschlossen. Natürlich habe ich mich mit vielen anderen ebenfalls angefreundet. Selbst Uwe konnte ich so ein kleines bisschen leiden, denn auch er hatte es nicht einfach. Den meisten Personen hat die Autorin sehr interessante Charaktere zugeordnet. Zu gerne hätte ich Greta und Marlene mal gesehen und sie kennen gelernt. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, es war so bildhaft und flüssig geschrieben. Ich hatte alles wunderbar vor Augen und habe das Buch, mal wieder, in einem Rutsch gelesen. Für Anne aus der Pfalz waren viele Begriffe der wienerischen Umgangssprache nicht geläufig, aber wir beide hatten die Möglichkeit unser Wissen durch diese Reise zu vergrößern. Denn netterweise wurde einiges sofort erklärt. Eins hatte ich mir am Ende des Buches dann doch gewünscht. Wurde vorher alles sehr ausführlich beschrieben, ging es mir auf einmal viel zu schnell und ich wäre über einen Epilog sehr dankbar gewesen. So humorvoll sich dies alles anhört, regt das Buch doch auch zum Nachdenken an. Ich erwähnte ja schon, dass mir einige Situationen am Anfang der Geschichte sehr bekannt vorkamen. Leider hat nich jede den Mut oder die Möglichkeit einfach auszubrechen, aber vielleicht kann doch einiges geändert werden, wenn das Gespräch gesucht wird. Etwas Konsequenz ist an manchen Stellen sicher nötig. Aber ich kann das gut schreiben, weiß  ich doch selber nicht, ob ich das hinkriegen würde. Fazit: Ein sehr gut geschriebenes Buch, das ich gerne weiterempfehle. Humorvoll das Leben meistern, wer möchte das nicht?

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  • Eine Frau bricht aus

    30 Songs und eine Frau
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    20. August 2015 um 22:23

    Anne hat die Faxen dicke. Alle fordern nur noch von ihr, ihr Mann nimmt sie als Einrichtungsgegenstand hin, ihre Mutter fordert Aufmerksamkeit und Zeit. Ihr Sohn ist aus dem Haus und der einzige, der nichts von ihr fordert. Irgendwann ist im Laufe der Zeit die Liebe in ihrer Ehe auf der Strecke geblieben. Ihr Mann arbeitet viel und nimmt seine Frau hin. Ansprüche hat sie keine und so merkt sie nicht wirklich, dass von ihren Träumen und Wünschen nichts mehr geblieben ist. Ihre Mutter ist gerade in eine Senioreneinrichrung gezogen und überlässt es Anne, das Haus auszuräumen. Annes Brüder glänzen durch Abwesenheit und an ihr bleibt alles kleben. Jeden Tag will ihr Mutter etwas neues aus ihrem Haus und so pendelt sie zwischen Heim, ihrem Zuhause und dem Haus ihrer Mutter hin und her. Nur gut, dass wenigstens ihre Freundin Manu ihr ab und an zur Hand geht. Eines Tages findet Anne auf dem Dachboden ein altes Tape aus ihrer Jugendzeit. Als sie es sich anhört, hört sie ihre Träume, Wünsche und Sehnsüchte, die sie als 16-jährige formuliert hat. Sie stellt fest, dass sie vieles nicht erreicht hat, dass vieles noch offen ist. Sie trauert der Anne nach, die sie mit 16 war, aber auch der, die sie war, als sie glücklich mit ihrem Uwe war. Anne versucht ihm zu erklären, wie sie sich fühlt, wie es ihr geht, aber er will und kann sie nicht verstehen. So auch wieder an diesem Morgen, an dem sich ihr Leben grundlegend ändern wird. Nach einer nicht endenden Diskussion dreht sich Uwe um und geht, lässt sie mit ihrem Frust allein. Als sie dann noch Beschimpfungen und Beleidigungen ihrer Mutter hinnehmen muss, schaltet plötzlich ein Hebel in ihrem Kopf um. Auch sie dreht sich um und geht, sie steigt in ihr Auto und fährt los. Die Gedanken in ihrem Kopf rotieren, was soll sie machen. Wien fällt ihr da plötzlich ein, sie fährt nach Wien. Sie hatte mit ihrem Eltern früher glückliche Zeiten in Wien verbracht und genau das wird ihr Ziel werden. Mit jedem Kilometer, den sie weiterfährt, verstärkt sich ihr Vorsatz.  Sie landet für eine Nacht in einer kleinen Pension und will sich ein Zimmer suchen. Da kommt ihr die Annonce von Greta und Marlene gerade recht, die für ihre WG noch jemanden suchten. Glücklich, dass es klappt mit der WG macht sich Anne am nächsten Tag auf den Weg zu den beiden. Wie groß ist jedoch ihr Erschrecken, als sie feststellen muss, dass Greta und Marlene so gar nicht die netten Frauen sind, die sie erwartet hat. Die beiden sind Männer, schwul und Travestiekünstler. Ihrem ersten Impuls - Flucht - gibt sie glücklicherweise nicht nach, sie lässt sich auf die beiden ein. Greta und Marlene sind in ihrer Art einzigartig. Überschwänglich, aber herzerfrischend, schonungslos ehrlich und auch ganz schön durchgeknallt. Ihr Leben führen sie ein wenig am Limit, im Kühlschrank befinden sich Sachen, die organisiert wurden oder vom Lastwagen gefallen sind, jedoch nicht geklaut. Aber sie nehmen mit Freuden Anne bei sich auf und freuen sich, dass eine "normale" Frau bei ihnen einzieht, obwohl die erste Frage gleich ist, wie Anne denn auf die Regenbogenseite geraten ist. Für Anne ändert die Bekanntschaft mit Greta und Marlene ihr Leben, das alte wird nie wieder so sein, wie es war, aber wie soll die Zukunft aussehen? Das ist mal wieder einer der Romane, die nicht mit Jugendlichen oder Frauen in den Zwanzigern überschüttet wurden. Anne ist 50 Jahre und hat einen großen Teil des Lebens schon hinter sich. Zeit, um zurückzuschauen und zu bemerken, dass etwas gewaltig schief gelaufen ist. Aber auch Zeit, um noch etwas zu ändern und zu bewegen. Genau das wird sie tun. Als sie erkennen muss, wie falsch doch ihr bisheriges Leben verlaufen ist, zieht sie adhoc die Notbremse und reißt aus. Ihr Ziel ist Wien und dort beginnt ihre Zukunft. Sie hat Glück, dass sie auf Greta und Marlene trifft, die zwar schon ein wenig schräg sind, ihr aber eine sehr große Stütze sein werden. Sie nehmen sie mit in Bars, geben ihr Ratschläge und stellen sich gemeinsam ihren Entscheidungen. In ihnen hat sie Freunde fürs Leben gefunden, die füreinander einstehen. Natürlich geht nicht alles geradlinig, was nun kommt, denn auch ihre Vergangenheit, Uwe und ihre Mutter, zerren noch an ihr.  Vieles kommt anders als gedacht und geplant und nicht alles kann man positiv sehen, aber Anne hat sich entschlossen, ihr Leben zu ändern und das zieht sie durch. Es ist ein durchaus unterhaltsamer Roman, der einem aber auch deutlich aufzeigt, dass man seine Träume und Ziele nie aus den Augen verlieren sollte. Man könnte dieses Buch aber auch als Anreiz sehen, sein eigenes Leben zu überdenken und zu erkennen, wo man steht, was man von seinen eigenen Vorstellungen umsetzen konnte und was man noch tun kann. Ich habe mich mit dem Buch gut unterhalten, obwohl so einige Aktionen ein wenig arg wild waren und meiner Meinung nach auch ein wenig überspitzt. Aber das hat den Spaß am lesen nicht getrübt und mir doch schöne Stunden mit dem Buch beschert. 

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  • 30 Songs für eine Frau

    30 Songs und eine Frau
    thenight

    thenight

    18. August 2015 um 09:05

    Inhalt und meine Meinung: Der Klappentext verrät ja schon fast alles Wesentliche , die 50 jährige Anne steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch, vollkommen überfordert von Job, Haushalt, Mann und einer mehr als schwierigen Mutter, deren Haushalt sie auflösen muss, als ihr eine alte Kassette in die Hände fällt, die sie vor Jahrzehnten aufgenommen hatte. Wehmütig erinnert sie sich an die Träume ihrer Jugend, an die Sehnsüchte und Pläne die sie hatte. Nach einem Streit mir ihrem Mann setzt sie sich ins Auto und fährt, ohne jemandem Bescheid zu geben,  nach Wien, einem Sehnsuchtsort ihrer Kindheit. Hier übertreibt die Autorin vielleicht so manches mal, denn Anne lernt die skurrilsten Menschen kennen, Menschen die man als normaler Spießbürger vielleicht nicht unbedingt treffen würde, aber sie hat es plausibel verpackt und der Roman soll schließlich unterhalten und das hat er entgegen meiner Erwartungen tatsächlich geschafft, normalerweise lese ich keine Frauenromane, hier hatte mich aber der Titel, der sehr gut zum Inhalt passt und eine kurze Leseprobe neugierig gemacht. *30 Songs und eine Frau* ist allerdings trotz allem Humors, trotz der einen oder anderen verklärten Situation, tiefsinnig und regt zum Nachdenken an und vor allem bringt es den einen oder anderen vergessenen Traum der eigenen Jugend in die Erinnerung zurück. Es gibt von mir eine Leseempfehlung für alle Fans des Genres und für alle die lange keinen Frauenroman gelesen haben, weil sie sie zu kitschig finden, traut euch ihr werdet überrascht sein.

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