Christine Weiner Drei Frauen im R4

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Inhaltsangabe zu „Drei Frauen im R4“ von Christine Weiner

Stell dir vor, es ist wieder 1981 – und wir müssen mitmachen

Auf ihrer gemeinsamen Feier zum 50. Geburtstag bekommen die Freundinnen Trudi, Nele und Renate eine Reise geschenkt. Der Clou: Sie sollen ihre geplatzte Italienreise von 1981 nachholen. Mit einem alten R4, Latzhosen, Kassetten von Herman van Veen und einer mickrigen Reisekasse. Als die Damen dann noch Handys, iPods und Kreditkarten abgeben müssen, ist die Stimmung erst mal im Keller. Und schon über die Fahrtroute können sie sich nicht einigen. Doch die Reise in die Vergangenheit birgt noch ganz andere Überraschungen.

"Ich wollte schon immer einen Roman über mich und meine besten Freundinnen schreiben, weil die beiden ganz wunderbar sind, auch wenn es Jahre gab, in denen wir nicht so eng waren. Trotz allem, ob Geburten, Trennungen, Heirat, schlechte Diäten oder gute Kuchenrezepte, wir blieben ein Glücksklee mit drei Blättern. Und auch gereist sind wir gerne, besonders früher, als ich mich noch in ein Zelt zwingen ließ. Heute treffen wir uns lieber bei der einen oder andren, zeigen uns alte Fotos, sprechen von Damals und Heute und zwei trinken dabei den Wein von der Dritten mit, weil die nichts mehr verträgt." Christine Weiner

Lustig, Schräg und völlig chaotisch. Eine leichte Sommerlektüre die einen noch fürs Leben lernen lässt.

— thelastfairy

Wirklich ein lustiges und unterhaltendes Buch mit viel Witz. Eine empfehlenswerte Urlaubslektüre oder Lektüre, die Lust auf Urlaub macht!

— KerstinTh

Eine orginelle Idee,noch einmal wie damals eine Reise zu machen.Mit allen drum und dran.Auch mit allen tücken .

— Moorteufel

Voller Witz und doch so tiefgründig . Ein wundervoller Sommerroman , voller Freundschaft , Liebe , Witz und noch so viel mehr ! Wundervoll!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Witzig, tiefgründig und vor allem voller Freundschaft.

— butterflyinthesky

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  • Sehr unterhaltsamer Sommerroman! Auf nach „Bella Italia“!

    Drei Frauen im R4

    KerstinTh

    20. June 2016 um 13:46

    Nele, Trudi und Renate sind seit Jahrzehnten beste Freundinnen. Zu ihrem gemeinsamen fünfzigsten Geburtstagsfest bekommen sie von Anna und Sarah, den Töchtern von Nele und Renate, die 1982 verpasste Reise nach Italien geschenkt. Allerdings keine „normale“ Reise, sondern eine originalgetreue 1982 Reise! Das heißt: ein rostroter R4, keine Handys oder andere neumodischen Hilfsmittel, die Kleidung von damals, keine Hotels und kein Essen gehen. Und Trudi ist sich sicher: das wird ein Horrortrip! Nele und Renate hingegen freuen sich wie kleine Kinder und sind davon überzeugt, dass es super wird. Nach stundenlanger Packerei geht es endlich los Richtung Italien. Eine halbe Stunde nach Abfahrt kommen sie in Weißenburg, Frankreich, an hier treffen sie Marco, der locker zwanzig Jahre jünger ist. Renate und er bandeln an und so verschiebt sich die Weiterfahrt auf den nächsten Tag. Außerdem sind die drei nun zu viert unterwegs. Und zwar Richtung Dolomiten. Dies ändert sich aber wieder schnell und es zeigt sich, dass die gesamte Reise von Chaos und Planänderungen gekennzeichnet sein wird.   Am Anfang werden die Hauptcharaktere durch Rückblicke kurz vorgestellt und dann beginnt die große Reise, welche, wie auch das ganze Buch, mit sehr viel Witz ausgestattet ist. Zu keiner Zeit ist der Leser gelangweilt und trotz Witz gibt es auch nachdenkliche Momente. Nett sind auch die kleinen Bildchen, die immer wieder auftauchen. Es handelt sich bei „Drei Frauen im R4“ um eine super Sommer-/Urlaubslektüre, welche auch beim Lesen Lust auf Urlaub macht.

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  • Alles wird gemacht wie damals

    Drei Frauen im R4

    Moorteufel

    Aus einer Schnapsidee,entstehen meist große Taten.Hätten nicht Trudi,Nele und Renate bei dem letzten Weihnachtsfest wehmütig von ihrer ,bis jetzt nie gemachten Italienreise erzählt hätten.So hätten sie sich viele Strapazen erspart. Zu ihren fünzigsten Geburtstag ,bekommen die drei lustieg Damen,von ihren Kindern nochmal die chance endlich ihre Reise nach Italien zu machen. ABER ............... ,ja jetzt kommt der Haken :) Es muß alles so laufen wie es 1980 war.Sprich sie fahren mit einen schönen alten R4,es dürfen keine Handys,Laptop oder andere Technische Geräte benutzt werden.Denn die gab es ja damals noch nicht. Auch was die Kleidung angeht,so wird das angezogen ,was früher getragen wurde.Und geschlafen wird nur im Zelt,denn eine große Reisekasse haben sie auch nicht,Was heißt es muß sparsam mit dem Geld und den Proviant gehaushaltet werden. Für Nele und Renate ist es ein wunderbahres Geschenk,und mit Freude stürzen sie  sich in das Abenteuer.Nur Trudi kann sich damit nicht so anfreuden,Sie ist total von ihren Handy und allen anderen technischen schnickschnack abhängig.Sie hat am meisten darunter zu leiden,und hofft sehr das ihre Reise durch eine Panne doch ein plötzliches Ende nehmen möchte. Es ist schon eine verrückte Idee in der heutigen Zeit so zu verreisen.Aber die drei Frauen entdecken nicht nur den Spaß und das Leid auf dieser Reise,nein auch was sehr wertvolles,ihre Freundschaft. Eine tolle Geschichte,mit vielen Überraschungen,und welche mich zum lachen gebracht haben.

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  • Witzig und anrührend

    Drei Frauen im R4

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Renate , Trudi und Nele , kommen aus Landau und sind seit langer Zeit die besten Freundinnen ! Zum 50. Geburtstag bekommen die drei Mädels eine Reise von den Töchtern geschenkt ! Die drei , sollen ihre geplatzte Traumreise von 1981 nach Italien nachholen und alles soll genau so werden wie 1981 . Dass heißt es wurde bereits eine Liste erstellt mit Dingen die sie nicht tun dürfen z.B. Keine Handys !! Das erste witzige Problem , gibt es schon mit dem Gepäck , denn der kleine R4 ist schlicht und ergreifend viel zu eng !! Mit Musik der 70er und 80er Jahre , begibt sich der Leser mit den Drein auf eine Reise durch die "gut alte Zeit" Auf einer langen Strecke , nach Italien ich sag nur "und dann die Hände zum Himmel :) " , fühlt sich der Leser einfach nur super gut unterhalten !! Doch lange bleiben die drei nicht allein , denn kurz darauf stößt der junge Marco dazu . Wird er einer der Frauen den Kopf verdrehen ? Und wie wird die Reise verlaufen , werden die drei immer noch als beste Freunde nach Hause kommen ? Denn wie werden die Frauen diese Reise überstehen , denn schließlich verbringt man nicht jeden Tag miteinander und dann noch als Comeback der 80er Jahre ?! Und werden die drei Freunde neue Seiten an sich entdecken ? Dieses Buch ist super unterhaltsam , einfach witzig und wunderschön . Und obwohl ich diese Zeit der 80er nicht miterlebt habe , so muss ich doch sagen , dass ich nach diesem Buch das Lebensgefühl von damals , ein klein wenig mehr verstehe ! Ein Buch , das ich an einem Tag auf dem Balkon in der Sonne verschlungen habe und das ich einfach nur weiter empfehlen kann !! Dieses Buch bereitet dem Leser eine wundervolle sommerliche Zeit , im R4 mit Nele , Renate und Trudi , die einfach cool und klasse sind !! Wenn ein Buch in einem bewegt , dass man die Düfte riechen kann , den Tee schmeckt und die Zeit fühlt , dann hat das Buch alles erreicht , was sich ein Leser wünschen kann !! Super !!

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  • Drei Frauen im R4

    Drei Frauen im R4

    Gold-Rosinchen

    13. February 2014 um 15:51

    Ein wundervolles Buch was mich gleich mit der Leseprobe sehr in ihren Bann gezogen hat. Die Reise von 3 Freundinnen (Trude, Nele und Renate) in ihre Vergangenheit. Alle drei Frauen stehen mitten im Leben. Haben aber damals ihre beschlossene Italien-Reise nicht machen können. Und so bekommen die drei zu ihrem 50. Geburtstag diese Reise geschenkt und sogar mit dem Auto, wo damals die Reise stattfinden sollte. Mit dem R4. Sie müssen alles abgeben ihre lieb gewonnen Handys, Kreditkarten und haben auch nur ein gewisses Limit an Geld. Unvorstellbar, aber es klappt .. Sicherlich hat diese Reise auch einige Streits vor sich aber auch schnell kommen wieder die Versöhnungen. Es gibt so viel zu erleben, am schönsten ist der Rückblick in die 80er Jahre, alles vorbildlich geschildert. Ich bin sehr beeindruckt von dem Buch. Das Cover, die schönen Zeichnungen einfach herrlich. Und trotzdem ist diese Rezension schwer für mich zu schreiben. Denn ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen aber trotzdem möchte man ja nicht zu viel verraten. Deswegen ist mein Fazit; Das dass Buch sich jeder holen sollte der diese Genre gerne ließt :-) Mich hat es glatt weg umgehauen. Ein Kompliment an die Autorin weiter so

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  • Drei Frauen im R4

    Drei Frauen im R4

    Lesemone

    25. November 2013 um 10:15

    Renate, Trudi und Nele werden 50 Jahre alt und ihre Kinder haben eine besondere Geburtstagsüberraschung. Die drei Freundinnen haben ihre gemeinsame Italienreise 1981 absagen müssen, da sich damals der Nachwuchs ankündigte. Dem trauern sie bis heute nach. Ihre Kinder haben ihnen einen Orignal R4 besorgt, mit lustigen Aufklebern von damals drauf. Sie sollen die Italienreise nun nachholen. Ohne Handy, ohne Kreditkarte, nur mit eingepacktem Essen und das Budget ist auch sehr übersichtlich. Sie dürfen nur in einer Telefonzelle telefonieren und müssen dazu auch noch Original Klamotten von damals tragen. Werden sie in Italien ankommen? Christine Weiner hat ein sehr unterhaltsames und lustiges Buch geschrieben. Durch die leichte und lockere Schreibweise, macht es großen Spaß das Buch zu lesen. Ich kann mich zudem noch mit der Herkunft der drei Damen identifizieren, da ich aus der Ecke stamme. Die meisten Kapitel sind nicht so übermäßig lang gehalten und jedes Kapitel ist einem Lied von damals gewidmet. Die drei Freundinnen erleben so einiges auf ihrer Fahrt und jedes Erlebnis schweißt sich noch ein bisschen mehr zusammen. Ein empfehlenswertes Buch, wenn man gut unterhalten werden möchte!

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  • Drei Frauen starten durch

    Drei Frauen im R4

    Marcsbuecherecke

    18. November 2013 um 11:45

    ... oder auch nicht. Ich habe dieses Buch vor einiger Zeit in einer Buchhandlung gefunden und war von der Story direkt angefixt. Allerdings war mir der Neupreis von 14,99 € ehrlich gesagt zu teuer für ein Paperback von gerade einmal knapp 300 Seiten. Doch spinnt mir ein Buch ersteinmal im Kopf herum, werde ich es meistens nicht mehr so schnell los. So auch hier! Letztenendes habe ich mich dann entschieden, mir das eBook zuzulegen. Hätte ich doch mal auf meine ursprünglichen Gedanken gehört .....  Inhalt: Die drei Freundinnen Nele, Renate und Trudi sind seit Ewigkeiten beste Freundinnen. Zu ihrem 50. Geburtstag bekommen sie einen Trip nach Italien geschenkt. Dieser soll alerdings voll im Stile der 80er Jahre ablaufen, da ursprünglich damals geplant war nach Italien zu fahren, was leider nie in die Tat umgesetzt werden konnte. Trudi ist gar nicht begeistert, immerhin sollen die Damen in einem alten R4 fahren, der weder CD-Player, noch Klimaanlage oder ein Navi hat, und Handy, Internet und co. gänzlich hinter sich lassen. Das Chaos nimmt seinen Lauf. Zum Buch: Die Grundidee des Buches fand ich einfach nur genial! Drei Frauen, die gezwungenermaßen einen Trip in die Vergangenheit starten müssen. Probleme an der Tagesordnung, allerhand Orientierungsschwierigkeiten á la "Das sah früher aber ganz anders aus" hatte ich erwartet .... und wurde enttäuscht. Frau Weiner legt rein "handwerklich" ein ordentliches Werk vor: der Schreibstil ist sehr flüssig und weiß durchaus zu überzeugen. Die Geschichte aber eher nicht. Der Anfang kam in meinen Augen gut in Fahrt, doch mit der Abfahrt des R4 blieb die Geschichte für mich stehen. Bis auf einige kleinere Zickereien im Sinne von "Ich will mein Handy" kam keinerlei "Zeitreisefeeling" bei mir an. Die Protagonisten gingen mir nach einigen Seiten immer mehr auf den Zeiger und mit der Zeit war ich versucht dieses Buch abzubrechen. Letztenendes habe ich es doch durchgelesen und muss sagen es geht. Wäre dieser Hänger in der Mitte nicht gewesen, wäre dieses Buch grundsolides Mittelmaß. Das Ende war übrigens auch nicht mein Fall. Ich mag einfach keine offenen Enden. Fazit: Ein Buch, das bestimmt seine Anhänger findet, allerdings einfach nicht mein Fall war. In meinen Augen handelt es sich hier keinesfalls um einen "Pageturner" oder gar ein "Must-read". Viel Spaß beim Lesen!Bis bald! 

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  • Auf Revival-Tour

    Drei Frauen im R4

    cachingguys

    16. October 2013 um 07:24

    Gleich vorweg: Das Buch ist einfach genial! Trudi erzählt von sich und ihren Freundinnen seit Teenietagen, Nele und Renate. Als sie zusammen 150 werden bekommen sie die Reise geschenkt, die sie damals, vor 30 Jahren, nicht gemacht haben: mit einem R4, Zelt, Konserven und wenig Geld nach Italien. Der Weg ist das Ziel und jede von ihnen wird diese Reise verändern. Launig nett geschrieben und wer diese Zeit selbst erlebt hat, weiß wie realistisch sie dargestellt wird.

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  • Urlaub in und mit der Vergangenheit

    Drei Frauen im R4

    michael_lehmann-pape

    26. September 2013 um 13:44

      „Wenn schon, dann richtig“. So denken es sich die Kinder und schenken ihren beiden Müttern und deren Freundin Trudi eine Nostalgiereise.   Wenn schon, dann aber auch stilecht. Samt einem alten, gebrauchten R4, der den Dreien zu ihrem „150ten“ Geburtstag vor die Nase gestellt wird. Samt Verhaltensregeln. Wie damals hat das zu sein. Kein Handy, keine modernen Straßenkarten. 25 € als „Tagesration“ (für alle, natürlich, denn damals war man arm, lebte in WG´s, brachte den Feminismus nach vorne und war ansonsten mit Batiken beschäftigt), keine Hotels, keine Kreditkarten.   Von der Kleidung über den altersschwachen Kassettenrekorder im Auto, von den alten „Mix-Tapes“ über Isomatte und Schlafsack, vom Vermeiden von Autobahnen (ideologisch und wegen der PKW-Maut in südlichen Ländern, bis hin zum Verzicht auf solche Dinge wie Zahnpasta (wofür gibt es ökologisch korrektes Zahnsalz) wird alles auf 1980 gestellt.   Übrigens nicht zur Begeisterung aller Teilnehmerinnen. Gerade Trudi, erfolgreiche Managerin, kann sich für ihren Rücken, für ihre Haare, im Blick auf die wallenden Kleidungsstücke und die zersessenen Sitze des R4 alles andere vorstellen, nur nicht, wieder „auf 20 zu machen.   Voller Humor schildert Christine Weiner nun dieses nostalgische Projekt, lässt ihre Protagonistinnen umgehend in alte, längst vergessene Verhaltensweisen fallen (und dabei auch die alten, inneren Verbindungen wieder lebendig werden) und bietet so eine humorvolle Situation nach der anderen, die gerade jene Leser, die ebenfalls diese Jahre „aktiv“ miterlebt haben, oft und oft auf den Punkt gebracht „zurückführt“.   In Baumwollunterwäsche, verbrannte BH´s, zu Hermann van Veen, Spliff, Georg Danzer, Crosby, Stills, Nash and Young und Ulrich Roski. Zu den Erinnerungen an die „alten Helden“ der Wohngemeinschaften und der Schlange von 250 Frauen, die anstanden, um auch einmal erhört zu werden (jener Held, der heute kahlköpfig als Streetworker nur mehr vom Glanz alter „Heldentage“ zehrt). Bis zur Sprache von „Stark“ über „Saustark“ bis zu „Bockstark“ und gar zur Lektüre des „Tod des Märchenprinzen“, das schon damals niemand wirklich bis zu Ende gelesen hatte, ohne jede Lust auf Erotik zu verlieren.   Und natürlich geht das alles nicht einfach so harmonisch ab. Genügend Gründe für gegenseitiges Generve findet sich schon nach 30 Minuten Fahrt bei der ersten Kaffeepause.   Auch wenn so manche Situation eher zum Slapstick hin dreht, übertrieben wirkt, sich ab und an deutlich gewollte (und daher nicht so mitreißende) Situationskomik einstellt, im Gesamten trifft Weiner durchaus den Ton der 80er Jahre, läst nostalgische Gefühle einerseits in den Vordergrund treten, zeigt aber auch (mit Augenzwinkern) auf, wie naiv und zwanghaft vieles damals auch künstlich betrieben wurde. Patchuliduft, künstliche Bewertung der „Mann-Frau Dinge“ bis hin zur feministisch-politisch korrekten Sprache kann man doch froh sein, dass diese Zeit „ihre Zeit hatte“.   Von den Urlauben mit wenig Geld, der Offenheit den Begegnungen gegenüber, der emotionalen Kraft der Musik und anderen Dingen aber ist es ein melancholischer, gut getroffener und humorvoller Rückblick auf ein ganzes Zeitgefühl. Wobei Weiner nicht vergiss, auch die Gegenwart ihrer Figuren mit in den Blick zu nehmen und zu fragen, warum so vieles auch an Gutem jener Tage aus dem Leben verschwunden ist.   Unterhaltsam, einfach in der Sprache manchmal über das Ziel hinausschießend, meist aber auf den Punkt geschildert und im inneren Erleben der Figuren gut getroffen liest sich dieses Buch gerade für jene, die es damals miterlebet haben, flüssig und setzt Erinnerungen frei.

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  • Auf in die 80er!

    Drei Frauen im R4

    Moep

    13. September 2013 um 16:39

    Inhalt: In diesem außergewöhnlichen Freundinnen-Roman lernen wir die drei, nun erwachsenen Frauen, Nele, Renate und Trudi kennen, die zum 50. Geburtstag von Neles Kindern eine unglaubliche Überraschung bekommen. Denn so hatten die drei bereits in den 80er Jahren als junge Mädchen und echte Vollblut-Hippies eine Reise nach Italien unternommen, doch diese konnten sie leider nie vollenden, sodass die Herausforderung diesmal darin besteht, dass sie auch wirklich in Italien ankommen. Doch damit nicht genug Herausforderung, denn der Witz an der ganzen Aktion ist, dass die Reise möglichst authentisch und an die 80er Jahre angepasst von statten gehen soll. Konkret heißt das: Keine Mobiltelefone, Essen aus Dosen, wenig Geld, ein alter und klappriger R4 sowie Unterbringung auf dem Zeltplatz. Unter derart widrigen Bedingungen wird ihre Freundschaft das ein ums andere Mal hart auf die Probe gestellt, doch es wird auch deutlich wie sehr diese gemeinsamen Erfahrungen die drei Mädels zusammenschweißen. Meine Meinung: Erst einmal vorweg, nein, ich bin keine Leserin, die in den 80er Jahren selbst noch jung war, sondern wurde erst viele, viele Jahre später geboren und doch kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat. Und das ist doch schon eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass ich mich gar nicht in der Zielgruppe befinde! Von daher kann ich also getrost sagen, dass Leserinnen (und Leser?), die ihre Jugendzeit in den 80ern verbracht haben, von diesem Roman wirklich begeistert sein müssen, da die Autorin ganz wunderbare Einblicke in diese Zeit gibt und mit viel Liebe zum Detail vom Hippietum, verrückten Klamotten und alternativen Autoaufklebern berichtet. Das gibt der Geschichte auch hin und wieder eine gewisse Situationskomik, sodass selbst ich als eigentlicher „Outsider“ immer wieder sehr lachen musste. Außerdem kann man der Autorin zu Gute halten, dass sie bei allem Witz den Tiefsinn nicht hat zu kurz kommen lassen, denn sie lässt anklingen, wie sehr im Laufe des Lebens die eigenen Träume im Sand verlaufen, setzt sich damit auseinander, was Freundschaft denn nun wirklich bedeutet, da unsere Protagonistinnen hier manchmal wirklich hart zu kämpfen haben und lässt auch ein kleines Quäntchen Gesellschaftskritik mit einfließen, da die gute Trudi ohne ihr Smartphone keinen einzigen Tag überstehen kann. Der Leser wird also nicht nur gut unterhalten, sondern durchaus auch mal zum Nachdenken über das eigene Leben angeregt. Fazit: Ein wirklich tolles Buch, mit einer außergewöhnlichen Idee, die die Autorin hier mit einer guten Portion Humor, aber dennoch ausreichend Tiefsinn sowie natürlich einer atemberaubenden Authentizität umgesetzt hat und so den Leserkreis, der selbst die 80er erlebt und zelebriert hat, wahrscheinlich noch mehr überzeugen kann als mich.

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  • Und es gibt sie doch – die wahre Frauenfreundschaft

    Drei Frauen im R4

    Goch9

    09. September 2013 um 18:53

    Drei Freundinnen, Nele, Renate und Trudi sind seit dem Teenager-Alter Freundinnen. Nele und Renate sind seit Jahren Mütter, während Trudi kinderlos beruflich Karriere gemacht hat und bei den gemeinsamen Feiern und Familienfesten als Tante die Gruppe komplettiert. Beim letzten gemeinsamen Weihnachtsfest schwärmen die drei in weinseliger Stimmung von ihren gemeinsamen Reisen Anfang der 80er Jahre. Trudi kramt eine alte Holzkiste mit ihren alten Tagebüchern aus einer fast vergessenen Kellerecke und gemeinsam durchforsten sie die Erinnerungsstücke der damaligen Jahre. Als sie eine alte Ansichtskarte aus Italien von Renate in der Hand halten, erinnern sich die drei, dass sie eigentlich 1981 noch einmal gemeinsam nach Italien fahren wollten, aber die Schwangerschaften von Nele und Renate das leider vereitelt haben. Bei der gemeinsamen Feier des 50. Geburtstags ist dann die Überraschung groß, als sie von den beiden Töchtern Sarah und Anna die Reise zu den Bedingungen von 1981 geschenkt bekommen. Mit einen alten klapprigen R4 dürfen die drei Frauen im Outfit der 80er mit wenig Geld und vielen Utensilien aus der damaligen Zeit ihre Reise nachholen. Allerdings dürfen sie weder Handys, noch Navi, noch Kartengeld mitnehmen. Für Trudi fast ein unlösbares Problem. Wahre Frauenfreundschaften – gibt es die wirklich? Christine Weiner beantwortet diese Frage in ihrem Roman mit einem eindeutigen JA. Aber alles ist nicht so einfach und vielleicht nicht so gradlinig wie man sich das vorstellt. Am Anfang kommen mir die Frauen sehr unterschiedlich vor und ich frage mich, ob die wirklich schon so lange befreundet sein können. Sie durchleben eine Zeit der Wutausbrüche, Tränen und Trotzreaktionen. Die Trennung von der heutigen elektronischen Welt gelingt der einen besser, der anderen schlechter. Sie fahren mit ihrem R4 auch längst nicht mehr in die Vergangenheit, wie sie anfangs dachten. Sie fahren zu sich, zu ihren Wurzeln und Träumen. Jede der Frauen hat, obwohl sie mit ihrer besten Freundin zusammen ist, ihre Geheimnisse und hat vor dieser Fahrt ihre Geheimnisse sehr gut bewahren können. Mit zunehmender Fahrtdauer bröckeln ihre Mauern und sie finden sich wieder. Frau Weinert hat diesen Prozess in Sprache und Bild hervorragend rüber gebracht. Auch wenn ich mit den drei Frau nicht sehr viel gemein habe, kann ich doch diese Entwicklung sehr gut verfolgen und verstehen. Ich bin selber in dieser Zeit Teenager gewesen und die Musiktitel der Kapitelüberschriften sind mir vertraut. Diese Musiktitelüberschriften finde ich sehr gelungen. Mir hat dieses Buch sehr viel Vergnügen bereitet. Vielleicht kann es auch als Denkanstoß für manch vernachlässigte Freundschaft dienen und wenn nicht, dann ist es meiner Meinung nach einfach sehr gute Unterhaltung.

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  • Reise in die Vergangenheit

    Drei Frauen im R4

    Herbstrose

    01. September 2013 um 19:44

    Ein Urlaub der nie stattgefunden hat soll nun, 30 Jahre später, nachgeholt werden. Die drei Freundinnen Trudi, Nele und Renate bekommen zum 50. Geburtstag die Reise in die Vergangenheit geschenkt, mit allem was dazu gehört: ein alter R4, ein billiges Zelt, Klamotten aus den 80ern und ein knappes Taschengeld. So fahren sie dann los Richtung Italien, machen Bekanntschaften, streiten und vertragen sich wieder. Dass ihre Freundschaft dabei auf eine harte Probe gestellt wird, versteht sich von selbst … Mit großen Erwartungen nahm ich dieses Buch zur Hand, da ich seinerzeit auch einen R4 hatte und mich altersmäßig zu dieser Generation gehörig fühle. Doch leider konnte ich mich dabei nicht einmal ansatzweise wiederfinden. Der versprochene Humor blieb, bis auf wenige Passagen bei denen man schmunzeln konnte, auf der Strecke. Stellenweise wurde zu dick aufgetragen, so dass der durchaus vorhandene Witz ins Gegenteil kippte. Unwahrscheinlich, dass junge Männer sich plötzlich von älteren Damen in gammligen Hippie-Klamotten angezogen fühlen. Bis auf wenige Höhepunkte plätschert die Geschichte so vor sich hin, unterbrochen von einigen Wiederholungen. Gut gemacht sind die Rückblenden in die 80er, mit der damaligen Art zu leben und den gängigen Liedern. Auch das Thema der langjährigen Freundschaft der drei Frauen, mit all ihren Höhen und Tiefen, wird intensiv behandelt. Erst der Schluss lässt dann die Stimmung aufkommen, die man streckenweise vergeblich gesucht hat, nämlich die eines leichten, heiteren Sommerromans.

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  • Drei Frauen im R4

    Drei Frauen im R4

    nataliea

    Der Roman "Drei Frauen im R4" handelt von einer ungewöhnlichen Reise in die 80er Jahre und einer wundervollen Freundschaft zwischen den drei Protagonistinnen. Zum Inhalt ist folgendes zu sagen: Renate, Trudi und Nele bekommen von ihren Töchtern zum 50. Geburtstag eine Reise nach Italien geschenkt. Diese Reise war 1981 zwar geplant, aber nie durchgeführt worden. Und somit soll diese Reise ganz im Stile der 80er Jahre erlebt werden. Dies bedeutet, dass die drei Frauen mit dem alten R4 in die Vergangenheit von 1981 katapultiert werden, in der Handys, Kreditkarten und Co. zum Außenseiter werden. Selbst die Klamotten und die Musik stammen original aus den 1980er Jahren. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht verständlich. Ich habe während dem Lesen unzählige Lachtränen vergossen und mit den Protagonisten und deren Erlebnisse mitgefiebert. Jede der drei Frauen wurde liebevoll beschrieben und alle drei sind mir von vornherein sehr sympathisch gewesen und auch ans Herz gewachsen. Durch die vielen kleinen eingefügten Bilder erkennt man, dass dieser Roman mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden ist. Ich bin sehr froh, dass ich mit ihnen auf diese schräge und verrückte Reise gegangen bin. Eine sehr gelungene Geschichte bei der die Freundschaft zwischen den drei Frauen durch die strapazierenden Erlebnisse und Turbulenzen auf eine harte Probe gestellt werden. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen.

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    astrid_meryjaine

    27. August 2013 um 14:04
  • Drei Frauen im R4

    Drei Frauen im R4

    butterflyinthesky

    18. August 2013 um 15:02

    Hat mir sehr gut gefallen! Witzig aber auch tiefgründig! :)

  • 3 Frauen im R4

    Drei Frauen im R4

    Solengelen

    14. August 2013 um 22:02

    Drei Freundinnen bekommen zu ihrem 50zigsten Geburtstag von den Töchtern eine ganz besondere Reise geschenkt. Eine Reise nach Italien, die die drei Freundinnen in den 80zigern nicht mehr antreten konnten, soll nachgeholt werden. So, wie sie es damals geplant hatten. Ein alter R4, Kleidung aus der Zeit, alles ist organisiert. Eine knappe Reisekasse, keine modernen Errungenschaften wie Handy, Laptop usw., keine Kreditkarte.  Das Abenteuer geht los. Es gibt "strenge" Regeln, unterschiedliche Meinungen, Streit, Geld kommt abhanden, das Auto streikt. Die Freundschaft der drei wird auf eine "harte" Probe gestellt. Aber bei allem finden die drei wieder zu sich selbst. Aber auch noch intensiver zu einander. Es gibt einige Irrungen, Wirrungen und Überraschungen. Sehr schön sind auch die kleinen Zeichnungen. Ein wundervollen Buch zum Schmunzeln und Lachen. Man fühlt sich mittendrin und auch ein bisschen in die 80ziger zurückversetzt.  Durch die leichte und flüssige Schreibweise ist der Autorin ein leichtes lesenswertes Buch gelungen. Es war eine Freude mit auf die Reise zu gehen. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen und kann es nur empfehlen.

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