Rezension zu "Unser Schmerz ist unsere Kraft: Neonazis haben unsere Väter ermordet" von Christine Werner
LucieSemiya ist 14 als ihr Vater 2000 erschossen wird. Als 6 Jahre später auch Gamzes Vater tot aufgefunden wird, beschließt Semiya Kontakt zu ihrer gleichaltrigen Schicksalsgefährtin aufzunehmen. Zusammen stehen die beiden die Zeiten durch, in denen ihre Familien beschuldigt werden die Morde begangen zu haben, in denen die Polizei nicht vom Verdacht ab lassen will, ihre Väter hätten mit Drogen gehandelt o.ä. sie haIten auch zusammen, als man ihnen nicht glauben will, dass die Mordserie, die „Dönermorde" rassistische Gründe haben. Und Sie unterstützen sich während des Gerichtsprozesses, in dem so viele Helfer des NSU ungeschoren davonkommen.
Das Hörbuch besteht aus diversen eingelesenen Zeitungsartikeln, Telefonaten und so was wie Tagebucheinträgen der beiden und wird von zwei Schauspielerinnen wirklich toll eingesprochen. Ich finde, es vermittelt einen tollen Eindruck dieser schrecklichen Zeit und wie die beiden sich gefühlt haben müssen.
Ich war beim hören sehr entsetzt, denn ich war damals zwar noch ein kleines Kind und hab davon nichts mitbekommen, aber auch später in der Schule wurde nie darüber gesprochen, ich hatte noch nie etwas davon gehört. Bis jetzt.
Ich denke, jede*r, egal wie alt, sollte dieses (Hör-) Buch hören/lesen, denn die NSU-Morde sind (leider) ein Teil der deutschen Geschichte und sollten meiner Meinung nach auf keinen Fall totgeschwiegen werden!













