Christine Westendorf Totenprinz

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Inhaltsangabe zu „Totenprinz“ von Christine Westendorf

Ein Katz-und-Maus-Spiel mit einem unbekannten Onlinekiller - spannend bis zur letzten Seite

Eine Tote am Elbstrand! Zunächst scheint Monika Jacobsen einem gestörten Einzeltäter zum Opfer gefallen zu sein, doch als bereits kurze Zeit später eine zweite Frauenleiche entdeckt wird, beginnt die Hamburger Kommissarin Anna Greve, nach Zusammenhängen zu suchen. In einer Onlinedating-Börse wird sie fündig. Und sie nimmt zu dem Mann Kontakt auf, den beide Frauen für den Traumprinzen hielten …

Der dritte Fall für die sympathische Hamburger Kommissarin Anna Greve.

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  • Rezension zu "Totenprinz" von Christine Westendorf

    Totenprinz

    michael_lehmann-pape

    Die tödliche Sehnsucht mancher Frauen Aus ganz unterschiedlichen Ursachen heraus tragen einige der Frauen des Buches eine große, romantische Sehnsucht in sich. Eine Gefühlskälte in der Ehe von Seiten des Mannes, der dann auch noch die Trennung will. Eine Nicht Anwesenheit des Mannes, der in vielerlei Geschäften erfolgreich ständig unterwegs ist und auch bei physischer Anwesenheit nicht viel Beachtung schenkt. Selbst Kommissarin Greve ist dagegen nicht gefeit, auch in ihrer Ehe erlebt sie ein ums andere Mal ihren Mann,d er sich nur um sich selber dreht. Eine Sehnsucht, die Christine Westendrof in einem der drei Erzählstränge Ihres Buches einfühlsam und emotional dicht am Beispiel Amandas schildert. Eine Sehnsucht, die in Zeiten des grassierenden Internetdatings nicht ungestillt bleiben muss. Mit tödlichen Folgen. Zunächst eine, dann zwei weibliche Leichen werden, sexuell brutal misshandelt, in Hamburg aufgefunden. Für Kommissarin Greve, die noch dabei ist, die kurze aber heftige Affäre mit dem Bruder ihres Mannes zu verdauen, ist zunächst nicht klar, was der Hintergrund dieser Morde sein könnte. Dem Leser aber eröffnet sich schon zu Beginn des Buches Schritt für Schritt jene Sehnsucht und jener Hunger nach Aufmerksamkeit, der die beiden Frauen zu einer Datingbörse ins Internet brachte und dort auf ihn treffen ließ. Den romantischen, attraktiven, redegewandte „Traumprinzen“, der sich bei beiden Toten beim ersten Treffen als „Totenprinz“ erwies. Auch Amanda geht einem ersten Treffen mit diesem Mann entgegen, von dem sie kein Bild erhält, aber der sie schon längst kennt und genau weiß, mit welchen Worten und Fantasien er Amanda in seine Arme bringen wird. Mittlerweile aber wird auch der Kommissarin und ihrem engstem Mitarbeiter Weber deutlich, in welchen Zusammenhängen sie ihre Ermittlungen vertiefen müssen. Anna Greve selbst nimmt über das Internet Kontakt auf und Lügen muss sie ja gar nicht, auch in ihr rührt sich die innere Stimme der romantischen Lust und Sehnsucht. So beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, der eine dichte und emotionale Atmosphäre im Buch entstehen lässt bis zum Finale hin, dass Westendorf ebenso souverän und akribisch gestaltet, wie sie den einzelnen Erzählsträngen im Buch nachgeht. Neben der Ermittlungsarbeit und dem Weg Amandas immer tiefer in das Netz des Mörders hinein erlaubt sie dem Leser in einem dritten Erzählstrang immer wieder Blicke auf den Mörder, seine Arbeit, seine Vergangenheit, seine harte und ordinäre Denkweise Frauen gegenüber. So ist der Leser lange Zeit der Kommissarin um einige Schritte voraus, bis zum Ende des Buches hinein die Stränge ineinanderfallen und das Tempo sich angleicht. Die moderne Form der sexuellen und emotionalen Kontaktaufnahme mit all ihren Möglichkeiten, aber auch ihren Gefahren trifft Westendorf auf den Punkt, gerade auch in den diversen Emails über solche Datingseiten. Verständlich versteht sie es darzustellen, warum einige der Frauen jede Vorsicht verlieren und wie schnell, aus dem eigenen Bedürfnis heraus, eine gesunde Skepsis verschwindet, wenn nur die richtigen Strippen der Sehnsucht gezogen werden. In vielfach sorgfältig gestalteten Dialogen legt Westendorf so die Innen Seiten ihrer Protagonisten und vor allem Protagonistinnen offen, ein Stil, mit dem es ihr gelingt, eine hohe Realitätsnähe der Handlung zu erzeugen. Manche Längen und einige doch auch künstlich wirkende Dialoge seien nicht verschwiegen, alles in allem aber ein souveräner und solider Krimi, der in vielen Bereichen auf den „schmerzlichen“ Punkt der Gefahr eines innerlich leeren Lebens in der heutigen Zeit trifft und die Gefahren von großer Sehnsucht und mangelnder Distanz ernüchternd vor Augen führt.

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    • 4

    michael_lehmann-pape

    14. March 2011 um 16:30
  • Rezension zu "Totenprinz" von Christine Westendorf

    Totenprinz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. January 2011 um 20:06

    Der dritte Fall für die Hamburger Kommissarin Anne Greve beginnt mit einer Frauenleiche am Elbstrand, die grauenhafte Verstümmelungen aufweist. Während die Polizei noch am Anfang der Ermittlungen steht, wird bereits eine zweite Leiche mit ähnlichen Verletzungen aufgefunden. Bald wird klar, dass der Täter seine Opfer über eine Datingbörse online auswählt, sehr gekonnt ihre Sehnsüchte und ihrer Einsamkeit nutzt und mit ihnen spielt, um sie zu Treffen an einsamen Orten zu bewegen. Die Geschichte des dritten Opfers ist sehr anrührend und nachvollziehbar erzählt. Die Unzufriedenheit und Einsamkeit in ihrer Ehe, der Wunsch nach einem Partner, der sie und ihre Sehnsüchte versteht, ihre Träume teilt. Eine Geschichte, in der sich sicherlich viele Leserinnen wiederfinden werden. So deutlich zu beschreiben, wie geduldig Worte sind, wie leicht sich virtuelle Persönlichkeiten erfinden lassen - und wie böse ein Blinddate enden kann, mag als Warnung dieser Tage durchaus Berechtigung haben. War mir Anna Greve im 2. Band oftmals unsympathisch, ihre persönliche Zerrissenheit und ihr Umgang damit eher nervig, ihr Privatleben mir zu übermächtig, so kommt sie in diesem Buch sehr glaubhaft und lebensecht daher. Die gesamte Geschichte ist sehr intensiv, die schauderlichen Verbrechen sehr bildreich und prägnant erzählt. Das bleibt einem durchaus noch in Erinnerung, wenn das Buch im Regal bereits Staub anzusetzen beginnt. Klares Manko für mich ist die extreme Anhäufung fehlender Kommata, unvollständiger Sätze, etc. Als schnelle und recht tolerante Leserin bin ich nicht besonders empfindlich in diesem Punkt, aber das ist in diesem Buch selbst mir sehr unangenehm aufgefallen. Dass laut Kurzbeschreibung die Autorin selbst in einem privaten Bildungsinstitut für Orthografie und Schreibtechnik arbeitet, sich im Nachwort bei der Lektorin für deren Gefühl für die Sprache bedankt, mutet da schon ein wenig ironisch an. Die Kritik geht klar an den Verlag, nicht an die Autorin! Lausige Arbeit der Verantwortlichen! Der Autorin verübele ich das Ende des Romans allerdings. Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob neben der Kommata vielleicht auch noch 2-3 Seiten in meinem Exemplar fehlen. Die Geschichte ist viel zu rasant zu Ende gebracht, zu konstruiert, wie abgeschnitten, als sei keine Zeit mehr für einen vernünftigen Ausklang geblieben. Dieses Hackebeil-Ende entzieht sich meinem Verständnis in Gänze und entbehrt m. E. nach jeglicher Logik. Schade, dass dieses spannende Lesevergnügen mit einem negative Eindruck endet. Ein Stern Abzug exakt dafür. Von dieser Nörgelei abgesehen, ist Totenprinz ein sehr sehr gutes Buch, das eine gewiss sehr aktuelle Gefahr unserer Zeit bestens aufgreift, und dessen unausgesprochene Warnung in hoffentlich vielen Köpfen noch lange widerhallt. Unbedingt lesenswert!

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