Christine Wirth

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Christine WirthDas Bildnis des Grafen
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Das Bildnis des Grafen
Das Bildnis des Grafen
 (3)
Erschienen am 13.11.2008
Christine WirthVom Ernst des Lebens
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Vom Ernst des Lebens
Vom Ernst des Lebens
 (2)
Erschienen am 28.06.2012

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Janine2610s avatar

Rezension zu "Das Bildnis des Grafen" von Christine Wirth

Anspruchsvoller historischer Krimi für daueraufmerksame Leser
Janine2610vor 4 Jahren

Der Inhalt:

England, Winter 1917.
Der französische Psychologe Gaspard Renoir wird vom Earl of Whitehurst nach Yorkshire beordert, um dessen kriegsgeschädigten Neffen Valentine zu kurieren.
Im Park des Herrenhauses trifft der Arzt Mallord Grimby, der Renoir und seinem Patienten den Aufenthalt in einem verwaisten Schloss anbietet, in dem Mallord früher beschäftigt war. Der Schlossherr Carrick Escaray verschwand auf rätselhafte Weise. Genauso rätselhaft erscheinen das Schloss selbst, Mallord und seine Umwelt. Als Renoir beginnt, über Escaray Hall und seine früheren Bewohner Nachforschungen anzustellen, stößt er im Dorf auf heftige Ablehnung und Unverständnis.
Ein Geheimnis umweht die Escarays, das offenbar eines bleiben soll. Auch der Landarzt Elwyn Hazelgrove – einst Ziehvater des jungen Carrick – scheint mehr zu wissen, als er preisgibt.
Nach und nach entwirrt Renoir mit Hilfe seines jungen Patienten das Geflecht zwischen den beiden seit Generationen verfeindeten Familien Whitehurst und Escaray.

Meine Meinung:

Wie sehr habe ich mich auf diesen historischen Krimi von der deutschen Autorin gefreut, ich bin ja bekanntermaßen eine richtige Liebhaberin dieses Genres. Leider fällt mein Endurteil nicht komplett positiv aus, aber dafür kann, die Geschichte an sich, nichts.
Ich habe sehr lange (gut zwei Wochen) an dem Buch gelesen und verstehe leider nicht so wirklich, warum. Das Buch ist zwar ziemlich schwer und deswegen recht unhandlich, hat jedoch "nur" 500 Seiten. Der Schreibstil ist sehr anspruchsvoll und fremdwortgeschwängert, was ein immer konzentriertes Lesen erforderte. Und genau das war bei das Problem. Ich war nicht immer ganz bei der Sache, weil es eben zeitgemäß geschrieben ist, mitunter lange, verschachtelte und komplizierte Sätze enthält und so einige Fremdwörter vorkamen, die mir nichts gesagt haben. (Und ich wollte besagte Wörter auch nicht so oft nachschlagen.) Dementsprechend lange habe ich also auch für eine Buchseite gebraucht, was meine insgesamt doch recht lange Lesedauer erklärt. Aber ansonsten enthält der historische Krimi eine wirklich gelungene Geschichte.

Der Psychologe Renoir versucht ja den jungen Valentine Whitehurst zu therapieren, weil bei diesem eine Art Geisteskrankheit vermutet wird. Er spricht nicht, ist total verängstigt und labil. Schön langsam dringt der Psychologe aber zu dem Jungen vor, er erkennt gewisse Parallelen, die ihn an sein eigenes Leben erinnern, ganz besonders an seine Zeit im Krieg. Mit Valentine gemeinsam, unter anderem auch mit Hypnose, und mit Aussagen von ein paar wirklich interessant beschriebenen Protagonisten gelangt Valentine bald wieder in die Realität und beginnt sich zu erinnern, was ihn in diesen bedauernswerten Zustand gebracht hat. Es entpuppt sich so einiges, wirklich Unvorhersehbares. Und wenn man meinte: DAS ist des Rätsels Lösung, dann kam schon bald wieder etwas Neues ans Licht und die damit verbundene Wendung trat ein.
Also fast ganz bis zum Schluss bin ich im Dunkeln getappt, was denn nun wirklich in Valentines Leben Schreckliches passiert und was wahr und was falsch ist. Erst das Ende bringt das lang ersehnte Licht ins Dunkel.
Und durchs ganze Buch, bzw. durch die ganze Geschichte zieht sich das Bildnis des geheimnisvollen Grafen, das von den meisten Leuten als recht unheimlich empfunden wurde, weil man das Gefühl hatte, als würde man von Carrick Escaray auf dem Porträt beobachtet werden. - Besonders, wenn es um dieses Bildnis ging, hat mich das ein bisschen an "Das Bildnis des Dorian Gray" erinnert. ;-)

Mit der einfallsreichen, unvorhersehbaren Geschichte war ich sehr zufrieden. Leider war beim Lesen oftmals höchste Konzentration gefragt, um immer alles voll und ganz mitzubekommen. Ich hatte schon bei einem nur kurzen Abschweifen das Gefühl, dass ich etwas Wichtiges verpasst habe. Und auch die Größe und das Gewicht des Buches waren manchmal störend.

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Rezension zu "Vom Ernst des Lebens" von Christine Wirth

gefühlvolles Paris
Floxinevor 5 Jahren

Ich war skeptisch wie mir dieses Buch gefallen würde. Lese ich doch eher Mainstreambücher in Richtung Thriller und Jugendbücher, aber es war eine sehr große Freunde, als ich merkte, wie sehr mir die Geschichte zwischen Rupert und Miles gefällt.
Von Anfang an gefiel mir der Schreib- und Sprachstil und das „weilerlesen-Gefühl“ verlor sich nie.
Ich tauchte in die Welt der beiden ein und war begeistert von der Tiefe der Charaktere . Alles wirkt wunderbar rund, harmonisch und flüssig. Ich fühlte mich nie außen vor, sondern immer mit dabei und das muss ein Autor sprachlich erst einmal beherrschen und Christine Wirth hat es mit diesem Roman bewiesen.
Oft musste ich schmunzeln, denn ich konnte mir die Art der Figuren, ihre Äußerungen und Mimiken genau vorstellen.
Diese Geschichte fesselte mich ,ohne dass sie Aktion oder Spannung enthielt, sie fesselte mich einfach durch den Stil und die intensiven und echt wirkenden Charaktere und ihr Handeln. Ich fand  alle Figuren sehr angenehm trotz ihrer unterschiedlichen Charaktereigenschaften, ob man sie nun mochte oder nicht, sie wirken einfach so real, dass man jeden mit seiner Art und Weise ins Herz schloss. Gisele sei zu erwähnen, die zwar ein Nebencharakter darstellt , die aber dennoch zwischen den Zeilen und mit ihrer Art zu reagieren viel mehr sagt als viele Beschreibungen und erklärende Sätze es getan hätten. Meiner Meinung nach auch wieder ein Zeichen des Könnens der Autorin, die diese Figur ohne viel Drumherum lebendig und voller hin- und hergerissener Gefühle darstellt.
Ein gewisses Thema zwischen den beiden männlichen Hauptpersonen spielt immer wieder eine Rolle und ich wusste nie ob es nur Andeutungen sind oder es sich wirklich in diese Richtung weiterentwickeln wird, ich war gespannt was sich daraus ergibt und fühlte mit ihnen mit, denn Gefühle zwischen Rupert und Miles spielen in diesem Roman eine große Rolle. Es wird immer nur angehaucht, nie offenbart und es wirkte nie zu viel sondern immer natürlich und rutschte nie in eine abgedroschene Schiene.
Zum Ende offenbart Miles dann Rupert doch, welches Geheimnis ihn bedrückt, auch wenn es ein anderes Geheimnis ist als ich vorweg dachte ,macht mich dieser Cliffhanger nun neugierig auf einen 2. Teil, und ich hoffe, dass sich die Autorin irgendwann dazu entschließt diese wunderbare Geschichte zwischen den beiden Männern weiterzuerzählen.
Auf ihrer Hompage und ihrem Blog findet man zu allen Büchern Leseproben.
www christinewirth.blogspot de
www christine2006 com

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