Christine Wollowski Ein Jahr in Brasilien

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Inhaltsangabe zu „Ein Jahr in Brasilien“ von Christine Wollowski

Christine Wollowski will es wissen: Im wirklich wilden Westen galoppiert sie durch Dornenbüsche und lernt die romantischen Gesänge der harten Cowboys kennen. Sie schnorchelt mit Schildkröten, tanzt Samba unterm Sternenhimmel und lässt sich im Rhythmus des Frevo über die Hügel treiben. Sie lauscht den Trommeln des Candomblé, trifft auf Gurus, die mit Immobilien handeln, und merkt immer wieder: Brasilien macht süchtig. Christine Wollowski hatte sich unsterblich in Brasilien verliebt. Im wirklich wilden Westen galoppiert sie durch Dornenbüsche und lernt die Gefahren Zuckerrohrschnapses kennen. Sie erfährt, dass die Brasilianer näher an ihren Göttern leben als die Europäer, sie schnorchelt mit Schildkröten, tanzt Samba unterm Sternenhimmel und lässt sich im Rhythmus des Frevo über die Hügel treiben. Sie lauscht den Trommeln des Afoxé, reist auf den Spuren von wilden Kakaopflanzen und trifft auf Gurus, die mit Immobilien handeln. Ein Jahr in Brasilien – ob das genügt?
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    Ein Jahr in Brasilien
    CHRISSYTINA

    CHRISSYTINA

    28. March 2016 um 15:25

    Christine Wollowski ist Journalistin und mit ihrem Umzug nach Brasilien erfüllt sie sich einen lang gehegten Traum. Sie möchte ein Jahr bleiben und nimmt uns mit auf ihre Reise. Zum Glück, denn es gibt sehr viel zu entdecken. Sie zieht auf die Insel Itamaracá in ein kleines Haus. Der fünfjährige Nachbarsjunge besucht sie sehr oft, und eines Tages bringt er ihr sogar einen Welpen mit. Christine schließt recht schnell einige Bekanntschaften, aus denen sich nach und nach Freundschaften entwickeln. Auf diese Weise entdeckt sie die Vorliebe der Brasilianer für Telenovelas (Sie berichtet sogar, dass es in Brasilien Zeitschriften gibt, die sich nur den Hauptdarstellern der Seifenopern widmen!). Außerdem stellt sie bald fest, dass einige ihrer Freundinnen sie vermutlich nicht ins Haus lassen würden, wenn sie gerade nicht perfekt geschminkt, frisiert und am besten auch manikürt wären. Brasilianerinnerinnen sind eben besonders eitel. Ich persönlich frage mich, wie sie das bei der Sommerhitze im Land schaffen. Und in der Regenzeit ist die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass sogar die Ledergürtel im Schrank grünen Schimmel ansetzen! Sie muss auch lernen, ihre Zunge ein wenig im Zaum zu halten, da sie bald feststellt, dass Braslilianer es nicht unbedingt schätzen, wenn man Offensichtliches ausspricht. Christine bleibt aber nicht nur auf ihrer kleinen Insel, sondern es zieht sie auch immer wieder in andere Teile Brasiliens. So reist sie beispielsweise auf die ehemalige Gefangeneninsel Fernando de Noronha, die 500 km weit im Atlantik liegt. Heute ist diese Insel eher den Schönen und Reichen vorbehalten. Christine unterhält sich jedoch auch mit einer Frau, die auf der Insel in einem Slum lebt und schon jahrelang auf bessere Zeiten wartet. Die Braslilianer sind sehr musikalisch und lieben bekannermaßen den Rhythmus. Deshalb gibt es ständig irgendwo Straßenfeste, wo Jung und Alt zusammen die traditionellen Tänze tanzen. Es existieren jedoch auch Schattenseiten, beispielsweise die Prostitution von Minderjährigen. Schon sehr junge Mädchen verkaufen sich vorzugsweise an weiße Touristen. Christine begleitet eine Weile eine Organisation, die sich dagegen einsetzt und Aufklärungsarbeit leistet. Außerdem unternimmt Christine eine Wüstenwanderung und nimmt an den fast obligatorischen Karnevalsfeierlichkeiten teil. Sie lernt Tauchen und begegnet dabei sogar Haien, besucht eine Auffangstation für Seekühe und fängt Krebse im Mangrovensumpf. Einen interessanten und gleichzeitig befremdlichen Teil bilden ihre Schilderungen afrikanischer religiöser Bräuche, an denen sie selbst teilnimmt. Gegen Ende ihres Jahres in Brasilien fliegt sie für einen Zeitungsartikel auf die 5000 km entfernte Insel Acre. Es soll um in Deutschland hergestellte Schokolade aus wildem Kakao gehen, der auf dieser Insel wächst. Sehr viele Menschen auf der Insel sind in irgend einer Form an der Kakaoernte beteiligt. Besonders traurig: Sie selbst könnten sich kaum eine Tafel Schokolade leisten. Christine Wollowski hat auf mich sehr sympathisch gewirkt. Sie scheint eine sehr bodenständige, naturverbundene Person zu sein. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, Brasilien durch ihre Augen zu entdecken. Von mir eine eindeutige Empfehlung für dieses Buch!

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