Christine Wunnicke Serenity

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Inhaltsangabe zu „Serenity“ von Christine Wunnicke

Was widerfährt einem verschrobenen Bibliotheksdirektor und philosophischen Dauer-Habilitanden, wenn ihn seine freakige Hilfskraft plötzlich an die Unergründlichkeit des Internets andockt? Christine Wunnicke bringt ihn fast um den Verstand. Ihr Held gerät beim Chatten nicht in eine Runde von Schopenhauer-Spezialisten, die sich über die »Welt als Wille und Vorstellung« austauschen, sondern an eine amerikanische Teenager-Bande. Der Bücherwurm mutiert vom Beobachter auf beklemmende Weise immer mehr zum Sekretär eins Gespenstes, und damit sind virtuelle und höchst reale Verwicklungen programmiert, die einen Philosophen glatt ins Irrenhaus bringen können ...

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  • Rezension zu "Serenity" von Christine Wunnicke

    Serenity
    Wilhelm83

    Wilhelm83

    12. September 2009 um 19:53

    Ein grießgrämiger alter Philosoph der zum erstenmal in seinem Leben Zugang zum jungen sprudelnden Internet erhält. Das kann ja nicht gut gehen, denkt sich jeder sofort und genau von dieser Prämisse geht die Autorin Christine Wunnicke in ihrer erfrischenden Groteske aus und spielt das Gedankenspiel einfach bis zum bitteren Ende durch. Zwei Welten prallen aufeinander als der Philosoph Varendorf, der üblicherweise auf seinem Balkon Schopenhauer und Heidegger liest, von seinem "Geek" Assistenten Urs einen Internetanschluss erhält. Nachdem der völlig unbeholfene Bibliotheksdirektor zuerst einmal versucht das Internet wie ein Buch zu konsumieren, indem er einfach alles anklickt was erscheint, landet er in einer Community von 15jährigen Mädchen aus aller Welt. Als seine Lieblingsfreundin ihr Tagebuch für Gäste sperrt, erfindet Varendorf sich ein hippes alter ego um auf die Freundesliste gesetzt zu werden: Serenity. Die Geburt eines neuen Wesens. Cogito ergo sum. Varendorf wird zum "Sekretär eines Gespenstes" und verbringt bald mehr Zeit mit Serenity als in seiner Bibliothek. Dabei lernt er eine völlig neue Welt kennen, die sich um sinnloses Surfen, esoterischen Kitsch und jede Menge Mangas und Kätzchen dreht. Schrill und abgehoben ist sie das Gegenteil der ruhigen Bibliothek und der gediegenen Lektüre bibliophiler Schopenhauerausgaben. In einer der besten Szenen beschäftigt sich Varendorf mit dem Manga Tokyo Mew Mew. Er, der üblicherweise stundenlang schwere Philosophie liest und bearbeitet, ist völlig ratlos. Auf seinem Balkon liest er 10 Bände des Mangas über den blauen Ritter und versteht kein Wort. Christine Wunnicke lässt zwei Welten in ihrer Groteske aufeinanderprallen und zeigt uns die amüsanten Interferenzen die beim Übertritt von der einen in die andere auftreten. Welche der Welten indes die bessere ist, lässt sie offen, denn schließlich hat die Welt der ewigen Dissertationen und stillen Bibliotheken auch ihre Verschrobenheiten. Der Roman zeigt uns scharfsinnig wie verrückt eine Kultur sein kann und das Fantasiewelten oft genau so ernst genommen werden wie die sogenannte Realität. Man muss sich nur in beiden zu behaupten wissen. Schon Schopenhauer sagte ja: "Die Welt ist meine Vorstellung [...]"

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