Christine von Brühl

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Neue Bücher

Gerade dadurch sind sie mir lieb
Neu erschienen am 14.09.2018 als Hardcover bei Aufbau Verlag.

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Christine von BrühlGebrauchsanweisung für Dresden
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Gebrauchsanweisung für Dresden
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 (5)
Erschienen am 01.05.2011
Christine von BrühlAnmut im märkischen Sand
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Anmut im märkischen Sand
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 (2)
Erschienen am 17.02.2017
Christine von BrühlDie preußische Madonna
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Die preußische Madonna
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Erschienen am 10.03.2015
Christine von BrühlGerade dadurch sind sie mir lieb
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Gerade dadurch sind sie mir lieb
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Erschienen am 14.09.2018
Christine von BrühlHimmel und Erde
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Himmel und Erde
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Erschienen am 01.03.2005
Christine von BrühlPrinz Heinrich im Spaziergang mit Theodor Fontane durch den Schlosspark Rheinsberg
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Christine von BrühlDRESDEN – Barockstadt Dresden und das Elbtal
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Neue Rezensionen zu Christine von Brühl

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Viv29s avatar

Rezension zu "Anmut im märkischen Sand" von Christine von Brühl

Unterhaltsame Reise durch 300 Jahre Hohenzollerngeschichte
Viv29vor 14 Tagen

In diesem ausgesprochen unterhaltsamen Buch werden die Lebensgeschichten der Hohenzollernehefrauen über 300 Jahre hinweg behandelt. Sechzehn vielseitige Kapitel bringen uns diese verschiedenen Frauen, ihre Ehen und ihre Lebensumstände näher und begleiten uns durch die Entwicklung, die Größe und den Untergang Preußens.

Jedem Kapitel ist eine Abbildung der jeweiligen Frau vorangestellt, ihr Leben wird auf etwa je dreißig Seiten erzählt. Dies geschieht in einem sehr angenehmen und gut zu lesenden Stil. Nicht trocken, sondern sehr lebendig werden hier Fakten vermittelt und die jeweilige Persönlichkeit erzählt. Man kann sich diese Frauen gut vorstellen. Auf ihr Elternhaus und die Bedingungen, in denen sie aufwuchsen, wird gut eingegangen und es ist interessant, mit welch unterschiedlich Voraussetzungen sie ihre Aufgabe als Landesmutter antraten und was sie aus ihrer Situation machten. Einige leisteten Erstaunliches, andere stellten sich widrigsten Umständen mit Haltung, wieder andere zerbrachen oder starben zu früh, um Bleibendes zu hinterlassen. Auch ihre Ehemänner werden hier von einer persönlichen Seite betrachtet, was eine neue Komponente in bekanntes Geschichtswissen bringt.

Detailwissen, insbesondere der historischen Begebenheiten, kann man aufgrund des Formats und der Vielzahl behandelter Biographien nicht erwarten, auch ist die Ausrichtung eher persönlich als geschichtlich. An manchen Stellen wurden mir epochale Ereignisse, wie die 1848er Revolution oder die Einigung Deutschlands 1871, viel zu kurz abgehandelt. Zwei, drei Sätze für auch das persönliche Leben dieser Frauen beeinflussende wichtige Geschichte sind zu wenig. Auch sonst fehlte es mir manchmal etwas an Details und an einigen Stellen ist zudem eine gewisse Schönfärberei nicht zu leugnen.

In den meisten Kapiteln wird das Schicksal der betreffenden Frau mit einem Schloß verknüpft. Dies ist als Fokus an sich nicht übel, aber oft nehmen die detaillierten Beschreibungen von Gebäuden, Räumen und Gärten sehr überhand und sind auch nicht immer interessant. Im Verhältnis zu interessanteren Informationen über Person, Ehe und geschichtliche Hintergründe wird diesen Beschreibungen eindeutig zu viel Raum gewidmet. Schon deshalb sind die hier vergebenen fünf Sterne nur knapp erreicht. Abgesehen vom letzten Kapitel enthält jedes Kapitel auch ein Foto des jeweiligen Gebäudes. Diese Fotos sind schwarz-weiß und ziemlich klein, manche auch recht dunkel, so daß sie nicht unbedingt zur ansonsten sehr schönen Gestaltung des Buches beitragen. Anstrengend ist es, wenn eines der Fotos dann noch en detail beschrieben wird.

Im Ganzen habe ich das Buch aber mit fast durchgehend großem Vergnügen gelesen, gerade auch wegen des zugänglichen Stils. Es ist ein empfehlenswerter Überblick über sechzehn Frauen, ihre Familien und Jahrhunderte preußischer Geschichte.

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HEIDIZs avatar

Rezension zu "Anmut im märkischen Sand" von Christine von Brühl

informativ und gleichzeit spannend
HEIDIZvor 2 Jahren

Von den Frauen der Hohenzollern erzählt Christine von Brühl in ihrem Roman mit dem Untertitel "Anmut im märkischen Sand"

 

Der Hohenzollern und Preußen stehen in engem Zusammenhang. Diese Dynastie prägte die Geschicke des Landes, wie keine andere. Was erst karg dalag, wurde zu einem imposanten Königreich mit militärischer Macht, aber auch Toleranz. Wissenschaft und Kunst wurden gefördert und so ist noch heute das kulturelle Erbe atemberaubend. Theater, Museen und Schloss- sowie Parkanlagen sind erhalten und erfreuen uns noch immer.

 

In diesem Buch geht es darum, zu erkunden, wie die Frauen der Hohenzollern-Dynastie die Geschicke beeinflussten, welche Ideen sie hatten und wie sie deren Entwicklung vorantrieben.

 

Lebendig geschrieben, hat mich dieses Buch beeindruckt. Wir steigen ein mit einem doppelseitigen Stammbaum der Dynastie, der einen prima Überblick vorab verschafft. Das Buch ist in 16 Kapitel gegliedert, die schrittweise die einzelnen Frauen dieser Dynastie - begonnen mit der großen Kurfürstin Louise Henriette von Nassau-Oranien (1627-1667) bis hin zu Kaiserin ohne Thron Hermine von Reuß ältere Linie (1887 - 1947). Jede Dame ist mit einem Porträt beginnend dargestellt.

 

Die textlichen Beiträge sind sehr verständlich und nachvollziehbar geschrieben, man kann die Personen gut einordnen, ihr Wirken begreifen und in den gesellschaftlich zeitlichen Kontext stellen. Ich finde, dass das Buch nicht wie ein Sachbuch geschrieben ist, sondern romanhaft und doch sachlich - der Spagat ist wunderbar geglückt, so mag ich geschichtlich biografisches Wissen gern aufnehmen. Hat wirklich Freude bereitet, dieses Buch zu lesen und mir viele Eindrücke vermittelt und Wissen rund um die Frauen der Hohenzollern.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Dresden" von Christine von Brühl

"Ist Dresden wirklich nur Kultur?"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Diese Frage fällt der Autorin auf der letzten Seite dieser Gebrauchsanweisung ein. Dort heißt es nämlich: "Meine Gebrauchsanweisung für Dresden besteht zum Großteil aus Betrachtungen über Architektur, Kunst, Theater, Ausstellungen, Geschichte, Musik, Essen, Sprache, Licht und Atmosphäre. Das klingt vielleicht ein wenig merkwürdig, wenn nicht gar einseitig. Ist Dresden wirklich nur Kultur? Interessieren sich die Dresdner, selbst die jungen, ausschließlich für Kunst und Musik, Architektur und Geschichte?"

Natürlich nicht. Zum Leidwesen solcher Menschen interessieren sich einige Dresdner auch für Fußball. Das muss man allerdings nicht in einem Reiseführer erwähnen, es sei denn, dass man in diesem Zusammenhang etwas mehr über die Menschen in dieser Stadt erfahren könnte. Als nämlich kürzlich der örtliche Zweitligist dazu verdonnert wurde, seine Zuschauer für ein Spiel auszusperren, kauften seine Anhänger über 30.000 Karten für ein Spiel, das sie nicht sehen konnten. Und das sagt sehr viel über die Dresdner aus.

Wenn es hart auf hart kommt, halten die Dresdner extrem zusammen. Sie lieben ihr Dresden auf eine fast kindliche Weise. Man kann die Beziehung der Dresdner zu ihrer Stadt nur schwer beschreiben. Klar aber ist, dass sie den normalen Rahmen deutlich sprengt. Dresden wird verehrt, fast wie eine Heilige angebetet. Das ist sehr sympathisch, macht vieles aber nicht gerade einfach. Beispielsweise trifft jeder Versuch, in der Innenstadt etwas zu bauen, das dem Vorhandenen widerspricht oder es gar verändert, auf erbitterten Widerstand.

Leider gelingt es der Autorin nicht besonders gut, diese gelegentlich irrationale Liebe der Dresdner zu ihrer Stadt zu beschreiben. Überhaupt hat man bei dieser Gebrauchsanweisung einige Male das Gefühl des Fremdelns. Ein Wunder ist das nicht, denn schließlich kommt die Autorin aus einer anderen Welt und hat nur ein paar Jahre im Elbtal gelebt, das in der untergegangenen DDR "Tal der Ahnungslosen" hieß, weil man dort kein Westfernsehen empfangen konnte.

Also schreibt Frau von Brühl über alles, was eine kunst- und kulturinteressierte Zugereiste so an einer zunächst fremden Stadt interessiert. Das Meiste kann man auch in einem sehr guten Reiseführer lesen. Und vermutlich sogar besser, denn die Autorin arbeitet sich recht selektiv durch ihre Interessensgebiete.

Beispielsweise erwähnt sie aus der facettenreichen Dresdner Theaterlandschaft lediglich das Tanztheater im Hellerauer Festspielhaus, das die meisten Besucher dieser Stadt wohl nie zu Gesicht bekommen werden. Ähnlich geht sie mit der Kneipenszene um. Dort spielt nur die Dresdner Neustadt eine Rolle. Inzwischen jedoch hat sich auch in der für Touristen sicher näheren Altstadt eine vielfältige Kneipenkultur entwickelt.

Das Buch wirkt wie eine Liebeserklärung an Dresden als Stadt. Aber das scheint nicht ganz der Zweck einer solchen Publikation zu sein. Auf das Besondere, das Eigentümliche dieser Stadt geht Frau von Brühl nur soweit ein, wie es zu ihr vorgedrungen ist. Das konnten andere Bücher dieser Reihe in anderen Fällen etwas besser. Natürlich kann man das der Autorin nicht zum Vorwurf machen, denn sie hat sicher mit bester Absicht aufgeschrieben, was sie mit Dresden verbindet.

Entstanden ist so ein ganz guter, aber selektiver Reiseführer zu Kultur und Geschichte Dresdens und seiner näheren Umgebung. Das Lebensgefühl in dieser Stadt und die Mentalität ihrer Bewohner trifft die Autorin dagegen kaum.

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