Christinie Grän

 3.6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Heldensterben.

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Heldensterben

Heldensterben

 (7)
Erschienen am 21.09.2010

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Rezension zu "Heldensterben" von Christinie Grän

Rezension zu "Heldensterben" von Christine Grän
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Inhalt:
Lucie ist ihres eigenen Lebens müde und hat daher den Entschluss gefasst ein Buch über berühmte Selbstmörder zu schreiben um sich bei Fertigstellung selbst das Leben zu nehmen.
Praktischerweise ist in Wien in den letzten Monaten die Selbstmordrate dramatisch angestiegen und auch ein paar lokale Prominente waren unter ihnen.
Damit sie sich jedoch so lange noch ihren Lebensunterhalt verdienen kann schreibt sie, für den impotenten Pornoproduzenten Ludwig, Drehbücher und verfasst Nachrufe.
Über Ludwig hat Lucie auch Anna kennengelernt, denn sie ist eine von seinen Schauspielerinnen, unbeschreiblich schön, leider jedoch lesbisch und nie so ganz bei der Sache.
Und dann wäre da noch Ado. Eine alte Jugendliebe von Lucie, der mittlerweile bei der Polizei arbeitet und den sie durch einen Zufall wiedertrifft.
Im Laufe der Zeit lebt sich das Vierergespann jedoch auseinander und jeder geht seinen eigenen Weg…

Meine Meinung:
Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch, da es eigentlich nicht wirklich in meine Lese-Schema passt, der Klappentext mich aber dennoch starkt angesprochen hat.
Vor allem die mit dem Selbstmord liebäugelnde Lucie hat es mir sofort angetan.
Das ganze Buch ist durchzoge von bittersüßem schwarzen Humor und einem herrlich österreichischen Flai, was hier und da auch immer mal wieder durch wienerische Dialoge unterstrichen wird.
In den einzelnen Kapitel wechselt unregelmäßig die Perspektive aus der erzählt wird, woran man sich jedoch spätestens nach dem ersten Durchwechseln gewöhnt hat, da jeder Charakter seine ganze eigene Sichtweise widerspiegelt.
Besonders spannend war auch die Entwicklung der einzelnen Protagonisten zu beobachten, sodass sich bei manchen ein Lebenswandel ergibt mit dem man anfangs nun wirklich so gar nicht gerechnet hätte.
Das einzige etwas störend abstruse ist die Rahmenhandlung bezüglich der sprunghaft angestiegenen Selbstmordrate in Wien, da diese keine rechte Aufklärung erhält und somit sehr gezwungen wirkt.
Dennoch muss gesagt werden, dass man dieses Buch selbstverständlich nicht all zu ernst nehmen darf, sondern selbst eine Ladung schwarzen Humor und einen Hang zum Makabren mitbringen muss um dieses Buch zu mögen.

Fazit:
Ganz klar etwas für die Schwarz-Humoristen unter uns. Für alle anderen: Finger weg!

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Keksisbabys avatar

Rezension zu "Heldensterben" von Christinie Grän

Rezension zu "Heldensterben" von Christine Grän
Keksisbabyvor 8 Jahren

Lucie hält sich über Wasser mit dem Verfassen von Nachrufen und dem Schreiben von Pornodrehbüchern. Das macht sie nur, um an ihrem Buch über berühmte Selbstmörder arbeiten zu können. Danach will sie sich umbringen. Da ist sie in bester Gesellschaft, denn in den letzten Monaten ist die Selbstmordrate in Wien sprunghaft angestiegen. Zu ihrem Bekanntenkreis gehören der impotente Pornoproduzent Ludwig, die überirdisch schöne lesbische Ana und der alkoholabhängige Polizist Ado. Die gestiegene Selbstmordrate bringt Lucie auf die Idee, die Grabreden zu schreiben und Ana als Aushängeschild zu benutzen. Tatsächlich verdienen sie auch viel Geld damit und gelangen zu einer Art Lokalberühmtheit, aber bald zerbricht die Gruppe an den unterschiedlichen Lebensvorstellungen und jeder der vier geht seine eigenen Wege.
Wer den herben Wiener Charme und das Makabre liebt, dem kann ich dieses Werk nur empfehlen. Den Anfang fand ich toll und jede der einzelnen Charaktere hatte seinen eigenen Charme. Am besten gelungen fand ich die verbitterte Professorin, die aus dem Altersheim mit ein paar Komplizen Zyankali übers Internet an Lebensmüde verhöckert. Aber ab der Hälfte stockt die Geschichte. Die Personen entwickeln sich nicht mehr großartig und dümpeln vor sich hin. Alles wird distanzierter erzählt und das Ende der Figuren eher lieblos abgehandelt. Aus dieser Geschichte hätte man einfach mehr rausholen können, da fehlte es an Pepp. Dieses Buch ist durchzpogen von Tot und Selbstmord , gespickt mit der Bissigkeit des Wiener Schmähs. Man sollte also schwarzen Humor und einen Hang zum Grotesken mitbringen, wenn man sich an das Werk von Christine Grän heranwagt. Ich war enttäuscht, aber jeder sollte sich seine eigenen Meinung bilden. Alles in allem ein nettes Buch, aber vom Hocker wirft es einen nicht, daher drei von fünf Sternen.

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