Christo Brand , Barbara Jones Mandela

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Inhaltsangabe zu „Mandela“ von Christo Brand

Nelson Mandela, Sohn eines schwarzen Stammesführers und großer Kämpfer gegen die Rassentrennung
in Südafrika. Christo Brand, ein weißer Bauernsohn, hineingeboren in die Kultur des
Apartheid‐Regimes. Diese beiden Menschen mit so ungleichen Voraussetzungen begegneten einander
im Gefängnis auf Robben Island: Mandela als lebenslänglich inhaftierter Freiheitskämpfer, Brand
als sein vom Staat rekrutierter Aufseher, der unter anderem den persönlichen Briefwechsel des
Häftlings zensieren musste. Der 60‐jährige politische Gefangene und der erst 19‐jährige Wärter
hätten erbitterte Feinde werden können. Doch zwischen ihnen entwickelte sich im Lauf eines
Jahrzehnts, das sie gemeinsam im Gefängnis verbrachten, eine außergewöhnliche Freundschaft. Die
Verbindung zwischen ihnen reifte durch viele Akte der Menschlichkeit und blieb auch nach Mandelas
Freilassung aufrecht.
Christo Brand erzählt in seinen Memoiren Anekdoten, über die er nie zuvor offen gesprochen hat.
Diese einzigartige Geschichte über seine Zeit mit Mandela gewährt bisher unbekannte intime
Einblicke in das Leben eines der größten politischen Vorbilder.

Ein Buch was lange nachwirkt

— Langeweile

Erschüttert und berührt. Absolut lesenswert.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

"Wenn er sich für dich interessiert, dann steigst du in der Achtung aller anderen." (S. 259)

— kvel

Ein Stück Geschichte, geschildert von einem Menschen, der Nelson Mandela in den Jahren seiner Gefangenschaft erleben und begleiten durfte.

— Sonja12345

Bewegende Biografie von dem Mann, der Mandela viele Jahre bewacht hat

— meggie3

Ein sehr subjektiver ungewöhnlicher Blickwinkel auf einen bemerkenswerten Mann und ein wichtiges historisches Kapitel!

— Antonella

Bücher über Nelson Mandela und auch von ihm gibt es einige, doch dieses beleuchtet das Leben des Gefangenen Mandela aus der Sicht seines Gef

— urmeli

Bewegend und emotional, genauso auch erschütternd. Die große Seele Mandelas wird hier gezeigt.

— Daphne1962

Ein tolles Buch über Menschlichkeit und eine ganz ungewöhnliche Freundschaft.

— Thala

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  • Lebenslange Freundschaft

    Mandela

    Langeweile

    01. March 2016 um 17:09

    Christo Brand ist 19 Jahre Nelson Mandela ist 60 Jahre, als die beiden unterschiedlichen Menschen sich kennenlernen. Dies geschieht auf Robben Island,wo Mandela 27 Jahre inhaftiert ist und Christo Brand als Gefängniswärter arbeitet.Die Beiden könnten kaum unterschiedlicher sein.Christo Brand wuchs als Sohn weißer Eltern den größten Teil seiner Kindheit auf einer kleinen Farm auf.Er hatte keine Berührungspunkte mit den Problemen der Apartheid.Seine Eltern haben ihn zu Respekt allen Menschen gegenüber,gleich welcher Rasse ,erzogen. Nelson Mandela kämpfte sein ganzes Leben für die Rechte der farbigen Bevölkerung. Der Autor schildert auf sehr einfühlsame Weise die Annäherung der beiden unterschiedlichen Menschen. Christo Brand ist bemüht seinem Gefangenen die Haft so angenehm wie möglich zu gestalten,dabei bedient er sich manchmal auch nicht legaler Mittel ,die seinen Job gefährden . Mit der Zeit nähern sich die Beiden immer mehr an und entwickeln trotz der Kluft - Gefangener und Wärter - eine Freundschaft die bis zum Tod Mandelas andauert. Vor dem Lesen dieses beeindruckenden Buchs war mir zwar einiges über das politische Leben,der Kampf gegen die Rassentrennung usw. bekannt ,der Mensch Nelson Mandela jedoch fremd. Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und spreche eine Leseempfehlung aus. Buchtitel: Mandela - Mein Gefangener, mein Freund

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  • Eine ganz besondere Freundschaft

    Mandela

    silencia86

    24. August 2015 um 11:48

    Christo Brand war viele Jahre Nelson Mandelas Wärter in verschiedenen Gefängnissen. In diesem Buch erzählt er wie er Mandela all die Jahre erlebt hat, was sie gemeinsam durchgemacht haben und wie er versucht hat, den politischen Gefangenen das Leben ein kleines bisschen angenehmer zu machen. Dabei bleibt Brand die ganze Zeit über sehr bescheiden, denn er ist sich bewusst, dass er trotz aller Freundlichkeit und allen Zugeständnissen immer noch ein Gefängniswärter war und in gewisser Weise das Apartheidsregime unterstützt hat. Er berichtet vom ersten Satz an sehr bewegend und gefühlvoll über diese Zeit und man merkt permanent die enge Verbundenheit zwischen ihm und Mandela. Und auch die Hochachtung seitens des Lesers wächst von Seite zu Seite vor diesem großen Mann, der immer seiner Linie treu geblieben ist, nie nachgegeben hat und schlussendlich sein Land versöhnen konnte. Brand gibt einen einzigartigen Einblick in all das Leid, dass Mandela erfahren muss, all die Missstände im Gefängnis auf Robben Island und die Regierung, die jahrelang versucht hat, Mandela zu brechen, es aber nie geschafft hat. Und wie viel es bedeutet, dass es jemanden gibt, der einem wohlgesonnen ist obwohl er als Feind gilt und wie viel selbst ein Stückchen Schokolade in einem tristen Alltag ausmachen kann. Das Buch hat mich gleichzeitig erschüttert und begeistert. Es ist nicht einfach nur eine Biographie, sondern es gibt einzigartige Einblicke "hinter die Kulissen" und das nicht einfach von einem Geschichtsschreiber, sondern von einem Menschen, der zu einem engen Freund geworden ist. Sehr empfehlenswert!

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  • Berührt

    Mandela

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. June 2015 um 23:40

    Als Christo Brand mit 19 Jahren seinen Dienst als Gefängniswärter antritt und Nelson Mandela und seinen Mitstreitern zum ersten Mal begegnet, ahnt er nicht, wie sehr das Leben dieser Männer zukünftig mit seinem eigenen verwoben sein wird. In diesem Buch berichtet er davon. Ich muss zugeben, dass ich mich mit der Lebensgeschichte Mandelas bisher nicht groß befasst habe. Natürlich war mir der Name ein Begriff, und ich kannte die beeindruckenden Eckdaten seiner Biographie - das war es aber auch schon. Dementsprechend erwartungsfrei bin ich mit diesem Buch gestartet. Die Geschichte hat mich tief berührt - die erschütternden Ungerechtigkeiten, die kleinen Gesten der Menschlichkeit, welche doch so großes Gefahrenpotential bargen und die Schilderung von Mandelas außergewöhnlichem Charakter haben mir mehr als einmal Gänsehaut und Tränen in den Augen beschert. Manchmal springt Brand für meinen Geschmack zu sehr zwischen den Ereignissen hin und her, aber das trübt das Gesamtergebnis nicht. Vielleicht hätte ich mich mit mehr Hintergrundwissen damit auch nicht so schwer getan. Auf jeden Fall: Klare Leseempfehlung!

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  • Eine Freundschaft

    Mandela

    monster

    26. March 2015 um 11:25

    Christo Brand wächst in Südafrika als Sohn eines Bauern auf und kann in der ländlichen Idylle anfangs frei von großem Rassendünkel eine glückliche Jugend verbringen. Erst als die Familie in die Stadt ziehen muss, bekommt er die Blüten der Apartheit vor Augen geführt. Als junger Mann bewirbt er sich für den Dienst im Gefängnis, weil er dem Wehrdienst entgehen will. So landet er auf Robben Island und lernt dort schnell den seit Jahren inhaftierten Nelson Mandela kennen. Christo ist beeindruckt von ihm und fängt an, ihm mit seinen beschränkten MItteln auf jede nur erdenkliche Art und Weise zu helfen und das harte Gefängnisleben zu erleichtern. Im Laufe der Jahre, die folgen, entwickelt sich daraus eine tiefe Freundschaft, über die Grenzen der Hautfarbe, des Alters und der Bildung hinweg. Christo Brand erzählt in seinem Buch auf angenehm schnörkellose Weise von seinem Leben und seiner Beziehung zu Nelson Mandela. Er beschreibt das Wachsen einer Freundschaft ohne sich selbst in ein all zu strahlendes Licht zu stellen. Die Geschichte geht zu Herzen, da sie ungewöhnlich ist und frei von Dünkel. Mandelas lange Haftstrafe ist keineswegs eine leichte gewesen und erst dem Ende zu bekommt er ein paar Vergünstigungen vor allem Dank Christo und dessen Hilfe. Dass Mandela ihn im Gefängnis schätzen lernt und erkennt, dass Brand anders ist, als viele andere weiße Südafrikaner, ist ebenso schön zu lesen, wie Mandelas Wunsch, auch nach seiner Freilassung mit Christo befreundet zu bleiben und seine Fähgikeiten zu nutzen für ein Ende der Apartheit. Das Buch ist zwar durchaus ein Sachbuch, vermeidet Pathos und aufgesetzte Theatralik, belegt Geschehnisse mit Bildern. Dennoch liest es sich fast wie ein Roman, leicht, spannend und informativ. Ich habe einiges über Südafrika und vor allem über Nelson Mandela erfahren, was ich noch nicht wusste. Die Entwicklung des Staates, die schließlich die Entlassung von Mandela möglich machte wird ebenso umrissen, wie Mandelas weiteren Werdegangund Christos Veränderung vom 19jährigen Jungspund zu einem klugen reifen Mann, der Mandela ein guter Freund war und diesen verehrte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Ich werde mir sicherlich noch weitere Lektüre über Mandela besorgen, da das Thema mich jetzt gepackt hat.

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  • Eine tiefe Freundschaft

    Mandela

    monster

    23. July 2014 um 09:57

    Christo Brand wächst in Südafrika als Sohn eines Bauern auf und kann in der ländlichen Idylle anfangs frei von großem Rassendünkel eine glückliche Jugend verbringen. Erst als die Familie in die Stadt ziehen muss, bekommt er die Blüten der Apartheit vor Augen geführt. Als junger Mann bewirbt er sich für den Dienst im Gefängnis, weil er dem Wehrdienst entgehen will. So landet er auf Robben Island und lernt dort schnell den seit Jahren inhaftierten Nelson Mandela kennen. Christo ist beeindruckt von ihm und fängt an, ihm mit seinen beschränkten MItteln auf jede nur erdenkliche Art und Weise zu helfen und das harte Gefängnisleben zu erleichtern. Im Laufe der Jahre, die folgen, entwickelt sich daraus eine tiefe Freundschaft, über die Grenzen der Hautfarbe, des Alters und der Bildung hinweg. Christo Brand erzählt in seinem Buch auf angenehm schnörkellose Weise von seinem Leben und seiner Beziehung zu Nelson Mandela. Er beschreibt das Wachsen einer Freundschaft ohne sich selbst in ein all zu strahlendes Licht zu stellen. Die Geschichte geht zu Herzen, da sie ungewöhnlich ist und frei von Dünkel. Mandelas lange Haftstrafe ist keineswegs eine leichte gewesen und erst dem Ende zu bekommt er ein paar Vergünstigungen vor allem Dank Christo und dessen Hilfe. Dass Mandela ihn im Gefängnis schätzen lernt und erkennt, dass Brand anders ist, als viele andere weiße Südafrikaner, ist ebenso schön zu lesen, wie Mandelas Wunsch, auch nach seiner Freilassung mit Christo befreundet zu bleiben und seine Fähgikeiten zu nutzen für ein Ende der Apartheit. Das Buch ist zwar durchaus ein Sachbuch, vermeidet Pathos und aufgesetzte Theatralik, belegt Geschehnisse mit Bildern. Dennoch liest es sich fast wie ein Roman, leicht, spannend und informativ. Ich habe einiges über Südafrika und vor allem über Nelson Mandela erfahren, was ich noch nicht wusste. Die Entwicklung des Staates, die schließlich die Entlassung von Mandela möglich machte wird ebenso umrissen, wie Mandelas weiteren Werdegangund Christos Veränderung vom 19jährigen Jungspund zu einem klugen reifen Mann, der Mandela ein guter Freund war und diesen verehrte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Ich werde mir sicherlich noch weitere Lektüre über Mandela besorgen, da das Thema mich jetzt gepackt hat

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  • Mandela - Mein Gefangener, mein Freund

    Mandela

    Astrid_91

    15. June 2014 um 23:11

    Dieses Buch hat mich beeindruckt. Alle meine Erwartungen, die der Titel, das Cover und die Leseprobe geweckt haben sind erfüllt worden. Es handelt sich hier um eine wirklich lesenswerte Biographie, geschrieben aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive. Der Titel weckt bereits das Interesse, scheinen doch die Begriffe Gefangener und Freund nicht miteinander vereinbar, aber Christo Brand belehrt den Leser eines Besseren. Die Erzählung beginnt mit der Schilderung von Christo Brands Kindheit und Jugend (mit Vergleichen zu Nelson Mandela) bis zu seinem Eintritt in den Gefängniswärterdienst. Dieser beginnt auf der unwirtlichen Gefängnisinsel Robben Island, abgeschnitten vom Rest des Landes, was vor allem den jungen Gefängniswärtern zu schaffen macht. Hier soll Christo Brand schließlich auf Nelson Mandela und weitere im Rivonia-Prozess Verurteilte treffen. Der politisch unbewanderte Christo Brand hat bisher noch nichts von diesen Männern gehört, er scheint bestens geeignet für seine neue Aufgabe. Allerdings haben Brands Eltern ihn Mitgefühl, Respekt vor dem Alter und keinerlei Rassismus vermittelt und diese Erziehung kann er auch in seiner Stellung als Wärter nicht vergessen. Die politischen Gefangenen begegnen Christo Brand ebenso mit Respekt und Höflichkeit, so dass sich mit der Zeit eine Freundschaft entwickelt, die nach der Verlegung der „Rivonier“ ins Pollsmoor-Gefängnis noch vertieft wird. Christo Brand beschreibt außerdem die restliche Zeit Mandelas im Gefängnis bis zu dessen Entlassung und darüber hinaus. Er erlebt die politischen Verhandlungen Mandelas und bleibt schließlich auch nach ihrer Haft mit den „Rivoniern“ befreundet. Dies ist die erste Biographie, die ich gelesen habe, weil ich bisher der Meinung war, Biographien seien nur Produkte der Eitelkeit, eine Meinung, die Nelson Mandela laut Christo Brand auch vertrat. Doch dieses Buch hat mir gezeigt, dass dies nicht der Fall ist, hier handelt es sich um eine Geschichte, die es wert ist, erzählt und gelesen zu werden. Viele werden wahrscheinlich den Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Buchs kritisieren, so kurz nach dem Tod von Nelson Mandela. Ich glaube allerdings nicht, dass Christo Brand dieses Buch geschrieben hat, um sich selbst zu bereichern. Eher denke ich, dass die Idee, dieses Buch zu schreiben schon länger in ihm gereift ist, vor allem angeregt durch viele Besucher der Gedenkstätte auf Robben Island. Man kann dem Buch meiner Meinung nach entnehmen, dass es sich bei Christo Brand um einen bescheidenen, sehr anständigen Menschen handelt, der ohne Zuspruch von anderen wahrscheinlich kein Buch geschrieben hätte. Auch scheint er der Meinung zu sein, eher zu wenig Menschlichkeit bei der Behandlung seiner Gefangenen gezeigt zu haben und wirkt überrascht darüber, mit wie viel Freundlichkeit ihm im Gegenzug begegnet wird. Dieses Buch ist eine Hommage an Nelson Mandela, doch auch Christo Brands Rolle in dieser Biographie hat mich sehr beeindruckt. Dieses Buch ist absolut lesenswert und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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  • Madiba und der Wicht

    Mandela

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. May 2014 um 14:05

    Mein Gefangener, mein Freund – Anmaßung und Widerspruch? Nicht nur diese Frage stellt sich der Leser dieser besonderen Autobiographie. Sehr genau und eindringlich beschreibt Gefängniswärter Brand seinen eigenen Lebensweg, den Weg, der ihn zu Mandela führte. Viel Selbsthuldigung schwingt mit, wenn er die gemeinsamen Jahre Revue passieren lässt. Kann dies wirklich eine gleichberechtigte Freundschaft gewesen sein oder handelte es sich lediglich um ein falsch interpretiertes Abhängigkeitsverhältnis? Brand, im Apartheids-Regime aufgewachsen, hat nie Fragen gestellt. Wie fast alle Weißen nahm er hin, was geschah. Aufgrund seiner Menschlichkeit gegenüber Mandela hält er sich zwar für mutig, doch wirklich couragiert war er in seinen Handlungen nie, wurde doch nie ein wirkliches Opfer, ein wirkliches Eintreten von ihm abverlangt. Ob er in seinem Wesen, seinen Überzeugungen Mandela überhaupt annähernd ebenbürtig war und welche Rolle er tatsächlich in dessen Leben spielte, ist fraglich und wird jeder Leser selbst für sich beantworten.

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  • "Wenn er sich für dich interessiert, dann steigst du in der Achtung aller anderen." (S. 259)

    Mandela

    kvel

    24. May 2014 um 22:07

    In dieser gut verständlich geschriebenen Autobiographie berichtet Herr Christo Brand aus seiner Zeit als Gefängniswärter der politischen Gefangenen Nelson Mandela sowie dessen Weggefährten. Er erzählt aus seiner Sicht über die Zeit als er den Gefängnisdienst begann und über die Freundschaft zu Nelson Mandela, welche über die Dauer dessen Gefängnisaufenthalts hinaus bestehen blieb. Herr Brand ist nach seinem Gefängnisdienst auf Roben Island nach vielen Jahren dorthin zurückgekehrt. Nun hält er Führungen für Besucher in dem ehemaligen Gefängnis für politische Gefangene, das inzwischen eine Gedenkstätte ist, und berichtet dort von seiner Zeit mit Mandela: "Meine Gefangenen seien niemals gewöhnliche Verbrecher oder Räuber, sondern idealistische Opfer gewesen. Schaut sie euch heute an, fordere ich meine Zuhörer auf. Sie werfen sich nicht in Positur und halten keine großen Predigten. Ich selbst könne mir natürlich nichts von dem, was aus Mandela und den Rivonierern geworden sei, als Verdienst anrechnen. Ich hätte nur die Vorschriften ein wenig zu ihren Gunsten zurechtgebogen." (S. 265) Allerdings habe ich mich beim Lesen manches Mal gefragt, ob hier nicht im Nachhinein sich einiges schöngeredet wurde?! So z.B. bereits im ersten Kapitel als Hr. Brand aus seiner Kindheit erzählt: "Bei aller Großzügigkeit konnte mein Vater aber auch sehr streng sein. Ich musste auf die harte Tour lernen, dass ich mich gegenüber älteren Leuten egal welcher Hautfarbe stets respektvoll zu verhalten hatte. Mein Vater hörte eines Tages, wie ich einen älteren schwarzen Arbeiter anschrie. Wir brachten gerade Kühe in einen Kral und ich gebrauchte unanständige Wörter. Mein Vater tobte. Er bestrafte mich mit einer Sjambok, einer Peitsche, und wiederholte dabei ständig, wir müssten ältere Menschen achten. Die Farbe ihrer Haut spiele keine Rolle. Sie ginge nicht ab und außerdem seien Schwarze und Farbige genauso Menschen wie wir." (S. 23) So ein Benehmen geht gar nicht - niemanden gegenüber. Auf S. 26 / 27 erzählt Herr Brand, dass er Arzt spielte bei der Eignungsprüfung für die Ausbildung zum Gefängniswärter, weil der echte Arzt nicht kommt und er den gleichen Nachnamen hatte. Da dachte ich beim Lesen: Eijeijei - fällt das denn niemandem auf? Und dies könnte man eigentlich auch fast schon als kriminell bezeichnen, oder? Und als er dann noch auf S. 26 berichtet: "Trotz unserer mangelnden Tauglichkeit zum Dienst wurde uns bei der Ausbildung nichts geschenkt.", fragte ich mich beim Lesen, wem solle hier aus welchem Grund etwas geschenkt werden?! Die Aufgabe von Hr. Brand und den anderen Gefängniswärtern bestand auch darin, die Post von und zu den Gefangenen zu zensieren. Auf S. 88 meinte er über nicht zugestellte Briefe: "Das alles gehörte zu den willkürlichen Schikanen einer paranoiden Regierung." Ich für meinen Teil denke eher, dass dies die willkürliche Schikane der ausführenden / bevollmächtigten Personen / Beamten sei und hätte mir evtl. etwas mehr Zivilcourage gewünscht, wenn den Betreffenden schon bewusst ist, dass "die Beamten von der Sicherheitspolizei Briefe der Häftlinge wegwarfen." (S. 88) Auf S. 127 beschreibt Hr. Brand das Gefängnisleben im Allgemeinen und Besonderen: "Einen dieser typischen Bandenmorde habe ich einmal sogar selbst gesehen. Ein neues Gangmitglied bekam den Befehl, ein ganz bestimmtes Opfer zu töten und zu verstümmeln. Er schnitt ihm mit einem Messer die Brust auf, riss sein Herz heraus und verspeiste es vor den Augen seiner Gang-Kameraden. Ein anderes Mal schob ich in Pollsmoor als Aushilfe in der Abteilung Dienst, in der die harten Berufsverbrecher untergebracht waren. Als ich eine Zellentür öffnete, lag in der Toilettenschüssel ein abgeschnittener Kopf. Sieben Gefangene hatten einen Mithäftling umgebracht und dessen Körper zerschnitten, um seine Einzelteile im Klo hinunterzuspülen. Dagegen lasen meine Gefangenen, die angeblich die gefährlichsten Männer der Welt waren, in Lexika, büffelten für ihre Abschlussexamen und spielten in der Sonne Tischtennis." Sorry, ich möchte Herrn Brand nicht zu nahe treten oder ihn oder seine Persönlichkeit in irgendeiner Weise angreifen oder schlecht reden, aber an einigen Stellen des Buches hatte ich den Eindruck, dass entweder versucht wurde aus allen möglichen Situationen seine Gutherzigkeit herauszustellen, oder dass sich bei der Erinnerung an Ereignisse in der Vergangenheit die rosarote Brille eingeschlichen hat. Jedenfalls ist mir diese Glorifizierung von Herrn Brand an einigen Stellen im Buch etwas aufgestoßen. Aber es geht hier um das Buch. Und das Sachbuch hat auf jeden Fall einige interessante Details zu bieten! Und ist somit auf jeden Fall empfehlenswert für Leser, die gerne mal ein Sachbuch mit politischen und persönlichen Informationen zur Hand nehmen.

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  • Faszinierender Einblick in Mandelas Gefängnisalltag

    Mandela

    marialein

    17. May 2014 um 12:47

    Als Christo Brand seine Gefangenen anvertraut werden, hat er keine Ahnung, mit wem er es zu tun hat. Sie seien die gefährlichsten Terroristen des Landes, ist alles, was er erfährt. Er ahnt nicht, dass die Gruppe älterer Männer sich für das Ende der Apartheid einsetzen und Jahre später Geschichte schreiben werden. Mit gerade mal neunzehn Jahren tritt Brand seinen Dienst als Gefängniswärter auf Robben Island an. Diesen Beruf hat er gewählt, um der Wehrpflicht zu entkommen. Mit großem Pflichtbewusstsein und Respekt für die Gefängnisvorschriften geht er die Arbeit an, bleibt sich selbst aber stets treu. Seine erste Begegnung mit Nelson Mandela verläuft vollkommen anders, als er erwartet hatte. Dieser charismatische Mann begegnet ihm nicht nur überaus freundlich, sondern interessiert sich aufrichtig für Brand als Person und für sein Leben. Der Gefängniswärter ist schnell unter seinem Charme. Auch in anderer Hinsicht ist Mandela kein gewöhnlicher Gefangener. Sein Beharren auf körperliche und geistige Betätigung und einen gesunden Lebensstil erscheinen dem Gefängniswärter anfangs seltsam für jemanden, der doch den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen soll... In Mandela. Mein Gefangener, mein Freund prallen Welten aufeinander. Es ist faszinierend, wie sich im Laufe der Zeit eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Gefängniswärter und Gefangenem entwickelt, die auch fortbesteht, als Mandela längst freigelassen wurde. Brand erzählt sowohl kleine, teilweise sehr lustige Anekdoten seiner Arbeit als Gefängniswärter, als auch historische Details und eigene Gedanken und Eindrücke. Auch von seinem Privatleben bekommt der Leser einen Eindruck. Und man kommt nicht umhin, diesen Mann zu bewundern. Zwischen all den strengen Vorschriften und äußeren Zwängen findet er die Möglichkeit, nicht nur die ihm eingebläuten Vorurteile gegenüber seinen Gefangenen zu überwinden, sondern auch, ihnen den Alltag so angenehm wie nur möglich zu machen. Diese ungewöhnliche "Biographie" ist nicht nur unglaublich spannend, sondern lässt einen zudem an das Gute im Menschen glauben. Eine sehr bereichernde Lektüre, die einem nicht nur Neslon Mandela näher bringt, sondern auch diesen unscheinbaren Held, der auf seine Weise dem Apartheid-Regime trotzt.

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  • Südafrika

    Mandela

    Sonja12345

    14. May 2014 um 13:48

    Dieses Buch ist wirklich ein Stück Geschichte. Christo Brand war Gefängnisaufseher von Nelson Mandela. Er hielt seine Erinnerungen in "Mandela - mein Gefangener, mein Freund" fest. Weil er trotz seiner Aufgaben seine Menschlichkeit nicht vergessen hat, wurde er über die Jahre ein guter Freund Mandelas. In den dunkelen Stunden der Gefangenschaft waren auch die kleinsten Gesten besonders wertvoll, um die Hoffnung am Leben zu halten. Gleichzeitig gibt Christo Brand einen Einblick in die politische Entwicklung Südafrikas, weil die Behandlung Nelson Mandelas eng mit der Entwicklung der Apartheid zusammenhing. Der Autor selbst ist ein Weißer. Aber Christo Brand wuchs auf einer Farm auf, und seine Eltern brachten ihm Respekt vor allen Menschen bei. Für ihn war die Apartheid nicht so präsent wie in den großen Städten, obwohl sie sich natürlich auch im ländlichen Bereich auswirkte. Für Brand war sein Dienst ein Drahtseilakt zwischen seinen Vorgaben und seinem Gewissen. Seine Arbeit brachte ihn mit vielen historischen Persönlichkeiten zusammen, und durch seine außergewöhnliche Menschlichkeit verdiente sich Christo auch ihren Respekt. Mit viel Ehrlichkeit schildert der Autor die Haftbedingungen der Häftlinge, das Miteinander, aber auch die Entwicklungen außerhalb des Gefängnisses. Auch als Mandela mehrfach verlegt wird, bleibt Christo an seiner Seite. Beide Männer sind sehr besondere Menschen, und es hat mich tief berührt, Ich fand es sehr interessant, aus einer solchen Perspektive in die Geschehnisse schauen zu können. Und ich bin sehr froh, dass es auch an den düstersten Orten Menschlichkeit und Hoffnung geben kann.

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  • Mandelas Gefängniswärter erzählt

    Mandela

    meggie3

    13. May 2014 um 14:30

    Als ich zunächst von diesem Buch gehört habe, wollte ich es aus zwei Gründen erst gar nicht lesen: Ich erwartete eine dieser Biographien, die gleich nach dem Tod einer berühmten Persönlichkeit erscheinen, um einen Bestseller zu landen. Außerdem wollte ich kein Buch lesen, in dem sich ein Gefängniswärter als Menschenfreund präsentiert. Der Beginn der Biografie schildert aber vielmehr das Leben eines weißen Jungen, der in die Apartheid hineingeboren wird und vieles zunächst gar nicht wirklich mitbekommt. Mit der Eskalation der Gewalt und der menschenverachtenden Politik der Homelands verschlechtern sich auch die Lebensbedingungen der eher armen weißen Bevölkerung. Aus Unwissenheit und absoluter Naivität landet dieser Junge - von einem Mann kann man bei diesem knapp 20jährigen wirklich nicht sprechen - als Gefängniswärter auf Robben Island. Fast schon anrührend, wie er seinen Weg dorthin beschreibt. Sein erstes Zusammentreffen mit dem damals bereits 60jährigen Nelson Mandela, der ihm als einer der gefährlichsten Männer überhaupt angekündigt wird, hat so gar nichts Beunruhigendes. Auch die anderen Terroristen sind anders als erwartet. Völlig isoliert auf dieser unwirtlichen Insel, gibt es durchaus Parallelen im Leben der Gefängniswärter und der Gefangenen. Daraus entstehen im Laufe der Zeit – natürlich verbotene - gemeinsame Freizeitgestaltungen im Rahmen der engen Möglichkeiten. Der junge Gefängniswärter ist sich seiner Rolle bewusst, setzt sich aber zunehmend über die auch von ihm als unmenschlich empfundenen eng gesteckten Grenzen hinweg... Christo Brand beschreibt die verschiedenen Gefängnisse und Haftbedingungen, die Nelson Mandela und seine Weggefährten zu erdulden hatten. Besonders berührend sind die Beschreibungen der persönlichen und familiären Beziehungen dieses bedeutenden Mannes und seiner Mitstreiter. Doch auch die eigene Familiengeschichte erzählt Christo Brand, ebenso wie seine Wahrnehmung des Endes der Apartheid. Die Sprache und der Erzählstil sind einfach, gelegentlich springt die Erzählung allerdings auch. Da ich noch sehr jung bin, waren mir viele Namen nicht bekannt. Deshalb habe ich ein Glossar mit den wichtigsten Personen und Ereignissen schmerzlich vermisst. Davon abgesehen habe ich dieses Buch aber wirklich gerne gelesen und einiges über diese wichtige politische Phase gelernt. Die ganz andere Beschreibung des Menschen Nelson Mandela erklärt vielleicht auch, warum dieser Mann von so vielen so bewundert wurde…

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  • Mandela und sein Gefängniswärter - eine alternative Biografie

    Mandela

    Antonella

    13. May 2014 um 10:50

    Die Zeit Mandelas im Gefängnis aus der Sicht des weißen Gefängniswärters - das kann auch ganz furchtbar sein. Aber in dieser Biografie lässt schon das Vorwort von Ahmed Kathrada jeden Zweifel dahinschmelzen. Der Autor scheint tatsächlich mit den Gefangenen mitgefühlt und Menschlichkeit in einer Zeit gezeigt zu haben, als Schwarze in Südafrika nicht als Menschen galten. Der Rückblick auf seine Kindheit im ländlichen Südafrika und die historischen Ereignisse, die Brand in seiner Biografie beschreibt, rufen den zeitlichen Ablauf wieder ins Gedächtnis bzw. lassen überhaupt erst ein Bild beim Lesen entstehen. Als Christo Brand seinen Dienst als Gefängniswärter auf der Insel Robben Island beginnt, hat er keine Ahnung, worauf er sich da einlässt. Gerade 19 Jahre alt und politisch eher unbedarft, hat er sich für diesen Weg nur entschieden, um nicht in die Armee oder zur Polizei zu müssen. Nelson Mandela und die anderen inhaftierten ANC-Mitglieder könnten altersmäßig Christo Brands Großväter sein. Zu Respekt und Achtung vor allen Menschen und insbesondere Älteren erzogen, muss dieser junge Mann plötzlich alles Gelernte über Bord werfen. Im Laufe der Zeit findet er aber Nischen im Gefängnisalltag, um den Gefangenen ihr Dasein etwas erträglicher zu machen. Man erfährt vieles über den Menschen Mandela außerhalb seiner Rolle als politischer Führer. Seine Liebe zum Gärtnern, seine Besessenheit von körperlicher Fitness, aber auch der Familienmensch Mandela wird beschrieben. Während im ersten Teil eher der normale Gefängnisalltag auf Robben Island beschrieben wird, steht später die zugespitzte politische Situation Südafrikas und die Auswirkungen auf die Gefangenen im Mittelpunkt. Nelson Mandela wird stärker als der politische Stratege dargestellt, ohne dabei aber seine menschlichen Stärken und Schwächen aus dem Blickwinkel zu verlieren. Auch als Mandela an der Spitze Südafrikas steht, verlieren der ehemalige Häftling und sein Gefängniswärter sich nicht aus den Augen. Jetzt sind die Vorzeichen aber verändert, und Christo Brand erhält nicht nur einmal berufliche und persönliche Unterstützung durch Nelson Mandela oder die anderen ehemaligen politischen Häftlinge. Ergänzt wird der Text durch zwei Fotoblöcke, die sowohl Mandela als auch Christo Brand mit Familie zeigen. Das Cover, das Mandela in der typischen Pose mit hochgereckter Faust zeigt, ist angenehm schlicht und passt perfekt zu einer Biografie. Geschrieben ist das Buch in sehr einfacher, leicht lesbarer Sprache. Es gibt zwar durchnummerierte Kapitel, aber leider keine inhaltlichen Überschriften. Das hätte das Nachschlagen bestimmter Ereignisse erleichtert. Eine Zeittafel im Anhang gibt es ebenfalls nicht. Das sind aber auch die einzigen Kritikpunkte, ansonsten habe ich dieses Buch wirklich gerne gelesen und werde es auch weiterempfehlen!

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  • Eine andere Sicht auf das Leben rund um die Zeit der Apartheid

    Mandela

    Labradoria

    25. April 2014 um 14:45

    Zur Optik brauche ich bei dieser Thematik glaube ich nichts sagen, aber wenn  man das Buch in Händen hällt wirkt es schon "emotional" auf einen. Das Buch an sich war schön zulesen. Der Autor hat seine Geschichte rund um Neslon Mandela und die Apartheid schön rüber gebracht und mir wurde beim lesen auch überhaupt nicht langweilig. Inhaltlich erleben wir einen Einblick in das Leben von Christo Brand und seine Erfahrungen und die Beziehung zu Nelson Mandela und seinen Anhängern. Von der Kindheit auf (wo er noch nichts von  Rassentrennung wusste) bis zu seiner Anstellung und somit dem Kennenlernen der Gefangenen des Rivonia-Prozesses (u. a. Nelson Mandela) auf Robben Island und anschließend Pollsmoore lernen wir den sympathischen Gefängniswärter und auch die Gefangenen besser kennen. Auch ohne "Vorkenntnisse" und einfacher Neugierde erfährt man auch mehr über die politischen Hintergründe und somit zum ANC, und dem Apartheid-Regime. Es ist nicht von Fakten überladen und daher ein gelungenes, und emotionales Buch, welches mit dem Tod von Nelson Mandela anschließt. Fazit: Sehr schön und informativ.

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  • berührende Begegnung mit Nelson Mandela

    Mandela

    irismaria

    18. April 2014 um 17:35

    Nelsons Mandelas Weg habe ich seit den 80er Jahren verfolgt als er noch im Gefängnis saß und sich Musiker für seine Freilassung einsetzten. Er ist für mich eine der Symbolfiguren des letzten Jahrhunderts, der zeigt, dass sich in einer Gesellschaft etwas verändern kann. Daher würde ich sehr gerne dieses Buch über ihn lesen. Es ist aus der Sicht seines Gefängniswärters Christo Brand geschrieben. Brand war als junger Mann Wärter auf Robben Island und durch den Kontakt zu Mandela bekam er auch einen Einblick in die Ziele dieses Mannes. Ich fand sehr interessant, wie brand zu diesem Job kam: Um nicht in die Armee zu müssen, bewarb er sich für eine Ausbildung als Gefängniswärter und kam mit 19 Jahren nach Robben Island. Er war in einer unpolitischen Familie aufgewachsen und hatte keine eigene Meinung zur Rassentrennung. Die Darstellung der Begegnung zwischen Gefangenem und Wärter die Leseprobe ist berührend und einfühlsam geschrieben. Daneben erfährt man viel (mir etwas zu viel) über die Geschichte Südafrikas.

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  • Ein tolles Buch über Menschlichkeit

    Mandela

    Thala

    13. April 2014 um 17:33

    Christo Brand, Mandelas Gefängniswärter, beschreibt in diesem Buch mit Hilfe von Barbara Jones seine Beziehung zu Nelson Mandela. Zum Cover: Den Titel des Buches finde ich sehr gelungen, allerdings passt meines Erachtens das Cover nicht ganz. Thematisch passender hätte ich ein Bild von dem jungen Brand in Gefängnisuniform oder ein Bild von Mandela im Gefängnis gefunden. Das gewählte Bild sieht mir zu sehr nach Wahlkampfrede aus und erinnert mich eher an Barack Obama als an Nelson Mandela. Inhalt: Brand beschreibt sehr detailliert den Gefängnisaufenthalt auf Robben Island und Pollsmoor. Ich hätte mir vielleicht zu Anfang eine kurze Übersicht über die Stationen in Mandelas Leben gewünscht, denn die Kapitel sind nur numeriert und tragen keine Überschriften. Wir erfahren, wie Mandela immer ruhig blieb und niemals zur Gewalt aufrief. Er scheint eine extrem charismatische Persönlichkeit gewesen zu sein und lebte eine natürliche „Leadership“. Egal ob in seiner Partei oder im Gefängnis, er wurde immer zum Führer einer jeweiligen Gruppe benannt, ohne sich groß dafür anzustrengen. Trotz 26 Jahre in Haft hat er es geschafft, nicht als gebrochener Mensch aus dem Gefängnis zu gehen. Es hat bei mir einen großen Eindruck hinterlassen, dass er es auch im Gefängnis geschafft hat, sich weiterzubilden und zu studieren, im Geist immer wach zu sein. Die Beziehung zu seiner Frau Winnie, die er anfangs nur alle 6 Monate (!) sehen durfte, war auch alles andere als einfach. Trotzdem hat sich Mandela nie aufgegeben und versuchte stets, das Beste aus einer Situation zu machen. Ich bewundere diesen außergewöhnlichen Optimismus und denke, dass ich selbst niemals in der Lage gewesen wäre, mich in 26 Jahren völliger Isolation nicht aufzugeben. Das Buch fand ich sehr interessant und es hat mir geholfen, in Mandela nicht nur einen politischen Führer zu sehen, sondern einen ganz besonderen Menschen mit unglaublicher Willensstärke. Auch die Tatsache, dass er nach seiner Entlassung noch mit seinem Gefängniswärter befreundet war, verwunderte mich etwas. Er scheint tatsächlich ein Herz voller Güte zu haben. So mancher hätte versucht, alle Erinnerungen an die Zeit im Gefängnis aus dem Gedächtnis zu löschen. Gleichzeitig hat bewundere ich auch Brands Verhalten, gegen den Strom zu schwimmen und nicht die Regeln der Apartheidspolitik zu akzeptieren. Fazit: Ein berührendes Buch über eine außergewöhnliche Freundschaft und Menschlichkeit in unmenschlichen Zeit. Das Buch sei allen ans Herz gelegt, welche sich für Apartheid und das Leben von Mandela interessieren.

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