Dominik Dornach, Band 6: Informanten der Polizei leben gefährlich, insbesondere wenn sie in Verbindung mit einem kriminellen deutscharabischen Familienclan stehen, der sich in Solothurn breit macht. Leider sind dem Clan die Machenschaften nicht so einfach zu beweisen. Eine Informantin stirbt wenige Stunden, nachdem sie nicht zu einem vereinbarten Treffen gekommen ist. Am nächsten Tag wird ein toter Mann aufgefunden. Die einzige Verbindung scheint der Familienclan zu sein. Dominik Dornach und sein Team nehmen die Ermittlungen auf; Dornach weiss noch nicht, dass seine Vergangenheit eine grosse Rolle spielt…
Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover mit dem Nebel, der sich über das Darunterliegende legt – gefällt mir.
Dies ist Band 6 einer Reihe; er kann ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Für mich war es ein Wiedersehen mit Altbekannten. Es ist für mich immer etwas merkwürdig, Geschichten über Solothurn zu lesen, da ich viel dort bin (selbstverständlich ist mir bekannt, dass die vorliegende Geschichte Fiktion ist, ansonsten wäre mir das „Pflaster“ viel zu heiss).
Eine Studentin, die in Solothurn wohnt, ist Informantin der Polizei. Üblicherweise ist sie pünktlich zu den Treffen gekommen, dieses Mal jedoch nicht. Sie wird schwerverletzt aufgefunden, verstirbt sodann. Die Wohnung ist verwüstet. Ein Einbruch, der ausgeartet ist? Eher nicht, da Geld herumliegt. Wer könnte es auf sie abgesehen haben? Die Ermittlungen kaum aufgenommen, wird am nächsten Tag ein weiterer Leichenfund vermeldet, dieses Mal ein Mann. Dominik Dornach und sein Team stehen vor einem grossen Rätsel. Aber sie sind ein eingespieltes Team, mit Ausnahme der neuen Staatsanwältin, die Dominik nicht leiden kann. Dies ist ein weiteres Rätsel für ihn. An dieser Beziehung muss er arbeiten, aber aktuell gilt es, die beiden Todesfälle aufzuklären.
Wie schon beim letzten Buch war auch das vorliegende sehr komplex. Wirklich ausnehmend komplex. Ich habe aufgehört, mir die ganzen Protagonisten und deren Verbindungen aufzuschreiben. Ich hatte bereits im letzten Band meinen zunehmenden Unmut mit Pia, Dominiks Tochter, bekundet: Sie ist erwachsen, alleinerziehende Mutter des kleinen Mirio, verhält sich aber zuweilen, als wäre sie ein Teenager, der keine Verantwortung hat und nur impulsiv handelt. Sie mischte wiederum zünftig mit, was die Story zwar unterhaltsamer aber auch zugleich unrealistischer machte. Sie meint, sie wisse besser als langjährige Polizisten, wie ein Fall zu lösen ist und voilà: Gefahr! Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, war spannend, aber für meinen Geschmack (und für die Ambassadorenstadt Solothurn) ein bisschen zu viel. Von mir gibt es 4 Sterne.
Christof Gasser

Lebenslauf
Christof Gasser, geboren 1960, in Zuchwil bei Solothurn, war lange in leitender Funktion in der Uhrenindustrie tätig und arbeitete viele Jahre als Betriebsleiter in Asien und unterrichtete nebenamtlich als Dozent an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Heute ist er als freischaffender Schriftsteller tätig. Seine seit 2016 veröffentlichten Krimis mit dem Schweizer Ermittler Dominik Dornach aus Solothurn sowie die ersten beiden Bücher der Reihe um die Journalistin Cora Johannis figurierten jeweils während mehreren Wochen an der Spitze der Schweizer Bestsellerlisten. Gasser lebt mit seiner Ehefrau in der Nähe von Solothurn, Schweiz.
Neue Bücher
Solothurn ruft nach Vergeltung
Alle Bücher von Christof Gasser
Solothurn hüllt sich in Schweigen
Spiegelberg
Solothurn trägt Schwarz
Solothurn blickt in den Abgrund
Solothurn tanzt mit dem Teufel
Solothurn streut Asche
Solothurn spielt mit dem Feuer
Wenn die Schatten sterben
Neue Rezensionen zu Christof Gasser
Dominik Dornach, Band 5: In Solothurn wurden einigen linken und grünen Politikerinnen Sprengsätze in die Briefkästen gelegt – die Täterschaft wird in rechtsextremen Kreisen vermutet. Dann wird in Olten das Büro von „EmmaWatch“, einer Frauenrechtsorganisation überfallen und in Brand gesetzt, dabei wird eine Co-Leiterin schwer verletzt. Kurz darauf verschwindet Syrerin Rana Amidi, eine Freundin von Dornachs Tochter Pia, spurlos. Länderüberschreitende Verstrickungen sind die Folge…
Erster Eindruck: Ein zur Reihe sehr gut passendes Cover; ein neugierig machender Titel.
Dies ist Band 5 einer Reihe; er kann ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (nichtsdestotrotz würde ich aufgrund der ansonsten verpassten Lesefreude mit Band 1 beginnen).
Der Prolog führt die Leser:innen in die Golfregion, wo ein Mann auf dem Weg nach Grenchen (Schweiz) ist. Doch er wird den Flug nicht überleben – das Flugzeug explodiert! Nach einem Zeitsprung von sechs Wochen beginnt die eigentliche Geschichte in Olten bei der Frauenrechtsorganisation „EmmaWatch“. Und schon ist man schwer gefordert und fragt sich, wie wohl die Situation aus dem Prolog mit derjenigen in Olten zusammenhängen könnte. Selbstverständlich bleibt das noch längere Zeit im Dunkeln (es wäre ansonsten auch viel zu einfach für uns, oder?)…
Das Buch war wie gewohnt sehr komplex und weitreichend. Dieses Mal hat der Autor hierzu extra ein neues Land erfunden, und zwar das Golfemirat Al Kershah. Obwohl deutlich gemacht wird, dass das Buch Fiktion ist, wäre es bestimmt zu heikel gewesen, einem effektiv existierenden Land die Machenschaften, von denen hier im Buch die Rede ist, in die Schuhe schieben zu wollen. Zu Beginn hatte ich Mühe, ins Buch reinzukommen, da es wechselnde Schauplätze und eine zunehmend grosse Menge an Protagonisten gab (meine Liste wurde länger und länger). Aber dann ging es gut. Die Geschichte war spannend, erzeugte aber auch zuweilen meinen Unmut. Genauer gesagt hatte ich Mühe mit Pia, Dominiks Tochter: Sie ist sich der Gefahren nicht bewusst und handelt manchmal einfach zu impulsiv. Und das, obwohl sie doch jetzt als alleinerziehende Mutter von Mirio grosse Verantwortung trägt. Ich hoffe sehr, dass sie etwas vernünftiger wird. Von mir gibt es 4 Sterne.
Christof Gassers im Kampa Verlag erschienener Kriminalroman spielt im Drei-Seen-Land rund um Solothurn, Murten, dem Murtensee mit dem idyllischen Dorf Sugiez, dem Bielersee mit der St. Peterinsel und dem historischen Städtchen Erlach. Mitten in diesen pittoresken Landschaften, in denen uns der Autor als ortskundiger wie literarisch versierten Reiseleiter auf falsche Fährten führt, treiben mafiöse Gestalten ihr Unwesen, entführen einen kleinen Jungen, erpressen einen Spielsüchtigen und trachten einer Schlüsselfigur nach dem Leben.
Der bekannte Krimiautor erzählt rasant, lebhaft, süffig und abwechslungsreich die Geschichte eines Hundertjährigen, die mit der Landung der Alliierten in der Normandie begann und mit dem Sturz über die Reling des Drei-Seen-Kreuzfahrtschiffs „MS- Stadt Solothurn“ gleich am Anfang des Krimis endet. Was führte den amerikanischen Kriegshelden in die Schweiz und was wollte er von der Lehrerin Marielle Rochat, Augenzeugin des Sturzes? Diese Frage stellt sich die Solothurner Kripochefin Katrin Friis, die ihren Hochzeitstag auf der „MS-Stadt Solothurn“ feiern will, als sie mutig dem Mann über Bord hinterher hechtet. Friis kann weder den alten Mann noch ihren Hochzeitstag retten, der nun ebenfalls ins Wasser fällt.
Großartig, wie Christof Gasser den Roman „Die Marschallin“ der letztjährigen Gewinnerin des Schweizer Buchpreises, Zora del Buono verwendet, um Katrin Friis zu beschreiben, die beim Betrachten des Buchs selbstkritisch über ihr eigene Außenwirkung reflektiert.
Fazit: Eine kurzweilige Sommerlektüre in handlichem Format mit stimmigem Cover aus der Feder des auf actiongeladene Spannung und ebenso liebenswerte wie kantige Charaktere abonnierten Autors.
Gespräche aus der Community
Es gibt drei Leseabschnitte (siehe Themen).
1."Begegnungen", S. 7 - 107
2. "Spurensuche", S. 108 - 222
3. "Heimkehr", S.223 - 342
Ich bitte um eure Feedbacks zu jeweils folgenden Punkten:
-Einstieg (1. Teil),
- Spannungsaufbau bzw. -bogen, Einführung und Dramatisierung, Profil und Charakter der Hauptfiguren.
Am Schluss gern ein Gesamturteil.
Vielen lieben Dan, dass ich dabei sein durfte. Rezi ist verfasst und gestreut ...
Der sechste Fall von Dominik Dornach, und Eine weitere spannende Folge der "Solothurn"-Saga um den Solothurner Kriminalermittler und sein Team.
Alle, welche die Reihe schon kennen aber auch neugierige Erstleser sind herzlich willkommen.
Es werden 30 Exemplare verlost.
Das nennt man Krimi. Ich bin begeistert.
Hier der Link zu meiner Rezension auf LovelyBooks,
Ich habe meine Rezension auch bei Amazon, Thalia, Buecher.de, Weltbild und Hugendubel eingestellt.
Dominik Dornach und Angela Casagrande müssen sich mit einem Brandanschlag auf das Büro einer Frauenrechtsorganisation befassen. Als eine syrische Frau verschwindet geraten sie in gefährliche Verstrickungen zwischen Wirtschaftsinteressen und Machtpolitik. Kenner der Solothurn-Reihe und solche, die sie nicht kennen sind herzliche eingeladen. Der Emons-Verlag stellt 30 Print Bücher zur Verlosung.
Nun habe ich meine Rezension erstellt und im Netz geteilt.
Danke, dass ich mitlesen durfte. Für fünf Sterne war es mir zu gefällig.
Zusätzliche Informationen
Christof Gasser wurde am 15. September 1960 in Zuchwil SO (Schweiz) geboren.
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