Christof Herrmann

 5 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Christof Herrmann

Christof HerrmannAlpenüberquerung Salzburg - Triest
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Alpenüberquerung Salzburg - Triest
Alpenüberquerung Salzburg - Triest
 (1)
Erschienen am 05.06.2018
Christof HerrmannFränkischer Gebirgsweg
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Fränkischer Gebirgsweg
Fränkischer Gebirgsweg
 (1)
Erschienen am 05.05.2015

Neue Rezensionen zu Christof Herrmann

Neu
MrsAmys avatar

Rezension zu "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" von Christof Herrmann

Rezension zu "Alpenüberquerung Salzburg - Triest"
MrsAmyvor 2 Jahren

„Das Leben ist einfach, aber wir bestehen darauf, es kompliziert zu machen“, so schrieb bereits der chinesische Philosoph Konfuzius. Diese Weisheit, die heute aktueller denn je ist, greift auch Christof Herrmann in seinem neuen Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ auf. Während seiner Reise, die ihn in 28 Etappen über die Alpen bis hin zum Mittelmeer führt, entdeckte er nicht nur grandiose Landschaften, sondern vor allem auch den Zauber der Einfachheit. Wer bereits einmal länger per pedes unterwegs war, der weiß, wie uns diese Art der Fortbewegung wieder näher zu uns selbst und zur Natur bringt. Eine Alpenüberquerung ist dabei eine ganz besondere Erfahrung – und wie schön ist es, wenn man dafür eine noch recht unbekannte Route wählen kann, wie etwa jene von Salzburg nach Triest.

Der neue Wanderführer von Christof Herrmann ist der ideale Begleiter, wenn man das Projekt Alpenüberquerung wagen möchte. In 28 Etappen wandert man von Salzburg nach Triest und mit den sehr guten Tourenbeschreibungen kann dabei auch (fast) nichts schief gehen. Bevor man sich jedoch auf den Weg macht, sollte man sich eingehend informieren. Ideal geeignet für einen ersten Überblick ist nicht nur die Karte mit allen Etappen, sondern vor allem deren schriftliche Auflistung mit dem jeweiligen Gebiet, dem Anfangs- und Endpunkt, der Schwierigkeit (die sich im Übrigen an der Wegklassifizierung des DAV orientiert), den Höhenmetern im An- und Abstieg, der Streckenlänge und der Gehzeit. Diese Eckdaten finden sich auch im Seitenkopf der jeweiligen Etappe, dass man sich dabei jedoch dafür entschieden hat, die Schwierigkeit nicht direkt mit anzugeben, ist bedauerlich. Doch zurück zum Einführungsteil des Wanderführers, der auch eine kurze und lesenswerte Abhandlung zum Weg und seiner Geschichte bereithält. Generell ist das gesamte Buch durch die erfrischende und vor allem ehrliche Schreibe des Autors unterhaltsam zu lesen – besonders amüsiert hat mich in diesem Zusammenhang der Satz „Es hat sich noch niemand zu Tode gestunken“ (S. 34) – womit Herrmann dafür plädiert, mit möglichst wenig Gepäck und Kleidung zu reisen und diese lieber öfters unterwegs kurz zu waschen.

Generell geht Herrmann recht ausführlich auf das Thema der Ausrüstung ein und stellt dem Wanderer auch eine Packliste zur Verfügung, die bei so manchem langwierige „Was packe ich ein“-Überlegungen überflüssig machen dürfte. Weiterhin finden sich Informationen zu den Themen Beste Wanderzeit, An- und Abreise, Anforderungen, Gefahren, Notfall, Verpflegung, Übernachtung, Reservierung und Hüttenleben sowie Telefonieren und Internet, Geld und Kosten – kurzum zu wirklich allen relevanten Schwerpunkten. Besonders hervorzuheben sind die Tourenvorschläge für einen Zeitraum von drei Tagen bis hin zu fünf Wochen, denn vielen Wanderern wird es wohl doch verwehrt bleiben, die Alpenüberquerung am Stück in Angriff zu nehmen und so mancher möchte vielleicht auch ganz bewusst nur einen bestimmten Teilabschnitt erwandern.

Die einzelnen Etappenbeschreibungen machen jeweils zuerst mit einem kurzen Einführungstext hungrig auf die jeweilige Tour und geben sodann einen Überblick über die Punkte Ausgang- und Endpunkt, Entfernung, Anforderungen, Einkehr, Unterkunft, Versorgung, Wasser unterwegs (!), Verkehrsmittel, Informationen, Tipps und Varianten. Die Varianten geben einen die Möglichkeit, etwa bei Ausbuchung auf andere Quartiere auszuweichen oder besonders schwierige Stellen zu umgehen. Bei zwei Etappen, die von der Anforderung her sehr schwer sind, gibt es gar drei eigene alternative Etappenbeschreibungen. Die Beschreibung selbst ist prägnant, wichtige Wegpunkte sind hervorgehoben und finden sich auch im Höhen- und Zeitprofil sowie in den Kartenausschnitten wieder. Generell entscheidet sich Herrmann nur für sehr wenige Entfernungsangaben. Ob der Hinweis, z. B. in einem Kilometer abzubiegen im alpinen Gelände wirklich hilfreich ist, müsste ein Praxistest zeigen. Generell greift man eher auf zeitliche Angaben zurück – diese unterliegen jedoch immer subjektiven Schwankungen. Angereichert werden die einzelnen Etappen mit aussagekräftigen Bildern und Infokästen zu Sehenswürdigkeiten. Erwähnt sei noch, dass – wie bei nahezu allen Router-Wanderfühern – für alle Etappen die entsprechenden GPS-Daten zur Verfügung stehen – damit wird die Orientierung noch einfacher!

Fazit: Wer sich den Traum von der Alpenüberquerung erfüllen möchte, der sollte nicht nur die bekannten Wegstrecken in seine Überlegungen einbeziehen, sondern auch die Variante Salzburg – Triest. Entscheidet man sich schließlich für diese, so kommt man an dem Wanderführer von Christof Herrmann nicht vorbei.

Kommentieren0
1
Teilen
MrsAmys avatar

Rezension zu "Fränkischer Gebirgsweg" von Christof Herrmann

Gelungener Wanderführer zum Fränkischen Gebirgsweg
MrsAmyvor 3 Jahren

Weitwandern liegt im Trend. Die Menschen zieht es dabei vor allem ins Hochgebirge, um von Hütte zu Hütte zu wandern. Warum eigentlich in die Ferne schweifen, wenn das Glück doch so nahe liegt? Schließlich kann man auch bei uns weite Strecken erwandern, bspw. auf dem Rennsteig und dem Vogtlandpanoramaweg. In unserem Nachbarbundesland Bayern lockt derweil der Fränkische Gebirgsweg. Er umfasst insgesamt 21 Etappen, 435 Kilometer, 10370 Aufstiegsmeter und rund 600.000 Schritte und führt von Blankenstein bis in die mittelfränkische Stadt Hersbruck. Auf dem Weg erwarten den Wanderer – neben zahlreichen Gaststätten und Brauereien – herrliche Landschaften: Frankenwald, Fichtelgebirge, Steinwald, aber auch Fränkische Schweiz und Hersbrucker Alp. Es ist eine Wandertour, die uns die Schönheit dieser Landstriche erfahren lässt. Man entdeckt markante Felsformationen aus Granit, Kalkstein oder Dolomit und natürlich auch den höchsten Berg Frankens. Daneben locken reizvolle Flusstäler sowie Schlösser, Burgen und Ruinen. Christof Herrmann hat sich auf die Reise begeben und den Fränkischen Gebirgsweg erwandert, um aus seinen Erfahrungen einen perfekten Begleiter für jeden Wanderer auf diesem Weg zu schaffen: den Wanderführer „Fränkischer Gebirgsweg“.

Der Wanderführer von Christof Herrmann präsentiert sich in dem für Rother typischen Gewand. Sein Format ist damit handlich und das kleine Büchlein findet sicherlich in jedem Rucksack Platz. Insgesamt fasst es rund 158 Seiten. Auf den ersten Seiten findet sich eine Übersichtskarte, auf der der Tourenverlauf markiert ist. Dabei sind die einzelnen Abschnitte nummeriert. Die Karte ist für ihren Zweck ausreichend und alle wichtigen Details sind gut erkennbar. Es folgen Ausführungen des Autors zu Anforderungen an den Wanderer, die Wanderzeit und ergänzenden Wanderkarten sowie Hinweise zur An- und Abreise. Auch fehlt ein kurzer Abschnitt zur Ausrüstung nicht, sogar mit Packliste.

Bereits auf diesen Seiten merkt man deutlich, dass der Autor dem Leser nicht nur wichtige Informationen mitgeben, sondern dabei gleichzeitig Lust auf den Fränkischen Weg machen möchte. Sein Schreibstil ist locker und flüssig, langweilige Details finden sich nicht. Eher spürt man die Begeisterung Herrmanns über den Wanderweg und ist erstaunt über seine Umsicht, da er Literaturtipps gibt, nützliche Adressen und Websites auflistet und dem Wanderer Vorschläge für besonders schöne Etappen gibt, wenn man eben nur ein paar Tage und keine drei Wochen Zeit hat. Weiterhin informiert er kurz allgemein über den Gebirgsweg und gibt eine Übersicht über die einzelnen Etappen – mit Gebiet, Start- und Zielort, der Etappenlänge, den zu meisternden Höhenmeter in Auf- und Abstieg und der Gehzeit.

Nach all diesen lesenswerten Informationen werden die einzelnen Etappen beschrieben. Gleich die Überschriftenzeile enthält alle wichtigen Details und ein kurzer Text stimmt auf die jeweilige Etappe ein. Besonders positiv hervorzuheben sind die Informationen zu: Ausgangspunkt, Anforderungen, Einkehr, Unterkunft, Einkauf und Touristinformation, in denen kurz und prägnant alles, was man wissen muss, zu finden ist. Der Beschreibung des Wegverlaufs ist gut zu folgen und dient sicherlich einer guten Orientierung, wobei der Wanderweg wohl auch ausgezeichnet ausgeschildert ist. Aufgelockert wird das Ganze durch Informationsblöcke zu bestimmten Sehenswürdigkeiten, Ortschaften oder Besonderheiten. Natürlich fehlt auch eine kleine Übersichtskarte im Maßstab 1:100.000 pro Etappe nicht, ebenso wie das Höhenprofil. Beide ergänzen die schriftlichen Ausführungen des Autors, wie auch der GPS-Track, den man sich mit einem entsprechenden Code kostenlos aus dem Internet herunterladen kann. Das Büchlein ist darüber hinaus mit zahlreichen Bildern versehen, die dem Leser einen guten Eindruck von der Vielfalt des Fränkischen Gebirgsweg vermitteln. Kurzum: ein rundum gelungener Wanderführer, der Lust macht, sich einmal die Zeit zu nehmen, diese Gegend, die gar nicht weit von uns entfernt ist, wandernd zu entdecken.

Kommentieren0
8
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 1 Bibliotheken

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks