Aufgrund der Weltwirtschaftskrise ist es für Hardy Engel und Freundin Polly Brandeis 1932 schwer, sich in Los Angeles über Wasser zu halten. Das Blatt wendet sich, als der arbeitslose Privatdetektiv auf den mächtigen Filmproduzenten Paul Bern trifft. Hardy kennt den Landsmann noch unter dem Namen Paul Levy und dieser hatte ihm 1920 bei der Überfahrt nach Amerika geholfen. Im Prolog erfahren wir alles über die dramatischen Szenen am Pier von New York. Inzwischen ist er einer der Bosse bei Metro-Goldwyn-Meyer und will recht überraschend den Hollywood-Superstar Jean Harlow heiraten. Paul verschafft Hardy einen lukrativen Auftrag und der kann damit auch seinem alten Kumpel Barbesitzer Buck helfen, der von der Mafia drangsaliert wird. Doch dann liegt der Filmmogul plötzlich tot in seiner Villa, angeblich Suizid. Hardy vermutet, dass die Studiobosse von MGM etwas vertuschen wollen, um einen Skandal zu vermeiden. Er will unbedingt aufdecken, was wirklich mit dem alten Freund passiert ist.
Wir begleiten Hardy bei seinen Ermittlungen in diesem 5. und letzten Band der Reihe, in dem der Autor wieder einen realen Kriminalfall sehr gekonnt mit Fiktion verwebt. Mit großer Lässigkeit werden zahlreiche Hollywood-Größen skizziert, wie Clark Gable mit seinen Sex-Affären oder einem gewissen Archie Leach, der Hardy äußerst charmant mit einem Handstand begrüßt und später als Cary Grant Filmgeschichte schreiben wird. Dabei taucht Engel in einen Sumpf aus Macht, Gier und Korruption ein. Der Sündenpfuhl ist gespickt mit vielen Affären, Ehebruch und Bigamie und schafft dadurch ein gelungenes Sittengemälde der damaligen Zeit. Dabei haben mich wieder die zynischen Dialoge und die bildhafte Darstellung der Schauplätze begeistert. Sehr gerne bin ich wieder in das alte, glamouröse Hollywood eingetaucht.

























