Christof Weigold Der Mann, der nicht mitspielt

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Inhaltsangabe zu „Der Mann, der nicht mitspielt“ von Christof Weigold

Hollywood in den Roaring Twenties: ein wahres Sündenbabel zur Zeit der Stummfilme und der Prohibition. Rätselhafte Todesfälle erschüttern die Stadt. Mittendrin: ein deutscher Privatdetektiv. Christof Weigolds mitreißend spannender Detektivroman 'Der Mann, der nicht mitspielt' ist der Start einer Reihe, die auf den größten Skandalen und ungeklärten Mordfällen des frühen Hollywood basiert.
Privatdetektiv Hardy Engel, ein gescheiterter deutscher Schauspieler, wird von der schönen Pepper Murphy beauftragt, das verschwundene Starlet Virginia Rappe zu finden. Kurz darauf stirbt Virginia unter mysteriösen Umständen, nachdem sie eine Party des beliebten Komikers Roscoe 'Fatty' Arbuckle besucht hat. Dieser wird beschuldigt, sie brutal vergewaltigt und tödlich verletzt zu haben. Angefacht von den Boulevardzeitungen des Hearst-Konzerns entwickelt sich der Fall zum größten Skandal der Stummfilmzeit, der ganz Hollywood in den Abgrund zu ziehen droht.
Hardy Engel ermittelt in zwei rivalisierenden Filmstudios und in der Kolonie der Deutschen rund um Universal-Gründer Carl Laemmle. Unterstützt wird er von seinem Lieblings-Bootlegger Buck Carpenter, der ihn mit Insiderinfos und Whisky versorgt, und Pepper, in die er sich Hals über Kopf verliebt, obwohl sie etwas zu verbergen scheint. Als Hardy Engel schließlich die Wahrheit herausfindet, die allzu viele Leute vertuschen wollen, ist nicht nur sein Leben in Gefahr.

Thema interessant, Potential nicht ausgeschöpft. Sehr langatmig. Cover dafür top.

— oztrail

Das Buch hatte viel Potential, leider wurde es durch die unnötige Länge des Buchs und die absolut unsympathische Hauptfigur nicht eingelöst.

— karrrtigan

Spannend, atmosphärisch dicht

— Sabine_Hartmann

Gekonnt aufgearbeiteter wahrer Kriminalfall im jungen Film-Hollywood beweist: Schmutzige Wäsche gab's schon damals!

— RobinBook

Hommage an das Hollywood der 20`er Jahre

— striesener

Sündiges Hollywood in den 20iger

— Luelue83

Das frühe Hollywood, super recherchiert, spannend geschrieben

— Mrs_Nanny_Ogg

Klasse Story ;-)

— Ivonne_Gerhard

Kurzweilig, spannend, berührend, humorvoll

— omami

Fesseln, mitreissend, spannend! Und Hardy Engel ist ein Privatschnüffler nach meinem Geschmack, den nächsten Band kann ich kaum erwarten!

— Sidny

Stöbern in Krimi & Thriller

Flugangst 7A

Wirklich absolut zu empfehlen. Sehr stimmig, gut recherchiert und spannend bis zu letzten Seite, so wie es sein soll.

Nebuchadnezar

Murder Park

Spannend durch und durch! Klare Leseempfehlung!

KleineNeNi

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Gute Grundstory, aber meiner Meinung nach viel zu zäh geschrieben. Man liest weiter, weil man die Lösung wissen will.

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"Wer Wind sät, wird Sturm ernten" (Altes Testament) - das kann in diesem Thriller wörtlich genommen werden.

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Nach längerer Anlaufzeit ein spannender Thriller

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Einfach nur spannend und gut. !! Toller Auftakt einer neuen Reihe.

Ladybella911

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  • Themen
  • Tatort Hollywood – hätte spannender sein können

    Der Mann, der nicht mitspielt

    oztrail

    25. February 2018 um 11:15

    Was mir sofort ins Auge sprang, ist das Cover. Schwarzweiß mit Goldlettern, sehr auffällig. Der Einband verspricht einiges.   Zum Inhalt: Mordfall Hollywood in den 1920 Jahren. Ein deutscher Schauspieler, verdingt seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv und versucht die Hintergründe des Mordes aufzuklären. Ein sehr schwieriges Unterfangen.  Hardy Engel gerät zwischen die Fronten der Filmstudios, kann er den Tathergang beweisen?     Mein Fazit: Die Leserprobe hat mich an diesem Buch fasziniert. Ich wollte es unbedingt lesen. Erwartete mir Spannung bis zur letzten Silbe. Schade, war wohl nix. Die ersten Seiten gingen noch, hier war es so wie ich es mir vorgestellt hatte. Spannend, verrucht, so wie man sich das alte Hollywood vorstellt und dann ist es irgendwann passiert, dass die Spannung raus war. Stellenweise so langweilig, dass ich nur mehr quergelesen habe. Es war eine Quälerei mich durch die Seiten zu  wühlen. Ich hatte das Gefühl, dass viel geschrieben wurde um die Seitenzahl zu erreichen.  Schade.   Ich kann daher nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen.  In meinem Bücherregal ist der Einband auf jeden Fall einer der Hingucker, deswegen gibt’s fürs Cover einen Extrapunkt.

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  • Wunderbare Unterhaltung mit spannendem Hintergrund

    Der Mann, der nicht mitspielt

    Streiflicht

    24. February 2018 um 14:55

    Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Einblicke in die wilden Zwanziger in Hollywood beeindruckt. Man bekommt noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Filmindustrie, die damals ja noch in den Kinderschuhen steckte. Lug und Betrug regieren dort und es wird richtig spannend. Sehr interessant fand ich auch die bunte Mischung der Menschen dort in einer Gegend, die ja besonders viele Einwanderer beherbergte. Das macht es nochmal spannender, weil auch die Mentalitäten so verschieden sind. Ein Toter folgt dem anderen und Hardy hat große Probleme, dem Ganzen noch Herr zu werden. Ich konnte kaum glauben, dass es der erste Roman des Autors Christof Weigold war, weil alles so genial durchdacht und logisch war. Ein wirklich dickes Buch, dessen viele Seiten mich aber nie gelangweilt haben. Nicht nur ein spannender Krimi, der den Leser begeistert und mitreißt, sondern auch ein tolles Zeitdokument, das ich als sehr authentisch empfunden habe. Einfach wunderbar, ich freue mich schon auf das nächste Werk dieses ungewöhnlichen Autors!  

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  • Konfuse Handlung, unsympathische Hauptfigur

    Der Mann, der nicht mitspielt

    karrrtigan

    22. February 2018 um 23:23

    Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, da das Setting und die ganze Idee - basierend auf einem realen Kriminalfall im Hollywood der 1920er - ausgesprochen interessant erschienen. Das Konzept ist gut und die Aufmachung und Einbandgestaltung sind sehr hübsch, aber das ist leider auch schon alles, was ich positives über dieses Buch sagen kann.Mein Hauptproblem: Die Hauptfigur, der Ermittler, bleibt das ganze Buch über ausgesprochen unsympathisch und erscheint mir eher wie die persönliche James-Bond-Phantasie des Autors, komplett mit arroganter Attitüde, überkandidelten Actionszenen mit diversen Nahtoderfahrungen und heißer Affäre mit einer ach-so-geheimnisvollen und natürlich überirdisch attraktiven femme fatale. Dabei ist er sexistisch (jede einzelne Frau in diesem Buch wird sofort in eine Attraktivitäts-Skala eingeordnet und von unserem Protagonisten Hardy dann entsprechend behandelt) und latent homophob, was vermutlich beides dem Bemühen um zeitgeschichtliche Authentizität geschuldet ist, leider aber das Buch mitsamt seiner Hauptfigur kein Stück besser macht. Andere Identifikationsfiguren gibt es nicht, der einzige halbwegs sympathische Charakter ist Hardys Kumpel Buck, der aber mehr als eine Art deus-ex-machina-Figur für hilfreiche Informationen oder Kontakte fungiert als sonst irgendetwas.Die Story an sich hätte Potential, zieht sich aber oft unnötig in die Länge und verliert sich in einer Reihe von Nebenschauplätzen und seltsamen Windungen, die das ganze am Ende dann auch irgendwann so konfus machen, dass mich dann irgendwann die Aufklärung des Verbrechens nicht mehr wirklich interessiert hat.Leider kann ich das Buch nicht weiterempfehlen, spätestens ab der 2/3 Marke habe ich die meiste Zeit beim lesen nur noch mit den Augen gerollt. Da konnte der Einband leider nicht halten, was er versprach - sieht aber immerhin ausgesprochen hübsch im Regal aus!

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    • 3
  • Leserunde zu "Der Mann, der nicht mitspielt" von Christof Weigold

    Der Mann, der nicht mitspielt

    DER AUDIO VERLAG

    Basierend auf wahren Fällen im Hollywood der 1920er Jahre - Unsere neue Hör-Runde rufen wir zum Debütroman von Autor und Drehbuchautor Christof Weigold aus! "Der Mann, der nicht mitspielt" ist ein Krimi um Mord und Vertuschungen, gelesen vom wunderbaren Uve Teschner, der den Hörer mit seiner Baritonstimme förmlich in die Geschichte hineinsaugt. Darum geht es: Ermittlungen im Hollywood der 1920er-Jahre – die Zeit der Stummfilme und der Prohibition, ein wahres Sündenbabel. Hardy Engel, deutscher Privatdetektiv, wird von der schönen und unberechenbaren Pepper Murphy beauftragt, das Starlet Virginia Rappe zu finden. Kurz darauf stirbt Virginia auf mysteriöse Weise, nachdem sie eine Party des beliebten Komikers »Fatty« Arbuckle besucht hat. Dieser wird beschuldigt, sie brutal misshandelt und tödlich verletzt zu haben. Ein Skandal, der ganz Hollywood in den Abgrund zu ziehen droht. Hardy Engel ermittelt hinter den Kulissen zweier widerstreitender Filmstudios und bringt dabei nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr. Uve Teschner live und in Farbe im Interview auf youtube - ganz stilecht in einer 20er Jahre Bar in Berlin :). Hier geht´s zur Hörprobe: Für die neue Hör-Runde verlosen wir unter allen Teilnehmern 10 Hörbücher (mp3)! Was Ihr dafür tun müsst? Antwortet einfach auf unsere Gewinnspielfrage: In den 1920er Jahren, kurz nach dem Ersten Weltkrieg, war die Welt im Aufbruch - Glanz, Glamour, Showbiz, die Erfindung des Pyjamas und Tänzen wie dem Charleston. Welche Zeitepoche hättet Ihr denn gern mal miterlebt? Das Mittelalter, die Renaissance oder eben die wilden 1920er? Oder seid Ihr im Hier und Jetzt zufrieden? Schreibt hier Eure kreativen Beiträge zu unserer Gewinnspielfrage bis einschließlich Mittwoch, 21.02. 2018. Die glücklichen Gewinner werden dann am Donnerstag, 22.02.2018 von unserer DAV-Glücksfee gezogen und benachrichtigt. Die Gewinner sind gebeten, im Anschluss an die Hör- und Leserunde ihre Rezensionen hier bei lovelybooks und auch in weiteren Foren (eigenen Blogs, bei amazon etc.) zu verfassen und uns diese gern zu mailen. Vielen Dank! Liebe Grüße, Euer Team von DAV :)!

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    • 74
  • Atmosphärisch dicht

    Der Mann, der nicht mitspielt

    Sabine_Hartmann

    19. February 2018 um 11:47

    Hardy Engel versucht, als deutscher Einwanderer mit üblen Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg, in Hollywood Fuß zu fassen, am liebsten als Schauspieler. Doch dann wird er eher zum Privatdetektiv, der – immerhin – im Filmmilieu ermittelt. Er wird als Sicherheitschef einer Filmfirma eingestellt, nachdem er eine verschwundene Schauspielerin, die einen Filmboss mit Fotos von außerehelichem Geschlechtsverkehr erpresst hat, recht schnell und lautlos gefunden hat. Bald erweist sich, dass eigentlich niemand mit offenen Karten spielt und Hardy gerät mehr als einmal in eine bedrohliche Lage. Dabei ist es auch nicht wirklich hilfreich, dass er sich in eine Frau verliebt, von der er weiß, dass sie ihr eigenes Spiel spielt. Der Autor greift in seinem Buch „echte“ Fälle aus den Goldenen Zwanzigern der Filmindustrie auf und erzählt dazu die „wahren Hintergründe“, die sein Held kennt, eben weil er in diesem Umfeld ermittelt hat. In diesem Band geht es um eine vermutliche Vergewaltigung mit einer Flasche durch Roscoe „Fatty“ Arbuckle, einen Komiker, die zum Tod der Frau geführt hat. Auch, dass ein Löwe auf dem Studiogelände eine Frau getötet hat, stimmt, doch die Umstände dürften frei erfunden sein. Insgesamt hat der Autor seinen Stil sowohl seinem Helden als auch der Zeit angeglichen. Die Leserinnen und Leser erfahren außerordentlich viele Details aus der Filmgeschichte. Hut ab vor der Recherche des Autors! Diese werden allerdings so spannend in die Handlung integriert, dass es eine wahre Freude ist, das zu lesen. Nebenbei spielt auch die Prohibition eine Rolle, genau wie die Zensur. Interessant ist es auch, wenn Stars der damaligen Zeit durchs Bild streichen und einen ganz anderen Eindruck hinterlassen als man ihn vorher hatte. Spannend inszeniert, actionreich ohne Brutalitäten, humorvoll und sehr nah an den Figuren dran, eine echte Leseempfehlung.

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  • Glamour, Lügen und Intrigen

    Der Mann, der nicht mitspielt

    kubine

    19. February 2018 um 10:38

    Hollywood 1921: Die Filmindustrie ist auf dem Höhepunkt, die Geldmaschine brummt. Wie viele andere sucht auch Hardy Engel, ein deutscher Auswanderer, hier sein Glück. Doch mehr als hin und wieder eine Statistenrolle fällt für ihn nicht ab.Als zweites Standbein bietet er sich als Privatermittler an – mit wenig Erfolg. Bis er den Auftrag erhält, das Starlet Virginia Rappe zu finden. Dank seiner Kontakte zur Filmindustrie, bei der sehr viele Deutsche arbeiten, kann er ihren Aufenthaltsort schnell ermitteln. Gleichzeitig wird er um einen Gefallen gebeten, der ebenfalls gut bezahlt wird.Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, macht er sich auf den Weg nach San Francisco. Er soll bei dem bekannten Filmstar Roscoe „Fatty“ Arbuckle etwas abliefern und da auch Virginia sich in der Stadt aufhalten soll, spricht nichts dagegen. Er trifft die junge Dame auf der Party, die Fatty dort abhält, in keiner guten Verfassung an. Er informiert seine Auftraggeberin und eigentlich sind beide Jobs damit erledigt. Doch wenig später ist Virginia Rappe tot und Fatty wird des Mordes beschuldigt. Hardy ist der einzige, der an der Wahrheit interessiert ist und begibt sich damit in die Höhle des Löwen. Denn seine Gegner sind mächtig und tun alles dafür, das die Wahrheit niemals rauskommt....Christof Weigold hat mit „Der Mann, der nicht mitspielt“ einen historischen Kriminalroman geschrieben, der gerade zu Zeiten des Weinstein-Skandals aktueller denn je ist. Das besondere daran: Er beruht auf einem wahren Fall, der Hollywood damals erschütterte und die Filmindustrie nachhaltig verändert hat.Roscoe „Fatty“ Arbuckle war ein bekannter und gefeierter Stummfilmstar der damaligen Zeit. Er soll Virginia Rappe auf einer Party brutal vergewaltigt haben, an deren Folgen sie dann später verstarb. Zu Zeiten der Prohibition und moralischen Zwiespältigkeiten war die Filmindustrie mit ihren dekadenten Ausschweifungen und, zur damaligen Zeit, skandalträchtigen Filmen nicht nur ein Unterhaltungsfaktor sondern auch ein Ärgernis für Anstand und Moral. Jetzt sollte ein Exempel statuiert werden. Der ehrgeizige Staatsanwalt wollte mit dem Fall seine politischen Ambitionen voran treiben, der Presse waren reißerische Schlagzeilen wichtiger als alles andere und die Studiobosse wollten nur ihre Schäfchen im Trockenen wissen. Arbuckle wurde von seinen Arbeitgebern fallen gelassen, was ein späterer Freispruch auch nicht revidieren konnte. Sein Name war verbrannt und er kam nie wieder Füße. Was damals wirklich passierte, konnte bis heute nie ganz geklärt werden.Außer von Christof Weigold, zumindest fiktiv. Sehr realitätsgetreu schildert er in dem Buch die Machenschaften hinter den Kulissen von Hollywood. Drogen, Sex und Alkohol waren schon damals an der Tagesordnung und daran wird sich bis heute nichts geändert haben. In einer glamourösen Scheinwelt bleiben Anstand und Ehrlichkeit gerne mal auf der Strecke. Mit dem Protagonisten Hardy Engel hat der Autor eine Figur geschaffen, die geradlinig ihren Weg geht. Er lässt sich nicht verbiegen, bestechen und kann mit der Glitzerwelt, entgegen seinen eigenen Erwartungen, nicht viel anfangen. Als Ermittler verfolgt er jede noch so kleine Spur und auch wenn er ein paar Mal die falschen Schlüsse zieht, lässt er sich von dem Fall nicht abbringen, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Oftmals ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit, denn ganz ungefährlich ist das ganze für ihn nicht.Dem Autor gelingt es, gekonnt Fakten und Fiktion miteinander zu verweben, so dass daraus ein schlüssiger Fall entsteht. Der Krimi ist spannend geschrieben, man fliegt förmlich durch die Kapitel. Immer wenn man, wie Hardy, glaubt, auf der richtigen Spur zu sein, hat der Autor überraschende Wendungen eingebaut, die den Fall wieder auf den Kopf stellen. Allerdings kam es mir so vor, als ob auch er an mancher Stelle zu sehr durch die Dramaturgie von Hollywoodfilmen beeinflusst wurde. Manche Erzählstränge werden nur halbherzig ausgeführt. Entweder hätte man gut und gerne darauf verzichten können oder mehr ins Detail gehen können. Einige der (fiktiven) Nebenfiguren bleiben im Laufe des Romans auf der Strecke. Sie wurden so angelegt, dass sie auch Geheimnisse haben, die aber nicht wirklich gelüftet werden. Und irgendwie wartet man immer drauf, das doch nicht alles so ist, dass sie durch ein Hintertürchen wieder in Erscheinung treten. Dadurch wird das ganze etwas unrund.Nichtsdestotrotz sind mit dem Buch spannende Lesestunde vorprogrammiert, für die man auf Fernsehunterhaltung gerne mal verzichtet. Da es der erste Fall für Hardy Engel ist, darf man darauf hoffen, das noch viele weitere folgen werden. Den ersten Teil kann ich auf alle Fälle schon mal empfehlen.

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  • Suche nach der Wahrheit im historischen Hollywood

    Der Mann, der nicht mitspielt

    Nabura

    15. February 2018 um 21:36

    Hollywood, 1921: Hardy Engel versucht wie die meisten Menschen in der Stadt, als Schauspieler zu arbeiten. Dabei springt jedoch nur gelegentlich eine Statistenrolle für ihn heraus. Als ehemaliger deutscher Polizist bietet er deshalb seine Dienste als privater Ermittler an. Einer seiner ersten großen Aufträge lautet, herauszufinden, wo die Schauspielerin Virginia Rappe steckt. Auf einer wilden Party in San Francisco wird er bald fündig, doch ihr Zustand ist kritisch und am nächsten Tag ist sie tot. Für die Presse ist klar, dass der Gastgeber Fatty Arbuckle, einer der erfolgreichsten Stars Hollywoods, verantwortlich ist. Doch Hardy glaubt nicht an diese Version und führt seine Ermittlungen fort. Er stößt auf ein Netz aus Geheimnissen, Vertuschung und Erpressung, bei denen einige der mächtigsten Männer Hollywoods involviert sind.Das Hollywoold der 20er Jahre als Schauplatz für einen Spannungsroman hat mich neugierig gemacht. Es handelt sich um ein fiktives Werk, in dem einige Aspekte eines tatsächlichen Falls, der nie ganz aufgeklärt wurde, aufgegriffen werden. Der sogenannte Arbuckle-Skandal hat zur damaligen Zeit für großes Aufsehen gesorgt. Hardy Engel als fiktiver Erzähler erklärt, zu wissen, was tatsächlich vorgefallen ist, und erzählt dem Leser seine Version der Ereignisse.Alles beginnt mit einem harmlos erscheinenden Auftrag, den Hardy als privater Ermittler annimmt, um seinen mageren Verdienst aus gelegentlichen Statistenrollen aufzubessern. Die rothaarige Pepper steht auf seiner Türschwelle und bietet ihm eine verlockende Summe, um Virginia Rappe im Auftrag ihres Verlobten zu suchen. Als er von einem Bekannten, dem Sicherheitschef eines Studios, mehr Informationen über die Vermisste einholen will, bekommt er gleich einen zweiten Auftrag: Er soll Koks an den Start des Studios, Fatty Arbuckle, liefern, der sich wie Rappe in San Francisco aufhält.So erhält der Leser schon bald Einblicke in das ausschweifende Leben der Schauspieler Hollywoods. Der Alkohol fließt trotz Prohibition in Strömen und die Studios liefern selbst Drogen an ihre Stars aus, damit sie von niemandem erpresst werden können. Das ihm gebotene Geld reizt Hardy, in diese Welt einzutauchen. Doch er ist ein Mann mit Prinzipien, dem die Wahrheit wichtig ist. Als Virginia Rappe stirbt und er herausfindet, dass sein Auftraggeber ein ganz anderer ist als gedacht, steckt er schon mittendrin.Hardy erhält den Auftrag, die Ermittlungen fortzuführen und die Wahrheit über Rappes Tod ans Licht zu bringen. An Hinweisen mangelt es ihm dank seines geschickten Vorgehens nichts. Doch bald kommt es rund um seine Nachforschungen zu weiteren Toten. Der Handlung überzeugt mit spannenden Entwicklungen und immer neuen Wendungen, die das, was man zu wissen glaubte, erneut in Frage stellen. Begegnungen mit Studiobossen und weiteren Sicherheitschefs zeigen die Skrupellosigkeit und Berechnung, mit der agiert wird. Vielen von ihnen ist Hardy mit seiner Einstellung, nicht an Vertuschungen mitwirken zu wollen, ein Dorn im Auge. Das bringt ihn schließlich selbst in Gefahr.Auch die Macht der Presse wird in der Geschichte beleuchtet und viele der Szenen brachten mich ins Nachdenken über die Frage, wer in diesem Fall überhaupt an der Wahrheit interessiert ist. Schließlich kommt es zum Prozess, der damals tatsächlich stattgefunden hat. Die Beschreibung dessen hatte kleine Längen, doch Hardys Bericht ist damit noch nicht abgeschlossen. Stattdessen kommt es noch einmal zu dramatischen Momenten, schockierenden Beichten und überraschenden Erkenntnissen. Zum Abschluss gesteht Hardy, auch im nächsten großen Skandal rund um die Ermordung des Regisseurs William Desmond Taylor mehr zu wissen, als weitläufig bekannt ist. Ich freue mich darauf, im nächsten Band mehr darüber herauszufinden.„Der Mann, der nicht mitspielt“ – das ist Hardy Engel. Er erhält nur selten eine Statistenrolle in Hollywood, vor allem aber weigert er sich, bei den von den mächtigsten Männern der Filmindustrie initiierten Vertuschungen mitzuwirken. Die Suche nach der Wahrheit rund um den Tod der Schauspielerin Virginia Rappe konnte mich fesseln und die Einblicke ins Hollywood der Zeit waren authentisch und interessant. Wer gerne historische Spannungsromane liest, der sollte unbedingt die Bekanntschaft mit Hardy Engel machen!

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  • Hardy Engel im Sündenpfuhl Hollywood

    Der Mann, der nicht mitspielt

    Gise

    15. February 2018 um 15:57

    Hardy Engel arbeitet in Hollywood, am liebsten als Schauspieler, zur Not auch als Privatdetektiv. So ereilt ihn der Auftrag der schönen Pepper Murphy, das verschwundene Starlet Virginia Rappe zu finden. Im Sündenpfuhl Hollywood in den 1920er Jahren findet er sie schneller, als er das zunächst dachte – doch als sie kurz darauf stirbt, ahnt er, dass hier einiges vertuscht werden soll. Er lässt sich von seinen Ermittlungen nicht abbringen, selbst als er ins Visier der Polizei gerät – und später sogar in höchste Gefahr für sein Leben…Mit Hardy Engel hat der Autor Christof Weigold einen Detektiv der alten Schule entworfen, der sich gentlemanlike präsentiert und dafür auch schon mal Prügel einstecken muss. Ständig pleite oder kurz davor, muss er sich überlegen, wo sein Geld herkommen soll – und wie er dabei auch noch ehrenhaft bleiben soll. Denn gerade im Sündenpfuhl Hollywood scheinen viele sich manches zu erlauben können. Das Sittenbild des Filmgeschäfts in den Roaring Twenties ist sehr gut gelungen, sehr schnell findet der Leser in die damalige Zeit hinein. Mit seinen gut 600 Seiten ist das Buch allerdings zu einem dicken Schmöker geraten, der meiner Meinung nach an vielen Stellen hätte gekürzt werden können. Sehr lange scheint es unklar, wer denn nun der Täter ist, und der Autor hat einige verblüffende Wendungen eingebaut, so dass die Lösung erst kurz vor dem Schluss wirklich aufgedeckt wird. Gewürzt wird die Geschichte mit einem ganz besonderen Humor, wenn der Detektiv „Engel“ im „Sündenbabel“ Hollywood tätig wird, wenn „Virginia“ eine Schauspielerin ist, die sich jedem an den Hals wirft…Schon allein der Titel kann überraschend mehrdeutig gelesen werden. Chapeau für diesen Sprachwitz!Wer einen Krimi wie einen alten Schwarz-Weiß-Film lesen möchte, mit einem gut recherchierten Hintergrund und einer spannend konstruierten Geschichte, wird hier gut bedient sein. Allerdings muss er dafür auch ein bisschen Sitzfleisch mitbringen… Von mir deshalb vier von fünf Sternen.

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  • Engel im Sündenbabel

    Der Mann, der nicht mitspielt

    Giselle74

    15. February 2018 um 10:36

    "Ein netter kleiner Krimi über die Anfänge von Hollywood, warum nicht?" dachte ich, als ich die Möglichkeit bekam "Der Mann der nicht mitspielt" vor Erscheinungsdatum zu lesen. "Uff" dachte ich, als das Buch dann hier ankam. Der nette kleine Krimi entpuppte sich als 640 Seiten schwer, mindestens 300 Seiten mehr als erwartet. Aber er ist jede Seite wert, um das gleich zu Anfang erwähnt zu haben. Dem Glamour der Roaring Twenties entsprechend mit goldenem Einband und gleichfarbigem Lesebändchen ( Lesebändchen sind für mich wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen), dazu passend ein schwarzweiß gehaltener Schutzumschlag, kommt Christof Weigolds Romanerstling ganz gewiss nicht schüchtern daher, eher gekleidet für den großen Auftritt. Mit Auftritten kennt Weigold sich aus, schrieb er doch bisher Theaterstücke und Drehbücher. Und worum geht es nun? Der Roman ist Auftakt einer Reihe über Skandale und Mordfälle im alten Hollywood, dem Hollywood der Stummfilmzeit. Hardy Engel, deutscher Gelegenheitsschauspieler und ehemaliger Polizist, schlägt sich als Privatdetektiv durchs Leben. Als die schöne Pepper Murphy ihn beauftragt nach ihrer verschollenen Freundin Virginia zu suchen, schlittert er unversehens in den ersten großen Skandal der sich noch entwickelnden Filmindustrie und muss bald um sein Leben bangen. James Stewart? Oder doch eher Humphrey Bogart? Beim Lesen des Romans hat man unwillkürlich eine mögliche Verfilmung vor Augen, besetzt mit den Stars des goldenen Filmzeitalters, das, zugegeben, ein Jahrzehnt später beginnt. Aber dieser Roman ist so sehr Hommage an die frühen Krimiverfilmungen, mit schweigsamen Ermittlern, die nur halb so "hardboiled" sind wie gedacht und schönen Frauen, die ihnen das Leben schwer machen, dass man solche Überlegungen automatisch anstellt. Ich habe mich für Stewart entschieden, er entspricht am ehesten meiner Vorstellung von dem vom Leben gebeutelten Engel, der sich aber doch eine gewisse Ehrbarkeit erhalten hat. Christof Weigold gelingt es hervorragend, seine Geschichte in die tatsächlichen Geschehnisse einzubinden und die Nahtstellen zu verwischen. Er lässt alte Hollywoodgrößen wieder aufleben, ohne dass es bei schlichtem Namedropping und Schablonengestalten bleibt, gibt ihnen Leben und einen Charakter. Vieles wirkt dabei sehr gut recherchiert, die Abläufe in den Studios, die Lebensläufe der "Gründerväter"- der Studiobosse, der exzessive Genuss von Alkohol und Koks und die Tatsache, dass die Studios selbst für die Drogen sorgten, um die Schauspieler bei Laune zu halten. Aber vor allem ist dieser Krimi eines: nicht vorhersehbar. Trotz der schon erwähnten 640 Seiten ist nicht eine davon langweilig, habe ich nur höchst ungern Lesepausen eingelegt. Zu spannend ist die Geschichte, mit unerwarteten Wendungen und ihren Einblicken in eine vergangene Welt. Für mich bisher die Krimi-Neuentdeckung des Jahres, ohne Wenn und Aber empfehlenswert. Bleibt nur die Frage, die mich schon seit Beendigung des Buches umtreibt: wann kommt der nächste Band?

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  • Grandioser Einstieg in die Buchserie

    Der Mann, der nicht mitspielt

    sapadi

    15. February 2018 um 09:36

    Klappentext:Hollywood in den Roaring Twenties: ein wahres Sündenbabel zur Zeit der Stummfilme und der Prohibition. Rätselhafte Todesfälle erschüttern die Stadt. Mittendrin: ein deutscher Privatdetektiv. Christof Weigolds mitreißend spannender Detektivroman 'Der Mann, der nicht mitspielt' ist der Start einer Reihe, die auf den größten Skandalen und ungeklärten Mordfällen des frühen Hollywood basiert.Privatdetektiv Hardy Engel, ein gescheiterter deutscher Schauspieler, wird von der schönen Pepper Murphy beauftragt, das verschwundene Starlet Virginia Rappe zu finden. Kurz darauf stirbt Virginia unter mysteriösen Umständen, nachdem sie eine Party des beliebten Komikers Roscoe 'Fatty' Arbuckle besucht hat. Dieser wird beschuldigt, sie brutal vergewaltigt und tödlich verletzt zu haben. Angefacht von den Boulevardzeitungen des Hearst-Konzerns entwickelt sich der Fall zum größten Skandal der Stummfilmzeit, der ganz Hollywood in den Abgrund zu ziehen droht.Hardy Engel ermittelt in zwei rivalisierenden Filmstudios und in der Kolonie der Deutschen rund um Universal-Gründer Carl Laemmle. Unterstützt wird er von seinem Lieblings-Bootlegger Buck Carpenter, der ihn mit Insiderinfos und Whisky versorgt, und Pepper, in die er sich Hals über Kopf verliebt, obwohl sie etwas zu verbergen scheint. Als Hardy Engel schließlich die Wahrheit herausfindet, die allzu viele Leute vertuschen wollen, ist nicht nur sein Leben in Gefahr.Der Autor:Es handelt sich um den ersten Roman des Autors Christof Weigold, der zweite Roman ist bereits für das Frühjahr 2019 angekündigt. Davor war er bereits für viele Drehbücher sowie als Autor für Fernsehserien und Theaterprogramme zuständig. Er hat also einiges an Erfahrung was man dem Buch deutlich anmerkt.Buchcover:Selten habe ich ein Cover gesehen, das so zu einem Buch passt wie dieses. Es ist komplett in schwarz / weiß gehalten mit dem Titel in goldener Schrift und einer kleinen goldenen Umrandung, passend zum Jahr 1921 und Hollywood. Genauso würde ich mir ein Buch der damaligen Zeit vorstellen.Handlung:Die Handlung hat einen roten Faden, bietet durch verschiedene Orte und immer wieder durch Wendungen viel Abwechslung. So entsteht bereits auf den ersten Seiten Spannung, welche sich bis zum Ende des Buches beständig steigert. Dabei vergisst der Autor nicht die Zeit in der die Geschichte handelt und bringt noch ein wenig Geschichte mit in die Handlung, was mir gut gefallen hat.Schreibstil:Der Schreibstil ist ansprechend und lässt sich angenehm flüssig lesen. Ein wenig spielt der Autor mit der Zeit und den Klischees, so wie der erste Besuch der Mandantin, der so ist wie ich mir ihn vorstelle. Diese bekannte Darstellung wird mit ein wenig Humor zu etwas Besonderem.Protagonisten:Im Mittelpunkt steht natürlich Hardy Engel ein Detektiv und Schauspieler. Er ist authentisch dargestellt und ich empfand bereits nach kurzer Zeit eine gewisse Sympathie, auch für seine Schwächen. Die weiteren Darsteller sind aufgrund ihrer Rolle im Roman anschaulich dargestellt so ergibt sich ein vollständiges Bild für den Leser. Die teilweise sprechenden Namen geben nochmals Hinweis auf die Besonderheiten der Personen.Fazit:Der erste Roman des Autoren und dann noch der Einstieg in eine Serie, da hat sich der Autor viel vorgenommen und ich muss sagen, dass es komplett aufgeht. Das Buch ist mit über 620 Seiten nicht kurz, dennoch ist es eine kurzweilige Unterhaltung. Durch die Handlung im Jahre 1921 sind tolle Rahmenbedingungen gegeben und diese werden vom Autor klasse in Szene gesetzt. Es ist einfach ein rundum gelungenes Buch und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung im Jahre 2019, somit sind es fünf von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

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  • Sündenpfuhl Hollywood

    Der Mann, der nicht mitspielt

    Maddinliest

    14. February 2018 um 23:04

    Hardy Engel ist in den 20igern von Deutschland nach Amerika gekommen, um wie viele andere in Hollywood sein Glück beim Film zu suchen. Da die großen Rollen noch auf sich warten lassen, versucht er es nebenbei mit einer kleinen Detektei. Eines Tages erhält er von einer attraktiven Frau, den Auftrag nach ihrer Freundin Virginia Rappe zu suchen. Mit der Hilfe des Zufalls findet er die Schauspielerin auf einem rauschenden und exzessiven Fest, welches der angesagteste Schauspieler der damaligen Zeit Fatty Arbuckle veranstaltete. Kurze Zeit später stirbt Virginia Rappe und Hardy steht vor einem Rätsel. Der Fall scheint eigentlich klar, aber der engagierte Privatdetektiv will der offensichtlichen Geschichte keinen GLauben schenken. Er begibt sich in die sündige Welt Hollywoods, um den Fall der toten Virginia Rappe aufzuklären.Christof Weigold widmet sich in seinem beeindruckenden Kriminalroman der glamourösen Welt Hollywoods. Er erzählt die Geschichte in einer sehr lebendigen und schnörkellosen Schreibweise, die mich schnell in die Zeit der 20er zurückversetzen konnte. Der sympathische und linientreue Hauptprotagonist Hardy Engel wird sehr interessant und ausführlich beschrieben. Es war für mich faszinierend, ihn bei seinen Aufträgen in dieser besonderen und verlogenen Welt voller Korruption und Sünde zu begleiten. Er stellte für mich den Eckpfeiler der Ehrlich- und Aufrichtigkeit dar und ich fieberte mit ihm beim Kampf gegen das Böse. Dem Autor gelingt es in dem Buch hervorragend die damalige Atmosphäre einzufangen und verleiht dem Buch damit seinen besonderen Charme. Die Spannung kommt aber auch nicht zu kurz, da die clever konzipierte Geschichte immer wieder neue Wendungen und Überraschungen bereithält. Das überzeugende Finale rundet für mich den sehr gelungen Kriminalroman perfekt ab. Eine Fortsetzung mit dem sympathischen Ermittler wird zum Ende angedeutet, und es ist zu hoffen, dass wir auch in den Genuss um das zweite Geheimnis von Hardy Engel kommen.Ein aus meiner Sicht spannender und rundum geglückter Ausflug in die Filmwelt der goldenen 20er. Das Buch konnte mich begeistern und auf den umfangreichen Knapp 640 Seiten kam für mich niemals Langeweile auf. Ein tolles Buch, welches ich gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte!!!

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  • Spannende & interessante Lektüre mit wahrem Hintergrund & einem fiktiven deutschen Protagonisten

    Der Mann, der nicht mitspielt

    RobinBook

    14. February 2018 um 13:52

    Das-in sich abgeschlossene-Buch stellt den Auftakt zu einer Serie dar. Es ist spannend erzählt und hat mich gut unterhalten, obwohl es mich manchmal ein wenig an yellow press und RTL & Co. erinnerte. Neben dem eigentlichen Kriminalfall waren die Einblicke in das damals gerade aufblühende Filmgeschäft überaus interessant. Protagonist Harry Engel ist fiktiv, aber gut erdacht und ermöglicht das Mitfiebern. Abgesehen von technischen Errungenschaften und Äußerlichkeiten scheint sich Hollywood in knapp 100 Jahren nicht allzu viel verändert zu haben.

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  • Hommage an das Hollywood der 20`er Jahre

    Der Mann, der nicht mitspielt

    striesener

    13. February 2018 um 20:33

    Hollywood 1921; Hardy Engel, ein deutscher Privatdetektiv und Schauspieler erhält den Auftrag, das verschwundene Starlet Virginia Rappe zu finden. Nachdem Virginia unter mysteriösen Umständen stirbt, ist Engel mittendrin in einem der größten Skandale Hollywoods.Der Roman von Christof Weigold hat mir ausgesprochen gut gefallen. Hardy Engel ist ein Charakter, der an Philip Marlowe und Sam Spade erinnert. Lakonisch, desillusioniert und aufrichtig. Der erzählte Fall ist spannend und bietet überraschende Wendungen. Besonders hat mich die Anlehnung der Geschichte an einen realen Mordfall begeistert. Die Verbindung von guter Recherche und Fiktion ist dem Autor hervorragend gelungen.Wer sich in die wilde Zeit Hollywoods zurückversetzen möchte und zudem einen spannenden und gut geschriebenen Kriminalfall goutiert, dem sei dieses Buch empfohlen. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Abenteuer des Privatdetektivs Hardy Engel.        

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  • Sündiges Hollywood in den 20iger

    Der Mann, der nicht mitspielt

    Luelue83

    13. February 2018 um 15:35

    Ich durfte das Buch „ der Mann der nicht mitspielt“  im Zuge einer Leserunde lesen und  bin total begeistert vom Schreibstil des Autors Christof Weigold. Die Sätze sind nicht zu lang oder zu sehr verkapselt und es ist in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben. Durch die gut platzierten und genauen Beschreibungen fühlte ich mich schon nach wenigen Seiten in das Los Angeles der 20iger Jahre katapultiert ohne dass das Gefühl von Langeweile oder Überdruss aufkam. Vielmehr fand ich mich in einem schwarz/weiß Kopfkino wieder, in einer dunklen verrauchten Atmosphäre, vielleicht mit einem Glas Selbstgebrannten und das änderte sich auf 640 Seiten nicht einmal.    Hardy Engel ist von Mannheim, mitten in der Zeit der Prohibition, nach Hollywood eingewandert und versucht sich, als nicht gerade sehr ambitionierter Schauspieler. Dies leider nicht sehr erfolgreich weshalb er sein knappes Brot mit gelegentlichen Detektivarbeiten verdient. Es spielt Ihm natürlich in die Karten dass er Ex Polizist und Kriegsveteran ist. Eines Tages sitzt ein verführerischer Rotschopf namens Pepper Murphy mit einem Auftrag vor seiner Tür. Er soll Ihr Freundin und Mitbewohnerin Virginia Rappe finden. Durch einen Zufall findet Hardy Virginia auf einer rauschenden Party. Leider stirbt Sie kurz danach. Die Ursache soll offensichtlich vertuscht werden. Aber von wem? Wurde Sie wirklich, wie in den Zeitungen publiziert, von Roscoe "Fatty" Arbuckle vergewaltigt? Eine verworrene und extrem spannende Ermittlung zwischen Dekadenz, Drogen und Sex, Verrat und Täuschung beginnt. „Der Mann der nicht mitspielt“ ist ein super Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe. Schauplätze, Namen und Filme sind gut recherchiert und ich habe gerne weitere Details dazu im Internet gesucht und gelesen. So habe ich auch erfahren, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht.  Dazu kommt das der Protagonist sehr sympathisch und witzig ist. Spannung und Humor tragen den Leser das ganze Buch lang sodass es für mich sehr kurzweilig war.

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  • Ein Detektiv ermittelt in den Filmstudios Hollywoods, 1921 - sein erster Fall

    Der Mann, der nicht mitspielt

    SofieWalden

    13. February 2018 um 14:24

    Hardy Engel lebt im Hollywood der Filmstudios der 1920er Jahre. Sein Weg hat ihn aus Deutschland hierher geführt und er will, wie so viele andere, hier als Schauspieler Karriere machen. Er hält sich mit Kleinstrollen über Wasser, vor allem die Einbindung in die deutsche Community hält ihn in Bewegung. So ergibt es sich, dass er hier die ein oder andere Notwendigkeit regelt, kleine Ermittlungen, nichts von Bedeutung. Aber er löst die Dinge ordentlich, zuverlässig und diskret. Und so kommt er eines Tages an seinen ersten offiziellen Fall als Privatdetektiv. Aufgesucht von einer unbeschreiblich gut aussehenden jungen Frau, natürlich ebenfalls mit Schauspielambitionen im Gepäck, soll er ihre Freundin finden, die in der Feiergesellschaft der legendären Filmleutepartys unterwegs ist und sich öfter mal in Schwierigkeiten bringt. Er sagt zu und es läuft gut. Bei der Auslieferung einer anderen kleinen Gefälligkeit findet er sie, schon fast zufällig, auf einer Party des legendären Komikers Roscoe 'Fatty' Arbuckle, ziemlich angeschlagen. Aber o.k., das wird schon wieder. Doch dann ist sie tot und verantwortlich dafür soll eben dieser Fatty sein, der den Filmstudios durch seine überaus erfolgreichen Filme viel Geld einbringt. Ein diskreter und irgendwie auch schon erprobter Privatdetektiv muss her, einer, der die wahren Begebenheiten, vorzugsweise ohne Beteiligung des großen Filmstars, aufklärt. Und so gelangt Engel an seinen ersten wirklich großen Fall. Man braucht etwas Zeit, um sich einzulesen in diesen Roman. Zu fremd ist einem zu Beginn diese besondere Gesellschaft rund um die enorm gewachsene Filmindustrie im Hollywood dieser Zeit und auch das Kennen- und Mögenlernen von Hardy Engel selbst erfolgt eher langsam. Doch nach einer Weile kann man sagen, es funktioniert. Und das muss es auch, denn schließlich muss man ihn ja durch das doch über 600 Seiten Labyrinth dieses 'Morlochs' begleiten. Ich war sehr begeistert von diesem Hammerbuch. Ein echter Neuzugang am Krimihimmel, mit einem sehr überzeugenden, leicht an Bogarts Philip Marlowe angelehnten Privatdetektiv der alten Schule. Und als Besonderheit, den Fall gab es in echt. Auch das gibt es ggfs. zum Nachlesen, wer's mag. Für mich gilt, der nächste Fall kann kommen.

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