Der Mann, der nicht mitspielt

von Christof Weigold 
4,5 Sterne bei64 Bewertungen
Der Mann, der nicht mitspielt
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Positiv (58):
S

Ein super Buch. Ich warte auf Fortsetzung

Kritisch (2):
karrrtigans avatar

Das Buch hatte viel Potential, leider wurde es durch die unnötige Länge des Buchs und die absolut unsympathische Hauptfigur nicht eingelöst.

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Inhaltsangabe zu "Der Mann, der nicht mitspielt"

Hollywood in den Roaring Twenties: ein wahres Sündenbabel zur Zeit der Stummfilme und der Prohibition. Rätselhafte Todesfälle erschüttern die Stadt. Mittendrin: ein deutscher Privatdetektiv. Christof Weigolds mitreißend spannender Detektivroman 'Der Mann, der nicht mitspielt' ist der Start einer Reihe, die auf den größten Skandalen und ungeklärten Mordfällen des frühen Hollywood basiert.
Privatdetektiv Hardy Engel, ein gescheiterter deutscher Schauspieler, wird von der schönen Pepper Murphy beauftragt, das verschwundene Starlet Virginia Rappe zu finden. Kurz darauf stirbt Virginia unter mysteriösen Umständen, nachdem sie eine Party des beliebten Komikers Roscoe 'Fatty' Arbuckle besucht hat. Dieser wird beschuldigt, sie brutal vergewaltigt und tödlich verletzt zu haben. Angefacht von den Boulevardzeitungen des Hearst-Konzerns entwickelt sich der Fall zum größten Skandal der Stummfilmzeit, der ganz Hollywood in den Abgrund zu ziehen droht.
Hardy Engel ermittelt in zwei rivalisierenden Filmstudios und in der Kolonie der Deutschen rund um Universal-Gründer Carl Laemmle. Unterstützt wird er von seinem Lieblings-Bootlegger Buck Carpenter, der ihn mit Insiderinfos und Whisky versorgt, und Pepper, in die er sich Hals über Kopf verliebt, obwohl sie etwas zu verbergen scheint. Als Hardy Engel schließlich die Wahrheit herausfindet, die allzu viele Leute vertuschen wollen, ist nicht nur sein Leben in Gefahr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462051032
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:640 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:15.02.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 09.02.2018 bei Der Audio Verlag erschienen.

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    PagesofPaddys avatar
    PagesofPaddyvor 2 Monaten
    Ein richtiges Highlight

    Hollywood, 1921, ein Skandal, ein Tod und mittendrin ein deutscher Privatdetektiv. Was sich interessant angehört ist es auch. Ich würde sogar soweit gehen und sagen: Das Buch ist ein wahres Highlight! Von der ersten Seite an schafft es Autor Christof Weingold eine ganz wunderbare Atmosphäre zu schaffen. Es fühlt sich wirklich so an als würde man in die Stadt der Engel Anfang der 20er Jahre abtauchen. Wir verfolgen die Geschichte von Hardy Engel, ein erfolgloser Schauspieler der sein Geld mit der Arbeit als Privatdetektiv verdient. Dieser Hardy Engel findet sich schnell in einem äußerst spektakulären Hollywoodskandal wieder und dieser Fall führt ihn tief in die Abgründe der Glitzerindustrie. „Der Mann, der nicht mitspielt“ ist ein ganz klassischer Ermittler-Krimi. Weingold schafft es aber eine Story zu erzählen die unglaublich lebendig ist, die spannend, teilweise humorvoll und immer super fesselnd ist. Das Setting ist absolut großartig und es macht einfach ganz viel Spaß sich an die Anfangstage Hollywoods zu begeben. Die Geschichte ist komplex aber nie unübersichtlich. Man bekommt einen guten, intimen Blick hinter die Kulissen. All die dunklen Machenschaften, das ist ja nicht mal fiktional. Fiktional ist übrigens auch nicht der Skandal und der Tod der die Geschichte so richtig in Schwung bringt. Als Grundgerüst dient ein echter Skandal und viele der Figuren die in dem Buch auftreten haben einen realen, historischen Hintergrund. Weingold verwebt das alles gekonnt zu einer ausgezeichneten Geschichte die extrem Bock auf mehr macht. Teil 2 von Hardy Engel kann kommen! 

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    RubyKairovor 8 Monaten
    Mitreißender und spannender Detektivroman basierend auf Skandalen und ungeklärten Mordfällen

              Hinter den Kulissen Hollywoods in den 1920ern, ein wahres Sündenbabel zur Zeit der Stummfilme und der Prohibition. Rätselhafte Todesfälle erschüttern die Stadt. Mittendrin: ein deutscher Privatdetektiv. Die wahre Geschichte handelt von dem seinerzeit bekanntesten Stummfilmstar, der Kolonie der Deutschen in Hollywood, von denen einer die dortige Filmindustrie gegründet hatte, sowie von zwei der aufregendsten Frauen, die der Ort damals, zu bieten hatte. Die eine wurde mitten in Los Angeles von einem Löwen getötet. Einem ausgewachsenen alten Löwenmännchen, das in einem Film von DeMille mitgespielt hatte. Die andere starb angeblich an einer Ginflasche, die ihr jemand in die Vagina gesteckt hatte. Und das während der Prohibition. Der Fall, der hier erzählt wird, gilt heute als der erste ganz große Skandal und eines der dunkelsten Rätsel Hollywoods. Als Schauspieler ist der Deutsche Hardy Engel gescheitert. Daher wird er Privatdetektiv, denn Fälle gibt es in der Stadt der Träume genug. Engels erster Einsatz, ist für die schöne Pepper Murphy, sie beauftragt ihn, ihre verschwundene Freundin Virginia Rappe, ein Starlet, zu suchen. Wenig später wird Virginia nach einer Party beim Komiker Roscoe genannt "Fatty" Arbuckle tot aufgefunden. Er soll sie vergewaltigt und getötet haben. Obwohl es drei Gerichtsprozesse und am Ende ein Urteil gab. Es war ein Freispruch. Der Täter wurde nie offiziell überführt und verurteilt. Roscoe Arbuckle arbeitete später unter dem Pseudonym William Goodrich. Die Boulevardblätter des Hearst-Konzerns puschen einen Skandal, der Hollywood an den Rand des Abgrunds führt. Hardy Engel ermittelt bei rivalisierenden Filmstudios und rund um den deutschen Universal Gründer Carl Laemmle. Unterstützt wird er von seinem Lieblings-Bootlegger Buck Carpenter, der ihn mit Insiderinfos und Whisky versorgt, und Pepper, in die er sich Hals über Kopf verliebt, obwohl sie etwas zu verbergen scheint. Schon bald stößt er auf Wahrheiten, die ihn in Lebensgefahr bringen. "Der Mann, der nicht mitspielt" ist der Start einer spannenden Detektivreihe, die Autor Weingold auf echten ungeklärten Mordfällen und den größten Skandalen der frühen Hollywood Jahre aufbaut. Es ist eine Geschichte, in der der Detektiv alles riskiert - seine Karriere, seinen Ruf und sogar das Leben seiner Kollegen - um den Schuldigen zu finden. Kann er den Mörder fassen, bevor er erneut zuschlägt? Wer die Kriminalgeschichten von "Volker Kutscher", "Georges Simenon mit Kommissar Maigret", "Zeugin der Anklage" oder "Lonely Hearts Killers" mag, ist hier genau richtig.  "Der Mann, der nicht mitspielt" ist eine düstere und böse Geschichte, für Liebhaber bester Krimiware und für Fans spannender Literatur. Faszinierend und absolut lesenswert.
           

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor 8 Monaten
    Die dunkle Seite der Traumfabrik

    Dass in Hollywood nicht alles so funkelnd und sauber ist, wie es nach außen hin immer scheint, haben uns nicht zuletzt die Debatten um sexuelle Belästigung und die Gleichberechtigung der Frauen gezeigt. Wenn man nun aber in "Der Mann, der nicht mitspielt" eintaucht, fragt man sich unweigerlich, wieviel davon Fiktion und wieviel verborgene, mit allen Mitteln vertuschte Realität ist.

    Hardy Engel, ein deutscher Exilant, der in den Anfängen des glänzenden Hollywoods als Schauspieler Fuß zu fassen versucht, hält sich mit Gelegenheitsjobs als Privatdetektiv über Wasser. Als er mit dem Vermisstenfall der Virginia Rappe betraut wird, ahnt er noch nicht wie tief er bald im Dreck der Traumfabrik stecken wird.

    Illusion und Verkleidung scheinen der Stoff zu sein, der die glanzvolle Fassade dieses Buisness zusammenhält. So ernüchtert ist man jedenfalls ziemlich schnell: Nichts als Lügen, Drogen, Prostitution und Bestechung sichern das Imperium der europäischen Auswanderer, die ihre hart erkämpfte Einnahmequelle mit allen Mitteln zu beschützen versuchen. Nur Hardy scheint sich nicht an die ungeschriebenen Spielregeln halten zu wollen oder können. Leider muss er sich so auch bald fragen, wem er eigentlich noch trauen kann; wer ehrlich zu ihm ist und wer einfach zu sehr in seinen Verkleidungen und Rollen aufgeht.

    Hinter diesem Erstlingswerk steckt eine imense Recherchearbeit, die Fakten sind mit so viel Sorgfalt und Liebe zum Detail zusammengetragen und verknüpft worden, dass man sich nicht selten fragt, ob es nun ein Roman oder Tatsachenbericht ist.
    Die Figuren sind in keiner Weise weichgezeichnet, man folgt ihnen ohne Filter durch diese Geschichte und lernt so die berechnende Seite Hollywoods kennen. Sogar Hardy selbst verfügt über genügend Ecken und Kanten, um sich kaum von seinen Mitmenschen abzuheben.

    Doch eine seiner größten Stärken muss ich dem Buch auch wieder als Schwäche anrechnen: Durch die Detailtreue und Fülle an Informationen kommt das Buch auf einen stattlichen Umfang von über 600 Seiten. So hat es dann doch zuviel Platz für eine Fülle an Figuren, über die man kaum den Überblick behält und schafft zwischendurch Längen, die der Spannung nicht immer gut tun.

    Trotz allem kommt man an diesem Buch, wenn man sich für die Roaring Twenties und Hollywood zu Zeiten der Prohibition interessiert oder einfach einen gut geschriebenen Thriller sucht, nicht vorbei! In Christoph Weigold steckt ein großes Potential, das er bestimmt noch in weiteren Hardy Engel-Fällen unter beweis stellen wird.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten
    Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall!

    Los Angeles in den Zwanzigern. Hardy Engel ist ursprünglich nach Hollywood gekommen, um eine Karriere als Schauspieler zu starten - doch es ist ein Traum gebleiben. Inzwischen hält er sich als Privatdetektiv mehr schlecht als recht über Wasser.

    Als ihn die hübsche Pepper Murphy aufsucht und ihn beauftragt, Virginia Rappe ausfindig zu machen, nimmt er an. Schon bald trifft er das Starlet auf einer Party des beliebten Komikers Roscoe "Fatty" Arbuckle, allerdings ist sie in keiner sonderlich guten Verfassung. Kurze Zeit später wird Virgina tot aufgefunden und der Verdacht ihrer brutalen Vergewaltigung und Ermordung fällt auf Fatty.

    Schnell entwickelt sich der Fall zu einem riesigen Skandal, der das glamouröse, noch im Aufstieg begriffene Hollywood zum Einsturz bringen könnte…


    Christof Weigold legt mit „Der Mann, der nicht mitspielt“ den Start einer Krimi-Reihe um den deutschen Privatdetektiv Hardy Engel vor. Alle Fälle sollen auf wahren Skandalen und ungeklärten Mordfällen aus der Anfangszeit der Traumfabrik basieren.

    Mit dem ersten Roman hat mich der Autor komplett abgeholt, denn die Atmosphäre ist wirklich grandios! Mag sein, dass die Zeit der Stummfilme, die ersten großen Erfolge Hollywoods und die Feierwut trotz der Prohibition einen dankbaren Rahmen stellen, aber meiner Meinung nach musste Weigold diese Basis erst einmal recherchieren und die Handlung einbetten - und das gelingt ihm meiner Meinung nach perfekt! Das geht sogar so weit, dass ich häufig Bilder aus alten Filmen vor Augen hatte und die Geschichte tatsächlich wie ein Schwarzweißfilm mit einzelnen Farbtupfern in meinem Kopf ablief…


    Natürlich nimmt sich der Autor künstlerische Freiheiten heraus, aber die Rivalitäten zwischen den ersten Filmstudios, reale Figuren wie der deutsch-amerikanische Filmproduzent Carl Laemmle, seines Zeichens Gründer und Chef der Universal Studios, oder aber verschiedene frühe Filmstars, bilden unter anderem die Grundlage des vorliegenden Krimis.


    Besonders hat mir aber auch die Art und Weise, wie Weigold seine Figuren zeichnet, gefallen. Allen voran Hardy, der einen großartigen Humor an den Tag legt, aber in sein gestecktes Ziel, seine Brötchen als Privatdetektiv zu verdienen, noch ein Stück weit hineinwachsen muss. Man sollte meinen, dass er es dann im ausschweifenden Filmgeschäft und seinem Umfeld durchaus zu etwas bringen könnte.


    Fazit: Richtig spannend, atmosphärisch dicht und authentisch, mit einer vielschichtigen, sympathischen Hauptfigur - dieser Krimi konnte mich rundum überzeugen.

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    gagamauss avatar
    gagamausvor 8 Monaten
    bitte mehr davon

    Hardy Engel, ein deutscher Einwanderer, versucht in den goldenen Zwanzigern des letzten Jahrhunderts sein Glück als Schauspieler in Hollywood. Da aber der Erfolg auf sich warten lässt, beginnt er als Detektiv zu arbeiten. Gleich seine ersten beiden Fälle sind kompliziert und kollidieren alsbald miteinander. Der bekannte Darsteller Fatty Arbuckle wird verdächtigt, am Tod des kleinen Starletts, Virgina, Schuld zu sein. Durch seine hartnäckigen Nachforschungen entlarvt Hardy nach und nach die Traumfabrik als korrupten, von Drogen, Sex und Erpressung beherrschten Sumpf, in dem die mächtigen Studiobosse fast alles tun, um ihre Schauspieler zu schützen und ihren guten Ruf so lange wie möglich zu erhalten.

    In Zeiten von MeeTo und Harvey Weinstein ist dem Autor, Chrisof Weigold, ein historischer Krimi geglückt, der überraschend aktuell und realistisch rüberkommt. Dabei schreibt er in bester Crime-noir-Manier und man hat Hardy als einen Detektiv vor Augen, der, ähnlich den Helden von Raymond Chandler, wie Humphrey Bogart in einer düsteren schwarz-weißen Welt agiert. Seine Sekretärin Pepper ist charismatisch, jung, wunderschön und schwer durchschaubar. Seine Auftraggeber geraten bald ebenfalls unter den Verdacht in die Geschichte verwickelt zu sein. Korrupte Polizisten versuchen Hardy aus dem Verkehr zu ziehen. Einen weiteren Mord an einem mutmaßlichen Zeugen kann Hardy nicht verhindern. Er wird angegriffen, unter Druck gesetzt, verfolgt und auf falsche Fährten gelockt.

    Mir hat die Geschichte gut gefallen. Der Erzählstil passt hervorragend zu Ort, Zeit und Handlung. Hardy ist ein starker Charakter. Hollywood und seine Abgründe werden durch viele reale Persönlichkeiten untermauert. Da fährt schon mal ein Buster Keaton im Auto vorbei oder ein Charlie Chaplin ist auf der Suche nach einer neuen minderjährigen Ehefrau. In der Mitte hatte das Buch die ein oder andere kleine Länge aber am Ende macht das das Finale wieder wett.

    Mein Fazit: Ein guter Serienauftakt. Ich hoffe, dass Hardy tatsächlich bald wieder ermittelt und ich könnte mir tatsächlich auch eine Verfilmung sehr gut vorstellen.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 8 Monaten
    Hollywood in den Zwanziger Jahren

    1921: Den Deutschen Reinhard Engel hat es nach Hollywood verschlagen. Am liebsten würde Hardy schauspielern, doch die Jobs sind rar, also betätigt er sich nebenbei auch noch als Privatdetektiv. Da schneit Pepper in sein Leben und beauftragt ihn, die Schauspielerin Virginia Rappe zu finden. Da Hardy erfahren hat, dass Virginia nach San Francisco ist, bittet er seinen Freund Fritz um Hilfe und kommt so nicht nur zu einem fahrbaren Untersatz, sondern auch noch zu einem zweiten Auftrag. Roscoe „Fatty“ Arbuckle ist ebenfalls ins Frisco und benötigt dringend Stoff für seine Party. Hardy kann in der Suite von Fatty nicht nur sein Päckchen loswerden, sondern trifft dort auch auf Virginia, die in grauenhafter Verfassung ist. Zwei Aufträge auf einen Schlag erledigt. Doch kurz darauf stirbt Virginia und Fatty wird beschuldigt, Virginia vergewaltigt und tödlich verletzt zu haben. Hardy hat seine Zweifel an dieser Fassung und will wissen, was wirklich geschehen ist. Aber das gefällt dem geheimen Drahtzieher nicht, denn alles soll schön vertuscht werden.

    Von Anfang an hat mich die Geschichte gepackt. Der Schreibstil ist lebendig, ein wenig lakonisch und sehr gut zu lesen.

    Ich habe sowohl das Buch gelesen, als auch das Hörbuch angehört. Der Sprecher des Hörbuches Uve Teschner hat eine sehr angenehme Stimme, die das Zuhören zum Genuss macht.

    In den Roaring Twenties gibt es die Prohibition, aber in Hollywood ist davon wenig zu spüren. Eigentlich gibt es überall Sex, Drugs und Rock’n’Roll (auch nein, der kam ja erst später. Es ist die Zeit der Stummfilme und man trifft in dem Buch auf viele bekannte Namen und dann stellt man fest, dass Hardy Engels erster Fall um den größten Skandal der Stummfilmzeit herum konstruiert ist.

    Die Filmstudios in Hollywood stehen in Konkurrenz zueinander, aber wenn es darum geht, die Tatsachen unter der Decke zu halten, dann sind sich die Bosse doch ziemlich einig.

    Hardy hatte das Leben in Deutschland satt und hoffte auf einen Karriere in Hollywood. Aber damit ist er nicht alleine und es gibt meist nur eine Statistenrolle und die auch nur, wenn man viel Glück hat. Da er schon als Polizist gearbeitet hat, bietet es sich an, sich als Privatermittler zu versuchen. Doch auch da laufen die Geschäfte nicht besonders. Bei Buck Carpenter bekommt er Alkohol, ein offenes Ohr und notfalls auch Hilfe in misslichen Lagen.  Mir hat an Hardy besonders gefallen, dass er die Wahrheit wissen will, wenn ihm etwas seltsam erscheint. Er ist beharrlich und kann einstecken. Selbst Pepper, in die Hardy sich verliebt, ist nicht offen. Doch je näher Engel der Wahrheit kommt, umso gefährlicher wird es für ihn.

    Der Fall ist für Hardy nicht einfach zu klären, denn es wird vertuscht, gelogen, erpresst und gemordet. Nichts darf die Geschäfte der Filmindustrie stören, aber auch die Presse hat nur die Auflage im Blick.

    Lange glaubte ich zu wissen, wer für den Tod von Virginia verantwortlich ist, doch am Ende gab es noch einige Überraschungen.

    Mich hat dieser Roman begeistert, er ist sehr spannend und unterhaltsam. Der mehrdeutige Buchtitel passt genau und das Cover ist einfach ein Hingucker.

    Ich kann dieses Buch nur empfehlen und freue mich schon auf den nächsten Fall für Hardy Engel.

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    tine1211s avatar
    tine1211vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Gelungener kriminalfall
    Gelungener und spannender Kriminalfall

    Der Mann, der nicht mitspielt – Hollywood 1921 Hardy Engels erster Fall“ von Christof Weigold ist eine spannende und rasante Kriminalgeschichte vereint mit interessanten Details aus der Filmgeschichte und dem Glamour Hollywoods. In dem ersten Werk von C. Weigold steht die Hauptfigur Hardy Engel, ein deutscher Polizist und in Hollywood aufgrund gescheiterter Versuche Schauspieler zu sein, nun Privatermittler im Mittelpunkt des Geschehens. Sein erster Auftrag erteilt ihm eine ihm bislang unbekannte Frau die eines Tages vor seiner Tür steht. Er soll ihre Freundin Virgina finden die verschollen zu sein scheint. Diese einfache Aufgabe ist schnell erledigt, doch scheint der Fall komplizierter zu sein, als er zunächst schien. In Hollywood ist so einiges los und immer wieder kommt Hardy Engel auf neue Erkenntnisse die ihn ein Stück weiter bringen, ihn aber auch in den Sumpf und in die Verstrickungen der Filmindustrie führen. Als ehemaliger Polizist hat er eine gute Spürnase und lässt sich nicht unterkriegen. Da er ein freier Mann ist und niemandem Rechenschaft ablegen muss, ist er ausnahmsweise nicht bestechbar bzw. beeinflussbar. Dies schafft ihm bei seinen Ermittlungen einen enormen Vorteil. Das Werk hat mich begeistert und die vielen Seiten (600) waren sehr schnell gelesen. Besonders gut gefiel mir der Schreibstil, denn dieser war in keinem Moment langatmig oder ausschweifend. Die Handlung wurde rasant beschrieben und an ein zur Seite legen des Buches war nicht zu denken. Dieses Werk ist sowohl für Krimifans als auch für Fans der Filmgeschichte ein „have to read“ und ich kann es nur empfehlen. Besonders gut gefallen haben mir auch der goldene Einband, sowie das goldene Lesebändchen, welches einen Bezug zu den goldenen 20iger Jahren herstellt. Sehr gelungen! Ein Werk, bei dem ich mir eine Fortsetzung wünsche!

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    bblubbers avatar
    bblubbervor 8 Monaten
    perfekt

    Was für ein furioser Roman. Hier stimmte wirklich alles.

    Das Cover ist vielversprechend und passte perfekt zum Inhalt.

    Der Erzählstil war ganz mein Geschmack. In der ersten Person erzählt Hardy Engel seine Geschichte mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Ironie. Dabei legt der Autor von Anfang an ein hohes Tempo vor und zieht die Spannungsschraube stetig an.

    Mit großer Sachkenntnis und vielen Details und Fakten gespikt wird man von diesem Buch sofort in seinen Bann gezogen. Man IST SOFORT drinnen in den Zwanziger Jahren mitten im verruchten Zentrum der Filmbranche. Man schmeckt den Gin und riecht die Camel-Zigaretten. Oldtimer rauschen durchs Bild, Starletts und Filmbosse bevölkern die Besetzungscouchen. Mehr als ein Star streift Hardys Weg und ich fühlte mich wie in einem guten alten Schwarz-Weiß-Film.

    Hardy selbst ist ein typischer Privatermittler. Nachdem es mit der Schauspielkarriere nicht voran geht, musste er sich ein neues finanzielles Standbein suchen und greift auf das Wissen seiner Berufserfahrung in Deutschland zurück. Hardy ist etwas knapp bei Kasse und kann sich deshalb seine Kundschaft nicht unbedingt immer aussuchen. Außerdem ist er aber auch ein sehr hartnäckiger Detektiv und sehr kreativ im Einsatz seiner Mittel. Schnell wird es natürlich gefährlich für ihn, weil er dem ein oder anderen auf den Schlips tritt. Es macht Spaß zu lesen, wie er sich immer wieder schlau herauslavieren kann und wie er stetig der Lösung seines Falles näherkommt.

    Ein wirklich tolles Buch und ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung.

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    oztrails avatar
    oztrailvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Thema interessant, Potential nicht ausgeschöpft. Sehr langatmig. Cover dafür top.
    Tatort Hollywood – hätte spannender sein können

    Was mir sofort ins Auge sprang, ist das Cover. Schwarzweiß mit Goldlettern, sehr auffällig. Der Einband verspricht einiges.

     

    Zum Inhalt:

    Mordfall Hollywood in den 1920 Jahren. Ein deutscher Schauspieler, verdingt seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv und versucht die Hintergründe des Mordes aufzuklären. Ein sehr schwieriges Unterfangen.  Hardy Engel gerät zwischen die Fronten der Filmstudios, kann er den Tathergang beweisen?

     

     

    Mein Fazit:

    Die Leserprobe hat mich an diesem Buch fasziniert. Ich wollte es unbedingt lesen. Erwartete mir Spannung bis zur letzten Silbe. Schade, war wohl nix. Die ersten Seiten gingen noch, hier war es so wie ich es mir vorgestellt hatte. Spannend, verrucht, so wie man sich das alte Hollywood vorstellt und dann ist es irgendwann passiert, dass die Spannung raus war. Stellenweise so langweilig, dass ich nur mehr quergelesen habe.

    Es war eine Quälerei mich durch die Seiten zu  wühlen. Ich hatte das Gefühl, dass viel geschrieben wurde um die Seitenzahl zu erreichen.  Schade.

     

    Ich kann daher nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen.  In meinem Bücherregal ist der Einband auf jeden Fall einer der Hingucker, deswegen gibt’s fürs Cover einen Extrapunkt.

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    Streiflichts avatar
    Streiflichtvor 9 Monaten
    Wunderbare Unterhaltung mit spannendem Hintergrund

    Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Einblicke in die wilden Zwanziger in Hollywood beeindruckt. Man bekommt noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Filmindustrie, die damals ja noch in den Kinderschuhen steckte. Lug und Betrug regieren dort und es wird richtig spannend.

    Sehr interessant fand ich auch die bunte Mischung der Menschen dort in einer Gegend, die ja besonders viele Einwanderer beherbergte. Das macht es nochmal spannender, weil auch die Mentalitäten so verschieden sind. Ein Toter folgt dem anderen und Hardy hat große Probleme, dem Ganzen noch Herr zu werden.

    Ich konnte kaum glauben, dass es der erste Roman des Autors Christof Weigold war, weil alles so genial durchdacht und logisch war. Ein wirklich dickes Buch, dessen viele Seiten mich aber nie gelangweilt haben. Nicht nur ein spannender Krimi, der den Leser begeistert und mitreißt, sondern auch ein tolles Zeitdokument, das ich als sehr authentisch empfunden habe.

    Einfach wunderbar, ich freue mich schon auf das nächste Werk dieses ungewöhnlichen Autors!

     

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