Christoffer Carlsson Schmutziger Schnee

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Inhaltsangabe zu „Schmutziger Schnee“ von Christoffer Carlsson

Hochspannung garantiert: Der neue Fall für Leo Junker Ein ermordeter Soziologe, ein verstörter 6jähriger Zeuge und die Bedrohung durch gewaltbereite Randgruppen: Leo Junkers neuer Fall macht es ihm bei der Rückkehr in den Polizeidienst nicht gerade leicht. Und er muss allen beweisen, was er sich selbst täglich einzureden versucht – dass er körperlich und psychisch wieder genesen und komplett arbeitstauglich ist. Als Leo und sein Kollege Birck endlich eine heiße Spur entdeckt haben, wird ihnen der Fall entzogen und dem schwedischen Geheimdienst übergeben. Doch das weckt erst recht Leos Ehrgeiz und bestärkt ihn in seinem Gefühl, dass in diesem Fall wichtige Details vertuscht werden sollen … Ein atemberaubender, suggestiver und brisanter Thriller von einem der besten schwedischen Thrillerautoren der neuen Generation.

ein brandaktuelles Thema in einen Schwedenkrimi verpackt

— harlekin1109

Solide, packte mich aber nicht so. Lange Anlaufzeit, bis bei mir Spannung aufkam.

— Tru1307

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  • interessanter Ermittler ermittelt in einem aktuellen Fall

    Schmutziger Schnee

    robbylesegern

    12. April 2016 um 22:58

    " Schmutziger Schnee" ist der zweite Fall des jungen Ermittlers Leo Junger, der es diesmal mit Extremisten am rechten und linken Rand der Politszene zu tun bekommt.Ein Soziologe wird erstochen in einer Seitenstraße aufgefunden und der Fall gestaltet sich mehr als schwierig. Warum wurde Thomas Heber ermordet , hat es mit seiner Arbeit zu tun? Schnell kann diese Frage mit Ja beantwortet werden, denn Heber hat Interviews mit Mitglieder der rechten und linken Szene geführt, die ihm anscheinend zum Verhängnis wurden. Als ein weiterer Mord geschieht und der Fall von der Säpo , dem schwedischen Geheimdienst, übernommen wird , bekommt der Fall für Leo eine ganz eigene Brisanz.Bei der Ermittlung , die er auf eigene Faust weiterführt, taucht er tief in den braunen und roten Sumpf der schwedischen Politlandschaft ein und kommt einem geplanten Attentat auf die Spur.Mit einem mehr als interessanten Ermittler startet der junge schwedische Autor Christoffer Carlsson hier seinen zweiten Fall, der aktueller nicht sein kann. Rechte Gruppierungen, wie sie heute in allen europäischen Ländern anzutreffen sind und immer mehr Mitglieder finden, die dann Fremdenhass schüren und auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Der Autor strickt einen gut konstruierten Fall rund um dieses Thema und führt es stringent zu einem überzeugenden Ende. Der Ermittler Leo Junger ist eine Figur mit Ecken und Kannten , selbst nach einem schweren traumatischen Erlebnis schwer angeschlagen und Tabletten abhängig, bildet er sicherlich noch die Grundlage für viele nachfolgende Fälle.Die Anfang dieses Buches war etwas langatmig, wohl auch deshalb weil viele Personen vorgestellt werden musste und die Handlungsstränge aufgebaut wurden, doch die Fortführung des Falls zeigten dann Spannung und Brisanz.Mir hat dieser Fall von Leo Junker gut gefallen und trotzdem ich den ersten Fall noch nicht gelesen habe, fand ich gut in die Geschichte hinein.Ein Autor, den man im Auge behalten sollte.

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  • Auf der Höhe der Zeit

    Schmutziger Schnee

    michael_lehmann-pape

    02. March 2016 um 14:30

    Auf der Höhe der Zeit Wie das so ist mit den „Rechten“ und den „Linken“, den „anti-faschistischen Gruppen“ und den neuen „Rechtskonservativen“ und „Neo-Konservativen“ am rechtesten Rand der Gesellschaft, das sind jene Themen, die Carlsson als Hintergrund seines neuen Kriminalromans setzt und den Leser tief mit hineinnimmt in diese „Szenen“, die Auseinandersetzungen „bis aufs Messer“ (im wahrsten Sinne des Wortes) und all das, was unter dem Deckmantel des „ganz normalen Alltages“ bereits an Positionierungen stattfindet. Ein Soziologe wird erstochen aufgefunden. Und, vorweggesagt, das wird nicht das letzte Todesopfer der radikal-strategischen Hintergründe bleiben. Einer, der eine Interviewreihe vor einiger Zeit als Grundlage für sein Forschungsprojekt gestartet hat. Der das Vertrauen vor allem linker Extremisten gewonnen hat, nicht zuletzt, weil er selber zu Zeiten einmal Teil dieser Szene war. Soweit kommt Leo Junker mit seinen Ermittlungen, bevor er genötigt wird, den Fall an die Staatspolizei abzugeben. Und eigentlich könnte Junker es nun gut sein lassen. Der nach einem traumatischen Erlebnis gerade erst wieder im Dienst ist. Der seine Tabletten dringender benötigt, als neue Probleme auf der Dienststelle. Doch in Junker selbst ist es einfach nicht genauso trist, wie um ihn herum. Sein Büro mag geleert wirken, sein Besucherstuhl der unbequemste aller Orte und Zeiten sein, sein Verhalten unwirtlich und unnahbar, doch das alles sollte seine Vorgesetzten, Kollegen und Gegner nicht darüber hinwegtäuschen, dass einer wie er stetig und beständig an jenen Dingen „dranbleibt“, die ihm auf irgendeine ihm selbst kaum ergründliche Art und Weise nahegehen. Und so taucht Junker ein in diesen Sumpf des sogenannten politischen Kampfes, der vermummten Steinewerfer, der glatten und gelackt wirkenden rechten Extremisten, der „neuen Normalität“ von Nationalismus, Fremdenhass und Konsens-Unfähigkeit, die sich auch in Schweden bereits bei Wahlen niedergeschlagen hat. Und je mehr er in den Interviews des Soziologen gräbt, desto klarer wird ihm, dass er auf der Spur eines geplanten Attentates ist. Doch wer ist Täter und wer ist Opfer? Welche Seite zieht welche Fäden und warum? Fragen, denen auch der Leser bis zum Ende des Romans nachgehen wird. Es ist dabei gerade die Mischung zwischen äußerer Tristesse und innerem „noch nicht ausgebrannt sein“ seines Ermittlers Junker, in der Carlsson ein Bild der Gegenwart über die konkrete Person hinaus lebendig werden lässt. In unruhigen Zeiten, in der alte Ressentiments auf eine Sprachlosigkeit der etablierten Politik trifft, in der längst vergessen geglaubte, intolerante Strömungen reißendes Oberwasser gewinnen und es vorbei mit aller „Gemütlichkeit“ in den Gesellschaften des Westens ist, ist Junker ein Synonym für jene Haltung, die nur fast besiegt nicht bereit ist, ganz aufzugeben, sich einfach in die bequemen Ausreden hinein gehen zu lassen. „„Durch unseren Kampf formen wir die Zukunft unserer Kinder“. Diese Worte klangen gefährlich, giftig. Und wichtig“. Martialische Reden von der „Nation“, der „Überfremdung“, der Renaissance alter, kriegerischer, brutaler Ideen jener „Aktivisten im Schwedischen Widerstand“, die in die Mitte der Gesellschaft drängen. Auf neue, nach außen glattgebügelte Art und Weise. Und dabei junge Menschen versuchen, zu formen, Freunde gegeneinander aufbringen und vor Gewalt nicht zurückschrecken. Wie auch die „Gegner“ zu allem bereit zu sein scheinen. Präzise, klar in der Sprache, düster in der Atmosphäre, ohne vorgefertigte Antworten macht sich Carlsson auf Spurensuche in der Gegenwart und führt den Leser mit hinein dahin, wo es brodelt und gefährlich ist und weiter werden wird. 

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  • Schmutziger Schnee in Schweden

    Schmutziger Schnee

    xxxxxx

    27. February 2016 um 14:03

    Das Buch "Schmutziger Schnee" von Christoffer Carlsson ist ein guter Thriller aus und über Schweden.  Der Stockholmer Polizist Leo Junker ist gerade wieder in den Dienst zurückgekehrt. Schon liegt eine Leiche in einem Hinterhof. Offenbar wurde ein Soziologe erstochen. Aber warum und von wem? Hatte er eine Verabredung mit einer Frau? Oder hat es etwas mit den radikalen Rechten oder Linken zu tun, die der Tote zu Forschungszwecken interviewte? Jeder kann es selbst in diesem spannenden Buch nachlesen! Das Buch beschreibt die Charaktere gut. Das wissenschaftliche Wissen des Autors, der Kriminologie studierte, hilft ihm, die Dinge glaubhaft zu erzählen. Leider ist schwedische Politik in Deutschland aber nicht unbedingt ein einfaches Thema. Die Handlung ist daher meiner Meinung nach etwas schwieriger zu verstehen. Der Autor lässt in verschiedenen Kapiteln unterschiedliche Personen sprechen und geht auch manchmal in die Vergangenheit. Erst am Ende fügen sich die Dinge zusammen, überraschende Zusammenhänge treten hervor. Das fand ich etwas verwirrend, da das aber Band zwei sein soll, fehlt mir vielleicht auch nur das Hintergrundwissen vom ersten Teil.  Das Buch ist relativ dick mit seinen über 400 Seiten, ich habe es aber ziemlich schnell lesen können.  Der Titel ist durchaus aussagekräftig gewählt und das Cover passt auch gut.  Fazit: Ein spannender Thriller mit gewöhnungsbedürftigem Thema.

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  • Leo's 2. Fall

    Schmutziger Schnee

    mordsbuch

    22. February 2016 um 08:54

    Nach „Schmutziger Schnee“ ist „Der Turm der toten Seelen“ das zweite Buch in der Reihe, mit dem Polizisten Leo Junker. Leo, der bei einem Einsatz mehrere Menschen erschossen hat, kämpfte sich nach der Suspendierung zurück in den aktiven Dienst. Doch die Schuldgefühle bleibe, seine Psyche leidet darunter und seine Tablettenabhängigkeit setzt dem ganzen noch dir Krone auf . In diesem Fall muss er den Mord an einem Soziologen aufklären. In eine Seitenstraße wird der Soziologe, Thomas Heber, erstochen aufgefunden. Heber der sich vor seiner Ermordung, aufgrund eines Forschungsprojekts, mit rechten und auch linken Randgruppen der Politik beschäftigte, scheint sich damit nicht nur Freunde gemacht zu haben. Warum wurde er ermordet? Kam er an Info's die nicht für seine Ohren bestimmt waren, und die auf keinen Fall bekannt werden sollten? Wer hat durch die Informationen am meisten zu befürchten? Nachdem Leo und sein Team es endlich schaffen etwas Licht ins Dunkle zu bringen, werden sie vom Fall abgezogen und der schwedische Geheimdienst übernimmt die Ermittlungen. Aber Leo gibt nicht so einfach auf, denn er vermutet, dass in diesem Fall einiges vertuscht werden soll. Und so ermittelt er weiter, privat natürlich. Wird er aufdecken, was es mit diesem Fall auf sich hat? Ich finde Christoffer Carlsson ist im zweiten Band seinem Stil treu geblieben. Diesmal geht es um das politische Zeitgeschehen, welches er gut recherchiert hat. Auch die Geschichte zu Leo Junker kommt nicht zu kurz, und man erfährt noch mehr aus seinem Privatleben. Ich finde auch den zweiten Teil wieder spannend, vom Anfang bis zum Ende. Finde aber man sollte den ersten Teil gelesen haben, um die Hintergründe zu verstehen. Fazit: Spannende Geschichte zum aktuellen Zeitgeschehen. Kann es nur empfehlen und hoffe auf eine Fortsetzung. 

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  • Leo Junkers zweiter Fall

    Schmutziger Schnee

    Havers

    18. February 2016 um 13:44

    Der von der Kritik hochgelobte und für sein Erstlingswerk „Der Turm der toten Seelen“ 2013 mit dem schwedischen Krimipreis ausgezeichnete Autor Christoffer Carlsson ist vom Fach. Als promovierter Kriminologe weiß er, wovon er schreibt und hat eine eher kühl wissenschaftliche, klar strukturierte Herangehensweise an die Verbrechen und deren Ursachen, die er seine Täter begehen lässt. „Schmutziger Schnee“ ist nach „Der Turm der toten Seelen“ der zweite Band der Reihe, in der der Polizist Leo Junker ermittelt. Junker ist nicht der strahlende Held, der toughe Superman im Dienste der Polizei, wie wir es so oft aus anderen Kriminalromanen kennen. Er ist psychisch angeschlagen, nachdem er im Einsatz einen Menschen erschossen hat, und diese Schuldgefühle quälen ihn auch nach Beendigung seiner Suspendierung und der Rückkehr in den aktiven Dienst noch immer.  Es ist der Abend vor Lucia, dem schwedischen Lichterfest, als in einer dunklen Seitenstraße ein Mann erstochen aufgefunden wird. Einziger Zeuge ist ein sechsjähriger Junge, der vom Fenster aus den Tathergang beobachtet hat. Leo Junker und seine Kollegen ermitteln. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Opfer um den Soziologen Thomas Heber handelt, der sich im Rahmen eines Forschungsprojektes mit politischen Randgruppen beschäftigt hat. Seine zahlreichen Interviewpartner gehören sowohl dem linken als auch dem rechten Spektrum an. Aber wer hat ein Interesse daran, den Wissenschaftler zu ermorden? Ist er im Rahmen seiner Nachforschungen auf etwas Brisantes gestoßen, das nicht an die Öffentlichkeit gelangen darf? Die Vermutung liegt nahe, denn der schwedische Geheimdienst schaltet sich ein und übernimmt die Ermittlungen. Leo Junker und seine Kollegen werden von dem Mordfall abgezogen, was ihn aber nicht daran hindert, den Mordfall auf eigenen Faust weiterzuverfolgen.  Obwohl Carlsson seinen Thriller genretypisch mit einem Mordfall beginnt, ist bereits nach wenigen Seiten klar, dass er nicht den bekannten Mustern folgt. Er entwickelt seine Geschichte sehr langsam und detailliert, führt nach und nach eine Vielzahl von Personen ein, blendet in deren Vergangenheit zurück, lässt uns deren Dialogen lauschen, ehe er wieder bei den Ereignissen der Gegenwart landet. Das ist stellenweise anstrengend zu lesen, eröffnet er dadurch doch sehr viele Einzelschauplätze. Am Ende führt er diese jedoch in gekonnter Weise zusammen, und man erkennt im Rückblick deren Berechtigung und die ihnen innewohnende Logik, die schlussendlich zu dem Verbrechen führt.  Offenbar ist die Leo Junker-Reihe auf vier Bände angelegt – wir dürfen gespannt sein!

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  • [Rezension] Schmutziger Schnee

    Schmutziger Schnee

    Tru1307

    14. January 2016 um 21:34

    Schmutziger Schnee ist nach Der Turm der toten Seelen Band 2 einer Thriller-Reihe um den eigentümlichen Ermittler Leo Junker. Ich kenne den ersten Band nicht, war aber gespannt, was mich bei einem Thriller, der in Stockholm spielt, erwarten würde, vor allem, da der Autor Christoffer Carlsson promovierter Kriminologie ist. So jemand muss doch wissen, wie man spannende Geschichten schreibt. Der Turm der toten Seelen wurde übrigens in achtzehn Länder übersetzt und wird international hochgelobt. Bevor ich als Buchflüsterer dieses Buch zugeschickt bekam, war mir der Autor nicht bekannt. Der Fall startet direkt mit einem Tatort. Genretypisch ermittelt jemand, der eine Vielzahl an eigenen Problemen mit sich herumschleppt und einen alten Fall überstanden hat, der ihn immer noch mitnimmt. Leo Junker ist nach dem vorherigen Fall tablettenabhängig, wurde aber dennoch wieder für diensttauglich erklärt. Nun fürchtet er, dass seine Abhängigkeit von Sobril herauskommt und er seinen Job für immer verliert. Der einzige Zeuge ist ein sechsjähriger Junge, der nicht viele Beschreibungen liefern kann, und viele Hinweise kommen auch nicht zusammen. Dennoch arbeiten sich Junker und sein Kollege nach und nach ein und entdecken eine vielversprechende Spur, die zu verschiedenen radikalen Gruppierungen führt. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass mir essentiell die Informationen aus dem ersten Fall über die Figuren fehlen. Es werden zwar einige Details verraten, aber ich würde empfehlen, den ersten Teil zu lesen, bevor man sich an Schmutziger Schnee wagt. Die vielen Figuren, die eingeführt werden und Szenen erzählen, verwirrten mich zu Beginn. Der Autor öffnet viele Handlungsstränge, die auf den ersten Blick nur lose oder überhaupt nicht miteinander verbunden sind, und springt auch noch in den Zeiten und der Erzählweise hin und her. Während Leo Junker aus der Ich-Perspektive erzählt, berichtet der Großteil der anderen Figuren aus der dritten Person heraus. Ab und an gibt es Einschübe eines auktorialen Erzählers. Schade, dass es nicht einheitlicher gehandhabt wurde, denn so ist es anstrengend, sich zeitgleich auf eine neue Figur und eine neue Art des Erzählens einzustellen. Band 2 kommt meiner Meinung nach nur schwer in Gang trotz des typischen Beginns. Ich empfand die langen Beschreibungen, gepaart mit vergleichsweise wenig wörtlicher Rede (die den Textfluss auflockern könnte) oftmals ermüdend. Dafür wurde die meist dunkle Atmosphäre vor dem Lucia-Tag, dem schwedischen Lichterfest, gut eingefangen. Zum Ende hin werden diese Stränge gut zusammengefasst, sodass es einen runden Abschluss gibt. Fazit: Schmutziger Schnee ist ein solider Thriller, der mich zum Ende hin noch packen konnte. Der Einstieg fiel mir hingegen schwer, da lange der Bezug zu den Figuren fehlte und man nicht direkt durchblickte, in welcher Zeit man sich gerade befand. 

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  • Der 2. Fall für Leo Junker

    Schmutziger Schnee

    simsa

    12. January 2016 um 16:18

    Ein bekannter Soziologe wird in Stockholm ermordet. Schnell wird klar, dass der Fall brisanter ist, als zunächst gedacht. Denn das Opfer stand in Verbindung mit gewaltbereiten Randgruppen und so kommt Leo Junker zurück in den Polizeidienst und gerät zwischen die Fronten der rechts- und linksextremen Gruppierungen. Nur aus welchem Motiv wurde der Mord verübt und wer hat es getan? „Schmutziger Schnee“ ist der zweite Fall für Leo Junker. Hier noch einmal die Reihenfolge: Der Turm der toten Seelen , Schmutziger Schnee „Endlich mal wieder ein nordischer Krimi“ habe ich gedacht, als ich „Schmutziger Schnee“ von Christoffer Carlsson in den Händen hielt. Eine Zeit lang habe ich Krimis aus Skandinavien inhaliert und es wurde mal wieder Zeit dies aufzufrischen. Der Schreibstil von Christoffer Carlsson ist nüchtern und sachlich, wobei er auch emotional sein kann, wenn es um seinen Kommissar Leo Junker geht. Halt typisch skandinavisch, wie ich finde. Leo Junker trägt noch innere Narben von seinem letzten Fall mit sich herum, ist gerade erst wieder im Polizeidienst und stark tablettenabhängig. Was natürlich nicht gerade hilfreich ist, wenn man direkt nach einer Zwangspause in einen neuen Ermittlungsfall verwickelt wird. Was mir selber allerdings schon nach wenigen Seiten aufgefallen ist war, dass ich ohne die Kenntnisse vom ersten Fall ein paar Wissenslücken habe, die sich nur schwer schließen lassen. Immer wieder werden Anspielungen gemacht, immer wieder tauchen Dinge und Personen auf die mit der jetzigen Situation wenig zu tun haben. Große Erklärungen gibt es nicht und deswegen finde ich das Lesen vom ersten Fall durchaus empfehlenswert. Denn dies alles erleichterte natürlich auch nicht unbedingt meinen Lesefluss. Was mir gefallen hat, war die brisante Situation in Schweden (und auch momentan im übrigen Europa), die Christoffer Carlsson zum Mittelpunkt des Krimis macht. Beide Seiten werden beleuchtet und es ist erschreckend, wie gewaltbereit diese Gruppierungen ihre Meinung vertreten. Trotzdem und dies ist der Knackpunkt, der Fall konnte mich nicht fesseln. Ich wurde weder mit Leo Junker warm, was vielleicht auch daran liegt das ich den Vorgänger nicht kenne und der Roman bediente für mich einfach zu viele Sichtweisen. Der Autor beleuchtet den Mord von der Seite der Ermittler, aber auch aus den Blickwinkeln anderer Personen. Gerne hätte ich hier weniger Sprünge im Buch gehabt. Mir selber gefallen immer die Ermittlungsarbeiten der Kommissare und hier waren sie auf Dauer zu rar gestreut. Was mich zu Beginn noch fesseln konnte, wurde zum Ende hin einfach nicht mehr packend. Das Buch schleppte sich für mich, hatte zwar auch seine spannenden Szenen, wich aber doch vom Fall etwas ab und durchleuchtete die Randgruppierungen mehr, als die Ermittlungsarbeit. Mir hätte hier eine Tendenz in die Polizeiarbeit deutlich besser gefallen. Mein Fazit: Dieses Buch durchleuchtet einen aktuellen und interessanten Bereich unserer Gesellschaft. Was erschreckend wirkt. Trotzdem zog mich „Schmutziger Schnee“ zwar zu Beginn an, hatte dann aber einen deutlichen Leerlauf um zum Ende hin wieder etwas besser zu werden. Mich konnte es leider nicht komplett überzeugen.

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