Christoffer Carlsson Weißzeit

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Inhaltsangabe zu „Weißzeit“ von Christoffer Carlsson

Rasiermesserscharf und atemberaubend: Vega Gillberg ist 16 Jahre alt, als die Polizei an ihre Tür klopft. Sie ist auf der Suche nach Vegas Bruder Jakob, der des Mordes verdächtigt wird. Doch Jakob ist verschwunden, Vega hat seit Tagen nichts mehr von ihm gehört. Hat er wirklich etwas mit dem Verbrechen zu tun? Vega macht sich in der harten Wildnis Schwedens auf die Suche, taucht immer tiefer in die Geschichten der Menschen um sie herum ein, die alle miteinander verbunden sind, und entdeckt ein dunkles Geheimnis.
Packend, rau, emotional: ein literarisches Juwel aus der Feder des vielfach ausgezeichneten schwedischen Autors Christoffer Carlsson.

Spannend, kurzweilig und unterhaltsam!

— 66jojo

„Kaltzeit“ ist ein kurzweiliger Jugendroman, der durch seine besondere, düstere und kalte Atmosphäre besticht.

— _hellomybook_

Eine Geschichte, die nichts beschönigt und deshalb in ihren Bann zieht!

— pantaubooks

Raue Winteratmosphäre in gefühlskalter Umgebung

— Skyline-Of-Books

Sehr ungewöhnlich und mit einer fast schon bedrückenden Atmosphäre - aber sehr einnehmend geschrieben!

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  • Weißzeit

    Weißzeit

    Kleine8310

    07. January 2018 um 11:40

    "Weißzeit" ist ein Jugendbuch des Autors Christoffer Carlsson. Ich hatte schon Thriller von Herrn Carlsson gelesen und fand sie ziemlich gut, sodass ich auf sein Debüt im Jugendbuchbereich neugierig war. Daher blieb das Buch auch nicht lange ungelesen.    In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Vega Gillberg. Vega ist sechzehn Jahre alt und lebt bei ihrer Mutter. Sie hat noch einen älteren Bruder, namens Jakob, an dem sie sehr hängt. Eines Tages taucht die Polizei bei ihr zuhause auf und sie erfährt, dass Jakob gesucht wird. Jakob ist verschwunden und Vega macht sich auf die Suche nach ihm. In der Wildnis Schwedens stößt sie auf ein Gewirr von Geheimnissen und zwielichtige Personen, die allesamt durch ein dunkles Geschehen verbunden sind. Gehört auch Jakob dazu? Der Einstieg in dieses Buch ist mir sehr gut gelungen. Christoffer Carlsson hat einen leichten und jugendgerechten Schreibstil, der sich hier auch problemlos und flüssig lesen lässt. Erzählt wird die Geschichte in Ich - Form aus der Sicht von der Protagonistin Vega, was mir gut gefallen hat.    Die Handlung ist clever und spannend aufgebaut und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Die Mischung aus Geschehnissen in der Gegenwart und Vega's Erinnerungen hält die Spannung aufrecht und ich habe es genossen mitzurätseln.    Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich in Ordnung, und auch wenn ich die vielschichtige Protagonistin interessant fand, wurden mir manche Themen, wie Rauchen, Alkohol und Sex, für ein Jugendbuch einen Ticken zu oft erwähnt. Da ich aber ja schon etwas älter bin, war es für mich kein großes Problem.   Christoffer Carlsson ist es sehr gut gelungen die verschiedenen Grauzonen bei den Charakteren auszuloten und das fand ich echt toll. Ich war zwar nicht mit allem einverstanden, aber dennoch haben mich die Umsetzung und die Zwischentöne gefesselt.   "Weißzeit" ist eine spannende und raffiniert aufgebaute Geschichte, die mir gut gefallen hat!

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  • Weisszeit

    Weißzeit

    66jojo

    02. January 2018 um 00:09

    Rezension Wie verschwiegen ist ein schwedisches Kleindorf? Wie viele Geheimnisse gibt es wirklich? Vega ist jung, aber keinesfalls dumm. Sie weiss, dass es Geheimnisse gibt, welche man ihr nur verraten wird, wenn sie nachforscht. Ist ihr Bruder schuldig? Warum wurde Lars Hellmann ermordet? Die Geschichte beginnt ziemlich rasant und ich habe mich sofort in den kalten Wäldern von Schweden wohlgefühlt. Auf knapp zweihundert Seiten wird uns eine düstere Geschichte rund um Geld, Mord und Familiengeheimnisse erzählt. Die Spannung war ständig vorhanden, aber nie so übermässig, dass ich fast geplatzt wäre vor Neugierde und das machte es für mich angenehm zu lesen, da ich zwar wissen wollte, wer der Mörder ist, aber die Handlung liess mir auch genug Freiheiten um in die wunderschöne Atmosphäre dieses Buches abtauchen zu können. Leider muss ich sagen, dass es schwierig ist auf zweihundert Seiten eine ausgeklügelte Geschichte zu schreiben und es hat mir doch einiges gefehlt. Das Ende war viel zu schnell da und ich hätte gerne alles noch ein bisschen ausgebaut gehabt und noch mehr über die einzelnen Personen erfahren. Zum Beispiel die Frage ob Vega und Tom zusammen kommen werden? Im Gegensatz zu den Charakteren, welche mich zwar mit ihrer authentischen Art überzeugen konnten, dafür nicht gerade mit Sympathie punkteten, gefiel mir die ungefilterte Sprache. Die Dialoge überzeugten mit ihrer direkten Art. Die Übersetzung ist wahrlich gelungen, da die raue Sprache des Autors beibehalten worden ist und so ganz klar gezeigt wurde, wie kalt und düster Schweden sein kann, aber auch wie schön. FazitDas Debüt von Christoffer Carlsson hat mich von der ersten Seite weg gepackt. Die düstere Atmosphäre gefiel mir wahnsinnig gut und ich will jetzt auf jeden Fall mehr Thriller lesen, die in Schweden spielen. Die Charaktere waren alle sehr eigen, aber irgendwie haben sie zur Geschichte gepackt und besonders Vega fand ich ziemlich cool. Die Handlung überzeugte, stach jedoch nicht wirklich raus, was ich bei knapp zweihundert Seiten auch nicht erwartet habe. Ich muss hier auch anmerken, dass ich es toll finde, dass das Buch perfekt geeignet für Leser ist, welche gerne kürzere Bücher haben, welche auch eine tolle Geschichte beinhalten, das findet man leider auch nicht mehr all zu oft. Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall erfüllt und ich finde «Weisszeit» kann man sich auf jeden Fall zu Weihnachten wünschen. Das Buch bekommt von mir ⭐⭐⭐⭐ von 5 Sterne und ich empfehle es allen, die auf der Suche nach kurzer spannender Lektüre sind, Schwedische Thriller mögen oder Fans von Alice Gabathuler sind.

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  • Atmosphärisch dichter und kurzweiliger Jugendkrimi!

    Weißzeit

    _hellomybook_

    28. December 2017 um 13:40

    Das Kälte ausstrahlende Cover und der dazu passende Titel haben mich in der frostigen Jahreszeit, in welcher wir uns derzeit befinden, dazu verleitet, das Jugendbuchdebüt „Winterzeit“ des schwedischen Autoren Christoffer Carlsson zu lesen. Der Klappentext des Buches versprach ein kurzweiliges, aber fesselndes Lesevergnügen. Mit diesen Ansprüchen bin ich an vorliegendes Werk herangegangen und in der folgenden Rezension könnt ihr erfahren, wie es mir gefallen hat. Gleich zu Beginn positiv aufgefallen ist der leicht zu lesende Schreibstil. Durch diesen findet man sich sehr schnell in diesem neuen Szenario zurecht. Auch die kurze Kapitellänge sorgt dafür, dass man wortwörtlich durch die Seiten „fliegt“. Alles in Allem kommt man nicht nur gut in das Geschehen hinein, sondern ist auch dementsprechend schnell mit dem Buch fertig.Der Frage, ob sich diese doch sehr kurze Buchlänge negativ auf den Tiefgang und die Handlung auswirkt, fühlte ich mich gegenübergestellt – und obwohl es jetzt schon mehrere Tage her ist, dass ich das Buch beendet habe, kann ich keine eindeutige Antwort darauf geben. Während des Lesens ist mir die düstere, kalte Atmosphäre, die der Autor an den Tag legt, spürbar geworden. Das frostige Klima, das über dem Ort schwebt, in dem der Roman spielt, die bedrückende und bedrückte Stimmung, die von den Einwohnern ausgeht, und den fast schon depressiven Gemütszustand, in welchem sich die Protagonistin ausschließlich befindet, konnte der Autor glaubhaft dem Leser auf den knapp zweihundert Seiten übermitteln. Von daher, konnte ich alle Figuren in den kaltherzigen und grausamen Entscheidungen, die sie teilweise getroffen haben, nachvollziehen, weil es total in die Umgebung gepasst hat und sie verständlicherweise vom Umfeld so stark geprägt worden sind. Andererseits konnte ich beobachten, dass mir das Buch nicht länger nach Beendigung im Gedächtnis geblieben ist. Es hat weder eine besondere Message, was es uns mit auf den Weg geben möchte, noch einen einprägsamen Twist. Das bedeutet, dass „Weißzeit“ zwar atmosphärisches und kurzweiliges Lesevergnügen bereiten kann, aber man als Leser dieses relativ schnell wieder aus dem Gedächtnis bannen kann. Die wenigen Figuren, die in diesem Buch auftauchen, sind, wie oben bereits kurz erwähnt, glaubwürdig und realistisch dargestellt und man merkt, wie stark sie von dem trostlosen Umfeld, in welchem sie sich tagtäglich bewegen, geprägt sind. Dennoch kann man auch die seltsame Bindung, die die Einwohner an ihre Heimat bindet, verstehen und nachvollziehen, da sie selbst oftmals über eine Flucht nachdenken. Die Handlung fällt mehr als dürftig aus. Es ist eine sehr einfach gestrickte Mordgeschichte, in welcher die Figuren in so ziemlich allem richtig liegen, was sie vermuten. Der Twist, der am Ende sichtbar wird, ist nicht wirklich stark überraschend. Tatsächlich ist es auch nicht der Handlungsverlauf, der das Buch besonders macht, sondern die erschreckend düstere Atmosphäre, welche ich obig schon mehrfach erwähnt habe. Dabei lässt man als Leser bei der Aufdeckung des Mörders selbst jegliches Gerechtigkeitsgefühl links liegen, da auch diese Tat kurioserweise nachvollziehbar erscheint und man diesen Täter nachträglich nicht als einen „bösen Menschen“ erachtet, da jeder aus der Umgebung solchen morbiden und kalten Gedankengängen nachhängt. „Kaltzeit“ ist ein kurzweiliger Jugendroman, der durch seine besondere, düstere und kalte Atmosphäre besticht. Er unterhält den Leser in seiner kurzen Länge gut, bleibt aber nachträglich nicht im Gedächtnis hängen. Hier hat jeder selbst zu entscheiden, ob er sich die 15€ dafür lohnen. Jedem, der sich nach dem Klappentext angesprochen fühlt, kann ich aber ruhigen Gewissens empfehlen, einen Blick auf diesen Jugendroman zu werfen.

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  • Düster und bedrückend

    Weißzeit

    Sternenstaubfee

    13. November 2017 um 19:54

    Die 16-jährige Vega lebt mit ihrem 19-jährigen Bruder Jakob und der Mutter in einem kleinen Dorf in Schweden. Eines Tages steht die Polizei vor ihrer Tür. Jakob wird dringend gesucht; man bringt ihn in Verbindung mit dem Verschwinden eines Dorfbewohners. Doch Jakob ist untergetaucht. Vega ist überzeugt von seiner Unschuld und macht sich auf die Suche nach ihm.  Mein Leseeindruck: Das Buch hat nur knappe 200 Seiten und ist daher schnell gelesen, zumal es auch sehr kurze und lesefreundliche Kapitel hat. Ich habe dennoch eine Weile gebraucht, um mich einzulesen und wohlzufühlen in der Geschichte, denn die Atmosphäre ist – gerade für ein Jugendbuch – sehr düster und bedrückend. Auch die Sprache ist zum Teil recht derb. Der Schreibstil passt zwar zur Geschichte, aber ich war hier durchaus froh, dass das Buch so schmal ist. Dabei ist die Handlung sehr spannend. Langeweile kam bei mir nicht auf; ich war immer neugierig und gespannt auf den Fortgang der Geschichte und die Auflösung. Man kann hier als Leser in eine ganz andere Welt eintauchen, denn diese kleine Dorfgemeinschaft in Schweden scheint – vermutlich wegen ihrer Abgeschiedenheit – einfach anders zu sein. Ich denke, daher rührt auch die düstere und bedrückende Atmosphäre. Die Jugendlichen scheinen nicht wirklich gute Zukunftsperspektiven zu haben. Ich habe das Buch gerne gelesen. Es hat auch gerade sehr gut in diese auch eher trübe Jahreszeit gepasst, obwohl ich ansonsten eigentlich kein Jahreszeiten-Leser bin (ich kann auch Weihnachtsbücher im Sommer lesen). Wer aber einfach mal ein etwas anderes Jugendbuch lesen möchte mit einer spannenden Story und einer Sprache, die nichts beschönigt, dem kann ich „Weißzeit“ auf jeden Fall empfehlen.

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  • Eine Geschichte, die nichts beschönigt und deshalb in ihren Bann zieht!

    Weißzeit

    pantaubooks

    23. October 2017 um 08:11

    Ich liebe es, Bücher von Debütautoren zu lesen und mich von den Geschichten unvoreingenommen überraschen zu lassen. Das ist ein Grund, warum ich mir bei solchen Büchern ungerne vorab Rezensionen oder Meinungen durchlese, um mir noch voll und ganz mein eigenes Bild machen zu können. Bei Weißzeit von Christoffer Carlsson habe ich es ebenso gehandhabt, und ich bin froh darum, denn mache negativen Bewertungen des Buches, die ich nun gelesen habe, hätten mich eventuell davon abgehalten, es zu lesen. Mir hat es im Gegenteil richtig viel Spaß gemacht in die Geschichte einzutauchen und ich bin begeistert von dem rauen Umgangston und der besonderen Atmosphäre,die der Autor schafft. Auf nur knapp 190 Seiten, beschreibt der Autor eine Welt, die realer und zeitgenössischer nicht sein könnte. Schwedens unschöne Seite, mit verkommenen Wohnwagensiedlungen, verarmten Viertel und überfüllten Ghettos, ist Hauptschauplatz der Handlung des Jugendbuches. Die Protagonistin Vega ist Teil dieser Welt und gehört der untersten Gesellschaftsschicht an, in der sich die Leute ihr Geld mit kriminellen Machenschaften oder mit ihrem Körper verdienen. […] dann legte [meine Mutter] eine Hand auf ihren Hintern und die andere auf eine ihrer Brüste und drückte zu, lachte und sagte: „Die hier müssen gut zu sehen sein, denn die bezahlen unsere Rechnungen.“ Das ekelte mich an.  (S.17) Die Lebensumstände machen aus den Figuren der Geschichte bemerkenswerte und interessante, aber auch bemitleidenswerte Charaktere, die man aufgrunddessen nicht unbedingt in sein Herz schließt. Mir ging es jedoch so, dass ich mich sehr gut in Vega hineinversetzen konnte und mich ihr Leben, so traurig und hart es auch sein mochte, ziemlich fasziniert hat. Trotz der harten Bedingungen hat Vega sich so ziemlich als einzige in ihrer Familie und in ihrem Umfeld, ihren Sinn für die Schönheit der Naturbewahrt. Der Wald, der eine große Rolle in der Geschichte spielt, wird von ihr aktiv immer wieder mit allen Sinnen wahrgenommen und reflektiert, was sich atmosphärisch auch sehr schön auf den Leser überträgt. Um mich herum hörte ich das Knacken und  Surren, das Ticken und Flüstern und Knurren des alten Waldes, und mit einem Mal war ich ganz sicher, dass er Zähne hatte […] (S. 91) Ich bin überrascht, wie wenig mich die eigentliche Aufklärung des Mordes interessiert hat (obwohl der Handlunggstrang raffiniert gemacht ist, mit vielen, unvorhersehbaren und spannende Wendungen und Cliffhängern). Mich haben vielmehr das Miteinander der Figuren, die emotionalen und moralischen Abgründe der Menschen, die oftmals knallharten, ehrlichen und die unbeschönigten Gedanken von Vega zum Thema Sex gefesselt (Die Gedichte wird aus der Ich-Perspektive von Vega beschrieben, was das ganze intensiviert). Trotz der problembehafteten Figuren und dem bedrückendem Setting, gibt es in der Geschichte aber auch immer wieder sinnliche und eindringliche Momente, die ich wahnsinnig toll fand (wie u.a. das nachfolgende Zitat beweist). Es gibt nicht sonderlich viele guten Bücher, aber die guten sind wie Leuchttürme. Irgendwie helfen sie einem, sich auf dem rechten Kurs zu halten, wenn es stürmt. (S. 135) Die Sprache des Autors hat mir daher sehr gut gefallen. Gekonnt hält er die Waage zwischen dem rauen Erzählton der Figuren und der sinnlichen Beschreibung der Natur. Beide ergänzen sich perfekt und machen die Geschichte zu einem sprachlichen Erlebnis! Fazit & Bewertung Mich hat das Jugendbuch Weißzeit absolut überzeugt! Vor allem die beschriebenen gesellschaftlichen Umstände, die mich oft an den Krimi von J. K. Rowling, Plötzlich Todesfall,  erinnert haben, haben die beklemmende Geschichte über Vegas Suche nach der Wahrheit unheimlich spannend gemacht. Ich kann euch daher dieses Debüt des schwedischen Autors nur sehr ans Herz legen. Weißzeit ist eine Geschichte, die nichts beschönigt, die rau und unnahbar daher kommt und den Leser genau dadurch in ihren Bann zieht.https://pantaubooks.wordpress.com/

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  • Weißzeit

    Weißzeit

    Buchschatzjaegerin

    17. October 2017 um 21:43

    WORUM GEHT ES?Als Vega die Tür öffnet, steht die Polizei davor und sucht nach ihrem Bruder. Der ist plötzlich verschwunden, genauso wie ein anderer Bürger in der schwedischen Stadt Varvet. Die Polizei glaubt allerdings nicht an ein einfaches Verschwinden des Mannes, sondern vielmehr, dass Vegas Bruder Jakob etwas damit zu tun hat, ihn vielleicht sogar umgebracht hat. Vega glaubt allerdings nicht, dass Jakob irgendetwas getan hat, denn sie weiß, was geschehen ist. Oder zumindest glaubt sie es zu wissen. Dieser Fall ist allerdings weitaus komplizierter und sogar nicht, wie sie es erwartet. Was hat sich in der Nacht genau abgespielt?REZENSIONAls ich Weißzeit zum ersten Mal in den Händen gehalten habe, war ich hin und weg von der Aufmachung. Die Waldszenerie passt nämlich ganz wunderbar zum Roman und erzeugt somit gleich eine düstere, aber auch geheimnisvolle Atmosphäre. Erst, wenn man den Roman gelesen hat, wird einem auffallen, wie gut dies die Stimmung des Romanes einfängt. Auch in den Buchdeckeln setzt sich diese Waldszenerie fort, was ich sehr schön finde. Rein optisch konnte Weißzeit bei mir also schon mal punkten.Mit gerade mal 224 Seiten ist der Roman kurz gefasst. Ich versprach mir also ein kurzweiliges Lesevergnügen und wurde dahingehend auch nicht enttäuscht. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, keine Fragen bleiben offen. Allerdings ist die Kürze auch gleich eine Schwäche des Romans, weil so wenig Raum blieb, um die Charaktere weiter aus zu gestalten. Aber komme ich gleich nochmal. Der Wald, der auf dem Cover wiederzufinden ist und von dem auch schon im Klappentext gesprochen wird, spielt eigentlich keine allzu große Rolle, wie man es anfangs annehmen könnte. Es ist der Schauplatz eines Verbrechen, so viel sei gesagt, allerdings auch nicht mehr und nicht weniger. Da der Roman in Schweden spielt, hätte ich sehr gerne mehr über das Setting und auch die schwedische Lebensweise an sich erfahren. Im Prinzip merkt man gar nicht, dass der Roman tatsächlich in Schweden spielt, er hätte auch an jedem anderen beliebigen Ort spielen können. Das fand ich doch etwas schade, denn ich hätte sehr gerne mehr über die Umgebung erfahren.Mit der Protagonistin Vega, aus deren Ich-Perspektive der Roman erzählt wird, wurde ich leider nie so richtig warm. Dass sie eigentlich eher unkonventionell ist, einen Hang zu Alkohol und Zigaretten hat, muss im ersten Moment nicht unbedingt ein Manko sein. Für mich war es das im Nachhinein aber leider doch. Es gab keinen Moment, indem mir Vega irgendwie sympathisch war oder ich mich in sie hineinversetzen konnte.Vor allem hat mich aber gestört, dass Vega sich selbst lediglich auf ihr sexuelles Verlangen beschränkt hat. Man hat nicht viel mehr von ihr erfahren. Wenn es nicht um ihren Bruder oder das Verbrechen ging, dann ging es für sie lediglich um Sex. Aber nicht nur bei Vega war das so. Fast jeder Charakter, der im Roman vorkommt, wurde auf irgendeine Weise sexualisiert, was mich extrem gestört hat. Angesichts von Vegas 16 Jahren ist dies vielleicht nicht ungewöhnlich, es hat für mich aber nicht wirklich zur gesamten Handlung gepasst. Generell wurde mir das Thema Sex auch schlichtweg zu abgedroschen behandelt, vor allem dann, als es um so ein sensibles Thema wie Vergewaltigung ging. Das wurde mir doch zu klein geredet, obwohl die Reaktionen darauf leider doch realistisch dargestellt wurden. Nichtsdestotrotz hätte ich mir eine andere Herangehensweise an dieses Thema gewünscht.. Neben Vega waren mir aber auch die übrigen Charaktere viel zu oberflächlich gestaltet. Man hätte jedem mehr Tiefe und einen expliziteren Hintergrund geben können. Aufgrund der Kürze des Romans und dadurch, dass es sich hierbei lediglich um eine Episode aus Vegas Leben handelt, hätte es aber vermutlich nicht in den Erzählrhythmus gepasst. So wirklich warm bin ich mit den übrigen Figuren allerdings auch nicht geworden. Ich habe mich sehr schwer getan, mich in sie hineinzuversetzen. Lässt man diese Schwächen außen vor, kann der Roman aber doch mit seiner Spannung überzeugen. Die Geschichte hat immer mehr Fahrt aufgenommen und immer mehr Abgründe wurden offen gelegt. Jeder Charakter hatte ein Geheimnis und irgendwie Dreck am Stecken. Es herrscht die ganze Zeit über eine triste Stimmung, bedingt durch das düstere Setting, was mir gut gefallen hat. Ich finde, das Buch eignet sich besonders gut für verregnete Herbsttage. FAZITAlles in allem konnte mich Weißzeit von Christoffer Carlsson nur mäßig begeistern. Obwohl die Geschichte an sich spannend war, so dass ich unbedingt wissen wollte, was denn da passiert ist und leider auch die Abgründe mancher Menschen realistisch getroffen hat, gab es doch einige Schwächen, die mir nicht so gut gefallen und mich teilweise sogar immens gestört haben. Es ist eben schwer, wenn man mit der Protagonistin, die die Geschichte erzählt, nicht warm wird und auch die übrigen Charaktere nicht darauf ausgelegt sind, dass man sie ins Herz schließt. Demnach bekommt Weißzeit von mir drei von fünf Sternen.

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  • Etwas düster

    Weißzeit

    Kathaaxd

    05. October 2017 um 17:42

    Der Klappentext hat mich hier neugierig gemacht und ich danke dem Verlag, das ich das Buch lesen und rezensieren darf. Zualler erst, der Klappentext ist noch ziemlich harmlos, das Buch also die Geschichte ist doch schon etwas heftig und bei manchen Sachen musste ich echt Schlucken. Mich hat es vorallem gestört, das die Protagonistin, die ja erst 16 Jahre alt ist, raucht. Sowas muss nicht sein, man versucht schon die Jugendlichen vom Rauchen abzubringen und dann liest man, wie die Protagonistin raucht und ihre Zigaretten selbst dreht. Es hat mich schon einbisschen geschockt. Mal abgesehen davon, war das Buch etwas brutal und gruselig. Vorallem manche Charakter kamen mir so ein wenig sexistisch rüber und auch bösartig. Aber ich muss eins gestehen, das Buch hat mich in den Bann gezogen, weshalb ich es in einem Zug durch gelesen habe. Ich würde das Buch für Jugendliche unter 16 Jahre nicht empfehlen, den manche Sachen sind echt krass. Die Protagonistin Vega ist gerade mal 16 Jahre alt und ihr Bruder wird seit Tagen vermisst. Sie ahnt schon weshalb er vermisst wird, den sie war hautnah dabei. Natürlich macht sie sich auf die Suche nach ihrem Bruder Jakob und findet ihn auch. Manchmal empfand ich Vega als kindisch, doch bei Alkohol und Zigaretten war sie wie eine Erwachsene. Ich frage mich, ob man da ab und zu vergessen hat, das sie doch erst 16 ist. Aber trotzdem beweist sie Mut und Stärke und findet sogar heraus, wer die Schuld an den Mord trägt. Ich kann ihre Handlungen nachvollziehen und hätte nichts anders gemacht. Auch die anderen Charakter waren mit ihren Eigenarten gut. Auch wen wirklich ein paar gruselig waren und mir selbst Angst gemacht haben. Doch hinter jeder Facette, steckt auch ein gutes Herz. So war mir Vegas Onkel zu Anfang etwas unbehaglich, doch auch er hat Herz gezeigt, auch wen es erst am Ende war. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut zu lesen und hält einen sogar in Spannung. Ich konnte der Story recht schnell folgen und wollte selbst wissen, was am Ende rauskommt. Deshalb habe ich das Buch ohne Pause gelesen. Ab und zu zieht es sich etwas in die länge, nichts desto trotz bleibt es spannend. Man liest auch die ganze Zeit aus Vegas Sicht und wird auch ab und an zurück in die guten Zeiten geschickt, wo Vega mit ihrem Bruder Touren gefahren ist, bis zu dem Abend, an dem was schlimmes passiert ist. Die Beschreibung von der Stadt kam mir irgendwie so trist und herzlos rüber. Es schien mir, als ob da nur Wald wäre, mit ein paar Häuser, was ich sehr schade finde. Ich habe die meiste über geglaubt, das über der Stadt nur dunkle Wolken hängen und kaum bis zu kein Sonnenlicht durchkommt. Aber das ist auch wiederum Geschmackssache, manche finden es bestimmt als passende Atmosphäre für die Geschichte. Mir hat da aber was gefehlt. Dennoch, wen ich über alles hinweg sehe, war die Story spannend.

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  • Ein Buch, das man gelesen haben kann, aber nicht lesen muss.

    Weißzeit

    jaylinn

    03. October 2017 um 16:14

    Allgemeines: Am 25.09.2017 ist der Jugendkrimi Weißzeit in der Verlagsgruppe Oetinger bei Dressler erschienen. Das gebundene Büchlein hat 224 Seiten – ist also kein dicker Wälzer. Mich hat jedoch sofort der Titel fasziniert und neugierig gemacht – obwohl er laut meiner Recherche leider gar nicht dem Originaltitel entspricht. October is the coldest month ist der eigentliche Titel des Jugendbuches von Autor Christoffer Carlsson. Inhalt: „Rasiermesserscharf und atemberaubend: Vega Gillberg ist 16 Jahre alt, als die Polizei an ihre Tür klopft. Sie ist auf der Suche nach Vegas Bruder Jakob, der des Mordes verdächtigt wird. Doch Jakob ist verschwunden, Vega hat seit Tagen nichts mehr von ihm gehört. Hat er wirklich etwas mit dem Verbrechen zu tun? Vega macht sich in der harten Wildnis Schwedens auf die Suche, taucht immer tiefer in die Geschichten der Menschen um sie herum ein, die alle miteinander verbunden sind, und entdeckt ein dunkles Geheimnis.“ (Quelle: Verlagsgruppe Oetinger, Dressler) Meine Meinung: Man kann es drehen und wenden wie man möchte.. aber ob ich Weißzeit gelesen habe oder nicht, das hat auf mich wenig Auswirkungen. Manchmal erzeugen Bücher genau dieses Gefühl. Man beendet sie, klappt sie zu und fragt sich, was man eigentlich von ihnen hatte. Das ist stets etwas unbefriedigend, kommt aber einfach vor. Nun frage ich mich: Was habe ich durch das Lesen von Weißzeit gelernt bzw. was hat mir die Lektüre gebracht? Ich habe viele schöne Beschreibungen Schwedens wahrgenommen. Ich hatte große Einblicke in das Leben eines Teenagers und in die Handlungsstränge eines einsam und abgelegenen kleinen Dorfes. Eingefahrene Handlungsmuster und wenig moderne Elemente tauchten innerhalb der fortschreitenden Geschichte auf. Das alles wirkte auf mich jedoch an keiner Stelle neu oder unterhaltend. Gleichzeitig war es auch nicht komplex genug, um mich zu begeistern oder bei mir Spannung zu kreieren. Und das sollte ein Jugendkrimi, der mit seinem Klappentext eine gewisse Erwartungshaltung erzeugt, doch eigentlich zumindest versuchen. Die 16-jährige Protagonistin Vega hat mich gelinde gesagt genervt. Ihre Handlungen sind zum größten Teil nachvollziehbar, haben aber alle etwas an sich, das sie als Person nicht sympathisch wirken lässt. Mir fiel es schwer, mit ihr zu fühlen, was zusätzlich von ihrer eigenen Gefühlskälte begünstigt wurde. Gleichzeitig besteht eine Diskrepanz zwischen ihrem doch eher kindischen Verhalten und ihrem ungefähr auf jeder zweiten Seite erwähnten Tabak- bzw. Alkoholkonsum sowie ihrer Ansicht zum ebenfalls vielfach erwähnten Thema Sexualität. Vielleicht sollte ich den anfangs aufgestellten Eindruck, nicht zu wissen, was ich von Weißzeit nach dem Lesen habe, revidieren. Denn eigentlich habe ich mit diesem Buch nichts Positives gewonnen. Geht es euch auch manchmal so mit gewissen Büchern? Leider weiß man das vor dem Lesen nie. Vielleicht lest ihr Weißzeit aber auch mit anderen Augen als ich. Wer weiß? Fazit: Ein Buch, das man gelesen haben kann, aber nicht lesen muss.

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  • Raue Winteratmosphäre in gefühlskalter Umgebung

    Weißzeit

    Skyline-Of-Books

    26. September 2017 um 14:16

      Klappentext „Rasiermesserscharf und atemberaubend: Vega Gillberg ist 16 Jahre alt, als die Polizei an ihre Tür klopft. Sie ist auf der Suche nach Vegas Bruder Jakob, der des Mordes verdächtigt wird. Doch Jakob ist verschwunden, Vega hat seit Tagen nichts mehr von ihm gehört. Hat er wirklich etwas mit dem Verbrechen zu tun? Vega macht sich in der harten Wildnis Schwedens auf die Suche, taucht immer tiefer in die Geschichten der Menschen um sie herum ein, die alle miteinander verbunden sind, und entdeckt ein dunkles Geheimnis.“   Gestaltung Die Farben, das Mädchengesicht und der im Hintergrund zu erkennende Wald passen super zur Geschichte des Buches. Vor allem die kühleren Farbtöne spiegeln gut die raue, eisige Handlung wieder. Ich mag vor allem den Wald, der im Mädchenkopf durchschimmert, richtig gerne, weil es einfach klasse aussieht. Auch im Buchinneren begegnet dem Betrachter ein blau schimmernder Wald, was schon erste Vorboten der Handlung wiederspiegelt.   Meine Meinung An „Weißzeit“ hat mich vor allem der Klappentext angesprochen, da ich mir einen spannenden Krimi bzw. Thriller versprach mit einigem Rätselraten und vielen Fragezeichen über meinem Kopf. Leider muss ich sagen, dass ich das nicht so ganz bekommen habe. In dem Buch ist schon ein Mord passiert, auch ist der Täter lange Zeit unklar, aber ab einem gewissen Zeitpunkt erahnte ich einfach die Auflösung des im Klappentext angekündigten dunklen Geheimnisses und des Mordes. So empfand ich die Geschichte als etwas vorhersehbar, auch wenn sie spannend ist, als die Protagonistin den wahren Mörder sucht und beginnt Nachfragen zu stellen.   Auch muss ich sagen, dass Protagonistin Vega für meinen Geschmack viel zu viel geraucht hat und dies auch viel zu oft angesprochen, betont und thematisiert wurde. Gefühlt alle zwei Seiten dreht sie sich eine Zigarette, hat eine im Mund oder bekommt eine zugesteckt. Das war mir zu viel des Guten. Überrascht wurde ich auch davon, dass auch offen auf die sexuellen Wünsche des Mädchens  eingegangen wurde, denn in einem Krimi/Thriller habe ich mit sowas gar nicht gerechnet. So war in „Weißzeit“ auch eine kleine Liebesgeschichte eingebunden, die allerdings recht unromantisch und für mein Empfinden auch eher gefühlskalt abgehandelt wurde.   Gefühlskalt ist eigentlich auch eine gute Umschreibung für Vega und auch für das Buch. Bei mir wollten die Emotionen nicht so wirklich überspringen, obwohl Vega in einen Jungen verliebt ist und bei einem anderen ein brennendes Bedürfnis nach Nähe verspürt. Hier wirkte sie auf mich teilweise recht gleichgültig und auch wenn betont wurde, dass sie die Jungs gerne mag und einen der beiden sogar liebt, konnte ich dies nicht so wirklich glauben. Die Figuren an sich erschienen mir alle wie Gefühlskrüppel, weil wenig auf ihre inneren Empfindungen eingegangen wurde.   Dafür ist das Buch mit 220 Seiten sehr dünn und lässt sich schnell lesen. Zudem sind die Kapitel auch alle sehr kurz gehalten, sodass man beim Lesen schnell vorankommt und das Buch innerhalb eines Nachmittages durch hat. Zudem wird viel über den Ort Varvet gesprochen, der ein sehr abgelegener Ort in einem der skandinavischen Länder ist und in dem die Familienzugehörigkeit eine große Rolle spielt. So erhält man gute Einblicke in Vegas Lebensumstände, die sehr rau sind, da sich Varvet durch harte Wetterbedingungen und große Distanzen auszeichnet. Diese Atmosphäre hat der Autor auch gut rübergebracht, da ich manchmal den Eindruck hatte, dass mir ein kalter Windhauch aus dem Buch über die Arme weht.   Fazit „Weißzeit“ ist ein Buch mit rauer, kühler Winteratmosphäre in einem Ort voller Wälder, unberührter Natur und weiten Entfernungen zwischen den Städten. Hier passiert ein Mord, für den der Bruder der Protagonistin verdächtigt wird. Spannend sind ihre Nachforschungen und -fragen hinsichtlich des wahren Mörders und auch die Atmosphäre ist toll beschrieben. Gleichzeitig wurden mir das Rauchen zu viel thematisiert und die Gefühle zu sehr herunter gekocht. 3 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband  

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  • Ungewöhnlich und packend

    Weißzeit

    Aleshanee

    26. September 2017 um 07:09

    Dieses Buch hat auf ungewöhnlichem Weg zu mir gefunden und ich war erst etwas skeptisch: mit ca. 200 Seiten, großer Schrift und kurzen Kapiteln gehört es jetzt nicht zu den Büchern, von denen ich viel erwarte, doch ich wurde überrascht!Diese Geschichte fällt komplett aus dem Rahmen was ich sonst so kenne, es ist ein Ausschnitt, eine Art Momentaufnahme aus dem Leben von Vega, die es wahrlich nicht leicht hat im Leben - aber sich durchzukämpfen weiß."Packend, rau, emotional" steht in der Verlagsbeschreibung und ich finde keine besseren Worte, die es treffender beschreiben. Vega wächst in einer dorfähnlichen Atmosphäre auf, die viel in der Vergangenheit und Traditionen lebt; fest verankerte Vorurteile bestimmen das Bild und die sind teilweise auch berechtigt. Diese Stimmung schleicht sich sehr gut in die Handlung ein.Vegas Familie und auch deren Bekannten sind nicht gerade das, was man erfolgreich nennen würde, doch die ärmlichen Verhältnisse sind Vega in ihren jungen Jahren nie aufgefallen. Sie kannte es ja nicht anders.Erst in der Schule hat sie begriffen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt; doch sie scheint sich eher davon abzugrenzen und die Chance, aus ihren Gewohnheiten auszubrechen, gar nicht wahrhaben zu wollen. Bzw. nicht daran zu glauben.Das Leben hat ihr bisher vor allem gezeigt, wie man sich mit eher anrüchtigen und zwilichten Geschäften über Wasser hält, doch als plötzlich die Polizei vor der Tür steht, die ihren Bruder Jakob sucht, stellt sie sich der Wahrheit, die ihr eine Tragödie offenbart.Der Schreibstil ist aus Vegas Sicht in der Ich-Perspektive gehalten und so klärt sich nur nach und nach, welches Geheimnis sich in den einsamen Herzen der Figuren verbirgt. Wie schon gesagt sind die Kapitel kurz ghalten und der Stil wirkt teilweise etwas abgehackt - schafft aber dadurch eine sehr eindringliche Atmosphäre, der ich mich während dem Lesen kaum entziehen konnte.Vor allem Vega selbst steht im Mittelpunkt. Ihre Einsamkeit, ihr Versuch, damit klarzukommen und sich selbst zu definieren. Ihre Suche beschränkt sich nicht nur darauf aufzudecken, was in jener schicksalhaften Nacht tatsächlich geschehen ist, sondern auch etwas zu finden, woran sie sich festhalten kann. Etwas, dass ihr das Gefühl von Nähe und dem Gefühl der Zusammengehörigkeit schenkt. Obwohl sie dabei sehr erwachsen wirkt und dem nacheifert, was ihr vorgelebt wird, spürt man deutlich ihre Unsicherheit und ihr Bedürfnis nach Beständigkeit.Der kurze Einblick in dieses Leben gewährt wirklich nur einen Ausschnitt, der aber umso intensiver ist und zeigt eine sehr triste und berührende Welt, in der jeder der Figuren versucht, irgendwie zu überleben. Es ist mir echt schwer gefallen, hier eine Bewertung in Sternen abzugeben, denn die Geschichte hat mich bewegt und auch erschüttert, und ich hätte mir einfach nur noch etwas mehr gewünscht; aber so richtig definieren kann ich es nicht. Sie wird mir jedenfalls noch längere Zeit nachklingen.Fazit: 4.5 Sterne© AleshaneeWeltenwanderer

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  • Anders als erwartet, aber gut

    Weißzeit

    Losnl

    26. September 2017 um 06:49

    Das Buch „Weißzeit“ von Christoffer Carlsson stach mir durch sein wunderschönes Cover ins Auge. Es war für mich das erste Buch des Autors und hat mich überrascht.Vega Gillberg ist 16 Jahre alt, als die Polizei an ihre Tür klopft. Sie ist auf der Suche nach Vegas Bruder Jakob, der des Mordes verdächtigt wird. Doch Jakob ist verschwunden, Vega hat seit Tagen nichts mehr von ihm gehört. Hat er wirklich etwas mit dem Verbrechen zu tun? Vega macht sich in der harten Wildnis Schwedens auf die Suche, taucht immer tiefer in die Geschichten der Menschen um sie herum ein, die alle miteinander verbunden sind, und entdeckt ein dunkles Geheimnis.Der Einstieg in das Buch, fiel mir durch seine sehr kurz gehaltenen Kapitel, sowie dem flüssigen und authentischen Schreibstil, sehr gut.Wir begleiten Vega, auf ihrer Suche nach ihrem vermissten Bruder. Nach einem erschreckenden Ereignis, welches sich im Verlauf nur zögerlich offenbart, bleibt Jakob verschwunden. Nachdem auch die Polizei nach ihm sucht, beginnt Vega sich Sorgen zu machen. Fesselnd, gnadenlos und erschreckend, werden wir mit den rauen Sitten der Bevölkerung und Wildnis Schwedens, konfrontiert.Vega fühlt sich seit dem Verschwinden ihres Bruders ziemlich einsam und verzweifelt beinahe, denn nur sie weiß was geschehen ist. Von Alkohol und Zigaretten ist sie in ihren jungen Jahren nicht abgeneigt, vermutlich um das Leben ertragen zu können. Ihre Mutter hingegen, kann aufgrund ihres Arbeitspensums kaum Zeit für ihre Tochter entbehren. Somit macht sich Vega, in der rauen Natur Schwedens auf die Suche und stößt auf ein dunkles Geheimnis.Die Hauptcharaktere sind lebendig gezeichnet und verfügen über individuelle Eigenschaften, durch die sich der Leser ein umfassendes Bild machen kann. Mir gelang es sehr gut, mich einzufühlen und durchlebte zahlreiche Emotionen. Von Angst über Entsetzen, bis hin zu Tapferkeit, Stärke und Mut, durchlebte ich hier so einiges.Vega erscheint mir in ihrer Denkweise und ihrem Handeln, sehr kindlich und naiv, vor allem was ihre Bedürfnisse angeht. Andererseits kann sie einem nur leidtun, in solch harten Verhältnissen aufwachsen zu müssen.Der Autor bedient sich zwar, an anstößigen Szenen und dennoch bewirkte er eine düstere und spannungsgeladene Atmosphäre. Doch je mehr ich im Nachhinein über die Handlung nachdenke, desto intensiver brennt sie sich in meinen Kopf ein und löst „Gefallen“ in mir aus.Fazit:Das Buch wird sicherlich nicht den Geschmack eines jeden Lesers treffen, dennoch empfinde ich es als äußerst unterhaltsam. Ich muss wirklich zugeben, das mich dieses Buch aufgrund seiner dunklen und spannungsgeladenen Atmosphäre, im Endeffekt doch überzeugen konnte. 

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  • kann meinen Erwartungen nicht gerecht werden

    Weißzeit

    Manja82

    25. September 2017 um 16:07

    KurzbeschreibungRasiermesserscharf und atemberaubend: Vega Gillberg ist 16 Jahre alt, als die Polizei an ihre Tür klopft. Sie ist auf der Suche nach Vegas Bruder Jakob, der des Mordes verdächtigt wird. Doch Jakob ist verschwunden, Vega hat seit Tagen nichts mehr von ihm gehört. Hat er wirklich etwas mit dem Verbrechen zu tun? Vega macht sich in der harten Wildnis Schwedens auf die Suche, taucht immer tiefer in die Geschichten der Menschen um sie herum ein, die alle miteinander verbunden sind, und entdeckt ein dunkles Geheimnis.(Quelle: Dressler)Meine MeinungBisher war mir der Autor Christoffer Carlsson komplett unbekannt. Nun durfte ich sein neuestes Werk „Weißzeit“ lesen. Das Cover gefiel mir auf Anhieb und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Also begann ich gespannt mit dem Lesen.Die Charaktere sind soweit gut gezeichnet. Man kann sie sich doch gut vorstellen und von den Handlungen her ist es so einigermaßen nachvollziehbar.Vega ist die Protagonistin hier. Sie ist 16 Jahre alt und auf der Suche nach ihrem Bruder Jakob. Ich empfand Vega mit ihrer Einstellung ein wenig zu kindisch. Zigaretten und auch Alkohol gegenüber ist Vega nicht abgeneigt, was aber irgendwie nicht zum angesprochen kindischen passt. Es wird hier doch das ein oder andere Mal sehr deutlich erwähnt. Ob es jetzt mit 16 wirklich das Wahre ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich empfand es als okay, immerhin ist Vega ja auch kein richtig kleines Kind mehr.Die anderen Charaktere bleiben recht blass. Ich hätte wirklich gerne mehr über den ein oder anderen erfahren wollen, einige Interessante sind hier durchaus dabei.Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut zu lesen. Ich war recht schnell drin und konnte der Handlung so gut folgen.Das Geschehen selbst ist nicht ganz so wie man es sich vom Klappentext her erwartet. Es wird hier als spannender Jugendroman betitelt. Das ist er jedoch nicht so ganz. Ein Jugendbuch ist es, das stimmt aber die Spannung schwankt hier doch ein wenig. Es gibt immer wieder Situationen, wo sie nachlässt, um dann wenig später wieder anzuziehen. Zwischendrin zieht es sich daher auch leider etwas.Als Leser verfolgt man hier die Suche von Vegas Bruder Jakob. Diese geht ein wenig schnell vonstatten, hier hätte ich gerne etwas mehr gehabt. Sonst aber werden hier auch Themen angesprochen, die schon interessant gehalten sind. So gibt es Informationen zum Land und seinen Leuten. Ich konnte mir dieses schon gut vorstellen. Aber auch hier gilt, es hätte gerne etwas mehr sein dürfen.Das Ende ist gut so wie es ist. Es ist ja ein relativ kurzes Buch, von daher passt es, schließt gut ab und macht alles letztlich rund.FazitInsgesamt gesagt ist „Weißzeit“ von Christoffer Carlsson ein Jugendroman, der meinen Erwartungen nicht gerecht werden konnte.Charaktere, die soweit gut ausgearbeitet sind, ein flüssiger Stil des Autors und eine Handlung, deren Spannungskurve sehr schwankt und in dem Themen angesprochen werden, die Jugendliche schon auch interessieren, lassen mich zwiegespalten zurück. Der Autor verschenkt hier doch einiges an Potential.Schade!

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