Eine Siedlung am Fuß des Bergs Inussuk.
Dreiundvierzig Erwachsene leben hier, zwölf Kinder. Noch, denn der Friedhof wächst, während das Dorf schrumpft. Die Verdienstmöglichkeiten sind schlecht, die jungen Leute wandern in die größeren Orte an der Westküste ab. In eins der leer stehenden Häuser zieht Constable David Maratse. Bei seinem letzten Einsatz in der grönländischen Hauptstadt Nuuk wurde der Polizist so schwer verletzt, dass er früh@pensioniert wurde - und das mit nicht mal vierzig. Er lässt alles zurück, was er besitzt, will künftig nichts weiter tun als Fischen und Jagen. In Inussuk aufgewachsen ist Nivi Winther, inzwischen Vorsitzende der grönländischen Sozialdemokraten und amtierende Premierministerin. Als mitten im Wahlkampf ihre siebzehnjährige Tochter Tinka spurlos verschwindet, beauftragt sie Maratse, den Fall zu übernehmen.
Winthers größter Konkurrent ist Malik Uutaaq, der eine neue nationale Identität und die Unabhängigkeit Grönlands propagiert und als machtgieriger Populist gilt.
Und er soll die letzte Person sein, die das Mädchen lebend gesehen hat ...
Das war ein spannender Krimi mit sympathischen Ermittlern. Mir hat dieses Buch so gefallen, weil die Menschen darin sehr lebendig dargestellt werden und die eisige Landschaft von Grönland
anschaulich beschrieben ist.
Die Kapitel wechseln so ab, dass die Spannung erhalten bleibt. Auch wenn man gegen Ende den Schuldigen kennt, bleibt das Buch interessant eben weil auch die Protagonisten ein Leben haben.
Mir hat es so gut gefallen, dass ich irgendwann auch den zweiten Teil mit David Maratse lesen möchte 😊




