Christoffer Petersen

 3,6 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf

Christoffer Petersen lebt heute in einem kleinen Wald in Jütland im Süden Dänemarks. Er begann, über Grönland zu schreiben, nachdem er nach Qaanaaq gezogen war, die größte Stadt im höchsten Norden des Landes. Sieben Jahre verbrachte er in Grönland: Er arbeitete in abgelegenen Gemeinden weit oberhalb des Polarkreises als Lehrer, lebte auf der Insel Uummannaq – auf Deutsch etwa »die Robbenherzförmige«, benannt nach dem herzförmigen Berg in ihrer Mitte – und in der grönländischen Hauptstadt Nuuk, wo er an der Hochschule und der Polizeiakademie unterrichtete. Petersen hat verschiedene Krimis geschrieben, die in der Arktis und in Skandinavien, vor allem aber in Grönland spielen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christoffer Petersen

Cover des Buches Sieben Gräber für den Winter (ISBN: 9783311121176)

Sieben Gräber für den Winter

(8)
Erschienen am 08.10.2025

Neue Rezensionen zu Christoffer Petersen

Cover des Buches Sieben Gräber für den Winter (ISBN: 9783311121176)
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Rezension zu "Sieben Gräber für den Winter" von Christoffer Petersen

buchjunkie
Ein sehr guter Grönland-Krimi



Eine Siedlung am Fuß des Bergs Inussuk.

Dreiundvierzig Erwachsene leben hier, zwölf Kinder. Noch, denn der Friedhof wächst, während das Dorf schrumpft. Die Verdienstmöglichkeiten sind schlecht, die jungen Leute wandern in die größeren Orte an der Westküste ab. In eins der leer stehenden Häuser zieht Constable David Maratse. Bei seinem letzten Einsatz in der grönländischen Hauptstadt Nuuk wurde der Polizist so schwer verletzt, dass er früh@pensioniert wurde - und das mit nicht mal vierzig. Er lässt alles zurück, was er besitzt, will künftig nichts weiter tun als Fischen und Jagen. In Inussuk aufgewachsen ist Nivi Winther, inzwischen Vorsitzende der grönländischen Sozialdemokraten und amtierende Premierministerin. Als mitten im Wahlkampf ihre siebzehnjährige Tochter Tinka spurlos verschwindet, beauftragt sie Maratse, den Fall zu übernehmen.

Winthers größter Konkurrent ist Malik Uutaaq, der eine neue nationale Identität und die Unabhängigkeit Grönlands propagiert und als machtgieriger Populist gilt.

Und er soll die letzte Person sein, die das Mädchen lebend gesehen hat ...


Das war ein spannender Krimi mit sympathischen Ermittlern.  Mir hat dieses Buch so gefallen, weil die Menschen darin sehr lebendig dargestellt werden und die eisige Landschaft von Grönland 

anschaulich beschrieben ist. 

Die Kapitel  wechseln so ab, dass die Spannung erhalten bleibt. Auch wenn man gegen Ende den Schuldigen kennt, bleibt das Buch interessant eben weil auch die Protagonisten ein Leben haben. 


Mir hat es so gut gefallen, dass ich irgendwann auch den zweiten Teil mit David Maratse lesen möchte 😊

Cover des Buches Sieben Gräber für den Winter (ISBN: 9783311121176)
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Rezension zu "Sieben Gräber für den Winter" von Christoffer Petersen

Doreen_Klaus
Schwieriger Ermittler

Constable David Maratse, Ermittler der grönländischen Polizei hat bei seinem letzten Einsatz schreckliches erlebt und ist von den Folgen noch deutlich gezeichnet, seelisch wie körperlich. Um endlich zur Ruhe zu kommen zieht er sich in eine abgelegene Siedlung zurück, doch auch hier bleibt er nicht lange vor Gewalt und Tod geschützt, den als die übel zugerichtete Leiche der siebzehnjährigen Tinka aus dem Meer gezogen wird beginnt er wieder zu ermitteln und das auf direkten Wunsch ihrer Mutter, der amtierenden Ministerpräsidentin.

Ich liebe eigenwillige, schwierige Charaktere, gerade in Krimis und so war ich von Maratses Beschreibung direkt angesprochen. Auch meine Liebe zu nordischen Krimis und Thrillern mit ihrer einzigartigen Athmosphäre war der Grund dafür, warum ich mich für dieses Buch entschieden habe. Die Atmosphäre ist dann auch besonders, man bekommt als Leser einen schönen, aber leider auch etwas desillusionierend Blick auf die wundervolle eisige Landschaft, denn der Autor lässt keinen Zweifel daran, wie hart das Leben für die Menschen im Winter hier sein kann. Desillusionierend ist aber auch der Blick auf die politische Atmosphäre im Land, die für den Kriminalfall eine große Rolle spielt, den hier gibt es große Spannungen im Bezug auf die Zugehörigkeit Grönlands zu Dänemark. Leider kommt einem hier Einiges durchaus bekannt vor, den die populistischen Phrasen zur nationalen Identität bekommt man auch andernorts zu hören. 

Politik und Krimi sind nun leider zwei Thematiken, die bei mir nur bedingt zusammen funktionieren, es kann passen, wird mir aber auch schnell zu viel und das war hier leider der Fall. Diese ganzen Intriegen und Machtspiele nur um sein politisches Image aufzubessern und bei der anstehenden Wahl besser dazustehen und dafür sogar sprichwörtlich über Leichen zu gehen, das ganze Saubermann Getue für die Öffentlichkeit, um dann im Privaten förmlich im Schlamm zu baden und das in Verbindung mit einem Kriminalfall und der kauzig, abweisenden Art der Ermittlerfigur konnte mich nicht wirklich fesseln. Mir mangelt es an der Tiefe der Figuren im Hinblick auf ihre Motive und leider auch an Spannung. Klar kann ich von einem körperlich beeinträchtigten Ermittler keine spritzige Verfolgungsjagd erwarten, aber Spannung kann man auch auf andere, subtilere Art erzeugen. 

Maratse ist eigentlich eine Figur ganz nach meinem Geschmack, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich seinen Werdegang weiterverfolgen werde.

Cover des Buches Sieben Gräber für den Winter (ISBN: 9783311121176)
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Rezension zu "Sieben Gräber für den Winter" von Christoffer Petersen

Nele33
guter Auftaktband

" Sieben Gräber für den Winter" des Autors Christoffer Petersen ist der Auftaktband um Constable David Maratse und spielt im grönländischen Inussuk .

David Maratse wird nach einem Folterangriff mit einem Elektroschocker auf ihn in den Vorruhestand geschickt und zieht sich nach Inussuk zurück. Dort will er fischen und die Einsamkeit genießen. Bei seiner Ankunft wird er von einem übermütigen Huskywelpen begrüßt, der ihn an seinem Traum von einem Hundegespann näher kommt.
Gleichzeitig verschwindet Tinka, die Tochter der Ministerpräsidentin Nivi Winther, die sich gerade im Wahlkampf gegen den in der Wählergunst vorne liegenden Malik Uutaaq .

Als eine Frauenleiche gefunden wird, nimmt die Geschichte bizarre und erschreckende Formen an, die Kreise bis in die höchsten Etagen der Politik ziehen.
David möchte die Ermittlungen unterstützen, doch der ermittelnde Beamte hält nicht viel von ihm und wirft ihm Steine in den Weg.

Mir hat der Auftaktband sehr gut gefallen, besonders die interessant gestalteten Charaktere, die vielseitig agieren und ein hohes Entwicklungspotential haben, machen mich neugierig auf die Folgebände.

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