Christoph A. G. Klein Der Lebensschreiber

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Inhaltsangabe zu „Der Lebensschreiber“ von Christoph A. G. Klein

Enno ist schon immer ein Sonderling gewesen. Doch er hat eine einzigartige Begabung: Er schreibt Geschichten, die das Handeln des Lesers lenken. Diese Fähigkeit setzt er erfolgreich für seine Klienten ein – er ist Schöpfer ihrer Gedanken, ihres Schicksals. Eines Tages lernt er Lea kennen, die seinen Rat sucht. Aller Widerstände zum Trotz ist es von nun an Ennos Ziel, seine eigene Geschichte auf untrennbare Weise mit ihrer zu verknüpfen. Um sein höchstes Glück zu erreichen, zieht er alle Register – doch er geht zu weit. Und zerbricht an der Realität.

Das Buch hat mir größtenteils sehr gut gefallen, wenn man mal von einem zwischnzeitlich sehr melnachonischen Protagonisten absieht.

— sonjastevens
sonjastevens

Wenn man zu seinem eigenen Ratgeber wird....

— kassandra1010
kassandra1010

Wer eine eher außergewöhnliche Geschichte über einen Außenseiter lesen möchte, dem kann ich das Buch nur wärmstens ans Herz legen!

— Sick
Sick

Eine wunderbare Geschichte die zum Nachdenken anregt

— Buechersammler
Buechersammler

außergewöhnliche Erzählung auf hohem Niveau...

— Emili
Emili

Ein grandioser Roman!

— MrsAmy
MrsAmy

Ein wundervolles fantastisches literarisches Werk! Must Read! *.*

— BuecherFeenkiste
BuecherFeenkiste

Ein außergewöhnliches Buch mit Tiefgang, das zum Nachdenken über das Leben anregt, aber auch gut unterhält.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Was für ein phantastisches Buch ♥ Sprachlich schön mit vielen philosophischen Ansätzen. Ein wahrer literarischer Schatz, den man lesen muss

— 19angelika63
19angelika63

Literarisch, kostbar und nachdenklich - ein schönes und anspruchvolles Werk.

— Callso
Callso

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  • Der Lebensschreiber

    Der Lebensschreiber
    Emili

    Emili

    Mit "Der Lebensschreiber" ist dem Autor eine großartige skurrile nachdenkliche und leicht verstörende Geschichte gelungen. Der Hauptprotagonist des Romans Enno ist ein seltsamer Mann, der Bücher und Geschichten über alles liebt. Was er noch mehr liebt: ist die Fähigkeit jedem Leser das "Richtige" Buch empfehlen zu können. Dazu bedarf man nicht nur Kenntnisse über die Bücher, man müsse auch die Person gut einschätzen können. In dieser Fertigkeit wird Enno immer besser, doch immer noch bleibt ein Rest Unzufriedenheit in ihm. Er fragt sich, wieso es keine Bücher nach Maß gibt? So wird die Idee geboren: Ein Lebensschreiber zu werden... In einer schönen, poetischen Sprach erzählt der Autor die Geschichte von Lebensschreiber. Tiefgründig und bewegend, verstörend und spannend, anspruchsvoll, mit viel Platz für eigene Interpretation und nicht zu Letzt einem großen Gefühl für Erdzählkunst breitet der Autor die Geschichte des Lebensschreibers vor dem inneren Auge des Lesers. Ein besonderes Buch, das noch lange im Gedächtnis bleibt.

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    • 2
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    11. August 2014 um 07:54
  • Der Lebensschreiber

    Der Lebensschreiber
    Solengelen

    Solengelen

    Enno ist ein ganz spezieller Mensch. Er verbrachte seine Kindheit bei seinen Großeltern und ausser Mila hatte er keine Freunde. Aber Mila muss mit ihren Eltern nach Kanada ziehen. Von da an sind Bücher und Bilder Ennos "Freunde". Schließlich macht er eine Ausbildung im Buchhandel. Schnell entdeckt er, dass es fast alles nach Maß gibt, ausser Geschichten. Er wird zum Lebensschreiber. Er schreibt seinen Kunden ihr Leben sozusagen auf den Leib. Seine " Vision" scheint zu funktionieren. Aber etwas schleicht sich ein, ist es Eintönigkeit? Fehlt der spezielle Kick? Er braucht mehr. Eigentlich sucht er Liebe. Diese meint er bei Lea, einer Kundin gefunden zu haben und schreibt sich in ihr Leben. Wie weit geht er? Die Macht, die er ausübt, MUSS er konsequent ausleben, auch gegen sich selbst. Wie ein Süchtiger, der nicht anders kann, als seine Sucht zu befriedigen. Ein Suchender, ein Abhängiger, ein in sich selbst Gefangener.  Der Autor lässt dem Leser viel Freiraum für eigene Gedanken, eigene Interpretationen. Jeder darf, kann, soll seine eigenen Schlüsse ziehen. Ist das Ende ein Ende, oder nur "erzählt"? Zieht er sich sozusagen auf Leas Kosten aus der "Affaire", oder übernimmt er Verantwortung? Lässt er sie mit der Schuld alleine, oder trägt er diese mit? Dieses Buch wird mir noch einige Gedanken, noch einige "Spekulationen" abverlangen und nachhallen. Der Lebensschreiber" von Christoph A. G. Klein ist ein besonderes Buch. Ein Buch mit Ecken und Kanten, das jedem Leser etwas anderes erzählt, aber dem Leser auch ein Einlassen abverlangt. 

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    • 2
  • Rezension zu "Der Lebensschreiber"

    Der Lebensschreiber
    MrsAmy

    MrsAmy

    Enno ist einsam. Doch das stört ihn nicht. Bereits in seiner Kindheit, die er bei seinen Großeltern verbrachte, hatte er fast keine Freunde. Nur Mila. Jeden Nachmittag haben sie gemeinsam miteinander verbracht, doch dann muss Mila fort – nach Kanada. Enno flüchtet sich in die Literatur und die Malerei. So wird Enno erwachsen und beginnt eine Lehre im Buchhandel. Dort entdeckt er schnell, dass es eines nicht zu kaufen gibt: Bücher nach Maß. Fortan macht Enno es sich zur Aufgabe, für Menschen, die mit speziellen Wünschen an ihn herantreten, eine Geschichte zu schreiben, die sie Kapitelweise lesen und in die Realität umsetzten sollen. Sein Konzept funktioniert und so wird Enno zum Lebensschreiber. Doch bald schon fühlt er sich ausgelaugt und langweilt sich. Vor allem aber möchte er eines: die Liebe erfahren. Da kommt ihm Leas Anliegen, die gerne die Liebe zu ihrem Ehemann wieder entdecken möchte, gerade recht und er beschließt, sich selbst in ihre Geschichte zu schreiben. Christoph A. G. Klein hat mit „Der Lebensschreiber“ einen grandiosen, wie auch leicht verstörenden Roman geschaffen. Die Handlung verfolgt der Rezipient aus Ennos Sichtweise und so wird der Blick auf die Wirklichkeit äußerst subjektiv. Enno ist ein seltsamer Charakter, der sehr gut ausgearbeitet wurde. Im Verlaufe des Romans wird deutlich, dass Ennos Realität eine andere wird, bald schon träumt er von der Macht, die ihm seine Tätigkeit gibt, und scheut auch nicht vor Experimenten mit seinen Klienten, wie er sie nennt, zurück. Man merkt, dass er nie am richtigen Leben teilhatte. Von anderen Protagonisten, wie auch von Lea, erfährt man nicht wirklich viel, nur gerade soviel wie nötig. Enno steht ganz klar im Mittelpunkt des Geschehens. Sprachlich ist der Roman sehr gut und nach den ersten Seiten hat man sich an Ennos Gedanken gewöhnt, sodass das Lesen zum reinen Genuss wird. Ein großartiger Roman, der einem am Ende mit einer Gänsehaut zurücklässt.

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    • 2
  • Leserunde zu "Der Lebensschreiber: Roman" von Christoph A. G. Klein

    Der Lebensschreiber
    ChristophAGKlein

    ChristophAGKlein

    Alles gab es nach Maß: Schuhe, Kleider, Brillen, Möbel, ganze Häuser. Alles konnte nach Wunsch angefertigt werden, gleichwie es der Kunde mochte. Aber Geschichten? Enno schreibt an der Geschichte seines Lebens. Bisher hat er die Leben anderer Menschen fortgeschrieben und so ihr Schicksal bestimmt wie ein Marionettenspieler das seiner Puppen. Als Lea seine Dienste in Anspruch nimmt und er gegen seine Prinzipien ihre Geschichte mit seiner eigenen verwebt, entgleiten ihm irgendwann die Fäden. Denn Lea weiß nichts von seiner Arbeit. Sie verlieben sich ineinander, wie er es geplant hat. Während er für sie schreibt und glaubt, damit ihr Leben bestimmen zu können, wird in der Realität ihre Beziehung intensiver, aber auch komplizierter. Sie ist verheiratet, und die Trennung von ihrem Mann gestaltet sich nicht so leicht. So setzt Enno alles daran, den Weg für die noch junge Liebe freizumachen, mit schweren Folgen für alle Beteiligten. „Der Lebensschreiber“ erzählt von Fremd- und Selbstbestimmung in der Liebe wie im Leben, von Wissen und Geheimnis und vom Schicksal. Aber vor allem erzählt er von der befreienden Wirkung des Zufalls, der alles lebendig macht, weil er dem Lebensfluss die nötigen Strudel und Stromschnellen verpasst. Denn wer will schon eine vorherbestimmte Geschichte nach Maß? Wer neugierig geworden ist, kann sich bis zum 10.05.14 bewerben. Unter allen Bewerbern mit der richtigen Antwort verlosen der Schardt Verlag und Hallenberger Media Verlag je 10 Softcover und 10 eBooks. Solltet ihr zu den Mitlesenden zählen, setzen wir eine abschließende Rezension voraus. Die zu beantwortende Frage lautet: Wie hieß Christoph A. G. Kleins Debütroman?

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    • 312
  • Das eigene Leben schreiben....

    Der Lebensschreiber
    kassandra1010

    kassandra1010

    04. July 2014 um 16:23

    Eine Idee bringt den jungen Buchhändler Enno schnell zu einem kleinen Vermögen. Er schreibt individuelle Briefe für Menschen in allen möglichen Lebenskrisen. Meist dreht es sich um Liebe. Selbst sieht er sich als den Übermenschen, bis ihn die Liebe selbst packt. Auch hier beginnt er seine eigene Geschichte zu schreiben….

     

    Ein Roman über die Liebe und über die Wahrheit….

     

  • Wortgewandheit in aller Kürze...

    Der Lebensschreiber
    Daniela2606

    Daniela2606

    09. June 2014 um 09:09

    Ja es ist ein aussergewöhnliches Buch. Völlig anders als alle aus der kommerziellen Buchunterhaltung. Leider hat es mich nicht wirklich überzeugt. Man erfährt bereits am Anfang den Kern und den Ausgang der Geschichte. Die Hauptfigur philisophiert für meinen Geschmack viel zu viel über sein/das Leben und man braucht schon eine Gewisse Leseerfahrung und gute Allgemeinbildung um den Buch zu folgen. Ich mochte zwar die Geschichte, sie ließ sich gut lesen, aber es waren keinerlei Überaschungen oder Höhepunkte mehr zu finden. Auf Grund dieser Tatsachen, empfand ich es eher als angenehm das das Buch nicht sonderlich dick ist und ich habe es am Ende leider sehr emotionslos zugeklappt und weggelegt. Es war in jedem Fall eine Leseerfahrung wert, aber nichts was mich von der Couch gerissen hätte, leider.....!

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  • Ein außergewöhnlicher Roman mit Tiefgang

    Der Lebensschreiber
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. June 2014 um 18:52

    Enno ist von Anfang an ein Außenseiter, der als Einzelgänger abgeschieden bei seinen Großeltern aufwächst und damit beschäftigt ist, die Welt auf seine ganz eigene Weise zu erkunden. Engen Kontakt hat er nur zu Mila, die aber mit ihrer Familie wegzieht. Da fängt Enno zu schreiben an und möchte die Macht seiner geschriebenen Worte zur Realität werden lassen: dass Mila wiederkommt. Doch leider geschieht dies nicht. Aber er schreibt weiter und lebt für seine Berufung: seine Bücher und nun für die sich daraus entwickelte Idee, personalisierte Geschichten für seine Klienten zu schreiben. Die Fantasie dafür hat sich in ihm schon in frühster Kindheit bei seinen Großeltern entwickelt. Schon da hatte er die Fähigkeit erworben, sich in alle möglichen Situationen und Charaktere hineinzudenken. Durch diese neu erworbene Möglichkeit, sich nützlich zu fühlen und auch zu erweisen, eröffnen sich für ihn völlig neue Perspektiven, vor allem als Moritz, ein Kunde der Buchhandlung, in der Enno arbeitet, ihm aus Dankbarkeit dafür, dass Enno ihm eine Geschichte geschrieben hat, in der ihm eine Möglichkeit, seine Liebe zu retten, eröffnet hatte, sogar Geld schenkt. Damit beginnt seine Selbstständigkeit als "Lebensschreiber", welche ein tragisches Ende nimmt und den Leser auf eine tiefgründige Reise dahin mitnimmt. "Der Lebensschreiber" ist ein sehr berührender Roman, der tiefe Einblicke in die "unsichtbare Welt" gewährt und nachdenklich darüber macht, wie viel Einfluss wir anderen Menschen über uns geben sollten und auch umgekehrt.

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  • Das Leben ist (k)ein Wunschkonzert

    Der Lebensschreiber
    Sick

    Sick

    06. June 2014 um 14:47

    Enno ist ein Einzelgänger. Nachdem seine Mutter gestorben ist, wächst er bei seinen Großeltern auf, die ihn schon früh in seiner Kreativität unterstützen. Neben Malerei und Museumsbesuchen fällt es ihm schwer soziale Kontakte zu knüpfen. Seine einzige Freundin ist Mila, aber die soll mit ihren Eltern nach Kanada ziehen. Enno vermisst sie furchtbar und so setzt er sich hin und schreibt eine Geschichte darüber, wie Milas Eltern voller Enttäuschung zurückkommen. Doch dies trifft leider nicht ein und Enno weiß auch warum. Mila hat die Geschichte nicht gelesen und wusste so nicht, was zu tun ist. Als er Jahre später eine Ausbildung zum Buchhändler macht, trifft er einen Jugendlichen, der sich von einem Roman Ratschläge in Sachen Liebesdingen erhofft. Altgediente Autoren genügen nicht seinen Ansprüchen, also schreibt Enno ihm eine persönliche Geschichte – die sich tatsächlich bewahrheitet. Hat er seine Berufung gefunden? Ich tue mir ziemlich schwer damit, dieses Buch zu beschreiben und zu bewerten, denn es lebt einzig und allein von dem Protagonisten und seinen Entscheidungen. Häufig werden Fragen nach dem „entweder – oder“ gestellt und als Leser beginnt man unweigerlich über die angeschnittenen Themen nachzudenken. Was wäre, wenn ich in dieser Situation wäre? Würde ich es ausnutzen, wenn ich so eine Macht über andere Menschen hätte? Kann man Liebe erzwingen? Und welche Wünsche würde ich mir vom Lebensschreiber erfüllen lassen? Durch die subjektive Erzählweise (Ich-Erzählung) wird aber nicht der moralische Zeigefinger gehoben, sondern ausschließlich Ennos Gedanken und Einstellungen widergegeben. Diese driften zuweilen auch ein wenig in drastische Überlegungen ab, aber trotzdem enthält das Buch viele kleine Weisheiten, über die es sich unbedingt lohnt nachzudenken. Dafür reicht es, sich einen Nachmittag frei zunehmen, denn die Seitenanzahl ist recht überschaubar. Die Sprache ist vor allem zu Anfang ein wenig anspruchsvoller, aber sobald die Handlung einsetzt, gewöhnt man sich recht schnell daran. Letztendlich hängt es davon ab, ob man den Protagonisten leiden kann. Wer eine eher außergewöhnliche Geschichte über einen Außenseiter lesen möchte, dem kann ich „Der Lebensschreiber“ nur wärmstens ans Herz legen.

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  • Entweder - Oder

    Der Lebensschreiber
    Buechersammler

    Buechersammler

    05. June 2014 um 06:50

    Rückentext Alles gab es nach Maß: Schuhe, Kleider, Brillen, Möbel, ganze Häuser. Alles konnte nach Wunsch angefertigt werden, gleichwie es der Kunde mochte. Aber Geschichten? Enno ist schon immer ein Sonderling gewesen. Doch er hat eine einzigartige Begabung: Er schreibt Geschichten, die das Handeln des Lesers lenken. Diese Fähigkeit setzt er erfolgreich für seine Klienten ein – er ist Schöpfer ihrer Gedanken, ihres Schicksals. Eines Tages lernt er Lea kennen, die seinen Rat sucht. Aller Widerstände zum Trotz ist es von nun an Ennos Ziel, seine eigene Geschichte auf untrennbare Weise mit ihrer zu verknüpfen. Um sein höchstes Glück zu erreichen, zieht er alle Register – doch er geht zu weit. Und zerbricht an der Realität Meine Meinung:Der Leser sieht die Geschichte aus Enno´s Sicht. Dieser erzählt seine Geschichte. Bereits am Anfang kann man sich sehr leicht auf die Handlung einlassen und ihr folgen. Die Art wie Christoph A. G. Klein Ennos Leben schreibt macht das Buch besonders. Überall wird dem Leser Platz eingeräumt selbst über das Geschehene nachzudenken. Desweiteren finden sich immer wieder ganz tolle sprachlich und inhaltliche Absätze, die definitiv ab jetzt zu meinen Lieblingszitaten gehören. Zu Enno möchte ich sagen, dass es schwierig ist ihn einzuschätzen. Er ist einerseits ein sehr einsamer Mensch ohne wirkliche Kontakte zur Welt, jedoch hat er eine wahnsinnige Gabe das Leben anderer zu schreiben und tolle menschliche Situationen zu schaffen. Er hilft den Menschen schwierige Situationen zu meistern und Wünsche zu erfüllen ohne selbst hohe Ansprüche zu stellen, jedoch wirkt er auch egoistisch da er den Lauf des Lebens der Menschen manchmal so schreibt das er Spaß oder eine Herausforderung daran hat. Jedenfalls ist hier wieder freier Interpretationsraum für den Leser. Jeder kann sich selbst ein Bild von Enno machen, ohne das es falsch ist. Die Geschichte an sich finde ich eine grandiose Idee. Es macht richtig Spaß Enno auf seinem Weg zu begleiten und dabei so einiges über das Leben zu überdenken. Zum Schluss muss ich noch sagen das mich am meisten fasziniert, wenn ein Autor es schafft einen Leser noch nach Beendigung des Buches oder auch während des Lesens viel zum Nachdenken bringt bzw. neue Gedanken schafft. Christoph A. G. Klein hat dies mit "Der Lebensschreiber" geschafft. Fazit: Eine wirklich schöne und eindrucksvolle Geschichte über das Leben und wie es sich durch Einflüsse ändern oder leiten lassen kann. Empfehlenswert! 

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  • Stimmt nachdenklich..

    Der Lebensschreiber
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    02. June 2014 um 17:44

    Enno hat ein ganz besonderes Talent. Er kann Geschichten schreiben, die das Leben anderer Menschen beeinflussen. Er hält die Fäden in der Hand, ist wie ein großartiger Puppenspieler auf der wichtigsten Bühne, die man sich vorstellen kann - auf der des Lebens. Zunächst scheint ihn das zu erfüllen. Zunächst, denn Enno ist einsam. Und so verwebt er seinen eigenen Lebensfaden untrennbar mit dem eines anderen Menschen. Ich hatte am Anfang ein wenig Mühe in diese Geschichte hineinzufinden. Klein hat eine wunderschöne, poetische Sprache für seine Erzählung gewählt, allerdings habe ich immer Probleme damit, wenn jeder einzelne Satz versucht DER Satz zu werden. Der, der alles aussagt, der besonders tiefgründig und besonders emotional ist. Das legt sich im Laufe der Geschichte dankenswerterweise wieder, dann war auch ich voll dabei. Der Autor hat die Ich - Perspektive gewählt, was in diesem Fall weitreichende - positive - Konsequenzen hat. Einerseits stehen wir unserem Protagonisten Enno wahnsinnig nahe, wir kennen sein Innenleben, seine Gefühle, all seine Abgründe. Wahrscheinlich verstehen wir ihn besser als er sich selbst. Und andererseits haben genießen wir einen sehr subjektiven Blick auf die Realität, auf Ennos Realität, so wie er sie sieht. Mittendrin statt nur dabei lautet hier also die Devise. Dieses Buch wirft allerhand Fragen beim Leser auf - welchen Sinn hat das Leben? Sind wir wirklich so manipulierbar? Was ist Glück, und was macht auf Dauer glücklich? In anderen Worten: wir haben hier einen unverkennbar philosophischen Ansatz, nach dem Lesen kann man hier nicht einfach einen Haken dahintersetzen, man denkt weiter. Und ist es nicht genau das, was Bücher, Kunst im allgemeinen, bewirken soll? Das Ende hat mir persönlich leider nicht wirklich gefallen. Ich möchte hier an dieser Stelle nicht zu viel verraten, denn auch wenn das Buch quasi mit seinem eigenen Ende beginnt bleiben noch einige Fragen offen. Also belasse ich es einfach bei einem "unstimmig". Für mich persönlich, in mein eigenes Bild von Enno, hat das Ende einfach nicht gepasst. Der Lebensschreiber ist dennoch ein besonderes Werk. Hinter den Zeilen verstecken sich eine ganze Menge Gefühl und Weisheit, die es wert sind, gelesen zu werden.

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  • Schöne ungewöhnliche Geschichte

    Der Lebensschreiber
    nodi

    nodi

    02. June 2014 um 11:47

    Der Protagonist Enno erzählt uns in der Ich-Form Stationen aus seinem Leben. Aufgewachsen ist er bei seinen Großeltern und hatte schon damals kaum Freunde. Als er später eine Ausbildung in einer Buchhandlung beginnt, kommt ihm eines Tages eine Idee. Ein Junge hat Liebeskummer und fragt Enno, welches Buch ihm vielleicht helfen könnte. Dies bringt Enno dazu, seinen Kunden eigene Geschichten zu schreiben, nach denen sie sich richten sollen, um ihr Leben zu verändern.  Enno hat damit großen Erfolg und gewinnt immer mehr Kunden, dabei  trifft er auf Lea. Dann beginnt er, sein Leben mit dessen von Lea zu verknüpfen und verliert irgendwie den Bezug zur Realität. Mir haben die Geschichte und der Schreibstil des Autors sehr gut gefallen, vor allem, dass der Protagonist dem Leser die Geschichte in der Ich-Form erzählt. So kann man sich gut in die Gefühls- und Gedankenwelt des Protagonisten hineinversetzen. Der Charakter von Enno ist von Anfang an nicht ganz klar, er scheint ein Einzelgänger zu sein, hat aber den Drang Menschen zu helfen. Zu Beginn seiner Tätigkeit als Lebensschreiber sah es noch nach Hilfsbereitschaft aus, aber später hatte man den Eindruck, ihm ging es nur darum Macht auf andere Menschen auszuüben. Hat er nur den Bezug zur Realität verloren oder ist Enno krank oder nur seine Sichtweise zu seinen Geschichten? Diese Frage zieht sich für mich durch die ganze Geschichte, aber auch, ob man das Leben anderer Personen lenken kann und darf. Der Lebensschreiber ist ein besonderer Roman mit einer spannenden  und ungewöhnlichen Geschichte, die den Leser förmlich zum Nachdenken anregt.

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  • Entweder - Oder. Ein Lebensfragment

    Der Lebensschreiber
    19angelika63

    19angelika63

    Rückentext Alles gab es nach Maß: Schuhe, Kleider, Brillen, Möbel, ganze Häuser. Alles konnte nach Wunsch angefertigt werden, gleichwie es der Kunde mochte. Aber Geschichten? Enno ist schon immer ein Sonderling gewesen. Doch er hat eine einzigartige Begabung: Er schreibt Geschichten, die das Handeln des Lesers lenken. Diese Fähigkeit setzt er erfolgreich für seine Klienten ein – er ist Schöpfer ihrer Gedanken, ihres Schicksals. Eines Tages lernt er Lea kennen, die seinen Rat sucht. Aller Widerstände zum Trotz ist es von nun an Ennos Ziel, seine eigene Geschichte auf untrennbare Weise mit ihrer zu verknüpfen. Um sein höchstes Glück zu erreichen, zieht er alle Register – doch er geht zu weit. Und zerbricht an der Realität. Ist es möglich, das Leben einzelner Menschen durch das Schreiben einer neuen Lebensgeschichte zu verändern? Dies und nicht s anderes macht Enno. Er nennt sich Lebensschreiber und schreibt für Menschen ihre Leben um. So wie er es für „richtig“ hält. Aber ist das wirklich möglich? Ein solcher Eingriff ins Leben? Kann so etwas ohne Folgen bleiben? WOW, was für ein Buch, was für eine Geschichte. Sprachlich und stilistisch ist dieses Buch einfach phantastisch. Wort für Wort habe ich mich in dieses Buch verliebt. Mir gefällt es, wie der der Autor Christoph A. G. Klein die Sprache für seinen Protagonisten benutzt, wie er philosophische Ansätze einbaut, die den Leser innehalten lassen um das gelesene zu reflektieren und sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen. "Die Menschen, diese Herdentiere, werden immer jemanden benötigen, der sie leitet, der ihnen eine Zukunft aufzeigt, einen Sinn gibt, den sie im Alltag nicht finden. Das war und wird so bleiben. Darf man sich da nicht für allmächtig halten? Ist es nicht göttlich, menschliche Wesen nach seinem Geschmack zu formen, zu führen, zu verführen, hierhin zu schicken und dorthin, weil man es selbst für richtig hält?" (S. 7) "Meine Mutter war dreiundfünfzig Jahre älter als ich, mein Vater einundsechzig. Sie hießen Oma und Opa." (S. 14) Wer würde so etwas in der "realen Welt" sagen ... doch die wenigsten, bzw. niemand. Diese Satzkonstellation allein zeigt mir, dass der Autor einen außergewöhnlichen Protagonisten schaffen möchte. Jemand, der sich mit der Wahl seiner Worte auskennt. Ich finde das einfach phantastisch. :-) ... Wahnsinn, diese Wortwahl ... Hier noch ein paar Kostproben … "Die Alphabetisierung eines Landes drückt seinen Wohlstand aus. Lesen ist nicht nur ein Zeitvertrieb, ein Hobby oder Quelle für Wissen. Lesen entwickelt den Menschen, zivilisiert ihn, formt ihn und erlaubt ihm eindringlich, über sein eigenes Dasein hinaus Gedanken von Mensch zu Mensch zu vermitteln." (S. 24) Dieser Satz spricht mir aus der Seele: "Dabei ist es eine solch wertvolle Aufgabe, Menschen die richtige Literatur zu empfehlen. Keine Maschine wird diese wertvolle Arbeit je übernehmen, kein Algorithmus die Brandbreite des menschlichen Fundus erschließen können." (S. 26) Ich könnte jetzt hier noch endlos meine Lieblingssätze und philosophischen Ansätze auflisten … aber dann könnte ich gleich das ganze Buch hier aufschreiben. Für mich ist dieses Buch ein wahrer literarischer Schatz, den man unbedingt gelesen haben muss!!! DANKE Christoph für dieses außergewöhnliche Buch. Ich liebe es ♥

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    • 9
    parden

    parden

    28. May 2014 um 23:04
  • Großartiger Anreiz zum Selbstdenken

    Der Lebensschreiber
    Sabo07

    Sabo07

    28. May 2014 um 11:10

    Diese Geschichte beginnt an ihrem Ende. Das hat zur Folge, dass sie viele Fragen aufwirft, denn der Protagonist, kennt ja die Details, die sich der Leser erst noch erschließen muss. Die Erzählung in der Ich-Form gefällt mir persönlich sehr gut, denn so hat der Leser keine große Distanz zur Geschichte und kann sich gut einfinden. So ging es auch mir. Schon nach wenigen Sätzen war ich mitten im Geschehen, obwohl es bisher nur einen Hauch von Geschehen gab. Auch der etwas anspruchsvollere Schreibstil gefällt mir sehr gut und er scheint sehr gut zur Geschichte zu passen. Dann wird die Geschichte von Kindheit an erzählt, von seiner Ausbildung in einer Buchhandlung. Als eines Tages ein Junge nach einem Buch über Liebeskummer fragt und er das falsche empfiehlt, fasst er einen Entschluss. Er selbst will dem Jungen eine Geschichte schreiben, an die er sich halten soll, um das Mädchen seiner Träume zu erobern. Der Protagonist fühlt sich gebraucht, als er hört, dass der Junge Erfolg hatte, er hält das Schreiben nach Maß für seine wahre Bestimmung. Bereits zu Beginn des Kapitels hatte ich das Gefühl, der Protagonist ist kein großer Menschenfreund und im weiteren Verlauf zeigt sich, dass diese Vermutung zutrifft und sie ihm schlicht sehr egal sind. Sie sind für ihn scheinbar eine Art Forschungsobjekte. In wie weit sind sie beeinflussbar und was passiert, wenn sie seine Geschichten lesen. Für ihn sind Geschichten nur dann gut, wenn man sie für wahr halten kann und er fragt sich darum, was wichtig ist im Leben, die Initiative etwas zu tun, oder das, was man damit bewirkt. Ob man das Leben wirklich beeinflussen kann oder ob das Schicksal eben alles bestimmt. Ich glaube nicht, dass sich diese Frage jemals beantworten lässt. Menschen scheinen Enno nicht viel zu bedeuten. Er verliert er jeglichen Respekt und gibt alle Verantwortung ab und strebt nach immer mehr Macht. Doch schon bald merkt er, dass ihm etwas Entscheidendes fehlt in seinem Leben. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Es gibt einen guten und m.E. realistischen Einblick in das Leben eines psychisch kranken Menschen. Aber was ihn nun krank gemacht hat und auch für viele andere Dinge, lässt es viel Interpretationsspielraum. Jeder der ein Buch lesen möchte, dass noch lange im Gedächtnis bleibt, das Anspruch hat und zum Nachdenken anregt, der ist hier gut beraten. Und keine Angst, es handelt sich hier gar nicht mal und harte Kost. Das Buch liest sich leicht und zügig, ich konnte es kaum aus der Hand legen.

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  • Lässt sich die Lebengeschichte etwa vorherschreiben?

    Der Lebensschreiber
    Callso

    Callso

    23. May 2014 um 10:48

    Im Rahmen der Leserunde habe ich das Buch gelesen und bin intensiv in die Geschichte eingetaucht. Christoph A.G. Klein hat einen sentimentalen und anspruchsvollen Roman fabriziert, der eine hervorragende Balance schafft: Er unterhält, aber hinterlässt auch nachdenkliche Spuren. Und der Autor findet die richtigen Worte, fabriziert die richtige Stimmung und nimmt den Leser emotional mit. Es ist die gelungene Mischung aus Poesie, aus starken Charakteren und einer guten Geschichte. Trotz der vielen kreativen Köpfe in dem Buch ist auch Protagonist Enno irgendwo ein ganz normaler Mensch, der mit regelmäßigen Besuchen bei einer Prostituierten seine Bedürfnisse befriedigt. Als "Lebensschreiber" hat er indes seine Berufung gefunden und schreibt - nach individuellen Aufträgen - seinen Auftraggebern eine passende Geschichte auf den Leib. Dabei beeinflusst er das Schicksal bestmöglich, ehe er selbst seine eigene Liebesgeschichte beeinflusst. Doch damit nicht genug, auch ein Mord muss ausgeführt werden. In letzter Konsequenz war mir das Gesamtpaket etwas zu unrealistisch, dafür gab es den einen Stern Abzug.  Ich glaube halt nicht, dass man als Geschichtenschreiber so viele Menschen und Schicksale privat und beruflich in ganz andere Wege leiten kann und beeinflussen kann. Insofern war mir das Unterfangen des Lebensschreibers in der geballten Form etwas zu viel. Die persönliche Geschichte von Enno, der plötzlich Eigenbedarf in der Liebe anmeldet, fand ich jedoch sehr gut umgesetzt.  Das Buch ist ein kleiner Schatz im riesigen Büchergedränge. Sehr gut geschrieben und stark umgesetzt!

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